Samstag, 21. März 2015

Klaus Ulonska 1942 - 2015

„Fortuna Kölns Herz schlägt nicht mehr“, titelte der Kölner Express über den unerwarteten Tod von Klaus Ulonska. Der Präsident von Fortuna Köln starb am 14. März 2015 völlig überraschend an einem Herzinfarkt.


Das Entsetzen war groß in Köln in den vergangenen Tagen, und es zog sich durch alle Schichten und Altersklassen. Ich bekam die Welle von Anteilnahme in den Medien mit und im Vereinsheim, wo ein Kondolenzbuch auslag. Ich spürte die Wertschätzung und Liebe, die Ulonska genossen hat, bei der Gedenkfeier in St. Aposteln. Die Bläck Fööss sangen, und die Fortuna-Spieler trugen den Sarg. Es war ergreifend, ebenso wie die anschließende Beisetzung auf Melaten, wo viele Freunde und Weggefährten von Klaus Ulonska zusammenkamen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, darunter auch viele Anhänger von Fortuna Köln. Ich hatte mit den Tränen zu kämpfen, als ich mich auf dem Friedhof von Klaus’ Frau Helge verabschiedete und ihr für alles dankte, was sie und ihr Klaus zehn Jahre lang für die Fortuna getan haben.

Schon in jungen Jahren begeisterte sich Ulonska für den Sport, dem er in verschiedenen Bereichen sein Leben lang treu blieb. Für den ASV Köln war er als Sprinter über 100 und 200 Meter sowie als Staffelläufer über die 4 x 100 Meter aktiv. Mit der Staffel wurde er 1962 Europameister. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Sport weiterhin verbunden. Er war über viele Jahre  Präsident des Kölner Eis-Klubs, wirkte als Organisator der großen Leichtathletik-Sportfeste des ASV und setzte sich für die Gründung des Kölner Seniorensportvereins sowie des Kölner Behindertensportvereins ein.

Auch außerhalb des Sports war sein Schaffen breit gestreut. Als Mitglied des Traditionskorps der Altstädter Köln lebte er seine Begeisterung für  den Karneval und das Kölner Brauchtum aus. 1973 gehörte er als Jungfrau Claudia dem Kölner Dreigestirn an. Seitdem leitete er unzählige Sitzungen, zumeist als Clown verkleidet. Kaum ein anderes Kostüm hätte seine Lebensfreude besser ausdrücken können.

Denn Klaus Ulonska war ein durch und durch positiver Mensch, ein gläubiger Mensch, dem alle gleich viel wert waren und der für jeden ein offenes Ohr hatte. Als Ratsherr der Stadt Köln arbeitete er unermüdlich zum Wohl der Stadt, später setzte er sein soziales Engagement auf anderer Ebene fort, beispielsweise als Unterstützer des Kölner Obdachlosenfrühstücks. Für seinen Einsatz für die Menschen von Köln und seine vielfältigen Verdienste um den Sport wurde ihm 2014 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Mir wurde Klaus Ulonska bekannt, als er 2004 die Geschicke von Fortuna Köln übernahm. Es war eine Zeit, in der die Fortuna sowohl finanziell als auch sportlich in ziemliche Schieflage geraten war. Nach dem Tod von Jean „Schäng“ Löring rutschte der Verein bis in die 5. Liga ab, der Konkurs schien kaum noch abzuwenden. Der Südstadtclub stand vor dem Aus.

Damals, so weiß es die Legende zu berichten, schellten ein paar enthusiastische Fortuna-Fans bei Klaus Ulonska, um ihn als neuen starken Mann für die Fortuna zu gewinnen. Er wollte nicht, zunächst, doch seine Frau Helge bat die Fans in die Wohnung. Ein stundenlanges Gespräch folgte, an dessen Ende sich Ulonska bereiterklärte, es zu machen – für sechs Wochen. Aus diesen sechs Wochen wurden mehr als zehn Jahre.

Denn Klaus Ulonska entdeckte seine Liebe zur Fortuna, für die er schon bald von morgens bis abends aktiv war, häufig bis spät in die Nacht hinein. Wie zu Beginn unterstützte seine Frau ihn dabei und ließ ihm alle Freiheiten, die er benötigte, um die Fortuna in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren. Dem leidenschaftlichen Ulonska gelang aber noch viel mehr als das: unter seiner Ägide konnte der Verein sich wirtschaftlich konsolidieren und steht heute schuldenfrei dar. Dafür sorgten unter anderem all die Förderer und Sponsoren, die er durch seine vielfältigen Kontakte gewinnen konnte. Zudem erfüllte er den Traum aller Fortuna-Fans: nach dem zwischenzeitigen Aufstieg aus der Verbandsliga führte er den Verein 2014 in die 3. Liga und damit zurück in den Profifußball.


