Sonntag, 31. März 2013

Stapelweise Comics auf dem Schreibtisch

Auf meinem Schreibtisch liegen gleich zwei Stapel Comics, links des Rechners zehn Großbände Falk, rechtssieben Großbände Tibor. Falk umfaßt die ersten zwanzig Piccolos, bei Tibor sind es die Piccolos 35 bis 48.Sie sind das Lesefutter und zugleich die Exposes für meine nächsten beiden Romane. So kommt vor der Arbeit das Vergnügen, mir wieder zwei komplette Abenteuer aus der Feder Hansrudi Wäschers reinziehen zu können. Beim Lesen stelle ich jedesmal fest, daß aus meiner Kindheit so gut wie keine Erinnerungen an den Inhalt hängen geblieben sind. Ich erlebe die Geschichten also gewissermaßen völlig neu.

Nachdem ich mich bei dem Dschungelhelden Tibor nach inzwischen schon vier verfaßten Romanen richtig eingelebt habe, stellt Falk ein Novum für mich dar. Rittergeschichten habe ich nämlich noch nie geschrieben. Eine schöne Herausforderung, und das erste Abenteuer wird auch gleich ziemlich umfangreich. Ich bin jetzt schon gespannt, ob Falk genauso gut ankommen wird wie Tibor und Nick.

Samstag, 30. März 2013

Der Chronoskop-Zyklus geht zu Ende


In dieser Intensität ist es mir noch nie passiert, daß sich eine Geschichte verselbständigte und in eine ganze andere Richtung entwickelte, als ursprünglich geplant. Die Rede ist von der im Blitz-Verlag erscheinenden Serie Raumschiff Promet - Von Stern zu Stern, und speziell zu dem just abgeschlossenen Chronoskop-Zyklus, wie ich ihn für mich benannt habe. Vor geraumer Zeit habe ich eine Geschichte ersonnen, in der die Protagonisten der klassischen Abenteuer in die aktuelle Handlung zurückkehren sollten.

Als Thomas Ziegler vor einigen Jahren Exposes für neue Abenteuer der Promet schrieb, führte er eine ganz neue Besatzung um die Moranerin Shalyn Shan ein. Die alten Recken Peet Orell, Arn und Junici Borul, Jörn Callaghan. Vivien Raid, Szer Ekka und Pino Tak blieben dabei weitgehend auf der Strecke. Als sie dem Ruf der Agaren folgten und durch einen Transmitter gingen, verschwanden sie nicht nur an einen unbekannten Ort, sondern auch aus der Handlung. Die Leser aber wollten diesen Personenkreis wiederhaben.

Den Grundstein dafür legte ich in den Bänden 6 und 7, namentlich Das Orakel von Chron und Notruf aus Katai, die einen neuen Kurzzyklus einleiteten. Die Handlung setzte an der Stelle ein, als Orell und Co nach dem Transmitterdurchgang herauskommen. Doch auch Shalyn Shan sollte mit der neuen Promet V selbstverständlich zu ihrem Recht kommen. So waren eine ganze Reihe Figuren ins Geschehen zu integrieren, das sich, ohne dass ich es beabsichtigt hatte, auf gleich sechs Handlungsebenen verzweigte. Da waren die Boruls und Raid auf dem Planeten Draster, der entführte Orell im Zeiter des Suchers Irk, die durch ein Chronoskop auf den Avatara-Planeten Kalar verschlagenen Callaghan und Ekka sowie der in einer Hyperraumarche gestrandete Cyberjohn Five. Und natürlich Shalyn Shan, die mit der neuen Promet zu einem Testflug aufbricht, der sich ganz anders entwickelt als gedacht. Damit nicht genug, wird ein weit in der Vergangenheit eingetretenes Drama beleuchtet, das den Hintergrund für sämtliche Irrungen und Wirrungen liefert, in die unsere Helden geraten.

