Dienstag, 21. Mai 2013

Brennpunkt Bel Air

Bel Air ist ein terranischer Kolonialplanet, gelegen auf halber Strecke zwischen der Erde und Babylon, der neuen Heimat der Menschheit. Zwar nicht in unserer Realität, aber in der von Ren Dhark. Die paradiesische Welt mit ihrer in der Milchstraße einzigartigen Flora stand aufgrund unheimlicher Vorgänge schon mehrmals im Brennpunkt der Ereignisse und im Zentrum der Handlung um unseren wackeren Weltraumfahrer.

Warum ich das schreibe? Weil ich soeben den Anfang des Exposes für den nächsten Dhark-Sonderband in der Unitall-Reihe bekommen habe, für den mittlerweile 22. Wieder steckt Bel Air im Strudel besorgniserregender Geschehnisse, oder zumindest beginnen sie dort. Damit dürfte für Dhark-Leser klar sein, welche Figuren, mit denen ich ohnehin gern arbeite, in der Handlung tonangebend sind.

Während ich mich also noch mit gewissen Ungeheuern herumschlage, sprich, am Ende des fünften Tibor-Buchs schreibe, geht es auch mit Dhark weiter. Zudem schiele ich auf das Expose für die geplante neue Serie, deren ersten Band ich bis Ende Juni fertig haben will, über die ich aber noch nichts verraten darf. Bevor jemand auf die Idee kommt, ich würde mich über zu viel Arbeit beschweren - beileibe nicht. Im Gegenteil, so habe ich es gern.

Montag, 20. Mai 2013

Dschinghis Khans Erben

Den ESC, sprich: den European Schrott Contest, habe ich mir wie jedes Jahr ... nicht angesehen. Doch jetzt lese ich an allen möglichen Stellen von allen möglichen Leuten weinerliche Kommentare und bemühte Einschätzungen, warum Deutschland so schlecht abgeschnitten hat. Einige begründen es sogar damit, der deutsche Beitrag sei schlicht und einfach schlecht gewesen.

Wow! Könnte da womöglich was dran sein? Ist ja nicht ausgeschlossen. Andererseits frage ich mich dann natürlich, weshalb diese quiekige hyperaktive Lena Meyer-Soundso für Deutschland gewonnen hat. War doch auch schlecht, und zwar beides, das Lied und die Hupfdohle. Außerdem hätte ich sie allein schon wegen des Doppelnamens absaufen lassen.

Und überhaupt, ob es bei diesem völlig verqueren Medienhype mit musikalischen Tralala-Inhalten und originell-intellektuellen Texten generell allzu viele Highlights gibt? Sollten da nicht besser alle Teilnehmer verlieren? Ich weiß, das klingt jetzt schnöselig, und die ESC-Fans werden es mir um die Ohren hauen. Finde ich gut. Denn gestern Abend hat Jan Josef Liefers alias Karl Friedrich Börne im Münsteraner Tatort wieder prima bewiesen, daß man mit Schnöseligkeit weiterkommt. Dafür kann ich auch aus anderen Bereichen meines Lebens Beispiele anführen, aber das lasse ich lieber. Sonst wäre ich ja nicht nur schnöselig, sondern auch noch blöd.

Wie heißt es doch so schön? Früher war nicht alles schlecht. Stimmt, das gilt wohl auch für frühere deutsche Beiträge zu dieser Veranstaltung. Ich glaube, da hieß sie noch anders. An den Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ist er vermutlich auch nicht wert.

Jedenfalls hatten die deutschen Teilnehmer damals noch etwas zu sagen und hauten ihre Botschaften nur so raus. Das bayerische Fräuleinwunder Nicole sorgte sich um nicht weniger als den Frieden in der Welt. Dschinghis Khan gar pfiffen mit ihrem gleichnamigen Lied auf alles und besangen einen Kriegsfürsten, der bei der Vereinigung der Mongolenstämme verbrannte Erde und unzählige Tote zurückließ. Um den großartigen Otto zu zitieren: "Sollte uns das nicht zu denken geben? Ich finde, nein."

Sonntag, 19. Mai 2013

Intravenös 218

Durststrecke? Sauregurkenzeit? Die letzten Intras waren recht dünn, und auch die aktuelle Ausgabe des Fanzines des Atlan Club Deutschland kommt mit 24 Seiten sehr schmalbrüstig daher. Was die Redaxa Ernie dazu veranlaßt, über die magische Zahl 24 nachzudenken. Die hat Kiefer Sutherland, der bekanntlich demnächst als Jack Bauer zurückkehren wird, als Stundenzahl bereits mehrfach im Action-Overkill vermessen. Der ACD-Kassierer freut sich über den überschaubaren Umfang und die damit einhergehend geringen Druck- und Versandkosten, braucht er doch die Geldschatulle nicht allzu weit zu öffnen.

Nur maue zwei Leserbriefe finden sich. Negativrekord? Ich weiß es nicht, halte es aber für möglich. Dafür werden so weltbewegende Fragen wie "Wird eine Mücke tatsächlich betrunken, wenn sie einen betrunkenen Menschen sticht?" und "Balanciert man wirklich besser, wenn man sich nicht darauf konzentriert?" ausführlich beleuchtet. Eine Besprechung des Comicbandes "Habibi" von Craig Thompson gibt es obendrauf.