Eine schöne Sache – und eine, die im Fußball ganz und gar ungewöhnlich ist – drückt die Beliebtheit von Klaus Ulonska aus. Nicht nur Kölner bringen ihm große Sympathie entgegen, sondern auch die Fans der Gastmannschaften waren von ihm begeistert. Bei Heimspielen begrüßte Ulonska sämtliche Gästefans persönlich. Das wurde ihm niemals zuviel. »Wer war dieser freundliche Mann eben?«, wurde dann häufig gefragt. Und groß war die Überraschung, wenn es hieß: »Klaus Ulonska, der Präsident von Fortuna Köln.«

In den sozialen Netzwerken fiel es mir in den vergangenen Tagen besonders auf. Die Anteilnahme über Ulonskas Tod kommt von Fußballanhängern aus ganz Deutschland, die mit ihren Vereinen auf die Fortuna getroffen sind: ob von Preußen Münster oder den Bayern, den Stuttgarter Kickers oder Borussia Dortmund. Voller Wärme und Mitgefühl war der mehrseitige Nachruf eines BVB-Fanclubs über den „sympathischsten Fußballpräsident der Welt“.

Längst zur Legende geworden ist Klaus Ulonskas Spendenball. Mit dem durchschritt er bei jedem Heimspiel die Reihen der Besucher, um Geld zu sammeln für die Jugendmannschaften der Fortuna. Denn die vielen hundert Kinder und Jugendlichen aus 23 Nationen, die bei der Fortuna kicken, waren ihm – ebenso wie seinem Vorgänger Jean Löring – eine Herzensangelegenheit.

So oft ich Klaus Ulonska begegnete, er war nie abweisend, hatte niemals schlechte Laune.  »Viel Glück und Segen auf allen Fortuna-Wegen«, so pflegte er stets zu sagen. Mit seinem sonnigen Gemüt und seiner Herzlichkeit lachte er gern und viel. Nur einmal habe ich ihn anders gesehen, nämlich nach dem entscheidenden Relegationsspiel in München gegen die zweite Mannschaft der Bayern. Nach dem Fortuna-Erfolg und dem Aufstieg in die 3. Liga heulte Klaus Rotz und Wasser. Es waren Tränen der Freude und der Erleichterung. Er hatte sein Ziel erreicht – eigentlich nur ein weiteres Zwischenziel, denn mit einem Auge schielte er für die kommenden Jahre bereits auf die 2. Liga. Diesen Traum wird er sich und den Fortuna-Anhängern nun leider nicht mehr erfüllen.

Klaus Ulonska hat ein großes, ein respektables Lebenswerk hinterlassen. Dieser freundliche, herzensgute und sympathische Mann wird der Fortuna ebenso sehr fehlen wie vielen anderen Menschen in Köln. Sein Verlust ist kaum zu kompensieren. Noch vor kurzem haben wir ein paar Worte gewechselt, und wie immer sprühte er vor Energie. Nichts ließ ahnen, dass er schon bald nicht mehr bei uns sein würde. Ich danke Klaus und seiner Frau Helge für alles, was sie für die Fortuna getan haben. Wo wären wir heute ohne euch?

Dienstag, 10. März 2015

Zwanzig Jahre Blitz-Verlag

Im Jahr 1995 gründete Jörg Kaegelmann den BLITZ-Verlag, irgendwo in einem verschlafenen Ort zwischen Siegerland und Westerwald. Damals war der gelernte Drucker der deutschen Science Fiction- und Phantastik-Szene schon seit vielen Jahren verbunden. Er war nicht nur begeisterter Leser, sondern druckte bereits seit Anfang der Siebziger Jahre Bücher für die bundesdeutsche Szene. Zum Beispiel Andromeda, Exodus, SF-Nachrichten und vieles mehr. Der Schritt, sich mit einem kleinen Phantastik-Verlag selbständig zu machen, war also schon fast ein zwangsläufiger.

So ging es bei der Verlagsgründung ursprünglich um die Publikation deutschsprachiger Phantastik. Kultserien wie Raumschiff Promet und Larry Brent wurden nicht nur wieder aufgelegt, sondern zudem mit neuen Geschichten fortgesetzt. Dazu gesellten sich phantastische Reihen wie Necroscope, Lovecrafts Bibliothek des Schreckens, Meisterwerke der dunklen Phantastik, Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek oder Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik.