Nun habe ich drei Folgebände an den Verlag geliefert. Die Bücher tragen die Titel Jedruls Plan, Bruderkrieg und Rebellion. Sie bringen den Fünfteiler zu einem Abschluß - und wiederum auch nicht. Denn wie gesagt, die Geschichte begab sich durch die Aufteilung auf die verschiedenen Handlungsebenen auf eigene Pfade und wurde länger und länger. Trotz mehrmaligen Umschreibens kam ich mit dem zur Verfügung stehenden Platz hinten und vorne nicht hin. So blieb mir schließlich nichts anderes übrig, als einen der Handlungsstränge komplett aus dem Manuskript zu werfen. Es geschah schweren Herzens, hatte aber keine Auswirkungen auf den Handlungsverlauf, da es sich im Grunde um eine vom Rest unabhängige Geschichte handelt.

Mittwoch, 27. März 2013

Titelbild Nick 3

Derzeit geht es Schlag auf Schlag. Nach den Titelbildern für FALK 1 und TIBOR 5 erreichte mich nun das Cover für NICK 3. Dem Buchinhalt angemessen, handelt es sich hierbei um Zukunftsmusik. Denn meine Planungen sehen vor, dass ich die dritte Romanadaption der Abenteuer von Hansrudi Wäschers Weltraumfahrer im Mai schreiben werde. Der Titel steht bereits fest. Er lautet In den Sümpfen der Ork. Das Titelbild stammt, genau wie der Romantitel, von Nick-Piccolo 33.

Wir erinnern uns: Im ersten Buch flog Nick zur Venus. Im zweiten wird es ihn auf den Mars verschlagen. Ich verrate sicher nicht zuviel, wenn ich das schon ankündige. Bis zu Nicks erster Mission war die Menschheit davon überzeugt, allein im Sonnensystem zu sein. Doch sowohl auf der Venus als auch auf dem Mars leben intelligente Völker. Und damit hat Nick nur den ersten Schritt getan.


Dienstag, 26. März 2013

Intravenös 217

Die letzte Intravenös-Ausgabe des Atlan Club Deutschland war für ACD-Verhältnisse recht dünn. Daher rechnete ich diesmal mit einem umfangreicheren Intra. Denn so ist es meistens, im vorliegenden Fall jedoch nicht. Nur drei Leserbriefe, nur fünf Mitglieder überhaupt mit Textbeiträgen, das ist dürftig - und ist von meiner Seite reine Statistik, keine Kritik. Schließlich habe ich selbst ja auch wieder nichts zu einem voluminöseren Heft beigetragen.

Das Karnickel auf dem Cover beäugt mich skeptisch. Ist der Hoppler Ostern geschuldet? Ich nehme es an. Doch wieso trägt er eine Krone, und was macht er mit der Gänsefeder? Oder ist es ein Federkiel? Ich bin ratlos.

Im Heftinneren lobt die Redaxa Neil Young generell und sein neues Album Psychedelic Pill im besonderen über den grünen Klee. Da könnte der Text doch glatt von mir stammen. Trotzdem war ich selten so schnell durch mit einem Intra. Was am intensivsten hängen blieb? Keine Science Fiction, kein Atlan. Sondern eine zweiseitige Besprechung des aktuellen Ikea-Katalogs. Das ist nun wirklich bizarr.

Montag, 25. März 2013

Tibor-Zweitauflagen




Der Roman Nick 1, Der Sohn des Dschungels, war bereits kurz nach seinem Erscheinen vergriffen und wurde wenig später neu aufgelegt. Nun sind auch die Erstauflagen von Band 2, Ein Drittel fehlt, und Band 3, Die Urungi, nicht mehr erhältlich. Aufgrund der großen Nachfrage gehen sie wie der Einstiegsband in die Abenteuer des Dschungelhelden ebenfalls in die 2. Auflage.

Der Verleger Peter Hopf teilte mir mit, daß beide in Kürze neu aufgelegt werden. Dabei kommt es wie schon bei Band 1 zur besseren Unterscheidung zu einigen kleinen Veränderungen. Unter anderem ist davon die Farbgestaltung der Titelbilder betroffen, wie die Abbildungen zeigen. Die Neuauflagen sind in Vorbereitung, und die Bücher werden voraussichtlich zur Intercomic im Mai vorliegen.




Sonntag, 24. März 2013

Verlag Peter Hopf auf der nächsten Intercomic

An dieser Stelle schon mal ein Hinweis für alle Besucher der kommenden Intercomic in Köln. Ich werde den ganzen Tag über am Verlagsstand von Peter Hopf immer mal wieder zugegen sein. Er befindet sich gleich rechts des Eingangs. Damit den Stand auch wirklich niemand übersieht, wird ein Banner davor platziert sein, zwei Meter hoch und knapp einen Meter breit. Ihr seht es unten. Dort findet ihr ebenfalls den Stand von Jörg Kaegelmann mit seinem Blitz-Verlag und meinen Raumschiff Promet-Romanen.



