Heute habe ich zwei weitere Titelbilder für Raumschiff Promet erhalten, für die Bände 16 und 17 der Neuschreibung. Bis zur Veröffentlichung der Taschenbücher dauert es zwar noch ein paar Monate, aber die Bilder präsentiere ich gern schon vorab. Mir gefallen sie, und beide passen inhaltlich zu den Romanen.
Mein Leben spielt sich ab zwischen Dom und Rhein. Zwischen Schreibtisch, Fußballplatz, Konzerthalle und Kneipe. Auf der Straße. Virtuell und in der Wirklichkeit. Und sogar in den Köpfen mancher Leute. Ein bißchen von alledem findet hier seinen Niederschlag.
Freitag, 15. Juli 2016
Montag, 11. Juli 2016
Die Sprechblase 235
Das Comicmagazin „Die Sprechblase“ war
Hansrudi Wäscher stets eng verbunden. Kein Wunder also, dass die
aktuelle Ausgabe den Verstorbenen ausführlich würdigt. Mehr noch,
das 100 Seiten dicke Heft entpuppt sich als Special rund um den Künstler,
der verschiedene deutsche Comicklassiker wie Nick und Sigurd, Tibor und Falk, Roy
Stark, Nizar, Bob & Ben schuf, für Bastei den Buffalo Bill
ebenso zeichnete wie die Gespenstergeschichten.
Herausgeber Gerhard Förster geht dabei einen anderen Weg als gewohnt. Normalerweise versucht er soviel Text und Inhalt wie möglich auf kleinem Raum unterzubringen. Ohnehin liegt ihm meistens so viel Material vor, dass er nicht alles veröffentlichen kann, was er gern möchte, und oft genug Beiträge in die folgende Ausgabe verschieben muss. Diesmal jedoch gibt er Text und Bildern Raum zu atmen. Das stellt sich sowohl optisch gefällig als auch inhaltlich spannend, interessant und abwechslungsreich dar. Die meisten kleinen Geschichten und Anekdoten von und rund um HRW, die hier versammelt sind, sind mir neu und geben mir eine Menge mir bislang unbekannter Einblicke in das Leben des Künstlers, der nach dem Krieg maßgeblich dazu beitrug, den Comic in Deutschland populär zu machen, wenn auch gegen zahlreiche Widerstände.
„Wäschers Leben in kommentierten Bildern“, so die Überschrift des Ganzen, trifft es ausgezeichnet. Eine Fülle von Fotografien, Titelbildern und Comicauszügen vollzieht die Lebensgeschichte Wäschers vom kleinen Jungen bis zum mit diversen Preisen ausgezeichneten Idol einer ganzen Lesegeneration nach, von ersten öffentlichen Auftritten bis hin zum letzten Besuch der Intercomic. Dabei kommen interessante Details zutage. Wer weiß schon, dass HRW den Bill Cody, den er als Buffalo Bill zeichnete, unter anderem wegen dessen unmäßigen Büffeljagden als äußerst unsympathischen Menschen empfand? Genau wie ich, und das gefällt mir. Der Bogen spannt sich von Betrachtungen über Lehning und Hethke bis zum Ärger mit der Bundesprüfstelle und Wäschers Alterswerk.
Auch neben dem Hauptartikel ist HRW das zentrale Thema der vorliegenden Ausgabe: Gerhard Förster interviewt Wäscher-Verleger Manfred Wildfeuer, Klaus Papendorf befasst sich in „Mit flacher Klinge“ mit des Meisters Werk, und Herbert Heinzelmann erinnert sich in „Die Kunst im Keller“ an die Entdeckungen, die er bei einem Wäscher-Besuch machte. Der ehemalige Ren Dhark-Autor Ewald Fehlau, jahrzehntelang für Bastei tätig und dort mit Wäscher zusammenarbeitend, wagt den „Versuch einer Annäherung an ein unvergessenes Phänomen“. Gerhard Förster erinnert sich daran, wie der Kaplan seinen geliebten Sigurd in die Badewanne warf, und „Das Beste aus 13 Interviews mit Hansrudi Wäscher“ lässt einen schmunzeln, nachdenken und fast ein wenig melancholisch werden.
Und abseits von Herrn Wäscher? Gibt es wie üblich Harrys bunten Medienmix und eine Besprechung des neuen Comic-Preiskatalogs, dazu einen Blick auf den Künstler Philippe Druillet und seinen Weltraumhelden Lone Sloane, auf den amerikanischen Superheldencomic Secret Wars und auf ASH, die Austrian Superheroes. Ich gebe zu, neben der geballten Wäscher-Ladung interessierte mich der ohnehin nur marginale Rest diesmal eher wenig, doch allein der reich bebilderte Hauptartikel macht Spaß. Fazit: Eine sehr gelungene und im Hinblick auf Hansrudi Wäschers Tod mehr als würdige Ausgabe der Sprechblase.
Herausgeber Gerhard Förster geht dabei einen anderen Weg als gewohnt. Normalerweise versucht er soviel Text und Inhalt wie möglich auf kleinem Raum unterzubringen. Ohnehin liegt ihm meistens so viel Material vor, dass er nicht alles veröffentlichen kann, was er gern möchte, und oft genug Beiträge in die folgende Ausgabe verschieben muss. Diesmal jedoch gibt er Text und Bildern Raum zu atmen. Das stellt sich sowohl optisch gefällig als auch inhaltlich spannend, interessant und abwechslungsreich dar. Die meisten kleinen Geschichten und Anekdoten von und rund um HRW, die hier versammelt sind, sind mir neu und geben mir eine Menge mir bislang unbekannter Einblicke in das Leben des Künstlers, der nach dem Krieg maßgeblich dazu beitrug, den Comic in Deutschland populär zu machen, wenn auch gegen zahlreiche Widerstände.
„Wäschers Leben in kommentierten Bildern“, so die Überschrift des Ganzen, trifft es ausgezeichnet. Eine Fülle von Fotografien, Titelbildern und Comicauszügen vollzieht die Lebensgeschichte Wäschers vom kleinen Jungen bis zum mit diversen Preisen ausgezeichneten Idol einer ganzen Lesegeneration nach, von ersten öffentlichen Auftritten bis hin zum letzten Besuch der Intercomic. Dabei kommen interessante Details zutage. Wer weiß schon, dass HRW den Bill Cody, den er als Buffalo Bill zeichnete, unter anderem wegen dessen unmäßigen Büffeljagden als äußerst unsympathischen Menschen empfand? Genau wie ich, und das gefällt mir. Der Bogen spannt sich von Betrachtungen über Lehning und Hethke bis zum Ärger mit der Bundesprüfstelle und Wäschers Alterswerk.
Auch neben dem Hauptartikel ist HRW das zentrale Thema der vorliegenden Ausgabe: Gerhard Förster interviewt Wäscher-Verleger Manfred Wildfeuer, Klaus Papendorf befasst sich in „Mit flacher Klinge“ mit des Meisters Werk, und Herbert Heinzelmann erinnert sich in „Die Kunst im Keller“ an die Entdeckungen, die er bei einem Wäscher-Besuch machte. Der ehemalige Ren Dhark-Autor Ewald Fehlau, jahrzehntelang für Bastei tätig und dort mit Wäscher zusammenarbeitend, wagt den „Versuch einer Annäherung an ein unvergessenes Phänomen“. Gerhard Förster erinnert sich daran, wie der Kaplan seinen geliebten Sigurd in die Badewanne warf, und „Das Beste aus 13 Interviews mit Hansrudi Wäscher“ lässt einen schmunzeln, nachdenken und fast ein wenig melancholisch werden.
Und abseits von Herrn Wäscher? Gibt es wie üblich Harrys bunten Medienmix und eine Besprechung des neuen Comic-Preiskatalogs, dazu einen Blick auf den Künstler Philippe Druillet und seinen Weltraumhelden Lone Sloane, auf den amerikanischen Superheldencomic Secret Wars und auf ASH, die Austrian Superheroes. Ich gebe zu, neben der geballten Wäscher-Ladung interessierte mich der ohnehin nur marginale Rest diesmal eher wenig, doch allein der reich bebilderte Hauptartikel macht Spaß. Fazit: Eine sehr gelungene und im Hinblick auf Hansrudi Wäschers Tod mehr als würdige Ausgabe der Sprechblase.