Längst ist der BLITZ-Verlag jedoch auch in anderen Bereichen zu Hause. Neue Abenteuer von Sherlock Holmes haben ebenso ihre Fans, wie die Leser bedient werden mit Western (Arizona Legenden), Spionage-Thrillern (Snake) und Pater Brown. Nicht zu vergessen die Kult-Klassiker Der Butler und Die Schwarze Fledermaus. Ganz aktuell sind Karl Mays Kara ben Nemsi, Jules Vernes Kapitän Nemo und Edgar Wallace.

Auch folgt der Verleger den Zeichen der Zeit. Startete der BLITZ-Verlag einst mit Print-Versionen, hat sich das Angebot seit einer Weile ausgeweitet. Hörbücher gehören mittlerweile ebenso zum Standardprogramm wie Hörspiele und eBooks. Die oben genannten Serien und Reihen bilden aber nur einen Teil des Verlagsprogramms. Es ist viel zu umfangreich, um an dieser Stelle auf sämtliche Publikationen einzugehen. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal auf die Verlagsseite schauen: www.blitz-verlag.de

Ich gratuliere Jörg Kaegelmann und seinem BLITZ-Verlag zu einem runden Jubiläum. Zwanzig Jahre hingebungsvolle Tätigkeit im Dienst der deutschen Phantastik, dazu weitgehend als Ein-Mann-Unternehmen, sind aller Ehren wert.

Montag, 9. März 2015

White Hot & Blue in der Torburg

Ich habe ein Konzert gesehen, das gar nicht eingeplant war. White Hot & Blue nennt sich die 1982 in Gelsenkirchen gegründete Band, ursprünglich ein Trio, inzwischen ein Quintett. Ulli Tietze (Bass und Gesang), Thomas Erkelenz (Gitarre und Gesang), Gregor Hengesbach (Gitarre), Martin Scholz (Keyboards) und Bernd Gremm (Schlagzeug) stammen aus dem Ruhrpott und beweisen eindrucksvoll, dass Gelsenkirchener und Dortmunder nicht nur gegeneinander, sondern auch miteinander spielen können.

Gehört habe ich von der Band noch nie, und dass ich sie jetzt entdeckt habe, ist einem reinen Zufall zu verdanken. Nach einem Spaziergang durch die Südstadt wollte ich in der Torburg Fußball schauen. Während des Spiels begannen die Musiker mit dem Aufbau ihrer Instrumente und führten ihren Soundcheck durch. Bei den bluesigen Klängen wurde ich sofort hellhörig und entschied, mir das Konzert nach dem Spiel anzusehen. Eine Entscheidung, die ich nicht bereue.

White Hot & Blue machen kräftigen, erdigen Blues und Bluesrock, genau das, was ich unter guter alter handgemachter Musik verstehe, unter ehrlicher Musik. Bei jedem der fünf Musiker handelt es sich um einen tollen Instrumentalisten, und die Jungs legten eine Menge Spielfreude an den Tag. Da sind echte Könner am Werk, denen man anmerkt, dass sie nicht erst seit kurzem zusammen spielen. Bei ihren musikalischen Fähigkeiten und den wirklich guten Stücken wundert es mich, dass sie nicht bekannter sind.

Gelegentlich hatte ich das Gefühl, John Fogerty persönlich packt gerade einen Swamp Blues aus. Der Drummer glänzte mit einem Solo, und der großartige Keyboarder spielte sich phasenweise mit geschlossenen Augen und verzücktem Lächeln im Gesicht regelrecht in Ekstase. Ein richtiggehender Zauberer an den Tasten. Große Klasse. Unverhofft kommt oft, heißt es. White Hot & Blue kamen für mich unverhofft - und richtig gut. Das Konzert war Klasse, und die Band kann ich wärmstens empfehlen.

Sonntag, 8. März 2015

Werner Fleischer 1961 - 2015

Wieder ist einer der Aktiven aus der deutschen Science Fiction-Szene von uns gegangen. Werner Fleischers Tod macht mich betroffen. Ich kannte Werner seit bestimmt zwanzig Jahren persönlich, wenn auch nicht besonders gut, so doch vor allem durch seine Tätigkeit als Mitveranstalter der Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz, zuweilen auch Sinzig-Con genannt. Auch bei anderen ähnlichen Veranstaltungen liefen wir uns gelegentlich über den Weg. Zuletzt hielten wir losen Kontakt via Facebook.