Angemessen angekündigt werden zwei Cons, die demnächst stattfinden. Das ist zum einen der clubeigene und clubinterne ACD-Con 2013, ganz unbescheiden Weltcon genannt. Für ihn öffnet im August das Anne-Frank-Haus in Oldau-Hambühren seine Pforten. Ach ja, das liegt irgendwo in Niedersachsen. Zudem wird auf die 11. Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz in Sinzig hingewiesen. Diese Veranstaltung hat ein paar Jahre pausiert, und ich freue mich, daß sie nun wieder da ist. Anfang Oktober erlebt der Con seine Neuauflage.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Flucht durch die Wüste

Diesmal ist es schwierig, etwas zum neuen Ren Dhark zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Sagen kann ich auf jeden Fall, daß ich das neue Manuskript gestern Abend an den Verlag geliefert habe. Der Roman wird den Titel Ein Pyrrhussieg tragen. Wie immer wird das Buch drei Romanteile beinhalten, nämlich von Uwe Helmut Grave, Jan Gardemann und mir. Fertiggestellt habe ich das Manuskript zuvor im Zug, auf der Rückfahrt vom Lago Maggiore nach Köln. Eine ganz neue Erfahrung.

Der Großteil der von mir geschriebenen Handlungsebene dreht sich um Ren Dhark selbst sowie um mehrere Wissenschaftler, die einer besonderen Technik nachjagen. Um ans Ziel zu kommen, benötigen sie die Hilfe eines ganz speziellen Hyperkalkulators, doch der stellt sich stur. Auch die Tel erweisen sich als nicht besonders kooperativ.

In einem Nebenhandlungszweig führe ich eine neue Figur ein. Gram, wie er sich nennt, ist auf zwei Rädern unterwegs. Denn auch im Jahr 2068 gibt es noch Motorräder. Dummerweise begibt er sich in eine Gegend auf der Erde, die nach der Eiszeit wieder eisfrei, aber noch völlig unbewohnt ist. Dort macht Gram eine höchst unangenehme Entdeckung und muß um sein Leben laufen. Oder fahren.

Die Zusammenhänge der verschiedenen Handlungsebenen erschließen sich im 42. Buch der Saga von Ren Dhark - Weg ins Weltall, das Mitte Juni erscheint. Es ist so wie immer, wenn ich ein Manuskript beendet habe. Ich kann es nicht erwarten, das fertige Buch endlich in Händen zu halten. Nach derzeitigem Planungsstand werde ich bis zur Veröffentlichung schon das nächste Dhark-Manuskipt geschrieben haben.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Intercomic 73

Diese Zeilen schreibe ich in Agra am Lago Maggiore. In Köln habe ich es vor meinem Aufbruch nicht mehr geschafft, sie aufs virtuelle Papier zu bringen. Doch ich möchte die Intercomic, die am vergangenen Samstag zum 73. Mal über die Bühne ging, nicht völlig unkommentiert lassen. Die internationale Comic- und Romanmesse findet bekanntlich halbjährlich in der Köln-Mülheimer Stadthalle statt. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das erste Mal auf der Messe war. Langweilig ist sie nie, auch diesmal nicht. Wie immer gab es Bücher und besonders Comics satt, vor allem aber treffe ich stets auf zahlreiche Bekannte.

Im Laufe der Jahre haben sich einige feste Anlaufstellen herauskristallisiert. Dazu gehören Joachim Ottos Romantruhe-Stand, der Mohlberg-Verlag und der Hansrudi Wäscher-Fanclub. Zu letzterem zieht es mich insbesondere, seit ich Wäschers Comics Tibor, Nick und Falk als Romane adaptiere. Ich nutzte die Gelegenheit, gleich das neue Clubmagazin mitzunehmen. Auf den ersten Blick ist es wie immer gelungen. Hineinzuschauen blieb mir bisher keine Zeit. Sobald ich mich mit dem Inhalt beschäftigt habe, werde ich ihn an dieser Stelle besprechen. Bedauerlicherweise war der Wiener Gerhard Förster mit seinem Sprechblase-Stand nicht anwesend, da er die neue Ausgabe seines Magazins nicht rechtzeitig fertig bekommen hatte.

Die meiste Zeit verbrachte ich am Doppelstand der Verlage Peter Hopf und Blitz. Bei Hopf lagen gleich zwei neue Bücher von mir vor, nämlich der Umsturz betitelte zweite Nick-Roman und der vierte Tibor namens Eine harte Schule. Die vorangegangenen Bücher beider Serien sind in der Erstauflage vergriffen und waren bereits in der zweiten Auflage erhältlich. Das freut mich natürlich. Noch besser gefiel mir, daß nachmittags auch alle vorliegenden Exemplare der Zweitauflagen über den Tisch gegangen waren.

