Vorgestern das Titelbild eingestellt, gestern den Roman zu Ende geschrieben. Es war gleich ein doppeltes Finale, denn mit dem Manuskript habe ich nicht nur das kommende REN DHARK-Buch abgeschlossen, sondern den laufenden Zyklus, der mit Die Stunde der Synties seinen Höhepunkt erreicht. Wie es der Titel verrät, spielen die Synties, die Energiewesen und alten Freunde der Menschheit, eine wichtige Rolle bei der Auflösung der Ereignisse.
In der finalen Szene hatte ich auch gleich das Vergnügen, die Grundlage für den kommenden Zyklus legen zu dürfen. Im Abschlußband geht es noch einmal kräftig zur Sache zwischen der Menschheit und den Kraval. Ren Dhark steht auf fast verlorenem Posten mit seinen Bemühungen, die Kämpfe zu beenden und die Grundlage für Frieden zwischen der galaktischen Völkergemeinschaft und den vierbeinigen Hünen aus dem Val-System zu schaffen.
Das Zyklusende markiert zugleich ein Jubiläum. Denn mit ihm erscheint das 100. Ren Dhark-Buch. In der Hauptserie, wohlgemerkt. Sonderbände und Subserien zähle ich da selbstverständlich nicht mit. Ein Jubiläum, denke ich, auf das das gesamte Team stolz sein darf.
Mein Leben spielt sich ab zwischen Dom und Rhein. Zwischen Schreibtisch, Fußballplatz, Konzerthalle und Kneipe. Auf der Straße. Virtuell und in der Wirklichkeit. Und sogar in den Köpfen mancher Leute. Ein bißchen von alledem findet hier seinen Niederschlag.
Freitag, 25. April 2014
Mittwoch, 23. April 2014
Dienstag, 22. April 2014
Und wieder Intercomic
Übernächstes Wochenende ist Intercomic-Zeit. Genauer gesagt, am 3. Mai öffnet die internationale Comic- und Romanmesse in der Köln-Mülheimer Stadthalle wieder ihre Pforten, dann bereits zum 75. Mal und wie üblich an einem Samstag. Neben dem wohl größten Comic-Antiquariat im deutschsprachigen Raum werden wie immer zahlreiche Neuerscheinungen vorgestellt. Es gibt Signierstunden mit Autoren und Zeichnern und das bekannte bunte Treiben.
Ich freue mich schon auf die Messe, auf der ich stets viel Spaß habe. Wenn ich nicht gerade mit den Jungs vom Kölner Phantastik-Stammtisch durch die Halle ziehe, werde ich meistens an den Ständen von Blitz-Verlag und Verlag Peter Hopf zu finden sein. Beide befinden sich gleich rechts des Eingangs und sind nicht zu übersehen. Wer mich treffen will und dort kein Glück hat, kann es auch am Stand der Romantruhe oder beim Mohlberg-Verlag suchen.
Ich freue mich schon auf die Messe, auf der ich stets viel Spaß habe. Wenn ich nicht gerade mit den Jungs vom Kölner Phantastik-Stammtisch durch die Halle ziehe, werde ich meistens an den Ständen von Blitz-Verlag und Verlag Peter Hopf zu finden sein. Beide befinden sich gleich rechts des Eingangs und sind nicht zu übersehen. Wer mich treffen will und dort kein Glück hat, kann es auch am Stand der Romantruhe oder beim Mohlberg-Verlag suchen.
Sonntag, 20. April 2014
Das ganze Jahr über farbige Eier
Vergangene Woche beim Einkaufen kam ich an einem Regal mit gefärbten Eiern vorbei. Daß sie im Geschäft erhältlich waren, hatte aber nichts mit dem bevorstehenden Osterfest zu tun. Sie sind dort nämlich permanent erhältlich. Ich habe mich auch schon das eine oder andere Mal dazu hinreißen lassen, ein Sixpack mitzunehmen. Bunte Eier wohlgemerkt, kein Bier.
Als Kind begann dieser Spaß immer erst einen oder zwei Tage vor Karfreitag, wenn mein Großvater mit dem Färben der Eier anfing. Gekocht und schön bunt waren sie damals in Geschäften nicht zu bekommen. Man mußte noch alles selbst machen, was mir gefiel. Und was ich im Nachhinein heute gut finde.
Denn es ging nicht primär darum, die bunten Eier in der Hand zu haben, sondern um den Entstehungsprozeß. Selbst daran teilzuhaben, war eine tolle Erfahrung. Die Farben auf dem Tisch, die bemalten Finger und die kleinen Figürchen, die man zusätzlich aufkleben konnte, das war Abenteuerspielplatz in der heimischen Küche. Vor allem gehörte das zeitnahe Erleben dazu. Es war halt noch etwas besonderes, für ein Kind allemal.
Heute kann man es halt das ganze Jahr haben. Man ist daran gewöhnt, es ist beinahe tägliche Normalität. Gefärbte Ostereier sind für mich längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Natürlich liegt das daran, daß ich älter geworden bin. Aber auch an der ständigen Verfügbarkeit, die dem schönen Brauch viel von ihrem Reiz nimmt. Aber dafür kann ich heute mal eben im Vorbeigehen fertige Eier aus dem Laden zum Direktverzehr mitnehmen. Das hat ja auch was.
Als Kind begann dieser Spaß immer erst einen oder zwei Tage vor Karfreitag, wenn mein Großvater mit dem Färben der Eier anfing. Gekocht und schön bunt waren sie damals in Geschäften nicht zu bekommen. Man mußte noch alles selbst machen, was mir gefiel. Und was ich im Nachhinein heute gut finde.
Denn es ging nicht primär darum, die bunten Eier in der Hand zu haben, sondern um den Entstehungsprozeß. Selbst daran teilzuhaben, war eine tolle Erfahrung. Die Farben auf dem Tisch, die bemalten Finger und die kleinen Figürchen, die man zusätzlich aufkleben konnte, das war Abenteuerspielplatz in der heimischen Küche. Vor allem gehörte das zeitnahe Erleben dazu. Es war halt noch etwas besonderes, für ein Kind allemal.
Heute kann man es halt das ganze Jahr haben. Man ist daran gewöhnt, es ist beinahe tägliche Normalität. Gefärbte Ostereier sind für mich längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Natürlich liegt das daran, daß ich älter geworden bin. Aber auch an der ständigen Verfügbarkeit, die dem schönen Brauch viel von ihrem Reiz nimmt. Aber dafür kann ich heute mal eben im Vorbeigehen fertige Eier aus dem Laden zum Direktverzehr mitnehmen. Das hat ja auch was.
Samstag, 19. April 2014
Der 9. Zyklus
Ich schreibe gerade am Ende des Abschlußbandes des laufenden Ren Dhark-Zyklus. Da paßt es, daß mich heute das Rahmenexpose für den kommenden Zyklus erreichte. Den Handlungsfortgang haben wir bekanntlich vor wenigen Wochen auf der diesjährigen Autorenkonferenz erarbeitet. Nun hat Hajo F. Breuer unsere Arbeitsergebnisse fixiert und an Ben B. Black, Jan Gardemann, Uwe Helmut Grave und mich geschickt. Bevor es an die eigentlichen Romanexposes geht, ist das die letzte Gelegenheit, Einwände zu erheben. Ich habe keine.
Ich bin sogar erstaunt, welche Fülle an Material wir an einem Wochenende erarbeitet habe. Mit ein wenig zeitlichem Abstand kommt mir das erst richtig zu Bewußtsein. Der Fortgang der Geschichte strotzt vor Ideen, das darf ich ruhigen Gewissens postulieren. Es wird kosmisch, und auch manche Einzelschicksale werden uns und die Leser beschäftigen. Verrate ich zuviel, wenn ich ankündige, daß eine der Figuren aus dem erweiterten Feld der Hauptpersonen den Löffel abgibt? Neben neuen Charakteren wird ein altbekanntes Volk auftreten und eine tragende Rolle spielen. Ein Volk, mit dem - das behaupte ich einfach mal - niemand, aber wirklich niemand rechnen dürfte. Doch genug der Andeutungen.