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Todesfälle
Sonntag, 10. Juli 2016
Der kleine Drache Huck-Huck
Kürzlich fragte mich jemand, ob ich nicht noch ein Exemplar von HUCK-HUCK, DER KLEINE DRACHE übrig habe, das ich ihm vermachen können. Das schmale Kinderbuch habe ich vor vielen Jahren geschrieben, und es ist seinerzeit im Nitzsche-Verlag in Kaiserslautern erschienen.
Beim Durchstöbern meines Bucharchivs fiel mir zu meinem Schrecken auf, dass ich nicht mal mehr ein eigenes Belegexemplar besaß. Ich wandte mich kurzerhand an den Verlag, und siehe da, es gibt tatsächlich noch Restbestände. Ich orderte gleich einen Schwung und blätterte das kleine Buch, das ich schon so lange nicht mehr in Händen gehalten hatte, gleich durch.
Der Text war mir kaum noch gegenwärtig, ebenso wenig die sehr schönen Schwarzweiß-Illustrationen von Frans Stummer, die sich übrigens prima zum Ausmalen eignen. Gleich zehn Stück davon sind enthalten. Das Titelbild finde ich ohnehin wunderbar gelungen. Das Original hat Frans mit damals zukommen lassen, und es ist sicher verwahrt und in Folie aufgehoben.
Als ich nach dem Eintreffen der Bücher einen Blick ins Impressum warf, traf mich fast der Schlag. Der Huck-Huck ist nämlich noch viel älter, als ich es im Kopf hatte. 1992 ist er erschienen. Inzwischen treibt er also als ausgewachsener Drache irgendwo in der Welt sein Unwesen. Die Geschichte beginnt jedoch mit Huck-Hucks Schlüpfen aus dem Ei und seinen angestrengten Versuchen, zum ersten Mal ein Feuer zu entzünden.
Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, die Geschichte als Ebook erneut zu veröffentlichen. Auch könnte ich mir vorstellen, eine (oder gar mehrere?) Fortsetzung(en) zu schreiben. Was natürlich vor allem eine Frage der Zeit ist. Im Moment hätte ich sie nicht, aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.
Wie gesagt, beim Nitzsche-Verlag gibt es noch Restexemplare der Druckversion. Wer sich dafür interessiert, wendet sich am besten gleich an den Verlag:
http://www.nitzscheverlag.homepage.t-online.de/
Beim Durchstöbern meines Bucharchivs fiel mir zu meinem Schrecken auf, dass ich nicht mal mehr ein eigenes Belegexemplar besaß. Ich wandte mich kurzerhand an den Verlag, und siehe da, es gibt tatsächlich noch Restbestände. Ich orderte gleich einen Schwung und blätterte das kleine Buch, das ich schon so lange nicht mehr in Händen gehalten hatte, gleich durch.
Der Text war mir kaum noch gegenwärtig, ebenso wenig die sehr schönen Schwarzweiß-Illustrationen von Frans Stummer, die sich übrigens prima zum Ausmalen eignen. Gleich zehn Stück davon sind enthalten. Das Titelbild finde ich ohnehin wunderbar gelungen. Das Original hat Frans mit damals zukommen lassen, und es ist sicher verwahrt und in Folie aufgehoben.
Als ich nach dem Eintreffen der Bücher einen Blick ins Impressum warf, traf mich fast der Schlag. Der Huck-Huck ist nämlich noch viel älter, als ich es im Kopf hatte. 1992 ist er erschienen. Inzwischen treibt er also als ausgewachsener Drache irgendwo in der Welt sein Unwesen. Die Geschichte beginnt jedoch mit Huck-Hucks Schlüpfen aus dem Ei und seinen angestrengten Versuchen, zum ersten Mal ein Feuer zu entzünden.
Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, die Geschichte als Ebook erneut zu veröffentlichen. Auch könnte ich mir vorstellen, eine (oder gar mehrere?) Fortsetzung(en) zu schreiben. Was natürlich vor allem eine Frage der Zeit ist. Im Moment hätte ich sie nicht, aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.
Wie gesagt, beim Nitzsche-Verlag gibt es noch Restexemplare der Druckversion. Wer sich dafür interessiert, wendet sich am besten gleich an den Verlag:
http://www.nitzscheverlag.homepage.t-online.de/
Mittwoch, 6. Juli 2016
Ren Dhark - Autorenkonferenz 2017
Die Ren Dhark-Autorenkonferenzen sind immer eine
äußerst produktive Angelegenheit. Etwa alle zwei Jahre treffen sich
die Dhark-Autoren, um den Handlungsablauf für den kommenden Zyklus
festzulegen. Ein solcher Zyklus umfasst stets zwölf Bücher, also 36
Heftromane. Ein ganzes Wochenende, von Freitagnachmittag bis
Sonntagnachmittag, lassen wir dabei die Köpfe rauchen. Was im Laufe
eines solchen Brainstormings und der daraus resultierenden intensiven
Ausarbeitung herauskommt erstaunt mich im Nachhinein immer wieder.
Wenn ich mich recht erinnere, nahm ich zum ersten
Mal 2005 an einer solchen Konferenz teil. Die letzte ging im
vergangenen Jahr über die Bühne. Nun, mit einem Jahr Vorlaufzeit,
wurde bereits der nächste Termin festgelegt. Ich glaube, so früh
wie noch nie.
Im Sommer 2017 treffen wir uns in einem Hotel mit
Tagungsraum, um gedanklich die nächste Episode in der Historie des
Raumfahrers Ren Dhark aufzuschlagen. Ich weiß von Kollegen anderer
Serien, dass sie solche Konferenzen als notwendiges Übel ansehen,
das sich nicht umgehen lässt. Ich freue mich aber schon wieder
darauf, mit den Kollegen und der Kollegin im Tagungsraum zu hocken
und die Ideen fließen zu lassen. Macht nämlich echt Spaß.
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Ren Dhark,
Ren Dhark Konferenz,
Verlagswesen
Dienstag, 5. Juli 2016
Zehn Jahre Geisterspiegel
Ein schönes Jubiläum kann sich das Online-Portal Geisterspiegel auf die Fahne schreiben. Das phantastische Onlinemagazin, wie es sich nennt, feiert sein zehnjähriges Bestehen. Ich bin zwar kein regelmäßiger Leser, schaue aber immer mal wieder rein.
Der Geistspiegel berichtet über alle Spielarten phantastischer Literatur, veröffentlicht mit "Timetraveller" und "Paraforce" zwei eigene SF-Serien, dazu Kurzgeschichten, Kolumnen, Rezensionen, Szene-News und vieles mehr. Ein Blick lohnt sich also, und er kostet nichts.
Ich gratuliere den Machern des Zauberspiegels und wünsche weiterhin gutes Gelingen.
http://www.geisterspiegel.de/
Der Geistspiegel berichtet über alle Spielarten phantastischer Literatur, veröffentlicht mit "Timetraveller" und "Paraforce" zwei eigene SF-Serien, dazu Kurzgeschichten, Kolumnen, Rezensionen, Szene-News und vieles mehr. Ein Blick lohnt sich also, und er kostet nichts.
Ich gratuliere den Machern des Zauberspiegels und wünsche weiterhin gutes Gelingen.
http://www.geisterspiegel.de/
Montag, 4. Juli 2016
Die Promet und Stimmen aus der Vergangenheit
Als Anfang der Siebziger Jahre die
Raumschiff Promet-Heftromane erschienen, war ich noch zu jung, um sie
zu lesen, und in den Folgejahren hat es sich nie ergeben. Dazu bin ich erst viel
später gekommen, nämlich als Thomas Ziegler in den späten Neunziger Jahren
die Exposes für die im Blitz-Verlag angedachte Fortsetzung verfasste
und Ziegler sowie Jörg Kaegelmann mich als Mitautor für die neuen
Abenteuer auserkoren.
