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Freitag, 20. Juli 2018

Die Sprechblase 238

Auch die 238. Ausgabe des Comicmagazins, das inzwischen im 43. Jahr erscheint, wartet wieder mit einer Materialfülle auf, die ihresgleichen sucht. Diesmal kommen nicht nur Comicfans auf ihre Kosten, sondern auch die Liebhaber von Romanheften, was mich freut. Doch der Reihe nach.
 
Ein Motiv des Tunga-Zeichners Edouard Aidans schmückt das Titelbild. Tunga kenne ich ebenso wie Tony Stark noch aus der Zack-Zeit der Achtziger Jahre. Dass Aidans über diese beiden Serien hinaus noch viel mehr gemacht hat, beleuchtet der erste von zwei Teilen der von Bernd Weckwert geschriebenen Biografie.
 
Der gleiche Autor befasst sich danach mit einem zeitlosen Klassiker der Comic-Kunst. QRN ruft Brezelburg ist politisch wie kein zweiter Spirou und nicht allein von daher für mich ein besonders bemerkenswertes Spirou-Abenteuer. Nicht von ungefähr besitzt das 1966 erschienene Album einen beinahe legendären Ruf. Weckwerts Artikel beleuchtet spannend die widrigen Umstände, unter denen dieses Kleinod entstand. Wusste ich gar nicht. Sehr Lesenswert!
 
Nicht weniger interessant ist Gerhard Försters elfseitiges Interview mit Helga Wäscher. Frau Wäscher erinnert sich nicht nur an ihr Leben mit Sigurd-Zeichner Hansrudi, sondern auch an die eigene Karriere, die durchaus auch in den Comicbereich hineinreichte. Neben zahlreichen Erinnerungen und Anekdoten gibt es eine Menge Bilder. Der Beitrag hätte meinetwegen noch länger sein dürfen.
 
Abermals Gerhard Förster befasst sich unter Mitarbeit von Stefan Meduna mit Heftromanheld Billy Jenkins, der derzeit bei Bastei neu aufgelegt wird. Und weiter geht es mit Heftromanen. Ein ausführliches Interview mit Florian Beck alias Jonny Pegg folgt, in dem der Westernautor über sein umfangreiches Werk seit den Sechziger Jahren Rede und Antwort steht.

Thematisch passend und mit zahlreichen Abbildungen werden gleich zwei Covermaler vorgestellt, die Titelbilder zu Pegg-Romanen lieferten. Dies ist zum einen der mir bis dato unbekannte Günther König und zum anderen der famose Rudolf Sieber-Lonati, dessen Science Fiction-Bilder auch schon einige meiner Werke schmückten. Tatsächlich ist an dieser Stelle das Titelbild eines meiner Promet-Romane zu sehen. Schick.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Landeverbot

Heute ist mal wieder ein schmuckes Hardcover des Verlags Peter Hopf bei mir eingetroffen. Es handelt sich um den Nick-Roman Landeverbot, meine neunte Adaption der Comicabenteuer von Hansrudi Wäschers Weltraumfahrer Nick. Da ich das fertige Buch jetzt in Händen halte, kommt glatt ein Anflug von Wehmut auf. Als wir 2013 mit Nick begannen, also vor fünf Jahren, war das auch für mich ein neues Abenteuer, in das ich mich mit Begeisterung stürzte. Diese Begeisterung hielt bis zuletzt an, doch nun ist die Umsetzung der ersten Nick-Piccolo-Serie abgeschlossen und damit auch meine Arbeit an den Buchausgaben.
 
Als Bonus enthält das Buch die Kurzgeschichte Geheimauftrag Venus 3. Sie bildet gewissermaßen einen Übergang zwischen den Piccolos und den späteren Nick-Großbänden, die mein Kollege und persönlicher Bekannter Thomas Newton adäquat in Romanform umsetzt. Geheimauftrag Venus 3 stellt indes den letzten Beitrag Hansrudi Wäschers zur klassischen Nick-Piccolo-Serie dar. Hierzu äußert sich Wäscher-Experte und Preisträger des „Ritters der Neunten Kunst“ Ingraban Ewald in gewohnt fachkundiger Manier in einem Vorwort zur Kurzgeschichte.
 