Verwundert war ich, weil Hajo die kommenden Abenteuer in seinem Rahmenexpo als den 9. Zyklus ankündigte. Da bin ich wohl mit der Zählung durcheinander geraten und habe flugs recherchiert. Natürlich hat er recht. Ernsthaft daran gezweifelt habe ich sowieso nicht. Hier ein kurzer Überblick über die vorangegangenen Zyklen:
Classic-Bände:
1. Zyklus: Hope/Invasion der Erde
Buch 1 - 5, Handlungszeitraum 2051
2. Zyklus: G'Loorn
Buch 6 - 8, Handlungszeitraum 2052
3. Zyklus: Die Suche nach den Mysterious
Buch 9 - 16, Handlungszeitraum 2056
Drakhon:
4. Zyklus: Die galaktische Katastrophe
Buch 1 - 12, Handlungszeitraum 2057
5. Zyklus: Expedition nach Orn
Buch 13 - 24, Handlungszeitraum 2058
6. Zyklus: Bitwar
Buch 1 - 12, Handlungszeitraum 2062
Weg ins Weltall:
7. Zyklus: Eiswelt Terra
Buch 1 - 24, Handlungszeitraum 2064/2065
8. Zyklus: Notruf aus Orn
Buch 25 - 48, Handlungszeitraum 2066/2067
Und nun also sage und schreibe der 9. Zyklus. Ich freue mich, daß ich bei der Fortschreibung seit Drakhon dabei bin. Und ich freue mich mindestens genauso, es auch in Zukunft zu sein. Denn die Erfolgsgeschichte von Ren Dhark wird hoffentlich noch lange weitergehen. Meinetwegen kann der wackere Weltraumrecke mich eines Tages gern überleben. Es muß ja noch nicht so bald sein.
Ich bin sogar erstaunt, welche Fülle an Material wir an einem Wochenende erarbeitet habe. Mit ein wenig zeitlichem Abstand kommt mir das erst richtig zu Bewußtsein. Der Fortgang der Geschichte strotzt vor Ideen, das darf ich ruhigen Gewissens postulieren. Es wird kosmisch, und auch manche Einzelschicksale werden uns und die Leser beschäftigen. Verrate ich zuviel, wenn ich ankündige, daß eine der Figuren aus dem erweiterten Feld der Hauptpersonen den Löffel abgibt? Neben neuen Charakteren wird ein altbekanntes Volk auftreten und eine tragende Rolle spielen. Ein Volk, mit dem - das behaupte ich einfach mal - niemand, aber wirklich niemand rechnen dürfte. Doch genug der Andeutungen.
Verwundert war ich, weil Hajo die kommenden Abenteuer in seinem Rahmenexpo als den 9. Zyklus ankündigte. Da bin ich wohl mit der Zählung durcheinander geraten und habe flugs recherchiert. Natürlich hat er recht. Ernsthaft daran gezweifelt habe ich sowieso nicht. Hier ein kurzer Überblick über die vorangegangenen Zyklen:
Classic-Bände:
1. Zyklus: Hope/Invasion der Erde
Buch 1 - 5, Handlungszeitraum 2051
2. Zyklus: G'Loorn
Buch 6 - 8, Handlungszeitraum 2052
3. Zyklus: Die Suche nach den Mysterious
Buch 9 - 16, Handlungszeitraum 2056
Drakhon:
4. Zyklus: Die galaktische Katastrophe
Buch 1 - 12, Handlungszeitraum 2057
5. Zyklus: Expedition nach Orn
Buch 13 - 24, Handlungszeitraum 2058
6. Zyklus: Bitwar
Buch 1 - 12, Handlungszeitraum 2062
Weg ins Weltall:
7. Zyklus: Eiswelt Terra
Buch 1 - 24, Handlungszeitraum 2064/2065
8. Zyklus: Notruf aus Orn
Buch 25 - 48, Handlungszeitraum 2066/2067
Und nun also sage und schreibe der 9. Zyklus. Ich freue mich, daß ich bei der Fortschreibung seit Drakhon dabei bin. Und ich freue mich mindestens genauso, es auch in Zukunft zu sein. Denn die Erfolgsgeschichte von Ren Dhark wird hoffentlich noch lange weitergehen. Meinetwegen kann der wackere Weltraumrecke mich eines Tages gern überleben. Es muß ja noch nicht so bald sein.
Freitag, 18. April 2014
Der Marburg-Con steht vor der Tür
Der Con in Mittelhessen, der sich an alle Freunde von Fantasy-, Horror- und Science Fiction-Literatur wendet, hat Tradition. Organisiert wird er von Fans, die sich im Marburger Verein für Phantastik e.V. zusammengetan haben. Er findet seit vielen Jahren statt, ist aber immer an mir vorbeigegangen. Da ist zum einen die zeitliche Nähe zum Coloniacon, zum anderen geht die Fußballsaison ihrem Ende entgegen. Bekanntlich kann man ja nicht alles haben. Außerdem haben die Veranstalter nie besonders viel Werbung gemacht, oder ich habe sie einfach nicht mitbekommen.
Ich habe mir aber vorgenommen, dieses Jahr endlich einmal hinzufahren, denn ich bin neugierig auf die Veranstaltung. Der Con geht in Weimar über die Bühne, am letzten Aprilwochenende, und die Veranstalter haben ein reichhaltiges Programm mit Lesungen und Vorträgen zusammengestellt. Mir bekannte Namen sind ebenso darunter wie mir unbekannte. Neben der Börse werden zudem diverse Kleinverlage und einige Kollegen von mir zugegen sein. Lockerer Plausch ist also garantiert.
Ein wenig Eigenwerbung kann ich in Weimar auch gleich machen. Denn der Blitz-Verlag präsentiert dort noch vor der kommenden Intercomic meinen just aus der Druckerei gekommenen neuen Raumschiff Promet-Roman. Auf den warte ich seit geraumer Zeit, sodaß die Vorfreude entsprechend groß ist. Dann kann ich gleich vor Ort meine Belegexemplare in Empfang nehmen und habe für die Rückfahrt etwas zu schmökern. Man muß sich ja auf dem laufenden halten, was man vor einer ganzen Weile einmal geschrieben hat.
Ich habe mir aber vorgenommen, dieses Jahr endlich einmal hinzufahren, denn ich bin neugierig auf die Veranstaltung. Der Con geht in Weimar über die Bühne, am letzten Aprilwochenende, und die Veranstalter haben ein reichhaltiges Programm mit Lesungen und Vorträgen zusammengestellt. Mir bekannte Namen sind ebenso darunter wie mir unbekannte. Neben der Börse werden zudem diverse Kleinverlage und einige Kollegen von mir zugegen sein. Lockerer Plausch ist also garantiert.
Ein wenig Eigenwerbung kann ich in Weimar auch gleich machen. Denn der Blitz-Verlag präsentiert dort noch vor der kommenden Intercomic meinen just aus der Druckerei gekommenen neuen Raumschiff Promet-Roman. Auf den warte ich seit geraumer Zeit, sodaß die Vorfreude entsprechend groß ist. Dann kann ich gleich vor Ort meine Belegexemplare in Empfang nehmen und habe für die Rückfahrt etwas zu schmökern. Man muß sich ja auf dem laufenden halten, was man vor einer ganzen Weile einmal geschrieben hat.
Donnerstag, 17. April 2014
Der Steuverhoff und das Anno Pief
Bei meinen Spaziergängen durch Köln stoße ich immer wieder auf historische Schmuckstücke. Ein solches Schmuckstück, das ich allerdings schon lange kenne, ist der Stavenhof, im Kölschen auch Steuverhoff genannt. Die enge Gasse, die den Eigelstein mit dem Gereonswall verbindet und früher ein Rotlichtviertel war, wurde schon in Mundartliedern besungen, zum Beispiel von den Krageknöpp oder Jürgen Zeltinger. Auch war sie Drehort für Szenen der Krimis, in denen Willy Millowitsch den Kommissar Klefisch verkörperte.
Gestern war ich im Eigelsteinviertel unterwegs und bin wieder einmal mit großen Augen durch den Steuverhoff gelaufen. Ich wünschte, es wären viel mehr solch historischer Fassaden in Köln erhalten geblieben. Im Stavenhof zu finden ist das Anno Pief, das von außen schön einladend wirkt, aber immer geschlossen hatte, wenn ich vorbeikam. Gestern war ich mal nicht tagsüber am Eigelstein unterwegs, sondern am Abend. So nutzte ich die Gunst für eine Einkehr, weil ich endlich wissen wollte, wie es im Inneren des Anno Pief aussieht.
Was soll ich sagen? Gewissermaßen Verliebtheit auf den ersten Blick. Der Eingang liegt im Hausflur. Die Kneipe ist klein, urig und urgemütlich, mit rustikalen Tischen und Bänken, die mit der historischen Atmosphäre der umliegenden Backsteinbauten bestens harmonieren. Alte Holzvertäfelung ohne modischen Schnickschnack. So stelle ich mir eine Bierkneipe vor, etwa wie ein Brauhaus in Klein, in dem bestimmt keine Cocktails ausgeschenkt werden. Und das ist auch gut so.