Die beiden obligatorischen Preisverleihungen fanden auch in diesem Jahr wieder statt. Den Comic-Preis „Ritter der neunten Kunst“ erhielt posthum der ehemalige Perry Rhodan-Titelbildzeichner Johnny Bruck. Rhodan war jedoch nur ein Betätigungsfeld Brucks, wenn auch dasjenige, wo er seine Spuren am deutlichsten und unvergessen hinterlassen hat. Insgesamt hinterließ er der Nachwelt jedoch rund 5.000 Arbeiten. Die Laudatio hielt Verlagstausendsassa Eckhard Schwettmann. Eckhard war zudem aus einem anderen Grund zugegen, er wurde nämlich ebenfalls geehrt. Nach dem namensgebenden Jason Dark, Earl Warren, Christian Montillon und mir ist er der fünfte Preisträger des „Dark Star“. Beide Preise waren wie immer mit einer Sterntaufe auf die Namen der Geehrten verbunden.

Es gibt immer eine Menge zu sehen auf der Intercomic. Anfang November öffnet sie an bekannter Stätte wieder ihre Pforten. Einen Besuch kann ich uneingeschränkt empfehlen, zumal der Eintrittspreis mit 6 Euro sehr moderat gehalten ist.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Vom Knappen zum Ritter

Obwohl, ganz am Anfang der Geschichte ist Falk noch nicht einmal Knappe. Das wird er aber recht schnell, und von da an jagt eine Verwicklung die andere. Falk gerät in die Wirren einer gigantischen Verschwörung, die kein geringeres Ziel hat, als den Herrscher eines Fürstentums zu stürzen. Um gegen einen rachsüchtigen Feind zu bestehen, muß der junge Held sowohl seinen Mut als auch seine Fertigkeiten im Umgang mit dem Schwert in die Waagschale werfen. Mehr noch sind jedoch sein pfiffiger Kopf und sein Gerechtigkeitssinn gefragt.

Die ersten Piccolos um den Ritter ohne Furcht und Tadel zeichnete Hansrudi Wäscher schon 1960 für den Walter Lehning Verlag. Im Verlag Peter Hopf erscheinen sie künftig auch in Romanform. Ich habe soeben den ersten Roman beendet, in dem die allererste Falk-Geschichte adaptiert wird. Sie umfaßte seinerzeit die Piccolos 1 bis 18 und endet - damit nehme ich bestimmt nicht zu viel vorweg - mit der Erhebung Falks in den Ritterstand.

Nach den Abenteuern des Dschungelhelden Tibor und des Raumfahrers Nick habe ich mich damit der dritten großen Serie aus Hansrudi Wäschers Feder für den Verlag Peter Hopf angenommen. Ich weiß noch nicht, wann der erste Roman erscheinen wird. Voraussichtlich im Herbst 2013. Ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch in Händen zu halten. Kann die Zeit bis zur Veröffentlichung nicht etwas schneller vergehen? Ach nein, besser nicht, denn bis dahin müssen ja noch die folgenden Ausgaben von Nick und Tibor geschrieben werden.

Montag, 29. April 2013

Ein Feuerteufel im Tatort

Derzeit explodiert die Anzahl der rechtschaffenen Tatort-Gesetzeshüter regelrecht. Selbst einem Tatort-Fan wie mir fällt es schwer, da noch die Übersicht über die Ermittler zu bewahren. Hamburg kommt gleich zweimal zur Sache, mit prolligen Kommissaren als Einzelgänger und mit einem Blick auf Action. Der eine ist Til Schweiger, den ich aus Produktionen wie "Knockin' on Heavens Door", "Der Eisbär" und "Was tun, wenn's brennt" durchaus mag. Hier jedoch? Ein wenig wie Schimanski gewollt, aber nicht gekonnt.

Und gestern Abend Wotan Wilke Möhring als Kommissar Torsten Falcke. Der neuen Mitarbeiterin gegenüber von Anfang an ein unsympathischer Kotzbrocken, der nicht verkraften kann, daß sein bisheriger Partner, weil demnächst Vater werdend, in den Innendienst wechselt. Richtig, so benimmt man sich gefälligst im öffentlichen Dienst. Persönliche Anliegen erst mal in den Vordergrund stellen und die Neue regelrecht mobben. Prima, Herr Falcke. Oder Herr Möhring. Oder an die Adresse dessen, der für die Regiearbeit zuständig war.

Der Fall an sich war banal, langweilig, und der Fortgang der Handlung vorhersehbar. All das kann ich verzeihen, für einen Erstling schon gar. Nicht aber eine solche Szene: Nachdem in einem Hamburger Stadtteil wiederholt Autos angezündet wurden und die Polizei ( im Film wie in der Wirklichkeit) zu inkompetent ist, diesem Treiben ein Ende zu gebieten, passen die Anwohner abends selbst auf. Als Möhring alias Falcke zufällig vorbeikommt und die Leute, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, vertreiben will, weist ihn eine Frau darauf hin, daß man einfach nur herumstehe und nichts getan habe. Woraufhin er erwidert, ihm werde schon etwas Schönes einfallen, wenn sich nicht sofort alle verziehen.

Ach, so funktioniert das jetzt in unserem Rechtsstaat. Herzlichen Glückwunsch, Herr Regisseur. Das ist Drittes Reich und DDR-Regime in Reinkultur. Tatort schaue ich immer, und ich gebe Möhring eine zweite Chance. Eine dritte aber sicher nicht mehr.