Ich habe natürlich wie üblich gleich ein wenig im Buch geschmökert. Seit ich das Manuskript an den Verlag geschickt habe, ist ja schon eine Weile ins Land gezogen. Außerdem bin ich immer gespannt, welche Wäscher-Illustrationen es ins Buch geschafft haben. Bei den meisten der zwölf Zeichnungen hatte ich gleich wieder die von mir geschriebene Szene im Kopf. Dazu gibt es wie immer die Cover-Abbildungen sämtlicher Piccolos, die in den Roman eingeflossen sind.
 
Der Klappentext zum Roman verrät Folgendes. „In den Tiefen der Milchstraße, weit entfernt von der Erde, gerät Nicks Raumschiff in den Bann eines veränderlichen Sterns. Als die Menschen einen in zwei Hälften geteilten Planeten entdecken, stoßen sie auf einen lebenden Nebel, der sich von Energie ernährt. Bei der Suche nach einer Waffe gegen die kosmische Bedrohung tappen die Raumfahrer in eine jahrhundertealte Falle von Gestaltwandlern. Beim Versuch, aus der Gefangenschaft zu fliehen, muss Nick zunächst seinen eigenen Doppelgänger überwinden.“

Donnerstag, 22. März 2018

Jörg und Gert

Na, wer erinnert sich noch an JÖRG, wer erinnert sich noch an GERT, die beiden aus den Fünfziger Jahren stammenden Comicserien von Hansrudi Wäscher? Bei beiden handelt es sich um historische Abenteuer, um abgeschlossene Serien abseits der ungleich bekannteren Wäscher-Endlosserien, die in der Zeit der Ritter spielen (SIGURD, FALK), im Weltraum angesiedelt sind (NICK) oder in den Dschungel entführen (TIBOR).

Eine Besonderheit stellt das ungewöhnliche Format dieser kleinen jeweils 36 Seiten umfassenden Heftchen dar. Sie sind weder Großband noch Piccolo, sondern - diese Bezeichnung vernahm ich anlässlich von JÖRG und GERT zum ersten Mal - Kolibris. In diesem Zusammenhang war mir der Begriff bis dato völlig unbekannt. Die Höhe von Kolibris beträgt 13 Zentimeter, die Breite 9 Zentimeter, was in etwa dem Din A6-Format entspricht.

Warum ich das erzähle? Weil ich beide Serien heute komplett zugestellt bekam. Denn nach den bereits oben Genannten, nach zudem BOB & BEN sowie ROY STARK beschloss der umtriebige Verleger Peter Hopf, in seinem Verlag auch JÖRG und GERT als Romanfassungen herausgeben zu wollen. Und ich habe die Ehre und das Vergnügen, auch diese beiden Kleinode Hansrudi Wäschers in literarische Form gießen zu dürfen.

Dabei gibt es weder einen festen Abgabetermin noch einen geplanten Veröffentlichungstermin. Wir lassen uns Zeit. Ich werde die beiden Romane nämlich in Etappen neben meinen sonstigen Aufträgen verfassen. Heißt, immer wenn zwischen zwei termingebundenen Manuskripten ein wenig Zeit ist, schreibe ich weiter, ein paar Seiten oder vielleicht auch mal ein Kapitel. Das hängt ganz von der zur Verfügung stehenden Zeit ab.