Es gibt einen kleinen Hinterhof für die Raucher. Da fühlt man sich ins vorletzte Jahrhundert zurückversetzt. Das gilt auch für die ausgetretenen Stufen der schiefen Holztreppe, die zu den in der ersten Etage liegenden Toiletten führt. Das alles hat Charme und Charakter und ist weit entfernt von der Beliebigkeit vieler heutiger Gastronomiebetriebe. Patrick, der nette Weet mit langem Pferdeschwanz, paßt ins Ambiente und ist jetzt, wie er erzählt, seit 13 Jahren im Anno Pief
Und es gibt es Fußball, ohne den heutzutage wohl keine Kneipe mehr auskommen dürfte. Daumen hoch für die Großbildfernseher. Es lief sowohl das Halbfinale im DFB-Pokal zwischen Bayern und Kaiserslautern als auch das spanische Pokalfinale zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Der Siegtreffer von Reals Gareth Bale war der Knaller, und in der Ecke unterhielten sich ein paar Jungs über Panini-Fußballbilder und Nationalspieler Mathias Herget bei Bayer Uerdingen in der Grotenburg. Richtig schöner Fußballcharakter jenseits der bei Weltmeisterschaften Deutschland-schreienden Eventies.
Hinter der Theke hängt ein Wimpel von Viktoria Köln. Na sowas. Da muß ich wohl mal einen von der Fortuna stiften. Wie auch immer, würde ich im Eijelsteinveedel leben, könnte das Anno Pief glatt meine Stammkneipe werden. Vorbeischauen werde ich auf jeden Fall wieder mal.
Gestern war ich im Eigelsteinviertel unterwegs und bin wieder einmal mit großen Augen durch den Steuverhoff gelaufen. Ich wünschte, es wären viel mehr solch historischer Fassaden in Köln erhalten geblieben. Im Stavenhof zu finden ist das Anno Pief, das von außen schön einladend wirkt, aber immer geschlossen hatte, wenn ich vorbeikam. Gestern war ich mal nicht tagsüber am Eigelstein unterwegs, sondern am Abend. So nutzte ich die Gunst für eine Einkehr, weil ich endlich wissen wollte, wie es im Inneren des Anno Pief aussieht.
Was soll ich sagen? Gewissermaßen Verliebtheit auf den ersten Blick. Der Eingang liegt im Hausflur. Die Kneipe ist klein, urig und urgemütlich, mit rustikalen Tischen und Bänken, die mit der historischen Atmosphäre der umliegenden Backsteinbauten bestens harmonieren. Alte Holzvertäfelung ohne modischen Schnickschnack. So stelle ich mir eine Bierkneipe vor, etwa wie ein Brauhaus in Klein, in dem bestimmt keine Cocktails ausgeschenkt werden. Und das ist auch gut so.
Es gibt einen kleinen Hinterhof für die Raucher. Da fühlt man sich ins vorletzte Jahrhundert zurückversetzt. Das gilt auch für die ausgetretenen Stufen der schiefen Holztreppe, die zu den in der ersten Etage liegenden Toiletten führt. Das alles hat Charme und Charakter und ist weit entfernt von der Beliebigkeit vieler heutiger Gastronomiebetriebe. Patrick, der nette Weet mit langem Pferdeschwanz, paßt ins Ambiente und ist jetzt, wie er erzählt, seit 13 Jahren im Anno Pief
Und es gibt es Fußball, ohne den heutzutage wohl keine Kneipe mehr auskommen dürfte. Daumen hoch für die Großbildfernseher. Es lief sowohl das Halbfinale im DFB-Pokal zwischen Bayern und Kaiserslautern als auch das spanische Pokalfinale zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Der Siegtreffer von Reals Gareth Bale war der Knaller, und in der Ecke unterhielten sich ein paar Jungs über Panini-Fußballbilder und Nationalspieler Mathias Herget bei Bayer Uerdingen in der Grotenburg. Richtig schöner Fußballcharakter jenseits der bei Weltmeisterschaften Deutschland-schreienden Eventies.
Hinter der Theke hängt ein Wimpel von Viktoria Köln. Na sowas. Da muß ich wohl mal einen von der Fortuna stiften. Wie auch immer, würde ich im Eijelsteinveedel leben, könnte das Anno Pief glatt meine Stammkneipe werden. Vorbeischauen werde ich auf jeden Fall wieder mal.
Dienstag, 15. April 2014
Shalyn Shan in Aktion
Erst vor wenigen Tagen habe ich das Titelbild für den im Mai erscheinenden Raumschiff Promet-Roman Tod eines Cyborgs eingestellt. Heute erreichte mich schon das Cover für den darauffolgenden Band mit Titel Der ewige Feind. Das möchte ich den Promet-Freunden auf keinen Fall vorenthalten. Auch der Erscheinungstermin für das nächste Taschenbuch steht fest. Es ist der November 2014, wiederum zur Intercomic-Messe in Köln.
Das Titelbild gefällt mir sehr gut. Es zeigt eine schöne Komposition aus Weltraummotiv und dynamischem Bildelement. Überlegt habe ich, wer die Frau auf dem Titelbild sein soll. Anhand des Romaninhalts lege ich mich auf Shalyn Shan fest, die Kommandantin der Promet. Allerdings hat die Moranerin wie die meisten ihres Volkes silberne Haare. Das Blond bis Rotblond auf dem Bild gestehe ich der künstlerischen Freiheit des Graphikers zu.
Wie gesagt, ich finde es trotzdem klasse. Beide Titelbilder stammen übrigens von dem Künstler Mark Freier, der recht viel für den Blitz-Verlag macht. Ich bin schon richtig gespannt auf das nächste Cover.
Das Titelbild gefällt mir sehr gut. Es zeigt eine schöne Komposition aus Weltraummotiv und dynamischem Bildelement. Überlegt habe ich, wer die Frau auf dem Titelbild sein soll. Anhand des Romaninhalts lege ich mich auf Shalyn Shan fest, die Kommandantin der Promet. Allerdings hat die Moranerin wie die meisten ihres Volkes silberne Haare. Das Blond bis Rotblond auf dem Bild gestehe ich der künstlerischen Freiheit des Graphikers zu.
Wie gesagt, ich finde es trotzdem klasse. Beide Titelbilder stammen übrigens von dem Künstler Mark Freier, der recht viel für den Blitz-Verlag macht. Ich bin schon richtig gespannt auf das nächste Cover.
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Montag, 14. April 2014
Historisches aus der Südstadt
![]() |
| Stollwerck-Mädchen Brunnen am Severinskirchplatz |
Auf Initiative meiner Schwester habe ich es mir nicht nehmen lassen, an einer Führung durch die Kölner Südstadt teizunehmen, denn es gibt ja immer Dinge zu entdecken, die man noch nicht kennt. So auch gestern. Natürlich war mir vieles von dem, was der Stadtführer zu erzählen hatte, bekannt, doch wußte er mich mehrfach zu überraschen. Er plauderte ungezwungen mit eingestreuten Anekdoten und viel Hintergrundwissen. Wirklich interessant.
Ganz neu war mit beispielsweise der architektonische Hintergrund der sogenannten Dreifensterhäuser. Das sind jene schmalen Wohnhäuser, wie sie ab Mitte des 19. Jahrhunderts häufig in Köln und generell im Rheinischen gebaut wurden, mit drei ebenfalls schmalen Fenstern auf jeder Etage und meist einem kleinen Ladenlokal im Erdgeschoß. Daß die Häuser so schmal waren, lag schlicht und einfach an der damals gültigen preußischen Bauordnung. Der zufolge waren Häuser mit einer Breite von bis zu 20 Fuß, also rund 6,28 Meter, von Steuerabgaben befreit, und das machten sich viele Bauherren zunutze.
Sonntag, 13. April 2014
Fluchtpunkt M53
Bei Amazon (und aufgrund des entsprechenden Erfolgs demnächst auch bei anderen Ebook-Plattformen) schreitet die Veröffentlichung der digitalen Version von REN DHARK munter voran. Die klassischen Geschichten aus der Ära Kurt Brands liegen bereits seit einer Weile komplett vor.
Nun geht es ungebremst mit den neuen Abenteuern weiter. Soeben ist Band 10 des Drakhon-Zyklus erschienen, das erste kleine Jubiläum also. Die Hardcover-Ausgabe des auf 24 Bücher angelegten Zyklus wurde 2001 publiziert Lang ist's her. Nun folgt für alle, die lieber am Bildschirm lesen, das Ebook. Es enthält vier aufeinander aufbauende Romane, geschrieben von (dem 2008 verstorbenen) Werner Kurt Giesa, Uwe Helmut Grave, Altmeister Conrad Shepherd und meiner Wenigkeit. Damals war ich noch ziemlich frisch bei Ren Dhark dabei und der Jungspund unter den erfahrenen Kollegen.
Tauche ich heute, mit dem zeitlichen Abstand von über zehn Jahren, noch einmal in die damalige Handlung ein, so stelle ich fest, daß wir uns zwar längst an ganz anderen kosmischen Stätten herumtreiben. Dennoch gibt es wichtige Elemente, die just am Ende des aktuellen Buchzyklus wieder eine herausragende Rolle spielen.