Einen Begriff aus der Serie kannte ich
da dennoch längst, trotz meiner Unwissenheit um den Serieninhalt:
Das Galaktische Archiv. Bei Promet-Lesern fiel der Name immer wieder,
und gedanklich brachte ich ihn mit einem großen Handlungsrätsel in
Zusammenhang. Und das trifft zu, wie ich nach der Arbeit an einem
weiteren Manuskript für den Serienkosmos um die Raumjacht Promet
versichern kann.
In Band 17 der Neuschreibung der
Klassiker erreichen Peet Orell und seine Freunde eben jene uralte
Einrichtung eines längst untergegangenen Volkes. Auf eine Weise, die
sich keiner der Raumfahrer von der Erde und von Moran je hätte
vorstellen können, tauchen sie tief in die Vergangenheit ein und
werden Augenzeugen des Wütens der Zyklops und ihrer Schwarzen Raumer.
Der Roman wird den Titel Das Galaktische Archiv
tragen.
Ein zweiter Handlungsstrang, den es
damals in den Klassikern nicht gab, den ich also hinzugedichtet habe,
ist auf der Erde angesiedelt. Er beschäftigt sich mit dem im Koma
liegenden Harry T. Orell und der fremdenfeindlichen Organisation
„Terra den Terranern“. Da inzwischen ziemlich weit vorgearbeitet
wurde, wird der Roman voraussichtlich im Frühjahr kommenden Jahres
erscheinen.
Labels:
Manuskript,
Raumschiff Promet,
Science Fiction
Dienstag, 28. Juni 2016
Eine Rezi zu Nick 6
Anlässlich der Intercomic im Mai ist mein
sechster NICK-Roman mit Titel Gefährlicher Ehrgeiz im Verlag
Peter Hopf erschienen. Ich berichtete an dieser Stelle darüber. Nun
gibt es bei phantastik-news eine Besprechung von Carsten Kuhr. Wie
meist hat der Rezensent sich zeitnah nach Bucherscheinen dazu
geäußert. Unabhängig vom Inhalt der Rezension gefällt mir das.
„SF
der guten alten Zeit, so könnte man die Reihe um Nick und seine
Freunde kurz und überaus treffend überschreiben“, so Carsten
Kuhr, und weiter: „Zwar darf man die Logik getrost einpacken, dafür
aber punktet der Text einmal mehr mit dem Sense of Wonder.“
Im
Fazit steht zu lesen: „So wird man mit staunenden Augen und
klopfendem Herzen die Roman-Umsetzung der genialen Comics lesen, wird
sich vorstellen, in der überbrodelnden, riesenhaften Wildnis der
Venus gestarndet zu sein und doch wird man sicher sein dürfen, dass am
Ende der Schurke seine gerechte Strafe bekommt. Wenn es doch im
wahren Leben ein wenig mehr so zuginge, die Welt wäre eine bessere.“
Die komplette Besprechung ist hier zu finden:
Labels:
Nick,
Phantastik-News,
Science Fiction Magazin
Montag, 27. Juni 2016
Götz George. 1938 - 2016
Da komme ich von einem langen und schönen Fußballabend nach Hause, schalte noch kurz den Rechner ein und werde mit der Eilmeldung empfangen, Götz George sei gestorben. Das betrübt mich wirklich, denn er hat eine meiner liebsten Fernsehfiguren geprägt.
Ich oute mich ja immer wieder gern als Schimanski-Fan, und zwar als einer der ersten Stunde. Götz George war zweifellos ein großer deutscher Schauspieler mit verschiedenen anspruchsvollen Rollen in Film und Fernsehen, doch für mich ist er eng mit der Rolle des Ruhrpottbullen aus Duisburg verbunden. Von Anfang an hat mich die Rolle gleichermaßen wie Georges Darstellung begeistert, seit 1981 im Tatort und später, nach einigen Jahren Pause, in der eigenen Schimanski-Reihe der ARD.
Das letzte Mal spielte er den Rentner 2013 in der Folge "Loverboy". Seitdem hatte ich gehofft, dass es vielleicht einmal noch eine weitere Folge geben wird. Dazu kommt es leider nicht mehr, da Götz George seinem 1994 verstorbenen Kollegen Eberhard "Christian Thanner" Feik nun gefolgt ist. In bester Schimanski-Tradition kann ich dazu nur sagen: SCHEISSE.
Ich oute mich ja immer wieder gern als Schimanski-Fan, und zwar als einer der ersten Stunde. Götz George war zweifellos ein großer deutscher Schauspieler mit verschiedenen anspruchsvollen Rollen in Film und Fernsehen, doch für mich ist er eng mit der Rolle des Ruhrpottbullen aus Duisburg verbunden. Von Anfang an hat mich die Rolle gleichermaßen wie Georges Darstellung begeistert, seit 1981 im Tatort und später, nach einigen Jahren Pause, in der eigenen Schimanski-Reihe der ARD.
Das letzte Mal spielte er den Rentner 2013 in der Folge "Loverboy". Seitdem hatte ich gehofft, dass es vielleicht einmal noch eine weitere Folge geben wird. Dazu kommt es leider nicht mehr, da Götz George seinem 1994 verstorbenen Kollegen Eberhard "Christian Thanner" Feik nun gefolgt ist. In bester Schimanski-Tradition kann ich dazu nur sagen: SCHEISSE.
Sonntag, 26. Juni 2016
Der Klang der Stille
Erik Schreiber ist Verleger, und Erik Schreiber
ist bekennender Anhänger von Kurzgeschichten. Nun weiß, wie ich
erst kürzlich wieder gelesen habe, selbst Stephen King, dass sich
Kurzgeschichten nicht sonderlich gut verkaufen. Ich nehme an, das
gilt für die meisten Genres, für Science Fiction aber ganz
besonders, und zumal in Deutschland. Wenn sie denn erscheinen, so
handelt es sich zumeist um Übersetzungen aus dem englischsprachigen
Raum, ganz selten aus dem europäischen Ausland oder gar aus anderen
Kontinenten.
Warum nicht aus der Not eine Tugend machen? fragte sich Erik Schreiber. So begann er vor über drei Jahren mit dem äußerst ambitionierten Projekt „In 80 SF-Geschichten um die Welt“, für das es galt, Stories aus aller Herren Länder zusammenzutragen. Der Buchtitel war als Hommage an Jules Verne gedacht, und Eriks Traum war es, 80 Science Fiction-Geschichten aus 80 verschiedenen Ländern zu vereinen und sie als einzigartiges Werk in seinem VERLAG SAPHIR IM STAHL zu veröffentlichen.
Wie erwähnt, hat der Verleger mehr als drei Jahre investiert, um seinen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen. Letzten Endes sind keine 80 Länder zusammengekommen, doch das tut dem Projekt und dem dabei entstandenen Buch keinen Abbruch. Nun, nach Erscheinen, trägt es den endgültigen Titel „Rund um die Welt in mehr als 80 SF-Geschichten“. Ohne den persönlichen Einsatz des Herausgebers, ohne seinen Enthusiasmus und seine Vorliebe und Wertschätzung für diese Literaturform hätte ein solches Buch niemals zustande kommen können, schon gar nicht mit der Aussicht, dass damit kein Pfennig zu verdienen ist. Kein großer Verlag hätte ein solches Projekt, zu dem man Erik Schreiber nur gratulieren und auf das er zurecht stolz sein kann, auf den Weg gebracht.
Insgesamt sind 93 Autoren aus 41 Ländern (Deutschland, Schweiz, Tschechien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Russland, Polen, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Ukraine, Zypern, Syrien, Israel, Ägypten, Südafrika, Indien, China, Japan, Philippinen, Indonesien, Australien, Chile, Argentinien, Uruguay, Peru, Kolumbien, Venezuela, Kuba, Mexiko, USA, Kanada, Spanien, Großbritannien, Niederlande, Belgien) in dem rund 640 Seiten dicken Buch mit Erzählungen aus dem Bereich der Science Fiction vertreten. Schön finde ich, dass es von jedem beteiligten Autor eine Kurzbiographie gibt.