Für diejenigen, die zwar SIGURD, NICK und TIBOR kennen, mit JÖRG und GERT, damals beide im Lehning-Verlag erschienen, aber nichts anfangen können: JÖRG entstand in den Jahren 1954 und 1955, brachte es auf 20 Hefte und spielt in den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs. GERT entstand 1955 und kämpft sich in 24 Kolibris durch die Zeit der Seeräuber und Piraten. Dass ich mich besonders auf die Umsetzung der Piratengeschichte GERT freue, brauche ich alter Schatzinsel-Fan wohl nicht extra zu erwähnen. JÖRG hingegen dürfte für mich aufgrund des zeitgeschichtlichen Kontexts die größere Herausforderung bedeuten.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Roy Stark bei phantastik-news

Das Online-Portal phantastik-news beschäftigt sich mit allen multimedialen Ausprägungen der Phantastik. So überrascht die Besprechung meiner zweibändigen Romanversion der Hansrudi Wäschers-Comics um den Stuntman Roy Stark auf den ersten Blick. Jedoch spielt in der Geschichte eine Zeitmaschine eine wichtige Rolle. Mit der Erfindung eines Wissenschaftlers reist der Abenteurer in die Zeit des blutrünstigen Piraten Bloody Henderson und in die Wirren des amerikanischen Sezessionskriegs. Außerdem bespricht Carsten Kuhr bei phantastik-news auch meine Tibor-, Nick- und Falk-Adaptionen.
 
Hoppla“, staunt der Rezensent dann auch, „dieses Mal geht es weder in den Dschungel, noch ins Weltall oder zu den Rittern – hier wartet eine Zeitreise-Geschichte auf den Leser.“ Carsten Kuhr fühlt sich an Sun Koh und Doc Savage erinnert und folgt dem Plot mit Spannung hinein ins geschichtliche Abenteuer.
 
Die kurze Reihe ist mit dem Zweiteiler abgeschlossen“, resümiert Carsten Kuhr, um sodann einen erwartungsvollen Blick in die Zukunft zu werfen. „Nächstes Jahr, so stand es zu lesen, geht es endlich los mit Hansrudi Wäschers wohl bekanntestem Werk: der Roman-Adaption von Sigurd – man darf gespannt sein.“

Das bin ich auch - und was zu lesen stand, trifft zu. Für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: die Arbeit am ersten Sigurd-Roman werde ich im Januar abschließen. Es ist seitens des Verlags Peter Hopf geplant, sämtliche Sigurd-Geschichten der Wäscher-Ära in literarische Buchform gießen zu lassen.
 
Die vollständige Roy Stark-Besprechung gibt es hier:


Donnerstag, 9. November 2017

Roy Stark - Abenteurer ohne Nerven

In meinem gestrigen Bericht über die 82. Intercomic erwähnte ich, dass Roy Stark auf der Messe druckfrisch vorlag. Da habe ich die Buchausgabe zum ersten Mal gesehen und hielt sie zum ersten Mal in Händen. Mit anderen Worten, meine zweibändige Romanadaption des Comics von Hansrudi Wäscher, der sich um den Stuntman und Abenteurer Roy Stark dreht, ist nun erhältlich. Ich freue mich sehr über meinen neuesten Beitrag zum Wäscher-Kosmos.

Der Erscheinungstermin passt übrigens zeitlich prima, weil Roy Stark in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Als letzten Helden für den Lehning-Verlag schuf Hansrudi Wäscher den verwegenen Draufgänger im Jahr 1967. Das Original umfasste 18 Comic-Großbände, zu denen sich später im Hethke-Verlag noch zwei Telefonkartenhefte mit Texten von Ingraban Ewald gesellten. Da es sich um eine Gesamtausgabe handelt, teilte der Verlag meinen Roman auf zwei Bände auf. Dem ersten Buch liegt eine limitiere und nummerierte Postkarte mit einem Roy Stark-Motiv bei.

Apropos Ingraban Ewald: Als großer HRW-Kenner - der Mann, der vor einiger Zeit auf der Intercomic mit dem Ritter der Neunten Kunst geehrt wurde, scheint wirklich sämtliche Werke von Herrn Wäscher auswendig zu kennen - klopft er all meine Romanadaptionen auf Wäscherkompatibilität ab. Ihm entgeht kein Fehler und kein Detail, das nicht in den Wäscher-Kosmos passt.