Samstag, 23. März 2013

Cover Ren Dhark 41

Und noch ein Titelbild. So wird das Cover für REN DHARK - Weg ins Weltall 41 aussehen. Bei dem Beißer im Hintergrund handelt es sich nicht um Pauli, den Maulwurf, eine Fernsehfigur meiner Kindheit. Oder womöglich doch? Das Geheimnis des Feindes wird die Antwort liefern.

Freitag, 22. März 2013

Titelbild Tibor 5

Der Verleger hat vorarbeiten lassen. Rechtzeitig zur Intercomic erscheint im Verlag Peter Hopf der vierte Band meiner Romanadaption von Hansrudi Wäschers Comicserie Tibor. Doch schon jetzt erreichte mich das Titelbild für Tibor 5. Mit dem Schreiben des Romans, der den Titel Im Tal der Ungeheuer tragen wird, lege ich im Laufe des April los, da vorher noch zwei andere Manuskripte auf dem Programm stehen.


Donnerstag, 21. März 2013

Perry berichtet über Nick

Auf der Homepage von Perry Rhodan schreibt Chefredakteur Klaus N. Frick über Nick 1. Eine schöne Geste.

http://www.perry-rhodan.net/newsreader/items/achim-mehnert-schreibt-nick.html

Wie ich eben bei einem Telefonat mit Nick-Herausgeber Peter Hopf erfahren habe, wird Nick 2 auf der nächsten Intercomic in Köln-Mülheim vorliegen. Wer sich den Termin schon mal vormerken will, die Intercomic 73 findet am 4. Mai in der Mülheimer Stadthalle statt. Ich werde selbstverständlich vor Ort sein.

Noch mehr Ren Dhark kostenlos

Mein Hinweis auf Band 1 von Forschungsraumer Charr, der kostenlos als Ebook heruntergeladen werden kann, fand regen Zuspruch. Deshalb möchte ich darauf hinweisen, daß es weiteren kostenlosen Lesestoff aus dem Ren Dhark-Universum gibt. Zwei Romane, jeweils bestens zum Einstieg geeignet, sind als weitere Ebooks verfügbar.

Dabei handelt es sich zum einen um Band 1 der Hauptreihe Ren Dhark - Weg ins Weltall. Das Buch mit Titel Eiswelt Terra habe ich gemeinsam mit den Kollegen Uwe Helmut Grave und Conrad Shepherd geschrieben. Darin beginnt ein ganz neuer Handlungsabschnitt. Durch die Erkaltung der Sonne ist die Erde zur Eiswelt geworden. Der Großteil der Menschheit wurde nach Babylon evakuiert, und auf Terra machen sich die Riiin breit, fischähnliche Wesen, die an ein Leben bei solchen klimatischen Bedingungen gewöhnt sind. Die wenigen auf der Erde gebliebenen Menschen nehmen nicht nur den Kampf gegen die erdumspannende Eiszeit auf, sondern auch gegen die Eisläufer, wie sie die fremden Invasoren nennen.

Zum anderen gibt es das Paperback Der goldene Planet für lau. Es ist der Einstiegsband in die 54 Romane umfassende Subserie Sternendschungel Galaxis. Sie beinhaltet jeweils sechsteilige Abenteuer fernab der Erde, die Ren Dhark in den Tiefen des Weltalls erlebt. Ich hatte das Vergnügen, damals den Startschuß für den Dhark-Ableger zu verfassen. Sowohl bei Eiswelt Terra als auch bei Der goldene Planet wünsche ich viel Lesevergnügen. Beide Bücher entstanden nach Exposes von Hajo F. Breuer und sind mit Titelbildern von Ralph Voltz versehen.

