Mittwoch, 12. Mai 2010

Jan Gardemann nominiert

Mein Ren Dhark-Kollege Jan Gardemann ist für den Deutschen Science Fiction-Preis 2010 nominiert, und zwar gleich in zwei Kategorien.
Der Remburg-Report, erschienen im Atlantis-Verlag, steht in der Sparte Bester Roman zur Auswahl und konkurriert damit unter anderem mit Limit von Frank Schätzing. Mit der in der Computerzeitung c't 24 und 25 veröffentlichten Story Techne geht Gardemann zudem bei den Kurzgeschichten ins Rennen.
Der Deutsche Science Fiction-Preis 2010 wird am 18. September auf dem Elstercon, dem diesjährigen SFCD-Jahrescon, in Leipzig verliehen. Ich drücke dir die Daumen, Jan.

Sonntag, 9. Mai 2010

Intercomic 67

Am 8. Mai fand in Köln-Mülheim die Intercomic statt. Zwei Mal im Jahr geht die Messe für Comics und Romane in der Mülheimer Stadthalle über die Bühne, und dies war bereits die 67. Veranstaltung ihrer Art. Einen Besuch lohnt sie immer.
Gleich rechts vom Eingang hatte Jörg Kaegelmann sich strategisch günstig mit dem Blitz-Verlag platziert. Neben einigen Büchern aus seinem Verlagsprogramm präsentierte Jörg eine Reihe von Originalbildern des 1990 verstorbenen Rudolf Sieber-Lonati. Der Wiener Künstler zeichnete jahrzehntelang Titelbilder für viele bekannte Romanheftserien im Science Fiction-, Krimi-, Western- und Gruselbereich, darunter Utopia, Kommissar X und Butler Parker, Larry Brent und Macabros.
Ein anderer Zeichner, eine Legende geradezu, war auf der Messe persönlich zugegen. Als Stargast wurde Hansrudi Wäscher für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Pionier des deutschen Comics ist mittlerweile 82 Jahre alt, was ihm wirklich nicht anzumerken ist. Ich erinnere mich, schon als kleiner Junge seine Serien Nick, der Weltraumfahrer und Sigurd verschlungen zu haben. Nicht minder bekannt sind Falk, Tibor oder Akim, die Wäscher allesamt geschaffen und gezeichnet hat. Es ist schön, den großen alten Mann des deutschen Comics auf der Bühne sitzen und seinen Fans Autogramme schreiben zu sehen.
Zwischendurch führte ich eine Reihe von interessanten Gesprächen. Mit dem Autor Christian Montillon gedachte ich noch einmal Perry Rhodan Action, jenem Perry Rhodan-Ableger, der es seinerzeit auf 3 Staffeln und 36 Hefte brachte. Nach den von Christian verfaßten Exposes habe ich immerhin sechs Romane zu PRA beigesteuert. Noch heute trauere ich der Serie nach und bedaure, daß es nicht zu weiteren Staffeln kam.
Auch Werner Fuchs hatte mit seinem Verlag Fantasy Productions einen eigenen Stand, und natürlich unterhielten wir uns über die von ihm publizierten Atlan-Taschenbücher. Wenige Tage zuvor hatte ich mein neues Atlan-Manuskript abgeliefert, und Rüdiger Schäfers neuer Atlan, der erste Band der Marasin-Trilogie, war druckfrisch auf der Intercomic zu bekommen.
Die Zeit verging wie im Fluge, denn in den übersichtlichen Räumen der Stadthalle trifft man auch ohne sich zu verabreden stets den einen oder anderen Bekannten. So besuchte ich Heinz Mohlberg vom Kölner Mohlberg-Verlag an seinem Stand und schaute bei Joachim Otto und seiner Romantruhe vorbei. Dort traf ich den Schriftsteller Earl Warren, und wir tauschten uns darüber aus, woran wir derzeit gerade schreiben.
Gegen 15.00 Uhr verließ ich die Messe und machte mich auf den Weg in die Stadt. Auf keinen Fall wollte ich die Bundesliga-Begegnungen verpassen. Schließlich stand der letzte Spieltag der abgelaufenen Saison an.