Zum Romaninhalt:

Roy Stark ist es gewohnt, mit der Gefahr zu leben. Als Stuntman geht er keiner Aufgabe aus dem Weg. Als er einwilligt, auf einer einsamen Insel an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem der beste Freistilringer der Welt ermittelt werden soll, stellt er schnell fest, dass er mitten in einem Kampf auf Leben und Tod gelandet ist.

Der größten Herausforderung muss sich Roy stellen, als Gangster die Erfindung eines Wissenschaftlers stehen wollen: eine Zeitmaschine. Ehe er sich versieht, tritt Roy eine aberwitzige Reise durch die Epochen der Menschheit an. Er trifft auf Neandertaler, kämpft gegen den blutrünstigen Piratenkapitän Bloody Jack Henderson und wird in die Wirren des amerikanischen Sezessionskriegs verschlagen.

Im Nachhinein stelle ich fest, dass das Schreiben an dem Roman viel zu schnell vorbei war. Die Zeitmaschine war natürlich eine tolle Sache. Besonderen Spaß machte mir der Besuch bei Bloody Jack und die Schatzsuche mit seinen Piraten. In der Geschichte fühlte ich mich ein wenig auf Robert Louis Stevensons Schatzinsel versetzt. Es ist schön, dass ich die Roy Stark-Belegexemplare nun zu meinen anderen Wäscher-Romanadaptionen stellen kann. Willkommen in der Familie!


Motiv der Roy-Stark-Postkarte

Mittwoch, 8. November 2017

Intercomic 82

Eingerahmt zwischen Rüdiger Schäfer und Robert Corvus.
(c) Robert Corvus
Es ist eine schöne halbjährliche Tradition für mich, diese Veranstaltung zu besuchen. Am Samstag fand zum 82. Mal die Interomic in Köln statt. Ich schlenderte bereits eine Stunde vor Besuchereinlass durch die Halle, während die Aussteller noch mit dem Aufbau ihrer Stände beschäftigt waren und bevor sich vor dem Eingang eine Menschenschlange bildete. So konnte ich ganz entspannt und gemütlich die Auslagen sichten. Der Gästestatus hat seinen Vorteil.

Auch konnte ich als erster die rechtzeitig zur Messe erschienene Romanausgabe von Roy Stark in die Hand nehmen. In diesem Jahr feiert Hansrudi Wäschers Stuntman und Abenteurer seinen 50. Geburtstag. Ich hatte das Vergnügen, den Inhalt der achtzehn bei Lehning erschienenen Comic-Großbände sowie der beiden Telefonkartenhefte aus dem Hethke-Verlag in eine literarische Form zu bringen. Bei meiner zweibändigen Adaption handelt es sich also um eine Gesamtausgabe in Romanform. Es war ein tolles Gefühl, die beiden Bücher endlich in Händen zu halten.

Ab zehn Uhr füllten sich das Foyer und die Halle schnell, und spätestens zur Mittagszeit wurde das Durchkommen durch die Gänge schwierig. Die einmal mehr zahlreichen Besucher, mehr als im vergangenen November, wie mir schien, tummelten sich zwischen Comics und Bildbänden, Romanen und Magazinen. Kein Wunder, fühlt man sich zwischen all den bunten Bildern, die einen regelrecht erschlagen, doch wie in einer anderen Welt.

Ich traf den großartigen türkischen Maler und Zeichner Ertugrul Edirne und den nach seinem Schlaganfall wiedergenesenen Verleger Heinz Mohlberg, den Künstler und Kolorateur Toni Rohmen und die Szene-Legende Werner Fuchs. Gefreut hat mich auch, nach langer Zeit und völlig überraschend mit Alfonz-Herausgeber Matthias Hofmann zusammenzutreffen. MaHo und ich kennen uns aus dem SF-Fandom, und das sicher schon seit dreieinhalb Dekaden, so dass wir ein paar alte Erinnerungen auffrischten und er mir auch gleich anbot, mal etwas für sein Comicmagazin zu schreiben.