Mittwoch, 20. März 2013

Ren Dhark Lexikon


REN DHARK-Lexikon von 2004.
Bereits im Jahre 2004 gab es ein Lexikon zu Ren Dhark, zusammengestellt von Heiko Langhans und herausgegeben von Hajo F. Breuer, damals in einer Print-Version. Das über 350 Seiten starke Buch listete Personen und Handlungsschauplätze aus der Serie sowie viele andere Stichpunkte auf und versah sie mit entsprechenden Erläuterungen, ganz wie ein normales Lexikon des täglichen Hausgebrauchs es eben tut. Gedacht war es als Nachschlagewerk vor allem für Leser und Fans, doch auch den Autoren war es stets eine große Hilfestellung beim Verfassen eines Romans. Bei der Recherche  mußte man nicht lange in früheren Manuskripten suchen. In vielen Fällen half ein kurzer Blick ins Lexikon.

Noch ungleich wichtiger ist diese Hilfestellung für die Dhark-Autoren heute. Seit 2004 sind zahlreiche Dhark-Produktionen erschienen. Uwe Helmut Grave ist nicht nur von Beginn an bei der Fortschreibung der Ren Dhark-Saga beteiligt, er erstellt zudem seit einigen Jahren das Lexikon. Genauer gesagt, er hält es kontinuierlich auf dem neuesten Stand. Nach jeder Veröffentlichung eines Buchs in der Hauptreihe oder einer der Subserien pflegt er die neuen Stichworte ein und aktualisiert die bestehenden. Das ist eine Arbeit, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Ganz ehrlich, ich würde dafür nicht die erforderliche Ruhe und Sorgfalt aufbringen. Wenn ich an einem Manuskript arbeite, ist die Lexikon-Datei ständig geöffnet. Ohne sie geht es einfach nicht.

Dabei muß man sich den inzwischen erreichten Umfang vorstellen. Das Lexikon umfaßt derzeit rund 1.000 Seiten im A4-Format, die allerdings ausschließlich als Datei existieren. Eine gedruckte Version käme vorsichtig geschätzt auf den vierfachen Umfang der Buchausgabe von 2004. Ich bin Uwe dankbarfür die Sysiphos-Aufgabe, die er übernommen hat. Sie erleichtert das Arbeiten ungemein. Ich kann mir vorstellen, wie oft ich bei der Recherche ohne das Lexikon vor Verzweiflung die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würde.

Freitag, 15. März 2013

Forschungsraumer Charr kostenlos

Die Serie FORSCHUNGSRAUMER CHARR liegt nun auch schon ein paar Jahre zurück. Es handelt sich dabei um einen Ableger von REN DHARK, der im selben Universum spielt. Er schildert die Abenteuer von Frederic Huxley, dem Kommandanten des Raumschiffs Charr. Huxley ist der Vertreter der Terraner bei den Hybridwesen Nogk, treuen Verbündeten und Freunden der Menschheit.

Damals sind zwölf Bände als Paperbacks erschienen, unterteilt in zwei jeweils abgeschlossene Sechsteiler. Da Band 1 in der Printversion vergriffen ist und auch nicht nachgedruckt wird, stellt der Verlag den Roman nun als eBook zur Verfügung - und zwar kostenlos. Ein guter Einstieg für Interessierte, die mit dem Serienuniversum von Ren Dhark noch nicht in Berührung gekommen sind, finde ich.

Der Roman stammt übrigens von dem beliebten Altmeister Conrad Shepherd - auch bekannt als Konrad Schaef - und trägt den Titel "Im Auftrag des Imperiums". Neben Conrad schrieben seinerzeit Uwe Helmut Grave, Alfred Bekker, Jo Zybell und ich an der Serie mit. Die Exposes stammten wie bei der Hauptserie und den anderen Nebenreihen von unserem Chefautor Hajo F. Breuer. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

Zu finden ist das eBook hier: http://dateien.hjb-shop.de/forschungsraumer-charr%201.pdf

Freitag, 1. März 2013

Ren Dhark - Die Fortführungen der Heftserie

Unter diesem Titel erschien vor wenigen Tagen ein Artikel beim Zauberspiegel-online, den ich erst jetzt entdeckte. Er stammt aus der Feder von Thomas Martner, dessen Fanzine Dharks Zeit ich kürzlich besprochen habe. Der Inhalt beleuchtet durchaus die verschiedenen Fortführungen, beschäftigt sich aber ebenso mit dem ursprünglichen Konzept von Kurt Brand, das auf wesentlich mehr als die seinerzeit erschienenen 98 Hefte angelegt war. Angeblich waren zum Zeitpunkt der Einstellung der Heftserie erst rund 30 Prozent dieses Konzepts abgearbeitet.