Freitag, 26. April 2013

Besuch aus Feindesland

Oder besser gesagt, vom Niederrhein. Denn das mit dem Feindesland bezieht sich auf die Fußballrivalität zwischen Köln und Mönchengladbach und sollte jetzt, bitte schön, nicht so ernst genommen werden. Zumal mein Besucher mit Fußball wenig bis gar nichts am Hut hat. Mit Autos dafür umso mehr. So holte er mich mit seinem 1956er Rolls Royce ab, mit dem ich dann durch die Kölner Innenstadt kutschiert wurde.

Die Rede ist von Hajo F. Breuer, dem Chefautor und Exposeschreiber von Ren Dhark. Hajo erwies sich wieder einmal als guter Freund, denn er war extra aus Mönchengladbach hergekommen, um mir in einer kniffligen Angelegenheit Beistand zu leisten. Sowohl direkt als auch indirekt hatte es etwas mit unserer gemeinsamen Arbeit an Ren Dhark zu tun.

In Sachen Dhark gibt es sowieso immer etwas zu besprechen. So auch diesmal, schließlich werden derzeit die Beiträge für das 42. Buch geschrieben. Mit dessen Erscheinen im Juni ist die erste Hälfte des laufenden Zyklus dann schon wieder vorbei. Grund genug, sich allmählich Gedanken über den Fortgang der Handlung danach zu machen. Der Zyklus-Abschlußband wird übrigens im kommenden Sommer etwa zur Zeit des Coloniacons erscheinen. Anlaß genug für ein Ren Dhark-Panel, das mein Kollege Ben B. Black und ich auf dem Con abhalten werden.

Donnerstag, 25. April 2013

Die 73. Intercomic steht bevor


Ich möchte noch einmal auf die 73. Intercomic hinweisen, die internationale Messe für Comics und Romane, die am übernächsten Samstag in der Köln-Mülheimer Stadthalle stattfindet. Ich werde wieder vor Ort sein - immerhin erscheinen zur Messe zwei neue Romane von mir, nämlich Tibor 4 und Nick 2 - und würde mich freuen, den einen oder anderen meiner Blog-Leser dort anzutreffen.

Ich werde schwerpunktmäßig an den Ständen des Verlags Peter Hopf und des Blitz-Verlags anzutreffen sein. Beide befinden sich in der Halle gleich rechts neben dem Eingang. Ansonsten kann man mich auch bei Joachim Ottos Romantruhe finden, beim Mohlberg-Verlag und dem Hansrudi Wäscher-Fanclub.

Mittwoch, 24. April 2013

Doorn und Saam streiten

Neben Chris Shanton gehören Arc Doorn und Robert Saam zu den genialsten Wissenschaftlern der Menschheit - jedenfalls im Universum von Ren Dhark. Doch beide haben ihre Macken und können ausgewiesene Sturköpfe sein. Nicht ganz einfach, wenn sie zu enger Zusammenarbeit gezwungen sind, um gemeinsam einen Erfolg zu erzielen. Leider läßt sich im Voraus nicht sagen, ob es den Dickschädeln gelingt, sich zusammenzuraufen.

Ich habe heute das Expose für Ren Dhark 301 erhalten. Es schließt nahtlos an den Roman 300 an, den ich zuletzt abgeliefert habe. Wir erinnern uns, am Ende dieser Handlungsebene steckte die TERENCE in einem Gefecht mit den unbekannten Walzenraumern, um ein neues Waffensystem zu erproben. In Kürze wird sich zeigen, ob und wie es sich bewährt. Mein kommendes Manuskript wird den Auftaktteil für Ren Dhark - Weg ins Weltall 42 bilden. Das nächste Buch, zu dem neben mir Uwe Helmut Grave und Jan Gardemann ihre Beitrage beisteuern, wird den Titel Ein Pyrrhussieg tragen.

Dienstag, 23. April 2013

222 Songs

Fast hätte ich es unterschlagen, und das wäre schade. Es geht um die aktuelle Ausgabe des Rolling Stone Magazins, zu der ich gestern ein paar Worte verloren habe. Wie immer liegt dem Heft eine Musik-CD bei, doch diesmal gibt es ein zusätzliches Schmankerl, nämlich ein kleines Taschenbuch. Anläßlich der 222. Ausgabe wurden die Redakteure aus der fast zwanzigjährigen Geschichte der deutschen Rolling Stone-Ausgabe gebeten, ihre ganz persönlichen Lieblingssongs aufzulisten. So kamen insgesamt 222 (na so ein Zufall aber auch) Lieder zusammen, die in dem vorliegenden Taschenbuch eine Würdigung erfahren.

Es ist erstaunlich - Oder doch nicht? Nein, eigentlich nicht. -, welche musikalische Bandbreite hier vertreten ist. Viele der Stücke kenne ich, ebenso viele nicht. Einige haben für mich eine persönliche Bedeutung, andere berühren mich überhaupt nicht. Dennoch ist interessant, mit welchen Gefühlen und aus welchen Gründen die jeweiligen Redakteure sie ausgewählt haben. Deshalb überfliege ich auch nichts, sondern führe mir jeden einzelnen Vorschlag zu Gemüte. Sicher, ich leuge nicht, daß ich besonderes Augenmerk auf die Stücke meiner Lieblingsmusiker lege.