Freitag, 23. April 2010

Rüdiger Schäfer schreibt Marasin 3

Der Leverkusener Autor Rüdiger Schäfer schreibt den Abschlußband der Marasin-Trilogie und kann damit auf ein Novum verweisen. Denn damit hat der Atlan-Experte das Kunststück fertiggebracht, sowohl den Auftaktband als auch das Ende des aktuellen Dreiteilers zu verfassen, was es in der Reihe bisher noch nie gab.
Das ist vielleicht Anlaß genug, bei Gelegenheit mal ein kurzes Interview mit Rüdiger zu führen - sofern der fußballverrückte ACDler zwischen Schreiberei und Fußball-Bundesliga dafür Zeit findet.

Dienstag, 20. April 2010

Ren Dhark 23

Der neue Ren Dhark ist eingetroffen, wie immer ein schönes Buch in Schwarz und mit einer Titelbildgestaltung, die sich an jener der Heftserie aus den Sechziger und Siebziger Jahren orientiert. Ich denke, Dhark-Schöpfer Kurt Brand würde es zu schätzen wissen.
Inhaltlich geht es in Die Macht der Quanten weiter um Das Geheime Imperium, das dem aktuellen Zyklus seinen Titel verliehen hat. Ren Dhark hält sich mit der POINT OF immer noch in Andromeda auf und sucht nach einem Weg, aus der geheimnisvollen Horizontverschiebung zu entkommen, in deren Innerem der Ringraumer gefangen ist.
Mit Band 23 biegt der Geheime Imperium-Zyklus auf die Zielgerade ein, bevor es dann im nächsten Buch zum finalen Höhepunkt kommt. Er enthält wie üblich vier Romane, diesmal verfaßt von Jan Gardemann, Conrad Shepherd, Uwe Helmut Grave und mir.

Samstag, 17. April 2010

Aus für den Kölner Filmpalast

Nach 80 Jahren ereilte den Kölner Filmpalast ein tragisches Schicksal, er wurde nämlich geschlossen, was ich sehr bedaure. Mitten in der Innenstadt am Ring gelegen, war der 1931 nach Plänen des berühmten Kölner Architekten Wilhelm Riphahn erbaute Palast bei neuen Filmen immer meine erste Anlaufstation. In keinem anderen Kino habe ich mich so wohl gefühlt wie im Ufa-Palast bzw. Filmpalast.
Riphahn zeichnete übrigens nicht nur für das damals größte Kino in Westdeutschland verantwortlich. Zu seinem umfangreichen Werk zählen zahlreiche weitere bekannte Bauwerke, darunter das Restaurant Bastei, das British Council und das Institut Francais, Teile der Kölner Universität sowie die Kölner Oper und das Schauspielhaus, um nur einige zu nennen.
Seit den später Siebziger Jahren habe ich im Filmpalast zahlreiche Klassiker gesehen, darunter die ersten Teile von Star Wars, Indiana Jones und Star Trek, Blade Runner und Alien, Mafia-Filme, James Bond und sogar den einen oder anderen Belmondo.
Der Filmpalast war mir ans Herz gewachsen, war irgendwie wie das vergrößerte Wohnzimmer mit größerer Mattscheibe. Es gab keine High-Tech-Rolltreppen, keine hoch über einem schwebende Dachkuppel mit Lichteffekten, sondern alte aber dafür gemütliche Sitzbänke und eine nicht mehr ganz taufrische, um nicht zu sagen marode Baustruktur.
Und genau da liegt das Problem. Der ganze Komplex war nämlich stark renovierungsbedürftig, was einen erheblichen Kostenaufwand bedeutet hätte.
Die betreibende Cinestar-Gruppe, die den Palast 2002 von der Ufa übernommen hat, wäre wohl zu den erforderlichen Investitionen bereit gewesen, wenn der Hauseigentümer im Gegenzug einer Mietminderung zugestimmt hätte. Was aber nicht geschehen ist, und so fiel kürzlich der letzte Vorhang für das Traditionskino im Herzen der Stadt.
Ich gebe zu, ich mag die großen Multiplex-Arenen nicht, bei denen der Filmbesuch (analog zu einem Stadionbesuch in den schönen, neuen, familiengerechten Fußballarenen quer durch die Republik) zu einem Event verkommt - oh, wie ich diesen Ausdruck gefressen habe. Mit Kölns größtem Kino, dem Cinedom, bin ich nie richtig warm geworden, und in den kleineren Kinos ist die Filmauswahl doch arg eingeschränkt.
So werde ich meinem Lieblingskino bestimmt noch einige Zeit nachtrauern.