Thomas möchte, wie er schreibt, mit seinem Artikel die Neugier vieler SF-Fans wecken. Ich gestehe, würde ich Ren Dhark nicht bereits kennen, wäre ihm das bei mir gelungen. Selbst ich als mittlerweile langjähriger Dhark-Autor, der ich verschiedene Artikel über Kurt Brand und die Anfänge seiner Serie gelesen habe, fand noch ein paar neue Informationen. Als Einstieg ins Thema gut geeignet, was auch an den umfassenden Titellisten zu den verschiedenen Ausgaben der Serie liegt. Ich empfehle mehr als nur einen kurzen Blick. Interessant die Meinungen in den zahlreichen Kommentaren. Lesen!

http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/science-fiction-mainmenu-11/gedrucktes-mainmenu-154/21561-ren-dhark-die-fortfuehrungen-der-heftserie

Donnerstag, 28. Februar 2013

Fantastic Artzine


Die Hochzeit von Fanzines in der Science Fiction-Szene war in den Achtziger Jahren. Damals gab es zahlreiche der gedruckten Amateurpublikationen, in die ihre Herausgeber, Redakteure und Mitarbeiter viel Herzblut steckten. Ich selbst gab Denebola heraus, mischte mit bei Lonely Worlds und Agent Provocateur und hatte ein paar weitere Redaktionen inne. Sogar eine Ausgabe von Andromeda, dem Magazin des Science Fiction Club Deutschland, betreute ich redaktionell.

In den Folgejahren verschwanden die meisten dieser Zines, doch vor einiger Zeit hat es den Graphiker Lutz Buchholz wieder gepackt. Lutz, von dem ich seinerzeit einige Arbeiten in Denebola veröffentlichte, startete das im A5-Format daherkommende Fantastic Artzine. Dabei verzichtet er auf Stories und widmet sich, selbst ganz Künstler, dem graphischen Bereich. Inzwischen liegt bereits die dritte Ausgabe vor. Ich fand sie dieser Tage in meinem Briefkasten.

Schön gebunden, 64 Seiten Umfang und kartonierter Vierfarbumschlag, das sieht schon auf den ersten Blick gut aus. Jeder der vertretenen Zeichner wird vorgestellt. Im einzelnen sind das GreybearMH, Angelina Benedetti, Klaus G. Schimanski, Raven of Light, Jürgen Höreth, Norbert Reichinger, Maikel Das und Manfred Lafrentz, die stilistisch eine vielfältige Bandbreite bieten. Dazu gibt es einen schnuckeligen Drachen von Katja Braasch, und das Nachwort des Heftes stammt von einem gewissen Achim Mehnert.

Das Fantastic Artzine gefällt mir und ist auf jeden Fall ein unterstützenswertes Projekt. Wer sich für Phantastik und besonders für phantastische Kunst interessiert, ist hier bestens aufgehoben. Unter www.fantasticartzine.de gibt es weitere Informationen.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Ein schmalbrüstiges Intra

Mit gerade einmal 40 Seiten Umfang kommt das neue Intravenös des Atlan Club Deutschland daher. Ganze drei Leserbriefe sind zu finden, und auch der Rest des Inhalts ist überschaubar. Entsprechend schnell hatte ich das Heft durch. Redakteurin Ernie findet's normal nach einer umfangreichen Lieferung wie beim letzten Mal. Dann schließe ich mich dem mal an.

Im Heftinneren wird das Atlanjahr verkündet - und das nach Einstellung der Atlan-Taschenbücher bei Ulisses. Und ein herrliches Zitat von Karl Valentin habe ich gefunden: »Es ist eigenartig, dass jeden Tag genau so viel passiert, wie in eine Zeitung passt.« Dem ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

Dienstag, 26. Februar 2013

Spiegel des Todes

Nicht nur der neue Sonderband von REN DHARK ist erschienen, wie ich gestern berichtete, sondern auch eine weitere Ausgabe in der Hauptreihe. Während ich mit dem Schreiben von Absturz im Eis beschäftigt war, verfaßten die Kollegen Ben B. Black, Jan Gardemann und Uwe Helmut Grave in Zusammenarbeit den Roman Spiegel des Todes.