Sechs der Geschichten kommen aus Deutschland. Verfasser sind Frank Lauenroth, Sven Klöpping, Michael Schmidt, Peggy Weber und Sascha Vennemann. Eine Story stammt aus meiner Feder. Ich bin stolz, und es ist mir eine große Freude, dass ich Der Klang der Stille zu dieser sicherlich einmaligen Story-Zusammenstellung beisteuern durfte. Dass meine Erzählung zudem das Buch eröffnet, kommt mir irgendwie unwirklich vor.
Warum nicht aus der Not eine Tugend machen? fragte sich Erik Schreiber. So begann er vor über drei Jahren mit dem äußerst ambitionierten Projekt „In 80 SF-Geschichten um die Welt“, für das es galt, Stories aus aller Herren Länder zusammenzutragen. Der Buchtitel war als Hommage an Jules Verne gedacht, und Eriks Traum war es, 80 Science Fiction-Geschichten aus 80 verschiedenen Ländern zu vereinen und sie als einzigartiges Werk in seinem VERLAG SAPHIR IM STAHL zu veröffentlichen.
Wie erwähnt, hat der Verleger mehr als drei Jahre investiert, um seinen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen. Letzten Endes sind keine 80 Länder zusammengekommen, doch das tut dem Projekt und dem dabei entstandenen Buch keinen Abbruch. Nun, nach Erscheinen, trägt es den endgültigen Titel „Rund um die Welt in mehr als 80 SF-Geschichten“. Ohne den persönlichen Einsatz des Herausgebers, ohne seinen Enthusiasmus und seine Vorliebe und Wertschätzung für diese Literaturform hätte ein solches Buch niemals zustande kommen können, schon gar nicht mit der Aussicht, dass damit kein Pfennig zu verdienen ist. Kein großer Verlag hätte ein solches Projekt, zu dem man Erik Schreiber nur gratulieren und auf das er zurecht stolz sein kann, auf den Weg gebracht.
Insgesamt sind 93 Autoren aus 41 Ländern (Deutschland, Schweiz, Tschechien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Russland, Polen, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Ukraine, Zypern, Syrien, Israel, Ägypten, Südafrika, Indien, China, Japan, Philippinen, Indonesien, Australien, Chile, Argentinien, Uruguay, Peru, Kolumbien, Venezuela, Kuba, Mexiko, USA, Kanada, Spanien, Großbritannien, Niederlande, Belgien) in dem rund 640 Seiten dicken Buch mit Erzählungen aus dem Bereich der Science Fiction vertreten. Schön finde ich, dass es von jedem beteiligten Autor eine Kurzbiographie gibt.
Sechs der Geschichten kommen aus Deutschland. Verfasser sind Frank Lauenroth, Sven Klöpping, Michael Schmidt, Peggy Weber und Sascha Vennemann. Eine Story stammt aus meiner Feder. Ich bin stolz, und es ist mir eine große Freude, dass ich Der Klang der Stille zu dieser sicherlich einmaligen Story-Zusammenstellung beisteuern durfte. Dass meine Erzählung zudem das Buch eröffnet, kommt mir irgendwie unwirklich vor.
Labels:
Kurzgeschichte,
Science Fiction,
Veröffentlichung
Samstag, 25. Juni 2016
Von Cyborgs und Instanzen
Die vergangenen zwei Ren Dhark-Bücher habe ich
ausgesetzt, doch nun ist meine Pause vorbei. Ich habe kürzlich die
Arbeit an einem weiteren Roman für das Dharksche Weltraumepos
abgeschlossen.
Noch immer ist Ren Dhark mit der POINT OF auf der
Suche nach drei Verschollenen, auf deren Aufenthaltsort es keinen
Hinweis gibt. Wir erinnern uns: Dharks Herzdame, der weibliche Cyborg
Amy Stewart, sowie seine langjährigen Weggefährten Arc Doorn und
Chris Shanton, die übrigens beide - erwähnte ich das schon mal? - zu meinen Lieblingsfiguren in der
Serie zählen, verschwanden auf geheimnisvolle Weise aus einer
uralten Station der Wächter. Jetzt endlich erhält Dhark einen
Hinweis auf Schicksal und Verbleib der Gesuchten, einen Hinweis, der
ihn vor ein gewaltiges Problem stellt.
Mehr verrate ich natürlich nicht zum Inhalt. Sehr
wohl sagen kann ich jedoch, dass es zu einem unerwarteten
Zusammentreffen kommt und dass diverse Figuren, auch länger nicht
aufgetauchte, wichtige Rollen spielen und sich unversehens im Zentrum
der Handlung wiederfinden. Das trifft auf Agenten der GSO ebenso zu
wie auf einen unbeliebten alten Bekannten, der Dhark und den
Terranern schon mehr als einmal das Leben schwergemacht hat.
Der Roman dreht sich um Grüne Technologie, jene
legendäre Hinterlassenschaft der Wächter, die den Menschen mehr
Fragen aufgibt als sie Antworten liefert. Die Wächter tauchen auf
und Cyborgs – und zwar ganz spezielle Cyborgs, die in Vergessenheit
geraten sind, dazu eine abgeschiedene menschliche Kolonie und die
INSTANZ von Erron-2. Außerdem Sandwürmer, aber in welchem Kontext
und welche Rolle sie spielen, das müsst ihr schon selbst lesen.
Labels:
Manuskript,
Ren Dhark,
Science Fiction
Samstag, 11. Juni 2016
Gefährlicher Ehrgeiz
Schon zum sechsten Mal habe ich Hansrudi Wäschers Weltraumhelden Nick auf eine abenteuerliche Mission geschickt. Kaum aus dem Mikrokosmos zurückgekehrt, muss der Weltraumfahrer zur Venus aufbrechen, denn zwei Tierfänger liefern sich einen außergewöhnlichen Wettstreit. Derjenige von ihnen, der für einen irdischen Zoo das außergewöhnlichste außerirdische Tier fängt, darf Nick bei seiner nächsten Weltraummission begleiten - und die führt nach Proxima Centauri.
Der neue Roman ist bereits zur Intercomic erschienen, und jetzt komme ich endlich dazu, das schnieke Hardcover auch an dieser Stelle gebührend zu erwähnen. Denn wie immer macht es Spaß, das Buch in Händen zu halten, auch wenn sich der Umfang diesmal in Grenzen hält. Das liegt an der Comicvorlage des Meisters, die ein vergleichsweise kurzes Abenteuer schilderte.
Folgende Piccolo-Hefte dienten als Vorlage für meinen Roman: 67 Jack, der Jäger, 68 Gefährlicher Ehrgeiz, 69 Der Tod ist an Bord, 70 Die Hölle ist los, 71 Nick setzt sein Leben ein, 72 Jane Lee wehrt sich, 73 Letzter Verrat, 74 Keine Hoffnung mehr, 75 Wettlauf mit der Zeit, 76 Schon gestartet, 77 Wo ist das Sternenschiff?, 78 Ein verzweifelter Versuch, 79 Proxima Centauri, 80 Unendliches All.
Hinweisen möchte ich noch einmal auf die Besonderheit des nächsten Nick-Romans. Band 7 wird, wie ich schon früher erwähnte, ausnahmsweise nicht von mir, sondern von einem Gastautor geschrieben. Sein Name ist in der deutschen Roman- und Science Fiction-Szene sehr bekannt und der Autor äußerst beliebt. Es darf gerne spekuliert werden, um wen es sich handelt. Ich selbst habe in mindestens drei verschiedenen Serien Romane von ihm gelesen. Da ich ihn persönlich kenne, kann ich mit Fug und Recht sagen, dass es sich um einen sehr sympathischen Menschen handelt. Ich freue mich auf seinen Gastbeitrag zu Nick.