Nun geht es ungebremst mit den neuen Abenteuern weiter. Soeben ist Band 10 des Drakhon-Zyklus erschienen, das erste kleine Jubiläum also. Die Hardcover-Ausgabe des auf 24 Bücher angelegten Zyklus wurde 2001 publiziert Lang ist's her. Nun folgt für alle, die lieber am Bildschirm lesen, das Ebook. Es enthält vier aufeinander aufbauende Romane, geschrieben von (dem 2008 verstorbenen) Werner Kurt Giesa, Uwe Helmut Grave, Altmeister Conrad Shepherd und meiner Wenigkeit. Damals war ich noch ziemlich frisch bei Ren Dhark dabei und der Jungspund unter den erfahrenen Kollegen.
Tauche ich heute, mit dem zeitlichen Abstand von über zehn Jahren, noch einmal in die damalige Handlung ein, so stelle ich fest, daß wir uns zwar längst an ganz anderen kosmischen Stätten herumtreiben. Dennoch gibt es wichtige Elemente, die just am Ende des aktuellen Buchzyklus wieder eine herausragende Rolle spielen.
Samstag, 12. April 2014
Raumschiff Promet geht weiter
Anfang Mai, voraussichtlich zur Intercomic, erscheint mein neuer Promet-Roman als Taschenbuch. Das Titelbild gefällt mir gut. Beim Romantitel darf spekuliert werden. Tod eines Cyborgs setzt die Handlung fort, die in den beiden Hardcoverbänden Das Orakel von Chron und Notruf aus Katai begann.
Wer mit dem Inhalt vertraut ist, kann sich denken, um welchen Cyborg es sich handelt. Die beiden Folgebände, die den Fünfteiler zum Abschluß bringen, liegen dem Verlag als Manuskript vor. Sie stammen ebenfalls aus meiner Feder. Die Arbeitstitel lauten Der ewige Feind und Welt in Flammen.
Wer mit dem Inhalt vertraut ist, kann sich denken, um welchen Cyborg es sich handelt. Die beiden Folgebände, die den Fünfteiler zum Abschluß bringen, liegen dem Verlag als Manuskript vor. Sie stammen ebenfalls aus meiner Feder. Die Arbeitstitel lauten Der ewige Feind und Welt in Flammen.
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Freitag, 11. April 2014
You are Number Six
Hansrudi Wäschers SIGURD wie Sechzig. Kein Wunder, daß sich die aktuelle Ausgabe des Comic-Magazins Sprechblase mit diesem Jubiläum beschäftigt. Andreas C. Knigge, der Autor der Wäscher-Biographie "Allmächtiger", steht Gerhard Förster Rede und Antwort. Dazu gibt es einen mehrseitigen Sigurd-Comic. Nicht aus der Feder des Altmeisters, sondern von Förster und Martin Frei. Der blonde Held kann seine Ähnlichkeit zum Original nicht leugnen, kommt mir, wie andere Figuren auch, aber ein wenig kantiger vor als bei Wäschers Pinselstrich.
Zahlreiche Comic-Neuerscheinungen werden besprochen und obligatorisch die Generation Lehning abgehandelt. Ich bin stets aufs Neue verblüfft, wie viel Wäscher wiederveröffentlicht wird, sei es im Wildfeuer Verlag, bei Ingraban Ewald, dem Nostalgiker Verlag oder beim rührigen Heinz Mohlberg. Die Stan Lee-Story wird mit Teil 3 fortgesetzt, und Macher aus der Comic-Szene äußern sich zum neuen Asterix. Dem stehe ich immer noch gespalten gegenüber. Im Vergleich zum zuvor erschienen Murks bedeutet er zwar fast einen Quantensprung, hechelt aber dennoch angezählt den besten Werken von Goscinny und Uderzo hinterher.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die aus den Sechziger Jahren stammende britische Fernsehserie "The Prisoner", die in Deutschland unter dem nicht weniger passenden Titel "Nummer 6" ausgestrahlt wurde. Ich habe den Artikel mit großem Interesse gelesen, denn die Serie klingt ziemlich interessant. Sie scheint mit Patrick McGoohan nicht nur einen außerordentlich charismatischen Hauptdarsteller gehabt zu haben, sondern auch inhaltlich über einiges zu verfügen, was ich mag. Umso verwunderlicher, daß ich nie damit in Berührung gekommen bin.
Doch hoppla, so ganz stimmt das wiederum nicht. Schließlich höre ich seit über dreißig Jahren Iron Maiden. Das Musikstück The Prisoner auf dem Maiden-Album "Number of the Beast" beginnt mit einem mysteriös klingenden Dialog zwischen zwei Personen mit Namen Number Two und Number Six. Daß es sich dabei um ein Sample jenes Dialogs handelt, der in der Fernsehserie am Ende des Vorspanns gesprochen wird, war mir nicht bewußt.
Obwohl "The Prisoner" es lediglich auf 17 Folgen brachte, gilt die Serie heute als ein Meilenstein der Fernsehunterhaltung und wird mit ihren Mystery-Elementen gar als einer der frühen Vorläufer von Akte X genannt. Da weiß ich doch, was als nächstes auf meiner DVD-Liste steht.
Zahlreiche Comic-Neuerscheinungen werden besprochen und obligatorisch die Generation Lehning abgehandelt. Ich bin stets aufs Neue verblüfft, wie viel Wäscher wiederveröffentlicht wird, sei es im Wildfeuer Verlag, bei Ingraban Ewald, dem Nostalgiker Verlag oder beim rührigen Heinz Mohlberg. Die Stan Lee-Story wird mit Teil 3 fortgesetzt, und Macher aus der Comic-Szene äußern sich zum neuen Asterix. Dem stehe ich immer noch gespalten gegenüber. Im Vergleich zum zuvor erschienen Murks bedeutet er zwar fast einen Quantensprung, hechelt aber dennoch angezählt den besten Werken von Goscinny und Uderzo hinterher.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die aus den Sechziger Jahren stammende britische Fernsehserie "The Prisoner", die in Deutschland unter dem nicht weniger passenden Titel "Nummer 6" ausgestrahlt wurde. Ich habe den Artikel mit großem Interesse gelesen, denn die Serie klingt ziemlich interessant. Sie scheint mit Patrick McGoohan nicht nur einen außerordentlich charismatischen Hauptdarsteller gehabt zu haben, sondern auch inhaltlich über einiges zu verfügen, was ich mag. Umso verwunderlicher, daß ich nie damit in Berührung gekommen bin.
Doch hoppla, so ganz stimmt das wiederum nicht. Schließlich höre ich seit über dreißig Jahren Iron Maiden. Das Musikstück The Prisoner auf dem Maiden-Album "Number of the Beast" beginnt mit einem mysteriös klingenden Dialog zwischen zwei Personen mit Namen Number Two und Number Six. Daß es sich dabei um ein Sample jenes Dialogs handelt, der in der Fernsehserie am Ende des Vorspanns gesprochen wird, war mir nicht bewußt.
Obwohl "The Prisoner" es lediglich auf 17 Folgen brachte, gilt die Serie heute als ein Meilenstein der Fernsehunterhaltung und wird mit ihren Mystery-Elementen gar als einer der frühen Vorläufer von Akte X genannt. Da weiß ich doch, was als nächstes auf meiner DVD-Liste steht.
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Hansrudi Wäscher,
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Donnerstag, 10. April 2014
Die Phantom-Einbrecher
Der vierte Nick-Roman ist fertig. Ich habe heute die Arbeit am neuen Manuskript abgeschlossen und bin ein klitzekleines bißchen stolz darauf. So schnell wie diesmal war ich noch nie mit einem Romanmanuskript fertig. Ich stelle fest, ich befinde mich in einer Phase der Arbeitswut. Daher werde ich noch heute mit dem nächsten Projekt beginnen. Dort heißt der ebenfalls aus den Sechziger Jahren stammende Protagonist jedoch nicht Nick, sondern Ren Dhark.
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Romanen spielt die Handlung meiner aktuellen Romanadaption um Nick und den Biologen Tom Brucks ausschließlich auf der Erde. Dennoch handelt es sich um lupenreine Science Fiction, auch wenn die Geschichte streckenweise eine Kriminalhandlung transportiert. Also ein Krimi im SF-Gewand. Oder SF im Krimigewand. Das muß jeder für sich entscheiden.
Mit den in der Überschrift erwähnten Phantom-Einbrechern hat Nick dabei nur am Rande zu tun. Der Raumfahrer wird an einen Ort verschlagen, den vor ihm noch niemand betreten hat. Er befindet sich auf der Erde, ist aber nicht weniger phantastisch als fremde Welten in der Unendlichkeit des Universums. Unter normalen Umständen ist er jedem Menschen nah und doch unerreichbar fern. Doch was sind schon normale Umstände, wenn ein wissenschaftliches Genie wie Professor Raskin immer wieder für eine neue technische Sensation gut ist?