Bei Blitz gab es mein neues Raumschiff Promet-Taschenbuch, und am Verlagsstand von Peter Hopf signierte ich eifrig Bücher, Autogrammkarten und Poster. Am Romantruhe-Stand von Joachim Otto saß ich mit den geschätzten Rüdiger Schäfer und Robert Corvus zusammen. Tausendsassa Gerhart Renner macht's möglich. Man kann auch sagen, Rüdiger, Robert und ich posierten für die Kameras. Auf jeden Fall war es wie immer lustig, wir hatten Spaß.

Programm gab es auch, das ich aber wie stets verpasste, ohne das zu bedauern: Der Zeichner Daniel Schreiber stellte seine Comic-Trilogie Annas Paradies vor, in "Wegwerfhelden - Die schrägsten Superheroes des Golden Age" zeigte Comicexperte Tillmann Courth unbekannte Superhelden aus frühen US-Heften, und Kurator Darjush Davar präsentierte die Max-und-Moritz-Preisträger für die besten deutschen Comics der letzten Jahre.

Der Tag verging wie im Flug. Obwohl mir die halbjährlichen Abstände zwischen den Intercomic-Messen von Mal zu Mal kürzer vorkommen, freue ich mich immer auf die nächste Veranstaltung. So auch diesmal, am 5. Mai 2018 geht es weiter. Lesestoff nahm ich auch mit nach Hause: die neue Ausgabe des Hansrudi Wäscher-Magazins, das aktuelle Sammlerherz und ein paar alte Perry Rhodan-Taschenbuchausgaben.

Montag, 25. September 2017

Titelbild für Falk 7

Mit dem Schreiben des Romans habe ich erst kürzlich begonnen, aber das Titelbild für Falk 7 liegt bereits vor. Natürlich will ich es den Falk-Fans nicht vorenthalten. Hier ist es also und dazu gleich der Romantitel. Das Cover zeigt eine schöne, dynamische Actionszene gleich vom Anfang der Geschichte. Man beachte den bedauernswerten Burschen, der an dem über eine Schlucht hinausragenden Baumstamm hängt.



Dienstag, 24. Januar 2017

Ein unheimliches Titelbild für Nick 9

Anfang Februar wird Nick 7 erscheinen, bei dem es sich bekanntlich um einen Gastroman von Hubert Haensel handelt. Ich schreibe derzeit an Band 8 - und das Titelbild für die Nummer 9 liegt auch schon vor. Warum also es lange zurückhalten? Für alle, die es nicht erwarten können, so sieht es aus:



Mittwoch, 2. Dezember 2015

Für immer verloren

Ich freue mir immer noch ein Loch in den Bauch, wenn ein neues Buch von mir erscheint und ich es endlich in Händen halte. Schon wieder ist ein Belegexemplar bei mir eingetroffen. Der Postbote brachte mir ein wunderschön aufgemachtes Hardcover aus dem Verlag Peter Hopf ins Haus. Es handelt sich um meine vierte Romanadaption nach dem klassischen Ritter-Comic FALK von Hansrudi Wäscher. Das Buch trägt den Titel Für immer verloren.

Auf dem Cover ist eine dramatische Szene aus der Geschichte zu sehen. Mit dem Dolch, den ein mieser Finsterling in die Tiefe stößt, hat es eine besondere Bewandtnis. Im Grunde dreht sich in Falks neuem Abenteuer alles um diese Waffe. Dass der auf den ersten Blick schäbige alte Dolch keinen Wert besitzt, ist ein gewaltiger Trugschluss, denn das Gegenteil ist der Fall.

Der Klappentext verrät: "Ein im Sterben liegender Edelmann überreicht Falk und Bingo einen unscheinbaren alten Dolch. Von da an sind die Freunde ihres Lebens nicht mehr sicher. Gedungene Mörder, die um jeden Preis verhindern wollen, dass der Dolch seinen Bestimmungsort erreicht, heften sich an ihre Fersen. Falk und Bingo geraten in einen Strudel aus Mord und Ränke. Zwielichtige Gestalten wollen den Dolch an sich bringen, denn er ist der Schlüssel zu einem uralten Geheimnis – und zu einem unermesslichen Schatz."