Wolfgang Niedecken sang einmal, kein Lied sei unersetzlich. Das ist sicher richtig, aber bei vielen wäre es ein erheblicher Verlust, wenn sie auf einmal nicht mehr da wären. Aus meiner Sicht trifft das besonders auf Born to Run zu, das mein persönlicher all time favourite sein dürfte. Nie wurde die Sehnsucht nach Ausbruch und die Hoffnung auf ein anderes Leben, von dem man sicher ist, daß es auf einen wartet, so intensiv ausgedrückt wie in diesem Lied von Bruce Springsteen. The River machte mich in den Siebzigern mit dem Boss bekannt, The River machte mich zum Springsteen-Anhänger. Born to Run jedoch, schon 1975 erschienen, von mir aber erst später wahrgenommen, brachte mir die Essenz von allem nahe, wofür der Boss bis heute steht.

Montag, 22. April 2013

Billie Joe Armstrong und der Alkohol

Ich gehe immer mehr dazu über, den Rolling Stone punktuell zu genießen. Früher habe ich ihn zumeist von vorn bis hinten durchgelesen, heute fehlt mir dazu die Zeit. Und, ich muß es mir selbst eingestehen, auch das Interesse an vielen Artikeln. So selektiere ich am Topic, festgemacht überwiegend an dem- oder denjenigen, mit denen sich ein Beitrag befaßt. Wenn es um Springsteen, Young, Fogerty, Knopfler oder Dylan geht, werde ich mit Sicherheit niemals ohne gründliches Studium des Inhalts weiterblättern.

Das trifft natürlich auch auf andere zu. In der vorliegenden Ausgabe mit der Schnapszahl 222 beispielsweise auf Stephen Stills. Schöner Artikel, in dem der Meister auch selbst zu Wort kommt. Supergroups gibt es inzwischen einige, doch bei Crosby Stills & Nash gibt es von mir jederzeit den Daumen nach oben, sowohl mit als auch ohne Neil Young. Eine Sache übrigens hat Stephen Stills bis heute für sich allein. Er ist der einzige Musiker, der an einem Abend gleich mit zwei Bands in die Rock And Roll Hall Of Fame eingeführt wurde, nämlich mit Buffalo Springfield und mit CSN.

Sehr gefreut habe ich mich auch, daß Dark Side of the Moon gewürdigt wurde. Der Klasssiker von Pink Floyd ist vor 40 Jahren erschienen und zählt bis heute zu meinen Lieblingsalben. Zur Entstehung und den Folgen äußern sich David Gilmour, Roger Waters und Nick Mason. Eine Reunion wird es nicht geben, schade durchaus, obwohl die späten Floyd mit den frühen ohnehin nicht zu vergleichen sind. Ich hatte das Glück, sie zwei mal live zu erleben, 1989 und 1994, bei Male im Müngersdorfer Stadion, aber leider ohne Roger Waters. Dessen musikalischen Genius habe ich dafür 2002 und 2007 in der KölnArena bewundern dürfen.

Und dann ist da noch etwas, was den Kauf dieses Rolling Stone schon allein gerechtfertigt hat. American Idiot ist annähernd 10 Jahre her, Dookie sogar fast 20 Jahre. Beide Alben habe ich im Plattenschrank stehen, live gesehen habe ich Green Day bis heute nicht. Irgendwie hat es sich nie ergeben. Das werde ich hoffentlich irgendwann noch nachholen können. In der April-Ausgabe des Rolling Stone erzählt Green Day-Sänger Billie Joe Armstrong von seiner überwundenen Tabletten- und Alkoholsucht.

Eine Anfälligkeit für Drogen jedweder Art in der Tretmühle ausgedehnten Tourens kann ich mir durchaus vorstellen. So kann ich auch nachvollziehen, daß Armstrong morgens gleich reihenweise wach geworden ist und sich an den Vorabend und die vergangene Nacht nicht mehr erinnern konnte. Totaler Blackout nach übermäßigem Alkoholgenuß ist mir nicht ganz unbekannt. Es gab Zeiten, da hatte ich den einen oder anderen solchen Aussetzer. Ein paar Mal nur, aber es genügt, um das befremdliche Gefühl zu kennen, nicht mehr zu wissen, wo man war und was man getan hat. Ganz zu schweigen von dem Wunsch, am besten möge die Welt untergehen, weil man sich so schlecht fühlt wie nach einem Meistertitel für Bayer Leverkusen. Nun ja, das zumindest wird mir lebenslang erspart bleiben.

Donnerstag, 18. April 2013

Das Geheimnis des Feindes

Darüber, wer die Fremden sind, die hinter dem Angriff auf die interstellare Transmitterstrecke und dem Ausfall jeglicher Hypertechnik stecken, läßt sich weiterhin nur spekulieren. Die vagen Hinweise lassen selbst die klügsten Köpfe der Menschheit auf Terra, Eden und Babylon im Dunkeln tappen. Wenigstens aber entwickelt das technische Genie Arc Doorn eine Idee, wie man die bisher undurchdringlichen Schutzschirme der geheimnisvollen Walzenraumer knacken könnte - wenn sich sein Plan denn in die Tat umsetzen ließe.

Parallel dazu haben Ren Dhark und Terence Wallis mit einem weiteren Problem zu kämpfen, denn mit dem auf Nanotechnologie basierenden Unsterblichkeitsprogramm, dem sie sich unterworfen haben, scheint etwas nicht zu stimmen. Wie aus heiterem Himmel altert Wallis, und zwar schlagartig. Ist ein Fehler im Programm schuld daran, oder steckt womöglich etwas ganz anderes dahinter?