Der neue Roman ist bereits zur Intercomic erschienen, und jetzt komme ich endlich dazu, das schnieke Hardcover auch an dieser Stelle gebührend zu erwähnen. Denn wie immer macht es Spaß, das Buch in Händen zu halten, auch wenn sich der Umfang diesmal in Grenzen hält. Das liegt an der Comicvorlage des Meisters, die ein vergleichsweise kurzes Abenteuer schilderte.
Folgende Piccolo-Hefte dienten als Vorlage für meinen Roman: 67 Jack, der Jäger, 68 Gefährlicher Ehrgeiz, 69 Der Tod ist an Bord, 70 Die Hölle ist los, 71 Nick setzt sein Leben ein, 72 Jane Lee wehrt sich, 73 Letzter Verrat, 74 Keine Hoffnung mehr, 75 Wettlauf mit der Zeit, 76 Schon gestartet, 77 Wo ist das Sternenschiff?, 78 Ein verzweifelter Versuch, 79 Proxima Centauri, 80 Unendliches All.
Hinweisen möchte ich noch einmal auf die Besonderheit des nächsten Nick-Romans. Band 7 wird, wie ich schon früher erwähnte, ausnahmsweise nicht von mir, sondern von einem Gastautor geschrieben. Sein Name ist in der deutschen Roman- und Science Fiction-Szene sehr bekannt und der Autor äußerst beliebt. Es darf gerne spekuliert werden, um wen es sich handelt. Ich selbst habe in mindestens drei verschiedenen Serien Romane von ihm gelesen. Da ich ihn persönlich kenne, kann ich mit Fug und Recht sagen, dass es sich um einen sehr sympathischen Menschen handelt. Ich freue mich auf seinen Gastbeitrag zu Nick.
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Comics,
Hansrudi Wäscher,
Nick,
Veröffentlichung
Dienstag, 7. Juni 2016
Programmbuch zum Coloniacon 22
Der 22. Coloniacon ist nun auch schon wieder Geschichte, aber ich habe eben noch einmal das Programmbuch in die Hand genommen und ein wenig darin geblättert. Mit 128 Seiten war es in diesem Jahr recht umfangreich. Redaktion und Layout lagen in den Händen von Bernd Robker, für das Lektorat war Regina Schleheck zuständig, und das Titelbild, das mir sehr gut gefällt, samt Con-Logo stammt von Dieter Bohn.
Die ersten vier Innenseiten enthalten Fotos sämtlicher am Con teilnehmenden Autoren, Künstler und Verleger. Wie viele von denen in diesem Jahr anwesend waren, fällt mir erst jetzt bei der Durchsicht auf. Jedenfalls ist bei jedem Bild Platz für ein Autogramm, und ich sah auf dem Con wiederholt, dass Besucher auf der Jagd nach Unterschriften waren. Eine schöne Sache, die man beibehalten sollte.
Darüber hinaus bietet das Programmbuch einen bunten, abwechslungsreichen Inhalt und wird eingeleitet durch ein Vorwort der beiden Veranstalter Daniel von Euw und Bernd Robker. In seinem Werkstattbericht bietet Dieter Bohn Einblicke in die Entstehung des Titelmotivs, Lars Adler berichtet über die Science in der Fiction, und Ulf Fildebrandt beleuchtet den Weltenbau in der Science Fiction. Bettina Petrik plaudert über das Corona-Magazin, Bernd Krosta bringt uns das Rezept für Vurguzz-Pralinen nahe, Norbert Mertens beschäftigt sich mit den Perry Rhodan-Planetenromanen, und Rainer Nagel stellt sich vor, wie ein dieser Tage erneut aufgelegter Roman von William Voltz wohl unter der Ägide anderer Rhodan-Autoren verlaufen wäre. Michael Pfrommer setzt sich in Hinblick auf die Fanromane mit den Meistern der Insel und ihrer Unsterblichkeit auseinander, und Ju Honisch erzählt über Filk-Gesänge. Ich gebe zu, damit konnte ich noch nie etwas anfangen. Bernd Robker stellt den Kölner Phantastik-Stammtisch vor, und Roman Schleider liefert eine Vorschau auf den in diesem Jahr noch stattfindenden Austria-Con in Wien.
Auch literarisch hat das Conbuch eine Menge zu bieten. Es bietet Kurzgeschichten von Dennis Mathiak (Auf der Suche), Christina Hacker (Vor dem Ende der Hoffnung), zwei Mal Regina Schleheck (Tonspur sowie Totkäppchen und der Rolf), Ben B. Black (Das Verhör), Uwe Schimunek (Krasser Kontakt), Ute Raasch (Die Rückkehr der Vako), Gerhard Huber (Ein wahrer Freund), Dieter Bohn (Fast nicht mehr wahr), Aki Alexandra Nofftz (Bier? Fett!) sowie zwei Romanauszüge von Jott Fuchs (Alles auf Anfang) und Robert Corvus (Gottes Ebenbilder).
Als besonderes Schmankerl liegt dem Conbuch eine CD mit Elektronikmusik von Singh Boncard bei. Etwas fürs Auge bieten die zahlreichen Graphiken von Thomas Rabenstein, und Hans Knößlsdorfers Blue, der die Rückseite schmückt, muss man selbst sehen. Er ist eine Augenweide.
Die ersten vier Innenseiten enthalten Fotos sämtlicher am Con teilnehmenden Autoren, Künstler und Verleger. Wie viele von denen in diesem Jahr anwesend waren, fällt mir erst jetzt bei der Durchsicht auf. Jedenfalls ist bei jedem Bild Platz für ein Autogramm, und ich sah auf dem Con wiederholt, dass Besucher auf der Jagd nach Unterschriften waren. Eine schöne Sache, die man beibehalten sollte.
Darüber hinaus bietet das Programmbuch einen bunten, abwechslungsreichen Inhalt und wird eingeleitet durch ein Vorwort der beiden Veranstalter Daniel von Euw und Bernd Robker. In seinem Werkstattbericht bietet Dieter Bohn Einblicke in die Entstehung des Titelmotivs, Lars Adler berichtet über die Science in der Fiction, und Ulf Fildebrandt beleuchtet den Weltenbau in der Science Fiction. Bettina Petrik plaudert über das Corona-Magazin, Bernd Krosta bringt uns das Rezept für Vurguzz-Pralinen nahe, Norbert Mertens beschäftigt sich mit den Perry Rhodan-Planetenromanen, und Rainer Nagel stellt sich vor, wie ein dieser Tage erneut aufgelegter Roman von William Voltz wohl unter der Ägide anderer Rhodan-Autoren verlaufen wäre. Michael Pfrommer setzt sich in Hinblick auf die Fanromane mit den Meistern der Insel und ihrer Unsterblichkeit auseinander, und Ju Honisch erzählt über Filk-Gesänge. Ich gebe zu, damit konnte ich noch nie etwas anfangen. Bernd Robker stellt den Kölner Phantastik-Stammtisch vor, und Roman Schleider liefert eine Vorschau auf den in diesem Jahr noch stattfindenden Austria-Con in Wien.
Auch literarisch hat das Conbuch eine Menge zu bieten. Es bietet Kurzgeschichten von Dennis Mathiak (Auf der Suche), Christina Hacker (Vor dem Ende der Hoffnung), zwei Mal Regina Schleheck (Tonspur sowie Totkäppchen und der Rolf), Ben B. Black (Das Verhör), Uwe Schimunek (Krasser Kontakt), Ute Raasch (Die Rückkehr der Vako), Gerhard Huber (Ein wahrer Freund), Dieter Bohn (Fast nicht mehr wahr), Aki Alexandra Nofftz (Bier? Fett!) sowie zwei Romanauszüge von Jott Fuchs (Alles auf Anfang) und Robert Corvus (Gottes Ebenbilder).