Wie all das zusammenhängt, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Wer es erfahren will, muss schon den Roman lesen. Rund 250 Buchseiten sind es geworden, garniert mit zahlreichen Illustrationen und den Titelabbildungen sämtlicher Piccolos, die für die Romanumsetzung Verwendung fanden. Ich habe das Buch gleich von vorn bis hinten durchgeblättert, um zu sehen, welche Illustrationen es diesmal ins Innere geschafft haben.

Montag, 13. April 2015

In Fürst Ortwins Gewalt

In den letzten Wochen hatte ich wenig Zeit, mich um meinen Blog zu kümmern. Ach was, tatsächlich hatte ich gar keine Zeit dafür. Der Umzug aus der langjährigen in die neue Wohnung belegte mich mehr mit Beschlag als mir lieb war. Ich kam kaum dazu, mal eine Stunde an einem Manuskript zu schreiben. Dabei liegen mir drei Aufträge für verschiedene Serien vor, denen ich mich nun mit Nachdruck widmen muss.

Einer davon ist Falk 4. Ich habe den Roman begonnen, bin aber noch nicht über das erste Kapitel hinausgekommen. Ich erwähne dieses Manuskript, weil vor wenigen Tagen Falk 3 erschienen ist. Der Roman, der das dritte Abenteuer aus den Piccolo-Comicheften 35 bis 64 von Hansrudi Wäscher enthält, trägt den Titel In Fürst Ortwins Gewalt und ist die bisher umfangreichste meiner Falk-Adaptionen. Er umfasst mehr als 300 Seiten, ist also etwa so dick wie ein Atlan-Taschenbuch und in der üblichen Aufmachung als Hardcover gehalten.

Falk und sein Freund, der Gaukler Bingo, bekommen es mit dem Seeadler zu tun, einem berüchtigten Piraten. Doch Falk erkennt schnell, dass nicht der Seeräuber der eigentliche Schurke in dem Intrigenspiel ist, in das er verwickelt wird. Gewisse Adlige sind die wahren Dunkelmänner, während der Seeadler nur um sein ihm rechtmäßig zustehendes Erbe, die Freiheit für seinen gefangenen Bruder und die Liebe einer Frau kämpft.

Carsten Kuhr war wieder einmal von der ganz schnellen Truppe. Da ich diese Zeilen schreibe, hat er das Buch bereits für das Online-Portal phantastik-news besprochen. Der Rezensent sieht einen "deutlich gereiften Helden" und eine "packende Mischung aus Ritter-Abenteuern, Kämpfen und fiesen Adeligen, bei der die Rollen klar verteilt sind und die sich rund und wie aus einem Guss liest".

Die komplette Rezension zu Falk 3 ist hier zu finden:
http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=10289:falk-3-in-fuerst-ortwins-gewalt-achim-mehnert-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

Freitag, 21. November 2014

Versuch 158

Mein neues NICK-Buch ist erschienen. Er war heute im Briefkasten. Eine tolle Sache, wieder einen Nick nach den Vorgaben von Hansrudi Wäscher als Roman in Händen zu halten. Als Roman, den man selbst geschrieben hat.

"Von Unbekannten entführt, erwacht Nick an einem ihm fremden Ort. Wer sind die Wesen, die ihn durch ein Labyrinth aus Fallen hetzen und ihn lebensbedrohlichen Versuchen unterziehen? Handelt es sich, wie die Unsichtbaren behaupten, wirklich um Außerirdische, die eine Invasion der Erde planen? Die Antwort ist noch verblüffender, als Nick sie erwartet. Ihm steht eine Reise bevor, die alle Grenzen sprengt. Sie führt nicht hinaus in  die Weiten des Weltalls, sondern in die Welt des Allerkleinsten - in die Welt des Mikrokosmos."

