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Donnerstag, 15. September 2016

Hubertushöhe 3.0

Schon zum dritten Mal luden Toni Rohmen und seine Frau Svetlana zum Hubertushöhe-Treffen in ihrem Haus nahe Erkelenz, und ich hatte das Vergnügen, wie im Vorjahr zu den geladenen Gästen zu gehören. Bereits am vergangenen Samstag traf sich eine bunte Runde comicaffiner Menschen, die besonders dem verstorbenen Hansrudi Wäscher zugetan sind. Unter anderem gehörten diesmal der Kölner Verleger Heinz Mohlberg, der Herausgeber des Comicmagazins SAMMLERHERZ Hans Simon und der frühere Intercomic-Moderator Gerhart Renner zu der kleinen, aber illustren Runde.

Gastgeber Toni Rohmen selbst besitzt in der Comic-Nostalgieszene einen ausgesprochen wohlklingenden Namen. Er ist Kunsthandwerker, Bildermaler, Comic-Restaurator und Kolorierer in Personalunion. Für seine Leistungen und sein Engagement wurde ihm auf der Intercomic 2015 der RITTER DER 9. KUNST verliehen. Zudem ist Toni leidenschaftlicher Comicsammler und ein sehr netter Kerl.

Natürlich drehten sich, wie könnte es anders sein, viele Gespräche um Comics. Da ich unter Hansrudi Wäscher-Fans war, ist es auch nicht verwunderlich, dass ich wiederholt auf meine Romanadaptionen von Tibor, Nick und Falk angesprochen wurde und einiges zur literarischen Umsetzung der Comics des Altmeisters Wäscher erzählen durfte. Toni selbst präsentierte zahlreiche Kostproben seiner wunderbaren Kolorierkunst, die frühere Erstkolorierungen alter Comics schlichtweg in den Schatten stellen. Überall im Haus hängen Gemälde, die von seinem unermüdlichen Schaffensdrang zeugen.

Für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt. Svetlana verwöhnte die Gäste nicht nur mit Braten und verschiedenen Salaten, sondern zudem gleich mit mehreren Kuchen, zu dem wir das eine oder andere Glas Wein genossen. Bei all den Plaudereien und den netten Menschen verging der Tag, für den ich mich herzlich bei Toni und Svetlana bedanke, wie im Flug. Sehr gefreut habe ich mich natürlich über zwei Original-Kolorierungen von Toni, die ich mit nach Hause nehmen durfte. Die eine zeigt den Maulwurf Pauli und seinen Freund Mausi. Die andere, ein Motiv aus Kaukas humoristischer Science Fiction-Serie MISCHA, schmückte das Titelbild von FIX UND FOXI 339 aus dem Jahr 1962.

Samstag, 19. September 2015

Toni Rohmen bat zum Hubertushöhe-Treffen

Der Hansrudi Wäscher Fanclub veranstaltet mehrmals im Jahr seine feinen kleinen Treffen, verteilt über ganz Deutschland. Am vergangenen Wochenende fand ein solches in Katzem statt. Ich muss zugeben, dass ich vorher noch nie von dem Ort gehört hatte. Was nicht verwunderlich ist, denn es ist in der Tat ein sehr kleiner Ort in der Nähe von Erkelenz, den man erreicht, nachdem man am Tagebau Garzweiler und an der Geisterstadt Immerath vorbeigefahren ist.

Gastgeber war diesmal Toni Rohmen. Richtig, jener Künstler Toni Rohmen, der 2014 auf der internationalen Comic- und Romanmesse in Köln mit dem "Ritter der Neunten Kunst" ausgezeichnet wurde. Von Beruf eigentlich Malermeister, ist seine Berufung eine ganz andere. Unter anderem hat er sich als Kolorierer von Wäscher-Comics einen Namen gemacht, doch er ist noch viel mehr als das, nämlich zudem Kunsthandwerker, Bildermaler und Comic-Restaurator in Personalunion. Über Gerhart Renner hatte er mich zu dem Treffen in sein Haus in Katzem eingeladen.

Schon beim Betreten merkt man, dass man sich im Haus eines Künstlers aufhält. Es gibt so gut wie keinen Raum, in dem nicht Exemplare seiner am Bildschirm entworfenen Gemälde hängen. Auf jemanden wie mich, der fast schon mit dem Zeichnen von Strichmännchen überfordert ist, machen seine Arbeiten natürlich gewaltigen Eindruck. Da kann ich nur größte Hochachtung zollen.