Den Dingen, die ihm am Herzen lagen, widmete Werner sich mit Leidenschaft, sei es nun der Con in Sinzig, seine Liebe zu den Beatles oder seine Aktivitäten in der Karl May-Szene. Er war als Redakteur beim Perry Rhodan-Magazin Sol und als Autor für das Comicmagazin Sprechblase tätig. Er engagierte sich sozial und politisch und saß einige Jahre für die SPD im Kreistag Ahrweiler.

Wie Freunde von ihm vermelden, ist Werner gestern an einem Herzinfarkt verstorben, gerade einmal 53 Jahre alt. 2013 sollte es nach Jahren der Pause noch einmal einen Con in Sinzig geben, dieser wurde jedoch verschoben. Nachdem 2014 Mitveranstalter Elmar Wietor starb und nun Werner Fleischer, dürften auch die Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz Geschichte sein. Mein Beileid gilt Werners Frau, seiner Familie und seinen Freunden.

Samstag, 7. März 2015

Ein Auge auf Dhark 52

Der Rezensent Michel Wuethrich hinkt noch ein wenig hinterher, holt aber auf. Eine ordentliche Fleißarbeit für jemanden, der erst mit Beginn des laufenden Zyklus bei Ren Dhark eingestiegen ist. Schön, dass die Besprechungen weitergehen und die Zauberspiegel-Kolumne zusehends Gestalt annimmt.

Kürzlich ist in der Dhark-Serie Weg ins Weltall 53 erschienen, Michel Wuethrich beschäftigt sich just mit dem Vorgängerband 52. In seiner Zauberspiegel-Kolumne "Ein Auge auf Dhark" setzt er sich eingehend mit Markt des Verbrechens auseinander. Dies geschieht in gewohnt ausführlicher wie kritischer Form. Zur Klärung gewisser Randnotizen zitiert der Rezensent zudem aus meinem Blog und unserer Mail-Korrespondenz.

"Mit dem Markt des Verbrechens, der dem Buch auch gleich den Titel aufdrückt, ist ein spannender Aspekt im Ren Dhark-Universum aufgetaucht", urteilt der Kolumnist. Die vollständige Rezension gibt es hier, doch Vorsicht, es wird gespoilert:

http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/ren-dhark-das-all/25543-ein-auge-auf-dhark-weg-ins-weltall-52

Freitag, 6. März 2015

Der Schäng ist unvergessen

Ich erinnere mich noch gut an jenen Tag im März 2005, an dem die Trauerfeier für Jean Löring stattfand. Die kleine Kapelle auf dem Südfriedhof platzte aus allen Nähten, als sich der langjährige Präsident des SC Fortuna Köln auf seinen letzten Weg machte. Der Schäng, wie ihn jeder nannte, war am 6. März gestorben, und die Anteilnahme in Köln war groß.

Heute jährte sich sein Todestag zum zehnten Mal. Ich unternahm einen Abstecher auf den Südfriedhof und schaute am Familiengrab der Lörings vorbei. Bei meinem Eintreffen legte eine junge Frau, eine Familienangehörige möglicherweise, gerade einen Strauß Lilien ab. Zuvor waren bereits andere da gewesen, hatten Blumen hinterlassen und Kerzen angezündet. Daneben steckte ein Wimpel des Fortuna-Fanclubs "Schäng Gäng".

Das hat mir gefallen. Es beweist, dass der Schäng nicht vergessen ist. Ich verweilte kurz und sagte dem Mann, der die Fortuna über Jahrzehnte hinweg verkörperte wie kein zweiter, noch einmal Tschüss.

Sonntag, 1. März 2015

ColoniaCon-Grillfest 2015

Bekanntlich findet in Köln alle zwei Jahre der Coloniacon statt. Nach 2014 wird die traditionsreiche Veranstaltung auch 2016 wieder im Deutzer Jugendpark über die Bühne gehen. Für die dazwischen liegenden coloniaconfreien Jahre haben sich die neuen CC-Veranstalter Daniel von Euw und Bernd Robker etwas einfallen lassen, das wir früher schon einmal angedacht hatten. Dass die Idee nun in die Tat umgesetzt wird, gebe ich an dieser Stelle gern weiter.

Immer wieder wurde nämlich von Conbesuchern gefragt, warum wir nicht auch in den "ungeraden" Jahren etwas machen. 2015 wird es daher zum ersten Mal ein ColoniaCon-Grillfest geben, also keine Wochenendveranstaltung mit durchgängigem Programm, sondern ein gemütliches Beisammensein mit Grill, Bier und Geplauder. Ganz ohne geht es aber doch nicht - ein kleines Rahmenprogramm wird auf jeden Fall auf die Beine gestellt, wie aus der Vorankündigung zu erfahren ist.