Inzwischen ist es das vierte Buch, betitelt Versuch 158, das ich nach den klassischen Geschichten des Altmeisters verfaßt habe. Es umfaßt den Inhalt des vierten Abenteuers aus den Piccolos 40 bis 48. Der den Titel gebende Versuch ist ein klassisches Topic der Science Fiction, der Sechziger Jahre allemal. Nick und seine Freunde werden kleiner, als sie sich das jemals hätten träumen lassen. Der Mikrokosmos mit seinen unglaublichen Weiten ist eine Welt für sich.

Sonntag, 9. November 2014

Intercomic 76

Die Internationale Comic- und Romanmesse in Köln läuft und läuft und läuft. Weiterhin findet sie zweimal im Jahr statt, nämlich im Frühling und im Herbst. Am Samstag ging sie in der Köln-Mülheimer Stadthalle bereits zum 76. Mal über die Bühne. Die Besucher erlebten wieder einen bunten Strauß von Neuerscheinungen aus den verschiedenen Genres. Zudem hatten zahlreiche Händler ihre Tische zu einem der größten Comic-Antiquariate in Deutschland aufgebaut.

Ich schlendere gern früh durch die Gänge, bevor es voll wird und sich staut. So hielt ich es auch diesmal. Danach traf man mich bei den obligatorischen Verlagen an. Sowohl bei Blitz als auch bei Peter Hopf gab es brandneue Romane von mir. Die Belegexemplare sackte ich gleich ein.

Ich hielt einen Plausch mit dem Kollegen Rüdiger Schaefer. Der früh wieder abhaute, weil er unbedingt Fußball sehen wollte. Ich traf den Wiener Martin Steiner und Des Romero. War positiv überrascht, daß Mathias Hofmann, den ich aus den frühen Achtziger Jahren noch aus dem Science Fiction-Fandom kenne, mit dem Comicmagazin Alfons nun mit einem Stand auf der Messe vertreten ist. Posierte und signierte bei der Romantruhe für die Fotographen.

Mittags wurde der "Ritter der Neunten Kunst" verliehen. Mit diesem Preis wird jedes Jahr eine Person geehrt, die sich um das Medium Comics in besonderer Weise verdient gemacht hat. Diesmal durfte ihn der Maler und Zeichner Toni Rohmen in Empfang nehmen.

Das Fazit fällt leicht. Auch die 76. Ausgabe der Intercomic war wieder eine bunte, abwechslungsreiche Messe. Allen, die an Romanen und Comics interessiert sind und sie noch nicht besucht haben, lege ich das ans Herz. Der Termin für die nachfolgende Veranstaltung steht längst fest. Für die Intercomic 77 öffnet die Stadthalle am 2. Mai 2015 ihre Tore.

Freitag, 7. November 2014

Opfer für Tumbuku

Da ist er, der 6. Tibor-Roman, den ich nach Motiven von Hansrudi Wäscher geschrieben habe. Rechtzeitig zur Intercomic ist Opfer für Tumbuku erschienen.

"Über dem Dschungel steigt unheimlicher roter Rauch auf und versetzt die Tiere in Angst und Schrecken. Als Tibor sich auf die Suche nach der Quelle macht, stößt er auf ein Dorf der Kajangas, das von Diamantenräubern überfallen und geplündert wurde.

Das heimtückische Verbrechen ruft finstere Kräfte auf den Plan. Der Große Tumbuku sammelt seine Anhänger, um sich gegen die Weißen zu erheben. Er will das Land mit Krieg überziehen, doch er hat nicht mit Tibors Eingreifen gerechnet. Dem Sohn des Dschungels bleibt ein Tag, um die an dem Überfall Schuldigen zu entlarven und eine Tragödie zu verhindern."

Soweit der Verlagstext zu meinem Roman. Er enthält übrigens die Umsetzung der Piccolo-Comics 47 bis 60. Ich freue mich auf die Romanpräsentation am Verlagsstand und auf die Möglichkeit, wieder das eine oder andere Buch signieren zu können.