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Romanen spielt die Handlung meiner aktuellen Romanadaption um Nick und den Biologen Tom Brucks ausschließlich auf der Erde. Dennoch handelt es sich um lupenreine Science Fiction, auch wenn die Geschichte streckenweise eine Kriminalhandlung transportiert. Also ein Krimi im SF-Gewand. Oder SF im Krimigewand. Das muß jeder für sich entscheiden.
Mit den in der Überschrift erwähnten Phantom-Einbrechern hat Nick dabei nur am Rande zu tun. Der Raumfahrer wird an einen Ort verschlagen, den vor ihm noch niemand betreten hat. Er befindet sich auf der Erde, ist aber nicht weniger phantastisch als fremde Welten in der Unendlichkeit des Universums. Unter normalen Umständen ist er jedem Menschen nah und doch unerreichbar fern. Doch was sind schon normale Umstände, wenn ein wissenschaftliches Genie wie Professor Raskin immer wieder für eine neue technische Sensation gut ist?
Als Vorlage für meinen Roman dienten die Piccolos 40 bis 48. Obwohl es sich also um ein kürzeres Abenteuer handelt, werden gleich mehrere klassische Motive der Science Fiction in den Nick-Kosmos eingeführt. Der Überlichtantrieb, das Gedankenlesen und der Mikrokosmos sind aus der SF nicht wegzudenken. Zudem
taucht zum ersten Mal in einem Nick-Werk der Klassiker in der deutschen Science Fiction schlechthin auf. Schon in der Frühzeit spielte er bei Ren Dhark und Perry
Rhodan eine wichtige Rolle: der Kugelraumer.
Für das erste interstellare
Raumschiff bei Nick ging Hansrudi Wäscher weg von der Rakete und hin zur
Kugelform. Doch wie erwähnt, führt der erste Flug den neuen Kugelraumer nicht in die Galaxis hinaus. Kenner von Nick wissen bei diesen Zeilen, wohin es unseren wackeren Weltraumhelden verschlägt. Alle anderen erfahren es nicht vor nächstem August. Denn dann erscheint der Roman mit dem Titel Versuch 158.
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Mittwoch, 9. April 2014
Köln vor dem Krieg
Ich war zum ersten Mal im Belgischen Haus am Neumarkt, und ich war beeindruckt von den in klassischem Stil gehaltenen Räumlichkeiten. Das 1950 eröffnete Gebäude beherbergt zum einen das belgische Konsulat, dient mit seinem gediegenen, exklusiven Ambiente aber auch als Aufführungsstätte für kulturelle Veranstaltungen. Reinhard Matz und Wolfgang Vollmer hielten dort anläßlich des Erscheinens ihres Bildbandes Köln vor dem Krieg für den Heimatverein Alt-Köln einen Bildvortrag zu ebenjenem Thema.
Matz und Vollmer haben in den vergangenen Jahren zahlreiche alte Photographien zusammengetragen, die dokumentieren, wie das moderne Köln ab 1880 entstanden ist. Bei ihrer Materialsuche wurden sie nicht, wie man erwarten könnte, vorrangig in Köln fündig. Erst recht nicht mehr nach dem Einsturz des Stadtarchivs, nach dem sie sogar fürchteten, ihr Projekt auf Eis legen zu müssen. Umso erfolgreicher war die Recherche dafür in Archiven in London, Paris und Schweden.
Daß sie im Jahr 1880 begannen, hat einen einleuchtenden Grund. Es ist nicht etwa der, daß in diesem Jahr der Dombau abgeschlossen wurde. Vielmehr wurde auch die Entscheidung getroffen, die mittelalterliche Stadtmauer abzureißen, weil die Bevölkerung zu dieser Zeit ständig anwuchs und innerhalb der Mauern keinen Platz mehr fand. Dadurch wurde die Stadterweiterung überhaupt erst möglich und die Weichen vom Mittelalter in die Neuzeit gelegt.
Natürlich gibt es im Netz und in Bildbänden unzählige alte Fotos von Köln zu bestaunen, doch man entdeckt immer wieder etwas neues. Speziell Bilder vom Abriß bestimmter Abschnitte der Mauer hatte ich zuvor noch nie gesehen. Die Erläuterungen, die Matz und Vollmer zu den präsentierten Aufnahmen lieferten, zeigten, wie viel Herzblut sie in ihr Projekt gesteckt haben. Hinzu kam, daß die Künstler, beide selbst Fotografen, anhand des zusammengetragenen Bildmaterial die Entwicklung der Fotographie allgemein verständlich nachvollzogen. Für jemanden wie mich, der leidlich mit seiner kleinen Digitalkamera zurecht kommt, waren das interessante Einblicke.
Matz und Vollmer haben in den vergangenen Jahren zahlreiche alte Photographien zusammengetragen, die dokumentieren, wie das moderne Köln ab 1880 entstanden ist. Bei ihrer Materialsuche wurden sie nicht, wie man erwarten könnte, vorrangig in Köln fündig. Erst recht nicht mehr nach dem Einsturz des Stadtarchivs, nach dem sie sogar fürchteten, ihr Projekt auf Eis legen zu müssen. Umso erfolgreicher war die Recherche dafür in Archiven in London, Paris und Schweden.
Daß sie im Jahr 1880 begannen, hat einen einleuchtenden Grund. Es ist nicht etwa der, daß in diesem Jahr der Dombau abgeschlossen wurde. Vielmehr wurde auch die Entscheidung getroffen, die mittelalterliche Stadtmauer abzureißen, weil die Bevölkerung zu dieser Zeit ständig anwuchs und innerhalb der Mauern keinen Platz mehr fand. Dadurch wurde die Stadterweiterung überhaupt erst möglich und die Weichen vom Mittelalter in die Neuzeit gelegt.
Natürlich gibt es im Netz und in Bildbänden unzählige alte Fotos von Köln zu bestaunen, doch man entdeckt immer wieder etwas neues. Speziell Bilder vom Abriß bestimmter Abschnitte der Mauer hatte ich zuvor noch nie gesehen. Die Erläuterungen, die Matz und Vollmer zu den präsentierten Aufnahmen lieferten, zeigten, wie viel Herzblut sie in ihr Projekt gesteckt haben. Hinzu kam, daß die Künstler, beide selbst Fotografen, anhand des zusammengetragenen Bildmaterial die Entwicklung der Fotographie allgemein verständlich nachvollzogen. Für jemanden wie mich, der leidlich mit seiner kleinen Digitalkamera zurecht kommt, waren das interessante Einblicke.
Donnerstag, 3. April 2014
Roter Rauch überm Urwald
Mit geheimnisvollem roten Rauch beginnt das neue Tibor-Abenteuer, das ich just zu einem Abschluß gebracht habe. Als Tibor ihn über dem Dschungel aufsteigen sieht, denkt er zunächst an Giftgas. Verständlich, daß er sich umgehend auf den Weg macht, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Denn er fürchtet um die Sicherheit seiner Freunde, der Tiere.
Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, daß eine viel größere Gefahr besteht. Bei einem Überfall auf das Dorf der Kajangas kommt es zu zahlreichen Toten. Der Diamantenraub stellt das sonst so friedliche Miteinander von Schwarz und Weiß auf eine schwere Belastungsprobe. Auf beiden Seiten agieren dunkle Kräfte, denen an einem Krieg gelegen ist.
Bei Opfer für Tumbuku handelt es sich bereits um den sechsten Tibor-Roman, den ich nach Comicvorlagen von Hansrudi Wäscher geschrieben habe. Dabei gerät der Sohn des Dschungels in größere Gefahr als je zuvor. Logisch, daß Kerak sowie Pip und Pop wieder mit von der Partie sind. Der Gorilla wird verletzt, und die zänkischen Äffchen sorgen für das humoristische Element in der Geschichte. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Dschungelpolizei, die Zeuge eines mörderischen Zweikampfs wird.
Das war mal wieder punktgenau geplant. Kaum hatte ich das Manuskript an Verleger Peter Hopf abgeschickt, lag ein großer Umschlag in meinem Briefkasten. Die nächsten Nick-Comics sind da. Ich werde mich also in den kommenden Tagen weiter mit Wäschers Helden beschäftigen. Statt in den afrikanischen Busch führt mich die vor mir liegende Arbeit wieder in den Weltraum hinaus.
Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, daß eine viel größere Gefahr besteht. Bei einem Überfall auf das Dorf der Kajangas kommt es zu zahlreichen Toten. Der Diamantenraub stellt das sonst so friedliche Miteinander von Schwarz und Weiß auf eine schwere Belastungsprobe. Auf beiden Seiten agieren dunkle Kräfte, denen an einem Krieg gelegen ist.