Als besonderes Schmankerl liegt dem Conbuch eine CD mit Elektronikmusik von Singh Boncard bei. Etwas fürs Auge bieten die zahlreichen Graphiken von Thomas Rabenstein, und Hans Knößlsdorfers Blue, der die Rückseite schmückt, muss man selbst sehen. Er ist eine Augenweide.
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Con,
Fandom,
Science Fiction Magazin
Montag, 6. Juni 2016
Großes Interview rund um Ren Dhark
Darauf muss ich doch hinweisen, auch wenn ich nicht selbst beteiligt bin: Ren Dhark-Exposéautor Ben B. Black hat dem Online-Portal Deutsche Science Fiction ausführlich Rede und Antwort gestanden. Fragesteller war der in der deutschen Szene nicht ganz unbekannte Uwe Post.
Ben B. Black spricht über die Anfänge der Serie und die aktuelle Handlung, über Figuren und Hintergründe, über Team-Zusammenarbeit und persönliche Befindlichkeiten der Serienhelden sowie über die Intention, die uns Autoren beim Schreiben des Klassikers antreibt.
Für die Dhark-Schaffenden bietet das Interview natürlich nichts Neues, für Dhark-Leser und generell für an der Science Fiction Interessierte hingegen umso mehr. Das Interview ist hier zu finden:
http://deutsche-science-fiction.de/?p=3934
Ben B. Black spricht über die Anfänge der Serie und die aktuelle Handlung, über Figuren und Hintergründe, über Team-Zusammenarbeit und persönliche Befindlichkeiten der Serienhelden sowie über die Intention, die uns Autoren beim Schreiben des Klassikers antreibt.
Für die Dhark-Schaffenden bietet das Interview natürlich nichts Neues, für Dhark-Leser und generell für an der Science Fiction Interessierte hingegen umso mehr. Das Interview ist hier zu finden:
http://deutsche-science-fiction.de/?p=3934
Sonntag, 5. Juni 2016
Der Auslöser der Faszination - Schlomo zum 14.
Ich habe im Zauberspiegel eben Schlomos neue Kolumne zu Ren Dhark gelesen, seine vierzehnte mittlerweile. Normalerweise meldet sich Schlomo zu Wort, nachdem ein neues Dhark-Buch erschienen ist. Das ist diesmal anders, denn wie aus seinen Zeilen deutlich herauszulesen ist, fehlt ihm das Lesefutter über seinen liebsten Weltraumrecken.
Dann beginnt Schlomo damit, sein eigenes Fanverhalten zu hinterfragen und zu analysieren. Das finde ich interessant, weil die meisten Menschen das - ganz unabhängig vom Objekt ihrer Begierde - in ähnlicher Form kennen dürften. Ich selbst fand mich auch an der einen oder anderen Stelle wieder.
Wer einen Blick in Schlomos einmal mehr lesenswerte Kolumne zu Ren Dhark werfen möchte, kann das hier tun:
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/ren-dhark-das-all/28585-der-ausloeser-der-faszination-schlomos-vierzehnte-kolumne
"Da ich nichts zu lesen hab – zumindest keinen neuen RD – hab ich angefangen, Appetenzverhalten zu zeigen: Ich hab einen Stapel längst gelesener RDs aus dem Labor hoch geschleppt, dann hab ich die Romane neu sortiert, anschließend hab ich auf der RD Verlagswebseite und im RD Forum gesucht, ob es sonst vielleicht etwas Neues gibt, das ich übersehen hab. Aber nix. Mein Lechts auf den nächsten Band wurde nicht geringer, nahm vielmehr noch zu."
Dann beginnt Schlomo damit, sein eigenes Fanverhalten zu hinterfragen und zu analysieren. Das finde ich interessant, weil die meisten Menschen das - ganz unabhängig vom Objekt ihrer Begierde - in ähnlicher Form kennen dürften. Ich selbst fand mich auch an der einen oder anderen Stelle wieder.
Wer einen Blick in Schlomos einmal mehr lesenswerte Kolumne zu Ren Dhark werfen möchte, kann das hier tun:
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/ren-dhark-das-all/28585-der-ausloeser-der-faszination-schlomos-vierzehnte-kolumne
Samstag, 4. Juni 2016
Brings spielen im Stadion
Überall in der Stadt sah ich vorhin Leute mit Schals, Tüchern oder Hütchen, welche mit Karomustern versehen waren. Diese Karos sind irgendwann, irgendwie zum Markenzeichen der Kölner Band Brings geworden. Daraus hat sich anscheinend ein eigenes Merchandising entwickelt. Bei dem Anblick der Menschenmengen, die auf dem Weg Richtung Müngersdorfer waren, dachte ich daran, dass Brings anlässlich ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens heute Abend im Stadion spielen - vor 40.000 Zuschauern, wie ich mitbekam.
Brings hörte ich Anfang der Achtziger Jahre, und ich besuchte zahlreiche ihrer Konzerte in kleinen Locations. Einmal sah ich sie in einem Club, das war noch vor Erscheinen ihres großartigen Debütalbums Zwei Zoote Minsche. Damals wie heute machte die fünfköpfige Truppe kölsche Musik, doch in ihren Anfängen waren sie eine richtig gute Rockband, die vom damaligen BAP-Gitarristen Klaus "Major" Heuser produziert wurde.
Mit Superjeile Zick, das abging wie eine Rakete, kam es zum Knackpunkt. Brings wurden vom Karneval assimiliert und haben seitdem dort richtig viel Erfolg, natürlich auch finanziellen. Das machte sich in den Folgejahren deutlich bemerkbar. Die Musiker gingen immer weiter weg von guter alter Rockmusik und wurden zur Karnevalstruppe mit zuweilen bedenklichen Einschlägen in die Unterhaltungsmusik.
So höre ich Brings seit Jahren nicht mehr, geschweige denn besuche ich noch ihre Konzerte. Letzteres wohl schon seit fast zwanzig Jahren nicht mehr. Dennoch freut es mich, dass eine Kölner Band, die immerhin bis heute beim Kölsch geblieben ist - auch wenn es irgendwann in den Achtziger auf einem Album mal einen Ausflug ins Hochdeutsche gab - und vor nicht allzu langer Zeit mit Kölsche Jung einen veritablen Gassenhauer hinlegte, nach einem Vierteljahrhundert immer noch besteht. Das sei ihnen gegönnt, und ich wünsche ihnen, dass sie noch viele Jahre dranhängen.
Brings hörte ich Anfang der Achtziger Jahre, und ich besuchte zahlreiche ihrer Konzerte in kleinen Locations. Einmal sah ich sie in einem Club, das war noch vor Erscheinen ihres großartigen Debütalbums Zwei Zoote Minsche. Damals wie heute machte die fünfköpfige Truppe kölsche Musik, doch in ihren Anfängen waren sie eine richtig gute Rockband, die vom damaligen BAP-Gitarristen Klaus "Major" Heuser produziert wurde.
Mit Superjeile Zick, das abging wie eine Rakete, kam es zum Knackpunkt. Brings wurden vom Karneval assimiliert und haben seitdem dort richtig viel Erfolg, natürlich auch finanziellen. Das machte sich in den Folgejahren deutlich bemerkbar. Die Musiker gingen immer weiter weg von guter alter Rockmusik und wurden zur Karnevalstruppe mit zuweilen bedenklichen Einschlägen in die Unterhaltungsmusik.
So höre ich Brings seit Jahren nicht mehr, geschweige denn besuche ich noch ihre Konzerte. Letzteres wohl schon seit fast zwanzig Jahren nicht mehr. Dennoch freut es mich, dass eine Kölner Band, die immerhin bis heute beim Kölsch geblieben ist - auch wenn es irgendwann in den Achtziger auf einem Album mal einen Ausflug ins Hochdeutsche gab - und vor nicht allzu langer Zeit mit Kölsche Jung einen veritablen Gassenhauer hinlegte, nach einem Vierteljahrhundert immer noch besteht. Das sei ihnen gegönnt, und ich wünsche ihnen, dass sie noch viele Jahre dranhängen.