Das Grillfest findet im Gegensatz zum Con nicht im Jugendpark statt, sondern an anderer Stelle. Den Veranstaltungsort, das ACR Sportcenter in Köln, kenne ich selbst nicht. Ich lasse mich wie alle anderen Besucher überraschen. Wer das Samstagabendgrillen beim Coloniacon kennt, kann sich jedenfalls auf eine nette Veranstaltung freuen. Alle anderen natürlich auch.

Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit gibt es hier: http://coloniacon.de/grillfest-2015

Freitag, 27. Februar 2015

Leonard Nimoy 1931 - 2015

Ein wenig kommt es mir so vor, als sei ein guter, alter, vertrauter Freund gegangen, der mich mein ganzes bisheriges Leben begleitet hat. Welcher Star Trek-Fan kennt sie nicht, die Worte, die Mister Spock Sekunden vor seinem Filmtod in einer bewegenden Szene an James T. Kirk richtet? So geschehen in Star Trek II - Der Zorn des Khan: "Ich war es und werde es immer sein, Ihr Freund." Bestimmt habe ich damals im Kino ein Tränchen verdrückt, denn natürlich war der coole Vulkanier auch mein Freund.

In seiner Rolle als Mister Spock war Leonard Nimoy die tollste Figur für mich, als ich als kleiner Junge zum ersten Mal Raumschiff Enterprise gesehen habe. Faszinierend, so hätte der Vulkanier es ausgedrückt. Die spitzen Ohren und seine Logik, das war etwas Neues und hat mich begeistert. Dazu der Vulkaniergruß, das Spreizen der Finger zwischen Mittel- und Ringfinger, das wir auf dem Schulhof so lange übten, bis es klappte.

Immer wieder tauchte Nimoy als Spock in den Star Trek-Kinofilmen auf, zuletzt in dem neuen (alternativen) ST-Universum des J.J. Abrams. Ich habe mich über Nimoys Gastauftritte in den Filmen 2009 und 2013 sehr gefreut. Sicher, er spielte auch in zahlreichen anderen Filmen und Serien mit, zum Beispiel in Kobra übernehmen Sie und grandios als William Bell in Fringe. Doch ist sein Name für immer mit der Figur des Mister Spock verbunden.

Nun ist dieser Held meiner Kindheit gegangen, im gesegneten Alter von 83 Jahren. Man möchte ihm ein letztes Mal hinterherrufen: "Live long and prosper". Oder, um William Shatner aus Star Trek III - Auf der Suche nach Mister Spock zu zitieren: "Die Enterprise kommt mir vor wie ein Haus, das von allen Kindern verlassen worden ist. Nein, sogar noch leerer. Spocks Tod ist wie eine offene Wunde. Ich habe das Gefühl, als hätte ich den besten Teil meiner Selbst dort auf jenem neu geschaffenen Planeten zurückgelassen."

Montag, 23. Februar 2015

Promet-Planungen in Rosbach

Den gestrigen Sonntag nutzte ich für eine Fahrt nach Windeck-Rosbach. Den kleinen Ort an der Sieg besuche ich schon seit Jahren immer mal wieder, denn dort ist Jörg Kaegelmann mit seinem Blitz-Verlag ansässig. Es gibt eine direkte Bahnverbindung von Köln ohne lästiges Umsteigen.

Wir unterhielten uns ausgiebig über Raumschiff Promet und die beiden Promet-Reihen. Im Vordergrund stand dabei die Fortführung der neuen Abenteuer, die ich in den nächsten Tagen ausarbeiten werde. Im März erscheinen zwei Romane, in denen ich die Ereignisse nach der Rückkehr der Promet in den Katai-Sektor und die dramatischen Wirren um die Chronoskope abgeschlossen habe.

Der Handlungsstrang um Arn Borul ist dabei offen geblieben. Ihm werde ich mich im nächsten Roman beziehungsweise in den nächsten Romanen widmen. Die ursprüngliche Idee habe ich verworfen, weil sie mit dem Inhalt einer anderen SF-Serie kollidiert wäre. Daher muß ich eine neue ausarbeiten. Mir schwebt bereits etwas vor.

Sonntag, 22. Februar 2015

Fünf Jahre Achims Blog

Seit 5 Jahren ist mein Blog nun schon am Start. Im Februar 2010 habe ich damit begonnen, auf diesem Weg über meine Aktivitäten zu berichten. Immer mal wieder blicke ich zwar über den Tellerrand hinaus, aber meistens geht es ums Schreiben, meine Arbeit und meine Veröffentlichungen. Wen wundert's - schließlich nimmt diese Tätigkeit die meiste Zeit meines Tages in Anspruch.