Mittwoch, 14. April 2010

Atlan-Einzelabenteuer bei FanPro?

Michael Markus Thurner hat die Exposes für die drei ersten Atlan-Trilogien (Lepso, Rudyn, Illochim) und den in den Startlöchern stehenden Marasin-Dreiteiler ausgearbeitet. Dazwischen übernahm Götz Roderer das Zepter und konzipierte den Monolith-Sechsteiler und die Höllenwelt-Trilogie. Nun denkt Thurner darüber nach, Exposes für abgeschlossene Einzelabenteuer zu entwerfen.
Ein abgeschlossener Roman läßt sich bequemer lesen, wenn man keine Lust hat, auf die Folgebände zu warten. Ich kann mir auch vorstellen, daß jemand, der noch keinen Atlan gelesen hat und einfach mal hineinschnuppern möchte, leichter danach greift als nach einem Teil einer Fortsetzungsgeschichte. Bei einem Mehrteiler läßt sich hingegen eine komplexere Geschichte spinnen. Die Leser werden vermutlich geteilter Meinung sein.
Ein abgeschlossener Band ist in der bei Fantasy Productions publizierten Reihe übrigens schon erschienen, nämlich der von Arndt Ellmer verfaßte Roman Rico. Und der soll bei den Leser recht gut angekommen sein.

Montag, 12. April 2010

Nachgefragt bei ... Martin Kempf

7 Fragen zum Fandom Observer-Jubiläum
AM: Martin, du gibst seit über 20 Jahren den Fandom Observer heraus. Erinnerst du dich daran, wie es damals überhaupt zu der Idee gekommen ist?
MK: Nicht mehr genau. Ich war ja vorher schon an dem einen oder anderen Fanzineprojekt beteiligt und in diversen Clubs vertreten, aber es fehlte mir auf dem fannischen Markt einfach ein regelmäßiges und clubunabhängiges Infozine. Der Fandom Mirror war toll verarbeitet, lag aber in den letzten Zügen. MaHos Fandom Newsletter krankte an der Zuverlässigkeit. Es war Zeit für was Neues.
AM: Der FO hat die kontroverse Diskussion nie gescheut. Gibt es im Nachhinein Momente, die du bedauerst oder heute anders machen würdest?
MK: Nö.
AM: In 250 Ausgaben ist eine Menge Material zusammengekommen. Worauf bist du in der Rückschau besonders stolz?
MK: Auf den Zeitraum des Erscheinens und die Regelmäßigkeit. Ich bin überzeugt davon, daß ein Blatt wie der FO mit dem zuverlässigen Erscheinungsrhythmus steht oder fällt.
Der FO ist kein journalistisch besonders wertvolles Pamphlet, wir können keine unbegrenzte Zeit für redaktionelle Arbeit opfern. Das Ding muß zum Monatsanfang erscheinen, und rein kommt, was halt an Material eingetrudelt ist. Es freut jeden Redax, wenn ein nicht zu dünner, vielfältiger Observer dabei herauskommt und für jeden was Lesenswertes drin ist. Aber wir können uns nichts aus den Fingern saugen, und so gibt's oft nur Standardware.
AM: Hättest du erwartet, daß dem Observer solch ein langes Leben beschert sein würde?
MK: Ich wollte mal mehr Ausgaben als der Fandom Mirror haben. Das liegt aber schon lange hinter uns.
AM: Du hast deine eigene Firma und bist seit einigen Jahren stolzer Familienvater. Bestimmt ist es nicht immer leicht, Arbeit, Familienleben und den Fandom Observer unter einen Hut zu bringen. Welchen Stellenwert nimmt der Observer heute in deinem Leben ein?
MK: Keinen. Der FO ist Routine und läuft einfach so mit. Wenn er vom Druck kommt, habe ich einmal im Monat zwei Stunden Arbeit, die Printversion zu sortieren, heften, einzutüten und zu verschicken. Und zwei bis drei Mal im Jahr erstelle ich als Chefredax eine Ausgabe, manchmal mit mehr, manchmal mit ganz wenig Lust. Aber der Erscheinungstermin erlaubt nicht, auf mehr Lust zu warten.
AM: Und wie lange willst du noch weitermachen?
MK: Solange meine Chefredax-Mitstreiter mitziehen und es genug Mitarbeiter sind, daß es für den Einzelnen nicht zur nervigen Belastung wird, den FO zu machen, sehe ich da eigentlich keine zeitliche Beschränkung.
Im Moment sind wir ja personell gut bestückt, daß auch mal einer aussetzen kann, ohne daß wir gleich ins Rotieren kommen. Das System mit den wechselnden Chefredaktionen hat sich perfekt bewährt. Ohne es wäre der FO längst den Weg alles Irdischen gegangen, weil es einen einfach aufreibt, jeden Monat unter Termindruck diesen Mist zu machen, ohne was zurückzubekommen.
AM: Möchtest du sonst noch etwas sagen?
MK: Nö.
AM: Martin, ich bedanke mich für das Gespräch.