Donnerstag, 2. Juni 2016
Classic Rock 50
Ich war positiv überrascht, als ich vor ein paar
Jahren die erste Ausgabe der Musikzeitschrift CLASSIC ROCK in Händen
hielt. Inzwischen liegt die Jubiläumsnummer 50 vor, und das Magazin
ist bei mir nicht wegzudenken. Bei meinen Lesegewohnheiten in Bezug
auf Rockmusik hat es den ROLLING STONE schon lange abgelöst. Ich
lese es regelmäßig, und ebenso regelmäßig trifft es meine
Vorlieben, unterhält es mich und befriedigt meine musikalische
Seele. Dass mich dabei nicht immer alles interessiert, dürfte klar
sein. Das wäre auch reichlich merkwürdig.
Der gute alte Carlos Santana schmückt das
Titelbild, und ihm ist auch die Titelstory gewidmet. Kein Wunder, hat
der Haudegen doch tatsächlich seine legendäre Truppe aus den
frühen Siebziger Jahren wieder zusammengetrommelt. Auf das Album bin
ich gespannt.
Schön ausführlich wird auf 10 Seiten zudem Bob Dylans heilige Dreifaltigkeit beleuchtet. Wer damit nichts anfangen kann, dem sei nur gesagt: Nachschauen unter „Bringing It All Back Home“, „Highway 61 Revisited“ und „Blonde On Blonde“. Drei der ganz großen Alben nicht nur Dylans, sondern überhaupt, die His Bobness in einem Zeitraum von gerade einmal 14 Monaten aus dem Ärmel geschüttelt hat.
Schön ausführlich wird auf 10 Seiten zudem Bob Dylans heilige Dreifaltigkeit beleuchtet. Wer damit nichts anfangen kann, dem sei nur gesagt: Nachschauen unter „Bringing It All Back Home“, „Highway 61 Revisited“ und „Blonde On Blonde“. Drei der ganz großen Alben nicht nur Dylans, sondern überhaupt, die His Bobness in einem Zeitraum von gerade einmal 14 Monaten aus dem Ärmel geschüttelt hat.
Eine betrübliche Nachricht für mich ist Graham
Nashs offizielle Verlautbarung, dass es nie wieder ein gemeinsam
Konzert oder Studioaktivitäten von Crosby Stills & Nash geben
wird, geschweige denn zusammen mit Neil Young. Es dürfte bekannt
sein, wie sehr ich die Singer-Songwriter-Legenden schätze, einen
jeden für sich, und gemeinsam in Potenz.
In „Auf Sand gebaut“ entführen die
Rock-Mythen den geneigten Leser diesmal ins Jahr 1967 zu Brian Wilson
und dem legendenumrankten Nicht-Album „Smile“, und die Rückblende
bringt einem noch einmal Supertramps Genius-Streich The Logical
Song nahe. Dazu John Illsley, bei dessen Namensnennung bei mir
immer die Dire Straits-Ohren klingen, „Just The Bitch I Am“ Lita
Ford, das kreative Multitalent David Duchovny, die Glücksritter von
Cheap Trick und noch viel mehr.
Inhaltlich also alles wie immer – und das ist auch gut so. Herzlichen Glückwunsch daher zur 50. Ausgabe, und weiter so, liebe CLASSIC ROCK-Macher!
Inhaltlich also alles wie immer – und das ist auch gut so. Herzlichen Glückwunsch daher zur 50. Ausgabe, und weiter so, liebe CLASSIC ROCK-Macher!
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Classic Rock,
Musik,
Musikmagazin,
Rockmusik
Mittwoch, 1. Juni 2016
Coloniacon 22 - Und es geht weiter
Am vergangenen Wochenende ging im Jugendpark in
Köln-Deutz einmal mehr der legendäre Coloniacon über die Bühne,
zum 22. Mal in mittlerweile 34 Jahren. Den Jugendpark habe ich
längst zu lieben gelernt, und wenn einer der anwesenden Jungautoren
von einer „Kultveranstaltung“ spricht, dann spürt man, was wir
in den Dekaden auf die Beine gestellt haben. Als Mitinitiator bin ich
seit Anfang an dabei und habe keine Veranstaltung verpasst, doch nach
dem letzten Con vor 2 Jahren wurde das Staffelholz an die neuen
Organisatoren Bernd Robker und Daniel von Euw übergeben, die nun
ihre Feuertaufe gaben. Was nicht heißt, dass ich nicht eifrig
mitgeholfen habe.
Das ging bereits am Freitag Mittag los. Ich traf mich mit Aki und Bernd, und wir fuhren zum Einkaufen in die Metro. Vor Ort wird im Jugendpark immer einiges an Material gebraucht, ganz zu schweigen von den Bergen an Fleisch und anderen Leckereien, die für das Grillen am Samstag Abend benötigt werden. Nach dem Ausladen warf ich einen ersten Blick in den noch leeren Saal, und als ich im Eingang stehenblieb, durchzuckte mich siedendheiß, was ich bereits oben geschrieben habe: Seit sage und schreibe 34 Jahren betrittst du diesen Raum zum Coloniacon. Spätestens in diesem Moment packte mich das Confieber, und ich erinnerte mich beiläufig daran, dass wir damals, also 1982, beabsichtigt hatten, einen Con durchzuführen, einen einzigen nur, mehr nicht. Irgendwie hat sich die Geschichte anders entwickelt, und darüber bin ich verdammt glücklich.
Das ging bereits am Freitag Mittag los. Ich traf mich mit Aki und Bernd, und wir fuhren zum Einkaufen in die Metro. Vor Ort wird im Jugendpark immer einiges an Material gebraucht, ganz zu schweigen von den Bergen an Fleisch und anderen Leckereien, die für das Grillen am Samstag Abend benötigt werden. Nach dem Ausladen warf ich einen ersten Blick in den noch leeren Saal, und als ich im Eingang stehenblieb, durchzuckte mich siedendheiß, was ich bereits oben geschrieben habe: Seit sage und schreibe 34 Jahren betrittst du diesen Raum zum Coloniacon. Spätestens in diesem Moment packte mich das Confieber, und ich erinnerte mich beiläufig daran, dass wir damals, also 1982, beabsichtigt hatten, einen Con durchzuführen, einen einzigen nur, mehr nicht. Irgendwie hat sich die Geschichte anders entwickelt, und darüber bin ich verdammt glücklich.
Inzwischen waren weitere Helfer eingetroffen. Wir
machten uns ans Packen der Contaschen, in denen Magazine, Prospekte,
Postkarten, Flyer und Kugelschreiber landeten, dazu natürlich das
obligatorische Conbuch mit heuer über 120 Seiten, auf das ich in den
nächsten Tagen noch ausführlicher eingehen werde. Anschließend
ging die große Schlepperei los. Während der Händler Reinhard
Rauscher seine Verkaufsstände aufbaute, schleppten wir Tische hin
und her, nahmen Umbauten vor, schafften störende Möbelstücke aus
den Räumlichkeiten und bestuhlten den Hauptraum, in dem in den
kommenden zwei Tagen die primären Programmpunkte stattfinden
sollten. Die Arbeiten zogen sich bis zum Abend hin, und als es
bereits zu dämmern begann, setzten monsunartige Regenfälle ein.
Unbeeindruckt davon fuhren wir ins Reissdorf
Brauhaus, wo sich rund zwei Dutzend bereits eingetroffene Besucher
und Gäste zum Vorcon trafen. Es gab das übliche freudige Hallo mit
alten Bekannten und neuen Gesichtern aus allen Gegenden der Republik,
und es wurde schon so mancher Plausch gehalten.