Freitag, 3. Oktober 2014

Ein Nick-Sonderband

In den Fünfziger und Sechziger Jahren gab es Nick, den Weltraumfahrer nicht nur als spannende Fortsetzungsgeschichten in den legendären Piccolos und Großbänden. Hansrudi Wäscher zeichnete und textete zudem ein paar wenige abgeschlossene Abenteuer, die damals als Sonderbände auf den Markt kamen. 1958 erschienen drei solcher Geschichten, die nicht minder farbige Ergänzungen zu der regulären Serie darstellten.

Auch sie hat Peter Hopf für seinen Verlag nun in Romanform kleiden lassen. Eine gute Idee. Wenn ich Herrn Wäschers Nick-Abenteuer irgendwann vollständig als Romane im Regal stehen haben möchte, gehören die Sonderbände dazu. Jagd auf R3, Schiffbruch im Weltraum und Angriff aus dem Weltall wurden von Markus Kastenholz adaptiert und zu einem Lesevergnügen für Groß und Klein gemacht. Der schmucke Band ist soeben erschienen und wird auf der Intercomic am Verlagsstand präsentiert werden.

Die drei Geschichten liegen gesammelt in einem Buch vor, das mit einem richtig tollen Wäscher-Motiv auf dem Cover daherkommt. Gestrandete Raumfahrer auf einer Ödwelt vor ihrem abgestürzten Raumschiff, das ist ein ebenso klassisches wie unsterbliches Motiv in der Science Fiction. Hier hat Hansrudi Wäscher es besonders gut in Szene gesetzt.

Freitag, 26. September 2014

Bis zum Hals im Dreck

Der fünfte Nick-Roman steht noch in den Sternen. Das Manuskript werde ich zwar voraussichtlich in diesem Jahr schreiben. Es eilt aber nicht, da das Erscheinen des Buchs erst für die zweite Jahreshälfte 2015 vorgesehen ist. Das Titelbild ist jedoch schon fertig. Für alle Nick-Fans, die es nicht erwarten können, den fertigen Roman in Händen zu halten. So sieht es aus:


Donnerstag, 14. August 2014

Trügerische Idylle im Dschungel

Der Himmel ist blau bis auf ein paar vereinzelte Wolken, die gegen die hochstehende Sonne fast wie Schnee aussehen. Im seichten Gewässer dümpelt träge eine Herde Flußpferde, und an einem Baum, dessen Astwerk aufs Wasser hinausragt, fliegt ein Schwarm Vögel vorbei. Mittagszeit, würde ich sagen. Ein Idyll, wie gemacht dafür, sich im Schatten eines Urwaldriesen niederzulassen. Am besten mit einem eiskalten Kölsch in der Hand. Aus dem Bild wabert mir die Hitze Afrikas entgegen.

Daß die Szene wesentlich weniger idyllisch ist, als sie auf den ersten Blick erscheint, deutet die Fahrzeugkolonne an, die am Flußufer entlang donnert. Mit beängstigender Geschwindigkeit und - na, aber hallo! - ganz ohne Sicherheitsabstand. Jeeps und Lastkraftwagen ziehen eine Schleppe aus Staub hinter sich her und verstören die Wildtiere, die keine lärmenden menschlichen Errungenschaften gewohnt sind. Zudem kreist ein Hubschrauber am Himmel, dessen Rotorschlag die Baumwipfel in Aufruhr versetzt. Man ist auf dem Weg ins Unbekannte. Dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor ... aber das ist eine andere Geschichte.

Vor mir liegt nicht der Weltraum, sondern der unberührte Dschungel des schwarzen Kontinents. Obige Impressionen stammen vom Titelbild eines Comic-Großbandes. Eines Großbandes von gleich zehn, die ich soeben gelesen habe. Das nächste Projekt steht an, und es führt mich wieder hinaus in das weitgehend unerforschte Afrika einer noch nicht allzu lange zurückliegenden Vergangenheit. Hansrudi Wäschers Tibor, der Sohn des Dschungels, wartet darauf, daß ich mich seiner zum siebten Mal in Romanform annehme. Es wird mir wie stets ein Vergnügen sein, den Freund der Tiere bei seinen Abenteuern zu begleiten.