Freitag, 9. April 2010

Coloniacon-Programmbuch

Traditionell gibt es zum Coloniacon ein begleitendes Programmbuch. Heute schickte mir Ralf Zimmermann den Inhalt des Buchs zum CC 2010. Nun, da die Zusammenstellung beendet ist und die Vorlagen erstellt sind, wird es in Kürze in den Druck gehen.
Auf knapp 140 Seiten enthält es Artikel zu verschiedenen Themen und mehrere Kurzgeschichten, unter anderem von Uschi Zietsch und Michael Markus Thurner.
Wie immer gibt es das umfangreiche Conbuch kostenlos für all diejenigen, die den Coloniacon besuchen.

Donnerstag, 8. April 2010

Mathes Mink! Mathes Mink! Mathes Mink!

Ebenfalls voll mit dabei beim Einspielen unserer neuen Hymne: Unser Trainer Mathias Mink - und natürlich früherer Fortuna-Spieler.

Mittwoch, 7. April 2010

Besser spät als nie: Ein Foto vom Einspielen der Fortuna-Hyme

In der Mitte unser Präsident Klaus Ulonska.
Links Die Kalauer.
Rechts dahinter die Mannschaft.
Und links im Hintergrund ein paar stimmgewaltige Fortuna-Fans.

Dienstag, 6. April 2010

250 Ausgaben Fandom Observer

Seit über 20 Jahren gibt Martin Kempf mit schöner Regelmäßigkeit monatlich den Fandom Observer heraus. Er gründete das Science Fiction-Periodikum, das sich mit allen Spielarten der phantastischen Literatur ebenso wie mit dem SF-Fandom beschäftigt, im Jahre 1989 gemeinsam mit Markus "Säm" Sämisch.
Über die Jahre wurde Mampf, wie Martin in der Szene genannt wird, von den Redakteuren Florian Breitsameter, Doris Dressler, Günther Freunek, Olaf Funke, Manfred Müller, Beluga Post und Ortwin Rave unterstützt - und natürlich von seinem langjährigen Wegbegleiter und Freund Säm, der 2004 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.
Wie in der Anfangszeit gibt es bis heute die im Din A-4-Format gehaltene Printausgabe. Zudem ist der Observer schon seit langem als PDF-Datei erhältlich. Im Gegensatz zum Druckwerk kann man sich die Datei sogar kostenlos herunterladen.
Nun ist die 250. Ausgabe des Fandom Observer erschienen, zu der ich ganz herzlich gratuliere. Die Leistung, die alle Beteiligten in ihrer Freizeit erbringen, ist umso höher zu bewerten, da niemand einen Pfennig am Observer verdient. Denn den FO gestalten Herausgeber, Redakteure und freie Mitarbeiter aus purem Spaß an der Freunde und mit einer Kontinuität, vor der man nur den Hut ziehen kann.
Die aktuelle Ausgabe bietet einmal mehr einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die Facetten des phantastischen Genres. Angefangen bei Infos und Fanzine-Rezensionen über Comics und Filme geht es bis zu Hörspielen und Buchbesprechungen.
Peter Thüringen liefert einen längeren Artikel über Hugo Gernsback, den oft zitierten Vater der Sciene Fiction, und Armin Möhle wirft einen kritischen Blick auf die letzten Publikationen des PRBCBS, immerhin eines der ältesten Clubs das SF-Fandoms.
Herausgeber Martin Kempf führt ein Interview mit John Lochhas, einem der Gründer des Atlan Club Deutschland. Darin geht es hauptsächlich um die Anfänge des ACD vor 25 Jahren, die Aufbruchsstimmung und die damit einhergehende Naivität. Beim Lesen konnte ich mir das eine oder andere Grinsen nicht verkneifen, habe ich doch als Mitbegründer des Science Fiction Club Die Terraner 1980 ähnliche Erfahrungen gemacht, über die man Jahre später nur noch den Kopf schütteln kann.
Alles in allem hat die vorliegende Ausgabe wieder einmal Spaß gemacht und eine lockere Lesestunde beschert.
Ohne den Fandom Observer würde der deutschen SF-Landschaft und ganz besonders dem Science Fiction-Fandom etwas fehlen.
Deshalb Daumen hoch und meine innige Hoffnung, daß dem Observer noch ein langes, langes Leben beschieden ist.