Bei Opfer für Tumbuku handelt es sich bereits um den sechsten Tibor-Roman, den ich nach Comicvorlagen von Hansrudi Wäscher geschrieben habe. Dabei gerät der Sohn des Dschungels in größere Gefahr als je zuvor. Logisch, daß Kerak sowie Pip und Pop wieder mit von der Partie sind. Der Gorilla wird verletzt, und die zänkischen Äffchen sorgen für das humoristische Element in der Geschichte. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Dschungelpolizei, die Zeuge eines mörderischen Zweikampfs wird.
Das war mal wieder punktgenau geplant. Kaum hatte ich das Manuskript an Verleger Peter Hopf abgeschickt, lag ein großer Umschlag in meinem Briefkasten. Die nächsten Nick-Comics sind da. Ich werde mich also in den kommenden Tagen weiter mit Wäschers Helden beschäftigen. Statt in den afrikanischen Busch führt mich die vor mir liegende Arbeit wieder in den Weltraum hinaus.
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Donnerstag, 27. März 2014
Ne Kölsche Sport-Ovend
Wann war ich zuletzt im Franz-Kremer-Stadion? Ich weiß es nicht. Es ist viele Jahre her. Das kleine Fußballstadion liegt im Grüngürtel, nicht weit weg vom Geißbockheim. Die Zweitvertretung des 1. FC Köln trägt dort ihre Heimspiele in der Regionalliga West aus. Gestern Abend unter Flutlicht gegen meinen SC Fortuna Köln, und ich fand mal wieder den Weg in den Grüngürtel.
Um es kurz zu machen, die Fortuna gewann mit 2:0 durch Tore von Pierre Jerome Kialka und Hamdi Dahmani, und zwar hochverdient. Die Fortuna war nicht nur feldüberlegen, sondern spielte sich auch eine Überzahl an Torchancen heraus. Uwe Koschinats Südstädter hatten die Partie jederzeit im Griff und präsentierten sich über die gesamte Spielzeit als souveräner Spitzenreiter. Mal sehen, was die drei Punkte wert sind, wenn es in den kommenden Begegnungen gegen den ehemaligen Bundesligisten Rot Weiß Essen und den Vorjahresmeister der Regionalliga West SC Lotte geht.
Fast parallel spielte der 1. FC Köln um den Aufstieg in die Bundesliga. Gegen den Karlsruher SC, der sich ebenfalls noch Hoffnungen machte, gelang wie bei der Fortuna ein 2:0-Sieg. Damit ist der KSC zumindest vorläufig aus dem Rennen, während der FC seine Aufstiegsambitionen durch Tore von Miso Brecko und den Ex-Nationalspieler Patrick Helmes eindrucksvoll untermauert hat. Ich lege mich mal aus dem Fenster und behaupte, daß der Aufstieg dem FC kaum noch zu nehmen ist.
Den erfolgreichen Kölner Sportabend komplettierte der Kölner EC. Die Haie errangen im Viertelfinale der Eishockey-Meisterschaft den erforderlichen vierten Sieg gegen Mannheim, um ins Halbfinale einzuziehen. Der 2:1-Auswärtssieg bedeutete das fünfte extrem knappe Ergebnis in der Serie Best of Seven. Gegen wen es im Halbfinale geht, steht noch nicht fest. Eine nette Aussage ist es aber immerhin, wenn der Alpenvulkan, noch amtierende Mannheimer und ehemalige Haie-Trainer Hans Zach sagt: "Ich behaupte, daß wir gegen den zukünftigen deutschen Meister ausgeschieden sind."
Um Kaiser Franz Beckenbauer zu zitieren: Schau'n mer mal. Für den Kölner Sport war es allemal ein Abend, wie er besser nicht hätte verlaufen können. Die Hoffnung auf eine deutsche Meisterschaft und zwei Aufstiege bleibt bestehen. Was am Ende der Saison wirklich herauskommt, wird sich zeigen.
Um es kurz zu machen, die Fortuna gewann mit 2:0 durch Tore von Pierre Jerome Kialka und Hamdi Dahmani, und zwar hochverdient. Die Fortuna war nicht nur feldüberlegen, sondern spielte sich auch eine Überzahl an Torchancen heraus. Uwe Koschinats Südstädter hatten die Partie jederzeit im Griff und präsentierten sich über die gesamte Spielzeit als souveräner Spitzenreiter. Mal sehen, was die drei Punkte wert sind, wenn es in den kommenden Begegnungen gegen den ehemaligen Bundesligisten Rot Weiß Essen und den Vorjahresmeister der Regionalliga West SC Lotte geht.
Fast parallel spielte der 1. FC Köln um den Aufstieg in die Bundesliga. Gegen den Karlsruher SC, der sich ebenfalls noch Hoffnungen machte, gelang wie bei der Fortuna ein 2:0-Sieg. Damit ist der KSC zumindest vorläufig aus dem Rennen, während der FC seine Aufstiegsambitionen durch Tore von Miso Brecko und den Ex-Nationalspieler Patrick Helmes eindrucksvoll untermauert hat. Ich lege mich mal aus dem Fenster und behaupte, daß der Aufstieg dem FC kaum noch zu nehmen ist.
Den erfolgreichen Kölner Sportabend komplettierte der Kölner EC. Die Haie errangen im Viertelfinale der Eishockey-Meisterschaft den erforderlichen vierten Sieg gegen Mannheim, um ins Halbfinale einzuziehen. Der 2:1-Auswärtssieg bedeutete das fünfte extrem knappe Ergebnis in der Serie Best of Seven. Gegen wen es im Halbfinale geht, steht noch nicht fest. Eine nette Aussage ist es aber immerhin, wenn der Alpenvulkan, noch amtierende Mannheimer und ehemalige Haie-Trainer Hans Zach sagt: "Ich behaupte, daß wir gegen den zukünftigen deutschen Meister ausgeschieden sind."
Um Kaiser Franz Beckenbauer zu zitieren: Schau'n mer mal. Für den Kölner Sport war es allemal ein Abend, wie er besser nicht hätte verlaufen können. Die Hoffnung auf eine deutsche Meisterschaft und zwei Aufstiege bleibt bestehen. Was am Ende der Saison wirklich herauskommt, wird sich zeigen.
Mittwoch, 26. März 2014
Ein altersarmer Romanleser
In letzter Zeit stoße ich allenthalben auf den Begriff "Altersarmut". Ich kenne persönlich Menschen, die sich davor fürchten, ihr Seniorendasein dereinst in Armut verbringen zu müssen. Obwohl traurige Aussicht, ist das aber keine neue Entwicklung in der angeblich so wohlhabenden Bundesrepublik. Ich erinnere mich an eine Begebenheit aus den frühen Achtziger Jahren, als ich den Begriff weder kannte, noch etwas mit ihm hätte anfangen können.
Damals - und heute immer noch, nehme ich an - gab es in den Perry Rhodan-Heften alle paar Wochen einen mehrseitigen Beihefter, den sogenannten Report. Darin waren unter anderem Informationen und kleine Artikel rund um die Szene zu finden. Auch gehörten dazu die Kontaktnachrichten. Leser und Fans wandten sich an Gleichgesinnte, um Nachrichten auszutauschen, Clubs zu gründen und was der Dinge mehr sind.
Eines Tages stach mir eine Notiz ins Auge. Sie stammte von einem ehemaligen Perry Rhodan-Leser, der in Rente war und nun in den Riehler Heimstätten lebte. Die Riehler Heimstätten sind das größte mir bekannte Seniorenzentrum, bestehend aus mehreren einzelnen Wohnhäusern inmitten einer idyllischen Parklandschaft, gelegen im Kölner Stadtteil Riehl, mit Rheinblick und nur wenige Fußminuten vom Colonia-Hochhaus entfernt, in dem ich damals wohnte.
Der alte Herr schrieb, er habe viele Jahre Rhodan gelesen, könne sich von seiner schmalen Rente aber keine Romane mehr leisten. Er bat darum, falls jemand seine Hefte loswerden wolle, sie ihm kostenlos zukommen zu lassen. Dabei legte er keinen Wert auf Aktualität. Es konnten ruhig auch alte Hefte sein. Wie gesagt, unter Altersarmut hätte ich mir seinerzeit nichts vorstellen können, aber allein dieser Hilferuf bewegte mich irgendwie. Und nicht nur mich.
Thomas K. und ich packten also stapelweise Rhodan-Romane zusammen und marschierten kurzentschlossen zu den Heimstätten. Es gelang uns, den alten Herrn ausfindig zu machen, der, soweit ich mich erinnere, in einem kleinen Zimmer lebte und sich, wie offensichtlich zu sehen war, keine großen Sprünge erlauben konnte. Er war überglücklich und dankbar für das Lesematerial, das wir ihm tütenweise anschleppten.