Fünfjähriges Jubiläum, das ist ein guter Anlass, um mich zu bedanken. Bei allen, die meinen Posts regelmäßig folgen, und ebenso bei jenen, die gelegentlich reinschauen. Habt vielen Dank und bleibt mir gewogen. Ich gebe mir Mühe, keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Samstag, 21. Februar 2015

Risiko Hypergeschwindigkeit


"Die Suche nach Selena führt Danog ut Keltris zu den Murip, einem Volk, mit dem die Menschheit bislang nur wenig Kontakt hatte und das eher zurückgezogen lebt. Dabei gerät der Walfe in eine Lage, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Ren Dhark und seine Getreuen erreichen unterdes ein Sonnensystem, das von den Worgun bereits vor zehntausenden von Jahren aufgegeben wurde. Dort erwartet sie das Risiko Hypergeschwindigkeit."

Nicht nur mein neuer REN DHARK-Sonderband ist justament erschienen, sondern parallel dazu auch das 53. Buch der Hauptserie. Während ich an Verborgene Erkenntnis schrieb, verfaßten Jan Gardemann, Ben B. Black und Uwe Helmut Grave den Roman Risiko Hypergeschwindigkeit.

Wie es der Titel andeutet, funktioniert die neue technische Errungenschaft, mit der sich Ren Dhark und die Besatzung der Point of konfrontiert sehen, nicht ganz risikofrei. Das bizarr konstruierte Raumschiff, das eine solche Geschwindigkeit erreicht, hat Ralph Voltz aufs Titelbild gebannt.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Verborgene Erkenntnis

"Danke an Achim Mehnert für diesen außergewöhnlichen Roman", so schreibt ein Leser in der Ren Dhark-Gruppe bei Facebook. Das geht natürlich runter wie Öl. Er hat mein neues Buch bereits gelesen, ich habe die Belegexemplare jetzt erhalten.

Gemeint ist die vor wenigen Tagen erschienene 27. Ausgabe der Ren Dhark-Sonderbände in der Unitall-Reihe. Der abgeschlossene Roman stellt Terence Wallis und Steven Trainor in den Mittelpunkt der Handlung. Die beiden Staatsmänner von Eden und Bel Air müssen eine Aufgabe lösen, von der sie nicht einmal ahnen, daß sie ihnen überhaupt gestellt wurde.

Der Klappentext verlautbart es folgendermaßen: "Terence Wallis und Steven Trainor befinden sich auf dem Weg nach Pluma, um mit dem dort lebenden Volk der Plumaty erste diplomatische Kontakte zu knüpfen. Kurz zuvor ereignet sich auf Babylon ein tragischer Unfall, dessen weitreichende Konsequenzen in diesem Moment niemand vorausahnen kann. Wallis und Trainor bekommen das zu spüren, als ihr Flug abrupt endet und sie sich unfreiwillig auf die Suche begeben müssen nach der verborgenen Erkenntnis."

Um auf das eingangs erwähnte Lob zurückzukommen: Ungewöhnlich ist die Geschichte durchaus. Es findet sich nicht nur Hajo F. Breuer darin wieder, der verstorbene Ren Dhark-Chefautor, der auch auf dem Buchcover zu sehen ist. Es werden zudem die Lebensgeschichten von Wallis und Trainor mit einem ganz anderen als aus der Serie bekannten Verlauf geschildert.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Beim Zoch mitgegangen

Der Karneval ist mal wieder geschafft - und ja, er hat mich geschafft. Ständig war ich irgendwo unterwegs, in meinem eigenen Viertel und in der Südstadt. Den Rosenmontagszug habe ich verpaßt. Ich war Sonntag und Montag zu erschlagen, um mich nach draußen zu begeben. Überhaupt fühle ich mich schlapp nach den tollen Tagen, wurde jedoch im Gegensatz zu halb Kölle von einer heftigen Erkältung verschont. Ein bißchen hatte ich schon vorher und zwischendurch. Generell sind den Jecken die Nachwirkungen ja egal, wenn sie in der Stadt unterwegs sind. Wer denkt da schon an den nächsten Tag? Schön war es wieder.

Mein persönlicher Höhepunkt war diesmal der Dienstager Zollstockszoch. Seit Jahren besuche ich ihn, in diesem Jahr bin ich zum ersten Mal mitgegangen. Ich war Teilnehmer der Gruppe "Fidele Fortuna" von Fortuna Köln. So bekam ich das Treiben mal aus einem ganz anderen Blickwinkel mit. Mehr noch als am Straßenrand sieht man die Freude und den Spaß der Menschen.