Sonntag, 4. April 2010

Brauhaus Reissdorf



Kölner Brauhaus-Wanderweg Teil 1
Das Brauhaus Reissdorf hat zwei große Vorteile. Zum einen liegt es in meiner unmittelbaren Nachbarschaft am Kleinen Griechenmarkt. Gehe ich aus dem Haus, muß ich bloß einmal um die Ecke und bin in 2 Minuten da. Zum anderen hat es, wie der Name verrät, Reissdorf-Kölsch im Ausschank, und Reissdorf ist nun mal mein Lieblingsbier unter den diversen Kölschsorten.
Das 1992 eröffnete Haus steht genau an der Stelle, an der sich schon 1907 das Brauhaus Weber befand. Es setzt am Kleinen Griechenmarkt 40 also eine über hundertjährige Tradition fort und hat täglich von 12 bis 24 Uhr geöffnet.
Neben der reichhaltigen Speisekarte mit kölschen und rheinischen Gerichten, die von einem Halven Hahn bis zur Schnitzelplatte für vier Personen reichen, gibt es unter der Woche eine täglich wechselnde Mittagskarte. Hier werden 2 verschiedene Menüs zum Preis von 4,90 und 6,90 Euro angeboten, die aus einer Vorsuppe, einem Hauptgericht und einem anschließenden Kaffee bestehen.
Preisgünstiger kann man selbst kaum kochen. Hinzu kommt, daß ich als Alleinstehender keine Zeit zum Kochen und für den anschließenden Abwasch investiere. Deshalb bin ich mittags häufig im Reissdorf anzutreffen.
Dabei kann es durchaus vorkommen, daß ich im Gespräch bei einem Kölsch hängenbleibe. An der Theke kostet das Bier 1,25, an den Tischen 1,35 Euro, aber als Kölner fühlt man sich an der Theke ohnehin am wohlsten. Gezapft wird selbstverständlich nicht aus der Anlage, sondern direkt aus dem Faß.
An den Sonntagabenden nach den letzten beiden Coloniacons 2006 und 2008 wurde das Reissdorf übrigens als Treffpunkt für den Nachcon genutzt. Den Conbesuchern, die im Anschluß an den Convent vor der Heimreise noch etwas kölsche Luft schnuppern wollten, hat es gut gefallen. So werden wir auch den Coloniacon 2010 gemütlich dort ausklingen lassen.

Samstag, 3. April 2010

Der ACD kommt in die Jahre

Wie der Berliner SFC Andymon feiert auch der Atlan-Club-Deutschland in diesem Jahr sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Seit einem Vierteljahrhundert veranstalten die aktiven Atlan-Fans ihre ACD-Cons, geben Fanzines heraus und unterhalten eine eigene Homepage, auf der man einiges über die reichhaltigen Aktivitäten der Clubmitglieder erfährt.
Zum Jubiläum findet der diesjährige Con im Naturfreundehaus in Hildesheim statt. Die Veranstalter haben ein unterhaltsames, fannisches Programm auf die Beine gestellt, das sich selbst nicht allzu ernst nehmen soll.
So wie ich ist auch Atlan-Autor Rüdiger Schäfer Mitglied im Atlan-Club-Deutschland. Rüdiger hat den ACD seit dessen Anfangsjahren entscheidend geprägt und ist mit seinem Engagement und seinem Enthusiasmus bis heute so etwas wie der Mastermind unter den Atlan-Verrückten.
Ich gratuliere dem Club ganz herzlich zu seinem Jubiläum und hoffe auf viele weitere Jahre ACD.