Heute erreichten mich die Belegexemplare des neuen Buchs. Wie immer besteht es im Grunde aus drei Romanen, die von drei Autoren geschrieben wurden. Neben mir haben Uwe Helmut Grave und Jan Gardemann an der 41. Ausgabe von Weg ins Weltall mitgeschrieben. Sie trägt den Titel Das Geheimnis des Feindes. Die Coverzeichnung stammt wie üblich von dem Künstler Ralph Voltz. Sie zeigt einen schnuckeligen Maulwurf, dessen Laune nicht die beste ist.

Mittwoch, 10. April 2013

Ren Dharks Freunde trafen sich im Allgäu



Schon am vergangenen Wochenende fanden einige aktive Teilnehmer des Ren Dhark-Forums in Oy im Allgäu zusammen. Es war bereits das vierte Treffen dieser Art, aber das erste, das am Freitag begann und bis Sonntag dauerte. In früheren Jahren war ich in Mönchengladbach und Landshut dabei, die letzte Zusammenkunft in Tübingen habe ich aus Zeitgründen leider verpaßt. Umso mehr freute ich mich, diesmal wieder dabei sein zu können. Neben den im Forum aktiven Fans war mit Hajo F. Breuer, Ben B. Black und meiner Wenigkeit auch das halbe Dhark-Team zugegen. Nach der Oy umgebenden Bergkulisse hielt ich allerdings vergeblich Ausschau. Rings um den Ort war alles im Nebel versunken. Ein wenig fühlte ich mich wie bei Welt am Draht.

Bereits am Freitagabend saßen wir bei einem gemütlichen Diner zusammen. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich, dauerte es nicht lange, bis die ersten Fragen über den Fortgang der Serienhandlung gestellt wurden. Wir haben ein paar kryptische Brocken preisgegeben, unter denen man sich - auch das ist bei solchen Zusammentreffen üblich, schließlich will man nicht zu viel verraten und dadurch die Spannung reduzieren - alles und nichts vorstellen kann. Ren Dhark war jedoch nur ein Thema unter vielen, über das gesprochen wurde. Irgendwie hatte ich das Gefühl, daß der Freitag vorüber war, kaum daß er begonnen hatte. Das ist ein prima Indikator dafür, daß es nie langweilig wurde.

Das gilt genauso für den Samstag. Im Autokorso fuhren wir durch verschneite Landschaft nach Oberstdorf. Zu meinem großen Bedauern waren auch dort keine Berge zu sehen. Mehr und mehr kam ich zu dem Schluß, daß sie überhaupt nicht da sind, sondern als Werbelüge dazu dienen, gutgläubige Touristen anzulocken. Der einzige Hinweis darauf, daß sie doch existieren könnten, war eine Seilbahn, die nahe der Skisprungschanze hinauf fuhr, dann aber im Nebel verschwand und nicht mehr gesehen wurde. Dabei fiel mir dann spontan die Axte X-Folge Seilbahn zu den Sternen ein. Unseren Spaß hatten wir dennoch, besonders beim nachmittäglichen Kuchen. Auf den Kaffee verzichtete ich zugunsten eines Obstlers.

Abends gab es im Hotel für die versammelte Truppe ein sechsgängiges Candle Light Diner. Das Essen war klasse, das Weißbier nicht minder - ich weiß, wäre ich weniger Banause, hätte ich zu jedem Gang den passenden Wein bestellt - und die Stimmung sowieso. Es hat wirklich Spaß gemacht mit so einem Haufen netter Leute. Entsprechend spät kam ich ins Bett.

Als ich mich am Sonntag auf den Heimweg nach Köln machte, schien das Wochenende wie im Flug vergangen zu sein. Ich bin schon gespannt, wo und wann das nächste Ren Dhark-Treffen stattfinden wird. Gelernt habe ich übrigens auch etwas. Hielt ich das Kfz-Kennzeichen OA bisher als dem Oberammergau zugehörig, ließ ich mich belehren, daß es für das Oberallgäu steht. Und das in jener Region gleichfalls vertretene OAL bezeichnet das Ostallgäu. Da sieht man mal wieder, wie sehr Reisen bildet. Zumal wenn man herausfindet, daß es sich bei den angeblich vorhandenen Bergen nur um Hirngespinste handelt.

Sollte jemand Lust haben, mal einen Blick ins Ren Dhark-Forum zu werfen, so ist er oder sie herzlich dazu eingeladen: www.rendhark-universe.net.

Dienstag, 9. April 2013

Eine Besprechung zu Nick

Im Online-Portal Phantastik-News bin ich auf eine Rezension zu meiner ersten Nick-Romanadaption gestoßen. Carsten Kuhr bespricht das Buch äußerst positiv, was mich natürlich freut.

http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=6259:nick-der-weltraumfahrer-achim-mehnert-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

Freitag, 5. April 2013

300

Ich habe mal wieder die Bibel zur Hand genommen und in den Psalmen geschmökert. Das mache ich immer dann, wenn in meinem Romanteil für das kommende REN DHARK-Buch General Thomas J. Jackson mitspielt. Jackson ist der Oberkommandierende der Raumflotte von Eden, einer von Menschen besiedelten, paradiesischen Welt in M53, und er ist ein gläubiger Mensch, der ständig mit Bibelsprüchen um sich wirft. Besonders in den Psalmen werde ich oft fündig, wenn ich nach einem Ausspruch suche, der zu der Handlungsszene paßt, an der ich jeweils schreibe.