Ein besonderer Moment war der, als der Zug am Zollstocker Seniorenheim vorbeiging. Dutzende Senioren in weit fortgeschrittenem Alter saßen in ihren Rollstühlen draußen und verfolgten das närrische Treiben mit leuchtenden Augen. Manche bekamen, glaube ich, allerdings auch gar nicht mehr richtig mit, was da geschah. Doch für die meisten war es zweifellos eine schöne Abwechslung vom täglichen Trott im Heim. Klar, daß wir dort ausschwärmten und ihnen Schokolade und Pralinen in die Hand drückten. Ich hatte fast Tränen in den Augen.



Sonntag, 8. Februar 2015

Ren Dhark 51 im Zauberspiegel

Eine schöne Sache: von der Ren Dhark-Kolumne beim Zauberspiegel gibt es Neues zu berichten. Diesmal hat sich Michel Wuethrich des 51. Buches von "Weg ins Weltall" angenommen. Neben ergänzenden Artikeln ist dies bereits das dritte Buch, das dort besprochen wird. Mittlerweile darf man Michels Kolumne als etabliert bezeichnen. Ich weiß durch einige Rückmeldungen, daß sie von den Lesern gut angenommen wird.

Das Geheimnis des Hyperkalkulators erfährt dabei eine ausführliche Besprechung. Der Rezensent setzt sich kritisch mit den drei Teilromanen und ihren Verfassern (Gardemann, Grave, Mehnert) auseinander. Ich finde es wieder interessant, zu welchen Schlußfolgerungen und Überlegungen Michel Wuethrich dabei kommt. Und zu welchen offenen Fragen, auf die man als Autor beim Schreiben nicht achtet - oder die (zumindest vorübergehend) gewollt offen bleiben, um den Leser zu kitzeln.

Die komplette Besprechung gibt es hier:
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/ren-dhark-das-all/25324-ein-auge-auf-dhark-weg-ins-weltall-51

Montag, 2. Februar 2015

Gestern war ich Franzose

Frankreich ist Handball-Weltmeister, zum fünften Mal und damit so oft wie kein anderes Team der Welt. Man könnte auch sagen: so oft wie kein anderes Team aus Europa, denn einen Weltmeister von einem anderen Kontinent gab es bisher nicht. Daran änderte sich - gottlob! - auch gestern nichts. Die Equipe Tricolore gewann in einer spannenden und heiß umkämpften Begegnung 25:22 gegen Katar.

Ich machte mir einen ruhigen Sonntag. Keine Arbeit an einem Manuskript, keine Überlegungen zum nächsten Projekt. Rein gar nichts, sondern einfach mal abschalten. Es war nötig, wie ich feststellte. Ich unternahm einen langen Spaziergang durch die Südstadt, durch den Volksgarten und hin zum Südstadion. Das naß-kalte Wetter störte  mich nicht.

Auf den Plätzen der Sportanlage Süd tummelten sich Mannschaften der D-Jugend. Ich schaute mir das Treiben eine kurze Weile an, begab mich dann aber ins Vereinsheim und bestellte einen heißen Kaffee. Es liefen die Zusammenfassungen der Samstagspiele der Fußball-Bundesliga. So genoß ich noch einmal den Sieg des 1. FC Köln beim Hamburger SV und schaute mir anschließend die Live-Übertragung von Werder Bremen gegen Hertha BSC Berlin an.

Beim Gespräch mit einem Besucher aus Aachen wechselte ich zu einem Weizenbier. Er ist Anhänger der Alemannia, und sein Sohn spielt für den SV Eilendorf, einen Vorortclub von Aachen. Während der Kleine draußen dem Ball hinterherjagte, unterhielten wir uns über die gemeinsame Zweitligavergangenheit von Fortuna Köln und der Alemannia sowie über den alten Aachener Tivoli, den ich ein paarmal besucht habe. Er hingegen hat früher einige Spiele im Südstadion gesehen und freute sich, dank seines Sohnes gestern mal wieder vorbeischauen zu können. Eine richtig nette Unterhaltung. Fußballfans haben sich, was ihren Sport angeht, immer etwas zu erzählen.

Über allem stand an diesem Sonntag aber das Handball-Endspiel. Die Sympathien waren nicht geteilt, wie das häufig der Fall ist, sondern ausschließlich auf Seiten der Franzosen. Kein Wunder, war diese Weltmeisterschaft in dem Wüstenstaat Katar doch eine einzige Farce. Eine gekaufte Vergabe, im Ausland gekaufte Katar-Spieler und gar gekaufte Zuschauer auf den Rängen. Selbst letzteres änderte kaum etwas an dem Armutszeugnis überwiegend leerer Hallen, wenn nicht gerade der Gastgeber auftrat. Ein armseliges, ein erbärmliches Bild, das diese WM und der Gastgeber abgaben.