Freitag, 2. April 2010

Sammelspaß mit Bergmann und Panini













Ich kann mich erinnern, daß sich Sammelbilder schon zu meinen Grundschulzeiten großer Beliebtheit erfreuten. Besonders hoch im Kurs, zumindest bei Fußballanhängern, standen Fußballbilder, für die der Großteil des Taschengeldes drauf ging. In den Schulpausen und nach dem Unterricht wurde fleißig getauscht, um das Album möglichst schnell voll zu bekommen.
Die beiden ältesten Alben, die mir bis heute erhalten geblieben sind, stammen von den Fußball-Weltmeisterschaften 1970 in Mexiko und 1974 in Deutschland, damals noch herausgegeben von der Firma Bergmann. Das 1970er Album ist zu meinem großen Bedauern nicht komplett. Es fehlt der italienische Nationalspieler Enrico Albertosi. Umso stolzer bin ich auf die vollständige Ausgabe der WM im eigenen Land, bei der Deutschland zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister wurde.
An selbstklebende Bilder, von denen man nur die rückseitige Folie abziehen muß, um sie im Album zu platzieren, war damals noch nicht zu denken. Die Bilder, Spielerportraits sowie Mannschaftsfotos, bestanden aus recht dickem Papier, fast schon Karton. Sie wurden liebevoll mit Uhu oder einem Pritt-Stift eingeklebt.
Jahre später begann dann Panini damit, jährliche Alben der Fußball-Bundesliga auf den deutschen Markt zu bringen. Schon in den früher Sechziger Jahren hatte man in Italien mit den Sammelalben italienischer Fußballspieler gute Erfahrungen gemacht, und auch in Deutschland wurde das Produkt bestens angenommen.
Nun hat Panini den neuesten Streich gezündet, eine einzige Liebeserklärung an Köln, die nur zu einem kleinen Teil mit Fußball zu tun hat. Unter dem Motto "Köln sammelt Köln" gibt es seit kurzem ein Sammelalbum, das sich mit der Stadt Köln und ihren verschiedenen Facetten beschäftigt.
Insgesamt 216 Bilder bringen einem Kölner Legenden und Kultfiguren nahe. Der Bogen ist dabei von Politikern und Sportlern bis zu Musikern und Medienschaffenden gespannt. Besondere Würdigung erhalten zudem der Kölner Dom und der Karneval, der Zoo, der Flughafen und bedeutende Bauwerke der Stadt.
Das Schlimme ist, Klebebilder sammeln macht süchtig. Sobald man die ersten Sticker eingeklebt hat, kann man nicht mehr aufhören, bis die Sammlung komplettiert ist. So geht es mir bei dem neuen Album einmal mehr, zumal mir das Thema "Köln sammelt Köln" sehr nahe ist.
Der Mensch ist halt bis heute ein Sammler und Jäger geblieben.

Montag, 22. März 2010

Andycon in Berlin

In diesem Jahr feiert der Berliner Science Fiction-Club Andymon sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Ein Viertel Jahrhundert ist wahrlich Anlaß genug, am 24. und 25. April gemeinsam mit dem Zeiss-Planetarium einen Jubiläumsconvent zu veranstalten.
Der ANDYCON soll eine Mischung aus traditionellem SF-Con und wissenschaftlicher Darbietung werden. Die angekündigten Programmpunkte und die erwarteten Ehrengäste lassen jedenfalls aufhorchen.
So wird nicht nur der durch seine Romane Metro 2033 und Metro 2034 bekannt gewordene russische Autor und Journalist Dmitry Glukhovsky als Ehrengast zugegen sein, sondern weitere hochkarätige Autoren und Referenten. Einen Überblick über sie und die mit ihnen verbundenen literarischen und wissenschaftlichen Programmpunkte findet man unter http://www.andycon.de/.
Anscheinend wird es ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Con werden, den die Berliner Aktiven anläßlich ihres Jubiläums auf die Beine gestellt haben. Die Programmpunkte lassen einiges erwarten.
Leider schaffe ich es Ende April nicht in die Hauptstadt, aber ich wünsche den Veranstaltern einen gelungenen Con mit entsprechender Resonanz.