Die Menschheit sucht weiterhin nach einem Mittel, mit dem man die überlegenen Schiffe und Schutzschirme jener Unbekannten knacken kann, die mehrere Stationen der interstellaren Transmitterstrecke vernichtet haben. Endlich scheint es zu einem Durchbruch zu kommen. Währenddessen wird ein perfides Attentat auf Terence Wallis verübt. Oder zeigt das Unsterblichkeitsprogramm, dem nicht nur Wallis sich unterworfen hat, sondern auch Ren Dhark, unerwartete Nebenwirkungen? Die Antwort liefert das nächste Ren Dhark-Buch, das den Titel Das Geheimnis des Feindes trägt.

Das mir vorliegende Expose war übrigens das sage und schreibe 300. der Fortschreibung unseres kühnen Weltraumfahrers. Jedes Buch enthält drei aufeinander aufbauende Romane von annähernd Heftromanlänge. Serienerfinder Kurt Brand hat seinen Helden in den Sechziger Jahren Abenteuer in 98 Heften erleben lassen, das heutige Team um Chefautor Hajo F. Breuer ist dem Dhark-Gründer damit um Längen enteilt. Ich bin sicher, es würde dem 1991 verstorbenen Kurt Brand gefallen, daß seine Schöpfung sich heute noch so großer Beliebtheit erfreut.

Donnerstag, 4. April 2013

Fortuna Köln steht im Pokalfinale

Es war bitter kalt in Hennef, und der Wind pfiff einem um die Ohren. Am gestrigen Abend trat die Fortuna im Halbfinale des Mittelrhein-Pokals beim FC Hennef 05 an. Bitburger-Pokal nennt er sich ja inzwischen, aber für mich bleibt es der Mittelrhein-Pokal. Hennef war der Titelverteidiger. Letztes Jahr gewannen sie das Endspiel und standen deshalb diese Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals. Da will die Fortuna auch mal wieder hin, aber das wird schwer. Schließlich ist in der zweiten noch ausstehenden Halbfinalpaarung kein geringerer als Alemannia Aachen am Start.

Gestern legte die Fortuna los wie die Feuerwehr und ging schnell durch einen Doppelschlag von Kialka in Führung. Als man schon dachte, das Spiel sei gelaufen, schlugen die Hennefer jedoch zurück. Das setzte sich bis zur Pause fort. Fortuna traf zum Zweitorevorsprung, Hennef verkürzte. Zum Seitenwechsel stand es 4:2, und gleich nach Wiederanpfiff schlugen die Hausherren erneut zu. Die Abwehrschwächen in der Kölner Deckung waren teilweise eklatant. Was die Mannschaft sich im Angriff an Vorteilen herausspielte, wurde in der Abwehr wieder eingerissen. In manchen Situationen war ich der Verzweiflung nahe, besonders als Hennef vier dicke Chancen kurz hintereinander hatte, darunter einen Innenpfostentreffer. Über den Ausgleich hätten wir uns in dieser Phase wirklich nicht beschweren dürfen.

Am Ende rettete die Fortuna den Sieg und damit den Einzugs ins Finale aber über die Zeit, mit einer gehörigen Portion Dusel. Danach ging es ins Hennefer Brauhaus am Bahnhof, und später gab es in Köln auch noch ein paar Bier. Der Finaleinzug mußte schließlich gebührend gefeiert werden.

Montag, 1. April 2013

Rolling Stone 221

David Bowie mit neuem Album und gleich auf dem Cover. Zehn Jahre war er verschwunden, behauptet der Rolling Stone, da mußte ich doch gleich mal nachschlagen. 2003 habe ich ihn in der KölnArena gesehen und ihn danach nicht mehr öffentlich wahrgenommen. Scheint also zu stimmen. Ein Artikel wird ihm selbstverständlich auch gegönnt. Dazu gibt es ein Interview mit Bowies langjährigem Weggefährten Tony Visconti und eine Beleuchtung seiner verschiedenen Schaffensphasen. Na also, Rolling Stone, ihr könnt es doch noch ausführlich und mit Hintergrund, wenn ihr wollt.

Nick Cave hat ebenfalls ein neues Album veröffentlicht, anegblich eins der besten seiner Karriere. Sagt nicht er selbst, zum Glück, denn dazu neigen Musiker ja häufig. Ihr jeweils aktuelles Album über alle vorangegangenen zu stellen. Das Interview, das Henry Rollins mit Cave führt, weiß zu gefallen. Zwei alte Freunde in aufgeräumter Stimmung werfen sich im launigen Gespräch die Bälle zu und haben offensichtlichen Spaß daran. Dabei gibt Cave eine Menge seiner Intention beim Songwriting preis.