Damit liegt bereits das 40. Buch von Weg ins Weltall vor und das vierte des laufenden Zyklus. Liegt die Autorenkonferenz, bei der wir die Weichen für diesen Zyklus stellten, schon wieder so lange zurück? Bei der Arbeit an den Büchern bekommt man es kaum mit.

Jedenfalls trifft Ren Dhark endlich auf eins jener sagenumwobenen Wesen, von denen er schon soviel gehört hat. Waren es einst die Worgun - oder Mysterious, wie die Menschen sie mangels besseren Wissens nannten -, denen er hinterherjagte, so sind es inzwischen die Balduren, die nicht weniger Rätsel aufgeben.

Montag, 25. Februar 2013

Absturz im Eis

Der Postbote brachte ein dickes Paket mit Belegexemplaren. Denn mein neues Buch in der Unitall-Reihe von REN DHARK ist erschienen. Die 21. Ausgabe der Sonderbände, die neben der Dhark-Hauptreihe Weg ins Weltall abgeschlossene Abenteuer präsentieren, trägt den Titel Absturz im Eis. Obwohl, ganz abgeschlossen stimmt im vorliegenden Fall nicht, da es sich um den Abschluß eines Zweiteilers handelt. Absturz im Eis ist die Fortsetzung meines vorangegangenen Buchs Feind ohne Gnade.

Steven Trainor, der Spezialist für besondere Fälle, folgt der Spur der Verschwörer gegen die Menschheit. Mit Hilfe von Kollaborateuren versuchen die Kalamiten weiterhin, den terranischen Einflußbereich zu destabilisieren, um die Welten der Menschen zu übernehmen. Zu seinem Entsetzen muß Trainor feststellen, daß eins jener unheimlichen, energiefressenden Ungeheuer aus Band 20 auf die Erde gelangt ist. Die Spur führt weiter zu einer gigantischen Raumstation in den Tiefen der Galaxis. Dort treffen Trainor und seine Freunde auf ein salamanderähnliches Volk.

Sonntag, 24. Februar 2013

Fortuna trotzt dem Schnee

Zum ersten Mal in diesem Jahr fand ich den Weg ins Südstadion. Die letzten Spiele in der Regionalliga West fielen dem Wetter zum Opfer, doch die gestrige Partie von Fortuna Köln gegen die Spielvereinigung Velbert wurde angepfiffen. Eigenartig angesichts der äußeren Umstände. Mehr als 500 Zuschauer fanden den Weg auch nicht ins Stadion. Der Platz war weiß, und die gesamte Begegnung fand in dichtem Schneetreiben statt. Kurz vor dem Anpfiff und in der Halbzeitpause wurden die Seitenlinien und sonstige Markierungen von einem Gebläse freigelegt. Es war bitterkalt, und blöderweise trieb der Wind den Schnee genau in die Kurve, in der ich stand. Am Getränkestand gab es keinen Glühwein, sondern kaltes Bier. Darauf habe ich dankend verzichtet.

Ein gutes Fußballspiel oder gar technische Kunststückchen durfte man auf dem Untergrund natürlich nicht erwarten. Es ging nur über Einsatz und Kampf. In der ersten Halbzeit riß das Spiel wahrlich nicht vom Hocker. Kurz vor der Pause ging die Fortuna dennoch in Führung, es hätte aber durchaus auch andersrum passieren können. Nach dem Seitenwechsel erspielten oder besser erkämpften sich die Südstädter dann aber ein deutliches Übergewicht. Neben weiteren Chancen wurde zwei Mal die Latte getroffen. Am Ende blieb es bei dem knappen 1:0 und einem Arbeitssieg, doch der war hoch verdient.

Nach dem Schlusspfiff verdrückten wir uns schnell ins Vereinsheim. Dort war es mollig warm und der Glühwein heiß. Spätestens nach dem zweiten Becher lief der Körper wieder auf Betriebstemperatur. Da auch der FC gewonnen hat - nämlich 2:0 gegen Union Berlin -, war es ein gelungener Fußballsamstag.