Sonntag, 14. März 2010

Sternendschungel Galaxis zum Achten

Ursprünglich war STERNENDSCHUNGEL GALAXIS als abgeschlossener Sechsteiler geplant, doch längst hat sich die Ablegerserie von Ren Dhark zu einer eigenen kleinen Reihe entwickelt. Weitaus erfolgreicher, als vor ihrem Start erhofft, gehen die Paperbacks inzwischen in die 8. Runde.
Die abenteuerliche Space Opera um den Raumfahrer Ren Dhark und seinen Ringraumer Point of spielt in einer zeitlichen Lücke von 3 Jahren. Diesen Zeitsprung gab es in der Erstauflage von Ren Dhark zwischen dem Drakhon-Zyklus und dem Bitwar-Zyklus.
Der unerwartete Erfolg von SDG führte rasch zu einem zweiten und dann zu weiteren in sich abgeschlossenen Sechsteilern, die allerdings einer durchgehenden Nummerierung folgen. Zwar gibt es einen übergreifenden roten Handlungsfaden, doch kann man jeden der Minizyklen für sich lesen, ohne großartige Kenntnisse der vorangegangen zu besitzen.
Nun sind die Exposes für die Romane 46 bis 48 bei mir eingetroffen, und ich habe sie bereits durchgelesen. Da ich den Achtundvierziger verfassen werde, mache ich mir, da ich an Atlan-Marasin schreibe, bereits Gedanken über den Aufbau des Sternendschungel-Abschlußbandes.

Samstag, 13. März 2010

Coloniacon 19 - Die Fortsetzung einer Tradition

Die von Ralf Zimmermann geleiteten Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen, und in drei Monaten ist es soweit. Am 5. und 6. Juni geht der diesjährige Coloniacon über die Bühne. Wie bereits die erste Ausgabe dieser Science Fiction-Veranstaltung im Jahre 1982 findet er wieder im Deutzer Jugendpark gleich am Rheinufer statt.
Neben zahlreichen Programmpunkten wird reichlich Gelegenheit zum gemütlichen Plausch mit gleichgesinnten Literatur- und Filmfans bestehen. Zudem werden sich wieder diverse Autoren, Übersetzer und Verlagsangehörige zum Fachsimpeln einfinden.
Nähere Informationen findet man unter: www.coloniacon.eu.
Als jemand, der sämtliche Coloniacons besucht hat, werde ich selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder dabei sein. Ich freue mich bereits auf die Gespräche mit alten und neuen Bekannten und auf das schöne Conlokal mit seiner gleichermaßen gemütlichen wie funktionalen Ausstattung.

Dienstag, 9. März 2010

Von Fans für Fans - Das Ren Dhark-Forum

Schon seit einigen Jahren betreibt der österreichische Ren Dhark-Fan Arnold Weissensteiner eine Fan-Seite für die Leser und Anhänger der von Kurt Brand gegründeten Science Fiction-Serie, die sich nach über vierzigjährigem Bestehen größerer Beliebtheit denn je erfreut.
Unter http://www.rendhark-universe.net/ findet man eine Fülle von Informationen über den Serienhintergrund, über deren Geschichte, die aktuellen Bücher der Erstauflage und die verschiedenen Ablegerreihen.
Im dazugehörigen Forum diskutieren zahlreiche aktive Fans nicht nur die neuen Romane, sondern auch über Science Fiction im allgemeinen, über Bücher, Filme und vieles mehr. Insgesamt wurden bereits weit über 30.000 Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen verfaßt.
Auch einige Ren Dhark-Autoren und der Herausgeber tummeln sich dort. Man pflegt ein freundschaftliches Verhältnis zueinander, das in den letzten Jahren schon zwei Mal zu Fan- und Forumstreffen geführt hat, einmal in Mönchengladbach und einmal in Landshut. Ein weiteres wird nach der Begeisterung aller Teilnehmer zweifellos folgen.
Wer sich für Science Fiction interessiert, sollte mal einen Blick auf Arnold Weissensteiners Seite werfen. Für Ren Dhark-Fans ist sie ohnehin Pflicht.