Am vergnüglichsten fand ich den Artikel über Sonny Crockett. Oder Nash Bridges. Oder wen er sonst noch verkörpert hat. Ich war ja bekennender Fan von Miami Vice, und daran hatte Johnson natürlich seinen Anteil. Er gibt sich locker, entspannt und nimmt sich - im Gegensatz zu früher - selbst nicht so ernst. Er kommt ausgesprochen sympathisch rüber. Daß er sogar mal zusammen mit Bob Dylan auf der Bühne stand und mit den Allman Brothers Ramblin' Man gespielt hat, wußte ich nun wirklich nicht. Warum die Überschrift "Der letzte Ritt des Don Johnson" lautet, erschließt sich mir allerdings nicht. Schließlich war er just in Quentin Tarantinos Django Unchained zu sehen und macht nicht den Eindruck, seine Karriere an den Nagel hängen zu wollen.

Sonntag, 31. März 2013

Stapelweise Comics auf dem Schreibtisch

Auf meinem Schreibtisch liegen gleich zwei Stapel Comics, links des Rechners zehn Großbände Falk, rechtssieben Großbände Tibor. Falk umfaßt die ersten zwanzig Piccolos, bei Tibor sind es die Piccolos 35 bis 48.Sie sind das Lesefutter und zugleich die Exposes für meine nächsten beiden Romane. So kommt vor der Arbeit das Vergnügen, mir wieder zwei komplette Abenteuer aus der Feder Hansrudi Wäschers reinziehen zu können. Beim Lesen stelle ich jedesmal fest, daß aus meiner Kindheit so gut wie keine Erinnerungen an den Inhalt hängen geblieben sind. Ich erlebe die Geschichten also gewissermaßen völlig neu.

Nachdem ich mich bei dem Dschungelhelden Tibor nach inzwischen schon vier verfaßten Romanen richtig eingelebt habe, stellt Falk ein Novum für mich dar. Rittergeschichten habe ich nämlich noch nie geschrieben. Eine schöne Herausforderung, und das erste Abenteuer wird auch gleich ziemlich umfangreich. Ich bin jetzt schon gespannt, ob Falk genauso gut ankommen wird wie Tibor und Nick.

Samstag, 30. März 2013

Der Chronoskop-Zyklus geht zu Ende


In dieser Intensität ist es mir noch nie passiert, daß sich eine Geschichte verselbständigte und in eine ganze andere Richtung entwickelte, als ursprünglich geplant. Die Rede ist von der im Blitz-Verlag erscheinenden Serie Raumschiff Promet - Von Stern zu Stern, und speziell zu dem just abgeschlossenen Chronoskop-Zyklus, wie ich ihn für mich benannt habe. Vor geraumer Zeit habe ich eine Geschichte ersonnen, in der die Protagonisten der klassischen Abenteuer in die aktuelle Handlung zurückkehren sollten.

Als Thomas Ziegler vor einigen Jahren Exposes für neue Abenteuer der Promet schrieb, führte er eine ganz neue Besatzung um die Moranerin Shalyn Shan ein. Die alten Recken Peet Orell, Arn und Junici Borul, Jörn Callaghan. Vivien Raid, Szer Ekka und Pino Tak blieben dabei weitgehend auf der Strecke. Als sie dem Ruf der Agaren folgten und durch einen Transmitter gingen, verschwanden sie nicht nur an einen unbekannten Ort, sondern auch aus der Handlung. Die Leser aber wollten diesen Personenkreis wiederhaben.

Den Grundstein dafür legte ich in den Bänden 6 und 7, namentlich Das Orakel von Chron und Notruf aus Katai, die einen neuen Kurzzyklus einleiteten. Die Handlung setzte an der Stelle ein, als Orell und Co nach dem Transmitterdurchgang herauskommen. Doch auch Shalyn Shan sollte mit der neuen Promet V selbstverständlich zu ihrem Recht kommen. So waren eine ganze Reihe Figuren ins Geschehen zu integrieren, das sich, ohne dass ich es beabsichtigt hatte, auf gleich sechs Handlungsebenen verzweigte. Da waren die Boruls und Raid auf dem Planeten Draster, der entführte Orell im Zeiter des Suchers Irk, die durch ein Chronoskop auf den Avatara-Planeten Kalar verschlagenen Callaghan und Ekka sowie der in einer Hyperraumarche gestrandete Cyberjohn Five. Und natürlich Shalyn Shan, die mit der neuen Promet zu einem Testflug aufbricht, der sich ganz anders entwickelt als gedacht. Damit nicht genug, wird ein weit in der Vergangenheit eingetretenes Drama beleuchtet, das den Hintergrund für sämtliche Irrungen und Wirrungen liefert, in die unsere Helden geraten.

Nun habe ich drei Folgebände an den Verlag geliefert. Die Bücher tragen die Titel Jedruls Plan, Bruderkrieg und Rebellion. Sie bringen den Fünfteiler zu einem Abschluß - und wiederum auch nicht. Denn wie gesagt, die Geschichte begab sich durch die Aufteilung auf die verschiedenen Handlungsebenen auf eigene Pfade und wurde länger und länger. Trotz mehrmaligen Umschreibens kam ich mit dem zur Verfügung stehenden Platz hinten und vorne nicht hin. So blieb mir schließlich nichts anderes übrig, als einen der Handlungsstränge komplett aus dem Manuskript zu werfen. Es geschah schweren Herzens, hatte aber keine Auswirkungen auf den Handlungsverlauf, da es sich im Grunde um eine vom Rest unabhängige Geschichte handelt.