Ich habe ihn danach nie wieder gesehen. Ich weiß nicht einmal mehr, wie er aussah, geschweige denn seinen Namen. Aber ich habe, ohne es damals zu ahnen, einen Vorgeschmack auf diesen Begriff bekommen, der mittlerweile in aller Munde ist.
Damals - und heute immer noch, nehme ich an - gab es in den Perry Rhodan-Heften alle paar Wochen einen mehrseitigen Beihefter, den sogenannten Report. Darin waren unter anderem Informationen und kleine Artikel rund um die Szene zu finden. Auch gehörten dazu die Kontaktnachrichten. Leser und Fans wandten sich an Gleichgesinnte, um Nachrichten auszutauschen, Clubs zu gründen und was der Dinge mehr sind.
Eines Tages stach mir eine Notiz ins Auge. Sie stammte von einem ehemaligen Perry Rhodan-Leser, der in Rente war und nun in den Riehler Heimstätten lebte. Die Riehler Heimstätten sind das größte mir bekannte Seniorenzentrum, bestehend aus mehreren einzelnen Wohnhäusern inmitten einer idyllischen Parklandschaft, gelegen im Kölner Stadtteil Riehl, mit Rheinblick und nur wenige Fußminuten vom Colonia-Hochhaus entfernt, in dem ich damals wohnte.
Der alte Herr schrieb, er habe viele Jahre Rhodan gelesen, könne sich von seiner schmalen Rente aber keine Romane mehr leisten. Er bat darum, falls jemand seine Hefte loswerden wolle, sie ihm kostenlos zukommen zu lassen. Dabei legte er keinen Wert auf Aktualität. Es konnten ruhig auch alte Hefte sein. Wie gesagt, unter Altersarmut hätte ich mir seinerzeit nichts vorstellen können, aber allein dieser Hilferuf bewegte mich irgendwie. Und nicht nur mich.
Thomas K. und ich packten also stapelweise Rhodan-Romane zusammen und marschierten kurzentschlossen zu den Heimstätten. Es gelang uns, den alten Herrn ausfindig zu machen, der, soweit ich mich erinnere, in einem kleinen Zimmer lebte und sich, wie offensichtlich zu sehen war, keine großen Sprünge erlauben konnte. Er war überglücklich und dankbar für das Lesematerial, das wir ihm tütenweise anschleppten.
Ich habe ihn danach nie wieder gesehen. Ich weiß nicht einmal mehr, wie er aussah, geschweige denn seinen Namen. Aber ich habe, ohne es damals zu ahnen, einen Vorgeschmack auf diesen Begriff bekommen, der mittlerweile in aller Munde ist.
Dienstag, 25. März 2014
Hallo, Terraner
Wenn man sich nach Jahren noch an Romane erinnert, nach Jahrzehnten gar, dazu an solche aus einer Heftromanserie, und wenn diese Erinnerung uneingeschränkt positiv ausfällt, dann ist das Bewertung dieser Werke genug. Mir geht es beispielsweise so bei Planet der Puppen und bei Welt ohne Menschen, bei Der Zeitlose, bei Laire, bei Die Kaiserin von Therm und dem fulminanten Doppelband Bardioc und Kosmischer Alptraum. All diese Romane haben etwas gemeinsam. Sie alle wurden in der Perry Rhodan-Serie veröffentlicht und - was viel bemerkenswerter ist - sie stammen aus der Feder ein und desselben Mannes. Nämlich aus der von William Voltz.
Als WiVo am 24. März 1984 starb, war er gerade einmal 46 Jahre alt. Ich war damals glühender Voltz-Anhänger, wofür oben aufgeführte Romane maßgeblich mitverantwortlich sind. Willis Tod bedeutete für einen jungen Leser und Fan wie mich einen schmerzhaften Schlag. Ich hatte ihm mal einen Brief an die Redaktion geschrieben, fragte neugierig und spekulierte, wie sich wohl dieser Themenstrang weiterentwickeln und wie jener enden würde. Ich erhielt wirklich ein Antwortschreiben, in dem er auf alle Punkte einging, wenn verständlicherweise auch äußerst vage. Unterschrieben war der Brief von Willi Voltz - ich glaube, er schrieb immer Willi statt William -, und ich war stolz wie Oskar.
Es waren diese, seine großen kosmischen Romane, die mich in den Bann schlugen. Doch generell gelang William Voltz immer wieder dieser Spagat in seinen Geschichten. Er schilderte Ereignisse mit gewaltigen, nahezu unüberschaubaren kosmischen Zusammenhängen und baute diese häufig um den kleinen Mann herum auf, der sich unversehens in Geschicke verstrickt sah, die nicht für ihn gemacht zu sein schienen, in denen er sich in einem übergeordneten Interesse aber behaupten mußte - und häufig genug tatsächlich behauptete. Was aber nicht selten dazu führte, daß diese "Kleinen Helden", wie Wolf Maahn solche Menschen besingt, am Ende daran zugrunde gingen. Diesbezüglich ziehe ich immer gerne die Parallele zu Philip K. Dicks Protagonisten, ordinary people, ganz normalen Menschen, die sich in einem unüberschaubaren Kosmos zurechtfinden müssen.
Ein weiterer in der Reihe dieser kosmischen Romane war der Meilenstein Band 1000, der, wie ich mich heute noch zu erinnern glaube, bei der Leserschaft wie eine Bombe einschlug. Deutlich wie nie trat in Der Terraner Voltz' humanistisches Weltbild in den Vordergrund, welches zweites großes Thema war neben seiner Vision, die er in Perry Rhodan als roten Faden verwendete. Die Vision von einer geeinten Menschheit, die nicht lediglich existiert und irgendwann vergeht, sondern die in einem kosmischen Plan eine Aufgabe hat, eine Bestimmung. Diese Vorstellung gefällt mir bis heute.
Willi Voltz war mein Lieblingsautor bei Perry Rhodan, an dessen beste Romane die seiner Kollegen um Längen nicht herankamen - was sich bis heute und in meiner Nachbetrachtung übrigens nicht geändert hat, auch wenn es danach einen Thomas Ziegler gab und viel später einen Robert Feldhoff, sowie auch die von mir geschätzten Kölner Recken Horst Hoffmann und Peter Terrid, ebenso Hubert Haensel.
Nur einmal hat WiVo mich erschüttert. Ich war geradezu vernarrt in Ganercs Puppenzivilisation auf der Welt Derogwanien. In Heft 944 wurde am Ende das Aussterben der Puppen angedeutet. Ich war dermaßen entrüstet, daß ich für ein Fanzine eine Kurzgeschichte schrieb, in der dieser Umstand abgeändert wurde. Die Puppen sollten weiterexistieren. Sie mußten weiterexistieren. Ich hielt es für meine hehre Aufgabe, dafür Sorge zu tragen.
Jahre später entstand aus dieser Fan Fiction der Roman Rückkehr nach Derogwanien, der als Perry Rhodan-Taschenbuch in der Reihe der Planetenromane erschien und später als Taschenheft mit dem abgeänderten Titel Tod über Derogwanien wiederveröffentlicht wurde. Zweifellos ist WiVo einer jener Autoren meiner Kindheit und Jugend, die mich zum Schreiben gebracht haben, Voltz mit obiger Geschichte sogar in ganz besonderer Weise.
Ich habe gestern ein Foto von Willi veröffentlich und füge heute ein weiteres hinzu. Beide sind irgendwann in den Siebziger Jahren entstanden. Mein Lieblingsautor gab in Köln eine Autogrammstunde, in der im Kellergeschoß untergebrachten, längst nicht mehr existenten Buchhandlung eines längst nicht mehr existenten Kaufhauses am Neumarkt. Wenn ich mich richtig erinnere, war ich noch zu klein, um allein hinzugehen, sodaß meine Mutter mich begleitete. Mit meiner kleinen Ritsch-Ratsch-Kamera machte ich jede Mengen Aufnahmen von meinem Idol, das plötzlich vor mir saß. Zwei dieser Fotos habe ich dann Jahre später mit zu einem Con genommen, um sie mir von Willi signieren zu lassen. Es dürfte mein erster Con überhaupt gewesen sein, der Weltcon 1980 im Rosengarten in Mannheim. Die beiden Fotos mit Autogramm werden verständlicherweise gehütet wie mein Augapfel.
Eine Trivia am Rande sei noch erwähnt. William Voltz schrieb gelegentlich unter zwei Pseudonymen. Eins davon lautete Ralph Steven. Dies sind die Vornamen seiner beiden Söhne. Mit Ralph arbeite ich heute und schon seit Jahren zusammen. Er liefert nämlich sämtliche Titelbilder für Ren Dhark. Steven freue ich mich auf dem kommenden Coloniacon zum wiederholten Mal in Köln begrüßen zu dürfen. Und Willi wird immer mein liebster Rhodan-Autor bleiben.