Samstag, 6. März 2010

Erinnerung an den Schäng

Geboren wurde er 1934 unter dem Namen Hans Löring, er nannte sich selbst jedoch Jean. Für viele Kölner war er schlicht und einfach der Schäng.
1967 wurde Jean Löring Präsident von Fortuna Köln, was er bis ins Jahr 2001 blieb. Über viele Jahre hielt er Fortuna als Mäzen nicht nur im Alleingang finanziell über Wasser, er sorgte zudem dafür, daß der Kölner Südstadtverein mit seinen zahlreichen Jugendabteilungen eine sportliche Anlaufstelle für Kinder bot. Das Wohl von Kindern und Jugendlichen, besonders aus sozialen Brennpunkten, lag ihm am Herzen. In den Jugendmannschaften seines Vereinchens, wie er die Fortuna liebevoll nannte, wollte er ihnen eine sportliche Heimat bieten und sie von der Straße holen.
Die größten sportlichen Erfolge unter Jean Lörings Präsidentschaft waren der Aufstieg in die Bundesliga 1973, dem am Saisonende leider der direkte Wiederabstieg folgte, sowie das Erreichen des DFB-Pokalfinales 1983 gegen den 1. FC Köln und die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Bundesliga 1986. Erst im entscheidenden dritten Spiel mußte sich die Fortuna der Mannschaft von Borussia Dortmund geschlagen geben und verblieb in der 2. Liga.
Nachdem Jean Löring sich 2001, bedingt durch Krankheit und private wirtschaftliche Nöte, zurückzog, ging es auch mit seinem Vereinchen ein paar Jahre lang bergab.
Jean Löring, der Schäng, starb am 6. März 2005.
Unter den Trauergästen waren damals auch viele Fans von Fortuna Köln, um dem Mann, der das Bild der Fortuna über fast dreieinhalb Jahrzehnte geprägt hatte, das letzte Geleit zu geben. Zum Abschied warfen sie statt Blumen ihre Fan-Schals ins Grab.
Heute jährt sich sein Todestag zum fünften Mal.

Donnerstag, 4. März 2010

Meine erste Kurzgeschichte

Es war 1979 oder 1980, als ich auf das Science Fiction-Fandom aufmerksam wurde. Damals las ich regelmäßig Perry Rhodan, war Fan von Philip K. Dick, spielte jeden Tag Fußball, hatte BAP für mich entdeckt und besuchte die Oberstufe.
Eines Tages las ich vom PRBCBS, dem Perry Rhodan Briefclub Bullys Schreibtisch, einer bundesweiten Vereinigung von Science Fiction-Fans im allgemeinen und Perry Rhodan-Fans im besonderen. Der Club machte mit dem Slogan "PRBCBS - Wahnsinn mit Methode" auf sich aufmerksam, und ich lernte die dort aktiven Thomas Kass, Otmar Köndgen und Michael Haitel kennen. Neugierig geworden, trat ich in den 1978 gegründeten Club ein.
Zu einer Zeit, als an Internet und Online-Communities noch nicht zu denken war, spielte sich das Clubleben vorwiegend auf 3 Ebenen ab. Man schrieb sich Briefe, traf sich auf Cons und diskutierte in den sogenannten Clubnachrichten, dem monatlich erscheinenden Fanzine des PRBCBS, das an alle Mitglieder versandt wurde. (Eine Praxis übrigens, die bis heute Gültigkeit behalten hat.)
Neben den teilweise recht kontrovers geführten Diskussionen in den CN gab es Kurzgeschichten der Clubmitglieder, Buchrezensionen, Filmbesprechungen und der Dinge mehr, was mich ziemlich begeisterte. Ich hatte eine Möglichkeit entdeckt, neben meiner Leseleidenschaft selbst aktiv zu werden.
Von der Schule abgesehen, verfaßte ich zum ersten Mal eine kurze Geschichte, die auch sofort in den Clubnachrichten erschien. Was mir damals wie ein weltbewegendes Ereignis vorkam, war so verwunderlich nicht, denn in den CN wurden ausnahmslos alle von den Mitgliedern eingereichten Geschichten veröffentlicht - und wenn sie noch so schlecht waren.
Ich kann mich nicht mehr an den Titel meines Werkes erinnern, doch es in gedruckter Form vor mir liegen zu sehen, animierte mich, alsbald weitere Geschichten folgen zu lassen.
So ging es los mit der Schreiberei, auch wenn ich damals nicht im Traum daran gedacht hätte, damit eines Tages mein Geld zu verdienen. Es war ein Hobby, und das ist es heute, 30 Jahre später, da es mir meinen Lebensunterhalt beschert, immer noch.
Und auch der PRBCBS besteht noch.