Den einen oder anderen der Teilnehmer kannte ich sogar schon vorher persönlich. Neben Toni und Gerhart waren das der Kölner Verleger Heinz Mohlberg vom Mohlberg-Verlag und der ebenfalls in Köln lebende internationale Spitzenzeichner Ertugrul Edirne, von dem ich schon so manches großartige Titelbild bewundert habe, und das in den verschiedensten Genres. Unter anderem war er für Atlan tätig.

Ich stellte schnell fest, dass es mit Wäscher-Fans eine Menge zu beschwätzen gibt. Und Fragen zu den von mir geschriebenen Romanadaptionen hatten sie auch. Ein Leser erzählte mir sogar, dass er beim Lesen meiner Romane stets den Comic von Hansrudi Wäscher daneben liegen hat und beides in der Abfolge der Geschichte und der Stimmigkeit der Details vergleicht. Da war ich nun wirklich baff.

In seinem im Keller gelegenen Arbeitsheiligtum gab Toni mir einen Einblick in seine Arbeit. Für einen graphisch völlig unbeleckten Menschen wie mich natürlich eine interessante Erfahrung. So zeigte er mir anhand der Vorlage zu meiner Autogrammkarte, wie diese entstanden ist, und er nahm einige nachträgliche Änderungen am eigentlichen Bild vor. Zwei Etagen höher, unterm Dach, befindet sich sein zweites Arbeitszimmer, in dem ausschließlich koloriert wird. Auch dort durfte ich einen längeren Blick hineinwerfen.

Ich bedanke mich bei Toni und seiner Frau Svetlana für die Einladung, ihre Gastfreundschaft, das Buffet, den Kuchen und eine Menge interessante Einblicke und bei Gerhart für die Fahrt von und nach Köln. Anfang November laufen wir uns bei der nächsten Intercomic ja schon wieder über den Weg.

Montag, 8. Juni 2015

Autogrammkarten sind da

Witzige Sache, denn das war mal ein ganz anderer Inhalt, den ich einem heute erhaltenen Paket entnehmen durfte. Es enthielt keine Bücher, sondern einen Berg Autogrammkarten, die der Verlag Peter Hopf hat drucken lassen.

Als Motiv wählte der Verleger, für den ich die Romanadaptionen (Tibor, Nick, Falk) nach Comicvorlagen von Hansrudi Wäscher schreibe, ein besonderes Bild. Es handelt sich nicht um ein Foto, sondern um das kleine Kunstwerk, das der Künstler Toni Rohmen mir auf der letzten Intercomic in Köln überreichte. Ich fand schon das Bild überaus gelungen, die Autogrammkarten sind es ebenfalls.

Sonntag, 9. November 2014

Intercomic 76

Die Internationale Comic- und Romanmesse in Köln läuft und läuft und läuft. Weiterhin findet sie zweimal im Jahr statt, nämlich im Frühling und im Herbst. Am Samstag ging sie in der Köln-Mülheimer Stadthalle bereits zum 76. Mal über die Bühne. Die Besucher erlebten wieder einen bunten Strauß von Neuerscheinungen aus den verschiedenen Genres. Zudem hatten zahlreiche Händler ihre Tische zu einem der größten Comic-Antiquariate in Deutschland aufgebaut.

Ich schlendere gern früh durch die Gänge, bevor es voll wird und sich staut. So hielt ich es auch diesmal. Danach traf man mich bei den obligatorischen Verlagen an. Sowohl bei Blitz als auch bei Peter Hopf gab es brandneue Romane von mir. Die Belegexemplare sackte ich gleich ein.

Ich hielt einen Plausch mit dem Kollegen Rüdiger Schaefer. Der früh wieder abhaute, weil er unbedingt Fußball sehen wollte. Ich traf den Wiener Martin Steiner und Des Romero. War positiv überrascht, daß Mathias Hofmann, den ich aus den frühen Achtziger Jahren noch aus dem Science Fiction-Fandom kenne, mit dem Comicmagazin Alfons nun mit einem Stand auf der Messe vertreten ist. Posierte und signierte bei der Romantruhe für die Fotographen.

Mittags wurde der "Ritter der Neunten Kunst" verliehen. Mit diesem Preis wird jedes Jahr eine Person geehrt, die sich um das Medium Comics in besonderer Weise verdient gemacht hat. Diesmal durfte ihn der Maler und Zeichner Toni Rohmen in Empfang nehmen.

Das Fazit fällt leicht. Auch die 76. Ausgabe der Intercomic war wieder eine bunte, abwechslungsreiche Messe. Allen, die an Romanen und Comics interessiert sind und sie noch nicht besucht haben, lege ich das ans Herz. Der Termin für die nachfolgende Veranstaltung steht längst fest. Für die Intercomic 77 öffnet die Stadthalle am 2. Mai 2015 ihre Tore.