Als WiVo am 24. März 1984 starb, war er gerade einmal 46 Jahre alt. Ich war damals glühender Voltz-Anhänger, wofür oben aufgeführte Romane maßgeblich mitverantwortlich sind. Willis Tod bedeutete für einen jungen Leser und Fan wie mich einen schmerzhaften Schlag. Ich hatte ihm mal einen Brief an die Redaktion geschrieben, fragte neugierig und spekulierte, wie sich wohl dieser Themenstrang weiterentwickeln und wie jener enden würde. Ich erhielt wirklich ein Antwortschreiben, in dem er auf alle Punkte einging, wenn verständlicherweise auch äußerst vage. Unterschrieben war der Brief von Willi Voltz - ich glaube, er schrieb immer Willi statt William -, und ich war stolz wie Oskar.
Es waren diese, seine großen kosmischen Romane, die mich in den Bann schlugen. Doch generell gelang William Voltz immer wieder dieser Spagat in seinen Geschichten. Er schilderte Ereignisse mit gewaltigen, nahezu unüberschaubaren kosmischen Zusammenhängen und baute diese häufig um den kleinen Mann herum auf, der sich unversehens in Geschicke verstrickt sah, die nicht für ihn gemacht zu sein schienen, in denen er sich in einem übergeordneten Interesse aber behaupten mußte - und häufig genug tatsächlich behauptete. Was aber nicht selten dazu führte, daß diese "Kleinen Helden", wie Wolf Maahn solche Menschen besingt, am Ende daran zugrunde gingen. Diesbezüglich ziehe ich immer gerne die Parallele zu Philip K. Dicks Protagonisten, ordinary people, ganz normalen Menschen, die sich in einem unüberschaubaren Kosmos zurechtfinden müssen.
Ein weiterer in der Reihe dieser kosmischen Romane war der Meilenstein Band 1000, der, wie ich mich heute noch zu erinnern glaube, bei der Leserschaft wie eine Bombe einschlug. Deutlich wie nie trat in Der Terraner Voltz' humanistisches Weltbild in den Vordergrund, welches zweites großes Thema war neben seiner Vision, die er in Perry Rhodan als roten Faden verwendete. Die Vision von einer geeinten Menschheit, die nicht lediglich existiert und irgendwann vergeht, sondern die in einem kosmischen Plan eine Aufgabe hat, eine Bestimmung. Diese Vorstellung gefällt mir bis heute.
Willi Voltz war mein Lieblingsautor bei Perry Rhodan, an dessen beste Romane die seiner Kollegen um Längen nicht herankamen - was sich bis heute und in meiner Nachbetrachtung übrigens nicht geändert hat, auch wenn es danach einen Thomas Ziegler gab und viel später einen Robert Feldhoff, sowie auch die von mir geschätzten Kölner Recken Horst Hoffmann und Peter Terrid, ebenso Hubert Haensel.
Nur einmal hat WiVo mich erschüttert. Ich war geradezu vernarrt in Ganercs Puppenzivilisation auf der Welt Derogwanien. In Heft 944 wurde am Ende das Aussterben der Puppen angedeutet. Ich war dermaßen entrüstet, daß ich für ein Fanzine eine Kurzgeschichte schrieb, in der dieser Umstand abgeändert wurde. Die Puppen sollten weiterexistieren. Sie mußten weiterexistieren. Ich hielt es für meine hehre Aufgabe, dafür Sorge zu tragen.
Jahre später entstand aus dieser Fan Fiction der Roman Rückkehr nach Derogwanien, der als Perry Rhodan-Taschenbuch in der Reihe der Planetenromane erschien und später als Taschenheft mit dem abgeänderten Titel Tod über Derogwanien wiederveröffentlicht wurde. Zweifellos ist WiVo einer jener Autoren meiner Kindheit und Jugend, die mich zum Schreiben gebracht haben, Voltz mit obiger Geschichte sogar in ganz besonderer Weise.
Ich habe gestern ein Foto von Willi veröffentlich und füge heute ein weiteres hinzu. Beide sind irgendwann in den Siebziger Jahren entstanden. Mein Lieblingsautor gab in Köln eine Autogrammstunde, in der im Kellergeschoß untergebrachten, längst nicht mehr existenten Buchhandlung eines längst nicht mehr existenten Kaufhauses am Neumarkt. Wenn ich mich richtig erinnere, war ich noch zu klein, um allein hinzugehen, sodaß meine Mutter mich begleitete. Mit meiner kleinen Ritsch-Ratsch-Kamera machte ich jede Mengen Aufnahmen von meinem Idol, das plötzlich vor mir saß. Zwei dieser Fotos habe ich dann Jahre später mit zu einem Con genommen, um sie mir von Willi signieren zu lassen. Es dürfte mein erster Con überhaupt gewesen sein, der Weltcon 1980 im Rosengarten in Mannheim. Die beiden Fotos mit Autogramm werden verständlicherweise gehütet wie mein Augapfel.
Eine Trivia am Rande sei noch erwähnt. William Voltz schrieb gelegentlich unter zwei Pseudonymen. Eins davon lautete Ralph Steven. Dies sind die Vornamen seiner beiden Söhne. Mit Ralph arbeite ich heute und schon seit Jahren zusammen. Er liefert nämlich sämtliche Titelbilder für Ren Dhark. Steven freue ich mich auf dem kommenden Coloniacon zum wiederholten Mal in Köln begrüßen zu dürfen. Und Willi wird immer mein liebster Rhodan-Autor bleiben.
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Montag, 24. März 2014
30. Todestag von William Voltz
Wer ist der Mann auf dem Foto? Klar, es ist William Voltz, der heute vor 30 Jahren starb. WiVo, so die liebevolle Abkürzung seiner Fans, war mein unangefochtener Lieblingsautor bei Perry Rhodan. Ich war erschüttert, als sein Ableben am 24. März 1984 bekannt gegeben wurde, und ich kann heute kaum glauben, daß seit damals drei Dekaden vergangen sind.
Es ist aber so. Heute stellen sich Fragen, vielleicht nicht für meine Blog-Leser, für mich aber auf jeden Fall: Welche Beziehung hatte ich zu William Voltz? Was bedeutete er mir? Was hat er dazu beigetragen, daß ich heute das mache, was ich eben mache? Warum ist William Voltz heute so aktuell wie vor dreißig Jahren? Warum ist er bis heute bei seinen Fans und Lesern unvergessen?
Und selbstverständlich ist eine Frage naheliegend: Was hat es mit dem Foto da oben auf sich, das ich aus meiner Schreibtischschublade gekramt habe und auf das ich bis heute stolz bin? Die Antworten auf diese Frage liefere ich morgen. An WiVos 30. Todestag, heute nämlich, beschäftigen sie mich selbst noch.
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Sonntag, 23. März 2014
Huxleys Visionen
Während Fortuna Köln im Südstadion Lippstadt standesgemäß mit 3:0 abfertigte, war ich anderweitig beschäftigt. Ich führte nämlich einen Gefängnisausbruch durch. Nicht in Köln, sondern in Alamo Gordo, der künftigen Hauptstadt der Erde. Wer damit nichts anfangen kann, dem sei verraten, daß ich letzte Hand an mein neues Manuskript für REN DHARK legte. Das jüngste Kind ist in die Welt entlassen. Sprich, der Roman ist fertig und fand den Weg zum Verlag.
Die Handlung spielt an mehreren Schauplätzen, nämlich auf Terra, auf Babylon und im Weltraum. Die dabei auftretenden Figuren sind mannigfaltig und abwechslungsreich. Ich bin sicher, da ist für jeden Dhark-Leser etwas dabei. Kleines Namedropping gefällig? Es gibt ein Wiedersehen mit Ralph Larsen und Frederic Huxley. Letzterer hat eine Vision, die die führenden Köpfe der Menschheit in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Bruder Lambert hat einen Auftritt, der Kurator der Erde. Der Hüne Parock mischt ebenso mit wie der kleine Roboterhund Jimmy. Auch Henk de Groot, Pjetr Wonzeff und die Cyborgs. Und selbstverständlich Ren Dhark mit seiner Point of.
Die Handlung spielt an mehreren Schauplätzen, nämlich auf Terra, auf Babylon und im Weltraum. Die dabei auftretenden Figuren sind mannigfaltig und abwechslungsreich. Ich bin sicher, da ist für jeden Dhark-Leser etwas dabei. Kleines Namedropping gefällig? Es gibt ein Wiedersehen mit Ralph Larsen und Frederic Huxley. Letzterer hat eine Vision, die die führenden Köpfe der Menschheit in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Bruder Lambert hat einen Auftritt, der Kurator der Erde. Der Hüne Parock mischt ebenso mit wie der kleine Roboterhund Jimmy. Auch Henk de Groot, Pjetr Wonzeff und die Cyborgs. Und selbstverständlich Ren Dhark mit seiner Point of.
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