Der Samstag war wie immer der Hauptkampftag, der
mit der Begrüßung durch Daniel und Bernd begann, worauf ein
Programmpunkt auf den anderen folgten. Meistens liefen zwei, zuweilen
sogar drei Schienen parallel. Es wurden fantastische Lieder
vorgetragen und fantastische Filmjubiläen präsentiert. Referenten
erzählten über die Planetenromane, berichteten über die ersten
deutschen Star Trek-Romane, über Perry Rhodan, Professor Zamorra und
Maddrax. Verlage stellten sich vor, und Singh Boncard beglückte die
Zuhörer mit Music from the 3rd Millenium. Dazu gab es
diverse Autorenlesungen, Autoren waren schließlich reichlich
zugegen. Ich selbst plauderte gemeinsam mit Ben B. Black und Andreas
Zwengel über Ren Dhark, und wir freuten uns, dass unser
Programmpunkt gut besucht war. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön
an Marion, die sich als kompetente und eloquente Moderatorin erwies.
Das Programm war vielfältig und abwechslungsreich, so dass der Tag
wie im Flug verging.
Abends wurde dann gegrillt und dem Bier
zugesprochen. Dabei fiel kein Tropfen vom Himmel, und meine den
ganzen Tag gebetsmühlenartig vorgetragene Überzeugung „Heute
regnet es nicht“ bestätigte sich. Die Besucher waren bester Laune,
und ich bekam immer wieder mit, wie zufrieden die Leute mit dem Con
waren.
Am Sonntag, nach einer viel zu kurzen Nacht, gab
es nach dem Frühstück mit reichlich Kaffee noch ein paar wenige
Programmpunkte mit deutlich weniger Anwesenden als am Vortag. Auch
das ist obligatorisch. Der Großteil der Conbesucher – aus Bayern
bis Norddeutschland, aus Berlin und den Benelux-Ländern – kommt am
Samstag Morgen und reist am Samstag Abend wieder ab.
Zum Abschluss setzte ich mich dann noch einmal auf
die Bühne. Gemeinsam mit Bernd und Daniel erzählte ich über den
Coloniacon früher und heute. Es war eine witzige Angelegenheit, und
die Zuschauer im Saal hatten genauso viel Spaß wie wir auf den
Brettern, die die Welt bedeuten. Schließlich erlebte ich noch eine
gewaltige Überraschung. Daniel und Bernd verliehen mir – und Ralf
Zimmermann, der seine Teilnahme leider krankheitsbedingt kurzfristig
absagen musste – einen knatschroten Superheldenumhang, den ich dann
auch gleich auf der Bühne anlegen musste, und in Windeseile sah ich
mich einer Phalanx von Kameras und erhobenen Smart Phones ausgesetzt.
Auf dass Achim im Rotkäppchenmantel der Nachwelt erhalte bleibe.
Das Fazit fällt ausgesprochen leicht: Es war ein
toller Con. Obwohl ich immer mal wieder eingesprungen bin, wenn es
etwas zu schleppen gab, hatte ich – endlich mal! – keinen Stress,
sondern konnte den Con voll und ganz genießen. Meine ursprüngliche
Absicht, mir einige Programmpunkte anzusehen, klappte aber dennoch
nicht. Zu viele nette Gespräche führte ich mit netten Leuten, und
das war völlig okay so. Zwischendurch blieb mir sogar die Zeit für
ein ausführliches Interview zu Ren Dhark.
Daniel und Bernd haben einen großartigen 22.
Coloniacon auf die Beine gestellt. Mein Dank geht nicht nur an die
beiden, sondern auch an alle, die sich am Programm beteiligt haben,
die als Helfer tätig waren, an Autoren, Künstler, Verleger und
natürlich diejenigen, ohne die es keinen Con gäbe, nämlich die
zahlreichen Besucher. Vielen Dank! Ich freue mich auf den nächsten
Coloniacon.
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Coloniacon,
Con,
Fandom,
Science Fiction
Dienstag, 31. Mai 2016
Eine Rezension zu Tibor 8
"Hier propagieren Ideengeber und Autor ein gerade in der Trivialliteratur seltenes humanistisches Gedankengut, das sich von der Konkurrenz wohltuend abhebt."
Das schreibt Carsten Kuhr in seinem Fazit zu meinem aktuellen Tibor-Roman. Mit dem Ideengeber ist natürlich Hansrudi Wäscher gemeint, der Autor bin ich. Der letzte Satz der Besprechung geht mir also runter wie Öl, und auch der Rest ist nicht von schlechten Eltern.
Vorgenommen hat sich Carsten Kuhr den Roman einmal mehr für das Online-Portal phantastik-news. Freut mich, und wer neugierig ist, findet die komplette Rezi hier:
http://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/11978-tibor-8-expedition-in-die-urzeit-achim-mehnert-buch
Das schreibt Carsten Kuhr in seinem Fazit zu meinem aktuellen Tibor-Roman. Mit dem Ideengeber ist natürlich Hansrudi Wäscher gemeint, der Autor bin ich. Der letzte Satz der Besprechung geht mir also runter wie Öl, und auch der Rest ist nicht von schlechten Eltern.
Vorgenommen hat sich Carsten Kuhr den Roman einmal mehr für das Online-Portal phantastik-news. Freut mich, und wer neugierig ist, findet die komplette Rezi hier:
http://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/11978-tibor-8-expedition-in-die-urzeit-achim-mehnert-buch
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Phantastik-News,
Science Fiction Magazin,
Tibor
Donnerstag, 26. Mai 2016
Die nächsten Promet-Titelbilder
Meine nächsten RAUMSCHIFF PROMET-Romane erscheinen zwar erst im kommenden Oktober, aber die schmucken Titelbilder für die Bände 14 (Sternentod) und 15 (Das Ende der Promet) liegen bereits vor. Mir gefallen sie. Besonders das Motiv für das zweite Taschenbuch trifft Titel und Romaninhalt ziemlich gut.
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Raumschiff Promet,
Science Fiction,
Titelbild
Sonntag, 22. Mai 2016
Hansrudi Wäscher Magazin 41
Von der Intercomic habe ich das neue Magazin des Hansrudi Wäscher- Fanclubs mitgenommen. Wie immer ist es professionell und sehr schön aufgemacht. Die nunmehr 41. Ausgabe umfasst 72 Seiten, vom Titelbild blickt einem noch einmal der Meister entgegen, lächelnd mit einem Modellauto in der Hand und umgeben von einigen seiner Figuren.
Inhaltlich liegt der Schwerpunkt, wen wundert's,
auf dem Tod Herrn Wäschers. Magazinmacher, Weggefährten und
persönliche Bekannte denken an den Mann zurück, der so viel für
die Comicszene des tristen Nachkriegs-Deutschlands getan hat. Fans
erinnern sich an persönliche Begegnungen mit ihrem Idol oder gar an
ihre Besuche bei Helga und Hansrudi Wäscher.
Neben einem kurzen Lebenslauf werden die Ehrungen
aufgelistet, die HRW zuteil wurden: der »Deutsche Comicpreis« und
der »Goldene Pen«, der »Deutsche Fantasypreis« und der
»Max-und-Moritz-Preis«, der »Peng!-Comic-Preis« und der
»Internationale Comic-Ehrenpreis Ritter der Neunten Kunst«.
Im Guinness Buch der Rekorde ist Wäscher als produktivster deutscher
Comic-Zeichner verewigt. Wusste ich gar nicht.
Zeitungsartikel über den Tod des Comic-Pioniers
und Auszüge aus einem virtuellen Kondolenzbuch runden die
Erinnerungen an ein langes, produktives und ausgefülltes
Künstlerleben ab. Man merkt, die vielen Wäscher-Fans sind betroffen
und trauern um ihr großes und doch stets so sympathisch bescheiden
gebliebenes Idol.
Dazu gibt es die Skribbles einer verloren
geglaubten Falk-Story aus dem Jahr 1968 und einen kleinen Bericht
über verschwundene Buffalo Bill-Zeichnungen, die Wäscher einst für
Bastei angefertigt hat, Titellisten von Sigurd-Großbänden, einen
Blick auf Wäschersche Tarot-Karten und einen kurzen Rückblick auf
die 78. Intercomic. Komplettiert wird das wieder rundum gelungene
Heft durch zahlreiche schöne Illustrationen und den zweiten und
abschließenden Teil eines Sigurd-Comics.
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