Freitag, 22. Februar 2013

Classic Rock 17

Auf dem Titelbild Mick und Keith, und der Artikel im Heftinneren kündet vom Sieg des Rock'n'Roll. Der Aufmacher der aktuellen Ausgabe von Classic Rock ist das fünfzigjährige Bestehen der Rolling Stones. Alle Achtung, die Herren. Wie oft habe ich die alten Haudegen eigentlich schon live gesehen? Ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall in Köln, Düsseldorf und Luxemburg. Ans Aufhören denken die Stones zum Glück nicht. Keith kann es sich sogar vorstellen, auf der Bühne zu sterben. Romantische Rock'n'Roller-Sichtweise, die mir gefällt. Neben dem Leitartikel finden sich kurze Interviews mit ihm, Charlie Watts und Ex-Stone Bill Wyman.

Nicht weniger interessant fand ich den Bericht über einen meiner Helden. In Heart of Gold geht es um das Zustandekommen von Neil Youngs erfolgreichstem Album. Harvest stammt auch schon von 1972. Heart of Gold war Youngs einziger Nummer Eins-Hit in den USA und wurde sogar von Johnny Cash und Willie Nelson gecovert. Sicher ein schöner Song, aber selbst der ist noch blass im Vergleich zu Hey Hey My My oder Rocking in the Free World. Was natürlich, wie meistens, Geschmackssache ist.

Und sonst? Ein Rückblick auf den 1977 veröffentlichten Motörhead-Knaller gleichen Namens. Für mich war es seinerzeit das Line Up schlechthin. Neben dem unverzichtbaren Lemmy Kilminster nämlich "Fast" Eddie Clarke und Phil "Philty Animal" Taylor. Soundgarden sind nach fünfzehnjähriger Trennung wieder da, und die Pogues existieren auch schon seit dreißig Jahren. Die Folk-Punker habe ich in ihrer Frühzeit, Mitte der Achtziger, in der Kölner Sporthalle gesehen. Ich glaube, damals habe ich mich sogar zum Pogo hinreißen lassen. Kinder, wie die Zeit vergeht.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Karnevalssplitter im Kopf

Wie schrieb ich im letzten Eintrag? Ich habe den diesjährigen Karneval hinter mir gelassen? Weitgehend stimmt das, zur Gänze aber offenbar doch nicht, wie ich vorhin feststellte. Denn da ertappte ich mich selbst ...

Wenn ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze, mache ich eine Stunde vor Sonnenuntergang einen Spaziergang, meistens zum nur wenige hundert Meter entfernt gelegenen Volksgarten. So auch heute. Bei schönem Wetter ist der Park voll von Spaziergängern mit Hunden, flanierenden Pärchen und spielenden Kindern, im Sommer tummeln sich dort zudem Musikanten, Artisten und Griller. Auch der Biergarten ist dann geöffnet. Bei Schneegestöber wie heute ist niemand unterwegs.

Ich hatte den ganzen Park für mich allein. Würden nicht hin und wieder Verkehrsgeräusche von den umliegenden Straßen herüberdringen, könnte man denken, in irgendeine abgeschiedene Einöde versetzt worden zu sein. Bis auf eine kleine Ecke ist der Volksgartenweiher zugefroren. Dort versammeln sich die Enten, Gänse, Teichhühner, der letzte verbliebene Schwan und ein paar andere Vögel, die ich nicht klassifizieren kann. Ich nahm mir Zeit, die Tiere zu füttern, bis es dunkel wurde.

Und dann ertappte ich mich beim Nachhausegehen wie schon auf dem Hinweg dabei, Karnevalsmusik vor mich hin zu summen. Jetzt war es ein Stück von den Höhnern, die ich keine zwei Tage zuvor noch vehement für ihren Kommerz kritisiert hatte. Da bahnte sich der kleine Teufel in mir seinen Weg in die Freiheit und führte meine Kritik ad absurdum. Peinlich, peinlich.

Jedenfalls kriege ich den Karneval offenbar nicht ganz aus dem Kopf. Aber muß ja auch nicht sein. Was mich an die Frage eines Bekannten erinnert, ob wir in Köln nur an Karneval so bekloppt sind oder das ganze Jahr über. Für mich würde ich ja fast das zweite behaupten. Das mit dem "Alaaf!" verkneife ich mir jetzt trotzdem.