Im Fortuna-Vereinsheim wurde jedes Tor der Franzosen lautstark bejubelt. Alle wünschten Frankreich den WM-Titel. Oder anders ausgedrückt, niemand gönnte ihn Katar. Konnte ich gut nachvollziehen, denn da ging es mir wie allen anderen.

Sonntag, 1. Februar 2015

Phantastik-News bespricht Versuch 158

Die Rezension ging bei Phantastik-News bereits Anfang Dezember online, entdeckt habe ich sie erst jetzt. Carsten Kuhr bespricht Versuch 158, meinen vierten Nick-Roman. Den Folgeroman habe ich inzwischen ja schon geschrieben, das Buch ist in Vorbereitung.

"Inhaltlich erinnert mich Nick von der Anlage her immer ein wenig an die klassischen phantastischen Helden. Ähnlich wie in Sun Koh darf ein Kriminalplot oder ein möglichst exotisches Abenteuer nie fehlen, klassische SF-Elemente wie die Reise zu fremden Planeten oder die Begegnung mit Aliens sind auch immer ein beliebtes Motiv."

Bei der Einschätzung mußte ich ein wenig schmunzeln. Kein Wunder, daß der Rezensent sich bei Nick an die klassischen phantastischen Helden erinnert fühlt. Schließlich stammt Nick aus den Sechziger Jahren und gehört zu eben jenen. Die komplette Romanbesprechung findet sich hier:

http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=9756:nick-versuch-158-achim-mehnert-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

Donnerstag, 29. Januar 2015

Ein weiteres Manuskript für Ren Dhark

Es ist gerade eine Woche her, da schrieb ich über die Fertigstellung meines Manuskripts für Weg ins Weltall Band 54. Eigentlich ging ich von einer Dhark-Pause aus, doch manchmal geschieht Unvorhergesehenes. Und zuweilen ist das gar nicht schön.

Ein Kollege ist schwer erkrankt und mußte ins Krankenhaus, just zu einem Zeitpunkt, da er erst ein Viertel seines Romanmanuskripts geschrieben hatte. Die Weiterarbeit daran war ihm leider unmöglich, und die Telefonleitungen glühten. Nach einem Anruf des Exposéautors, der Schilderung der Sachlage und einer recht hektisch geführten Diskussion mit Terminabstimmung etc. sprang ich ein. Natürlich mußte es schnell gehen - und es ging schnell.

Das fertige Manuskript ist mittlerweile im Lektorat. Was aber viel wichtiger ist, dem Kollegen geht es mittlerweile besser, und es besteht die Aussicht, daß er bald wieder mit von der Partie ist.

Samstag, 24. Januar 2015

Winterliche Pracht in Köln

Der Januar ist fast rum, und es hat in Köln zum ersten Mal in diesem Winter geschneit. Vormittags und um die Mittagszeit schickte Frau Holle dicke weiße Flocken vom Himmel. Meistens ist solche Pracht in Köln nur von kurzer Dauer, deshalb packte ich mich dick ein, ließ den Schreibtisch Schreibtisch sein und machte mich zu einem Spaziergang auf.

Ich stapfte quer durch den Volksgarten. Inzwischen hatte es aufgehört zu schneien, aber die weiße Pracht lag bereits knöchelhoch. Der Park präsentierte sich in schönstem Wintergewand. Der Weiher ist zu drei Vierteln zugefroren. Die Wasservögel sammeln sich am eisfreien südlichen Gewässerende am Ufer und in Ufernähe, wo sie hoffen, von den seltenen Spaziergängern Brot oder anderes Futter zugeworfen zu bekommen. Was natürlich strengstens verboten ist, wie zahlreiche Schilder mahnen. In einer Baumkrone hockten Dutzende Halsbandsittiche und veranstalteten einen Heidenlärm. Kleineren Vögeln fressen sie bekanntlich alles weg, aber in die Nähe von Schwänen und Gänsen scheinen sie sich nicht zu trauen.

Mehrere Dutzend Schneemänner waren über die Wiesen verstreut, angefangen bei Winzlingen von der Größe eines Unterarms bis hin zu fetten, mehr als zwei Meter großen Brocken. Ich staunte nicht schlecht, denn es waren kaum Kinder im Park. Bob der Baumeister mußte ganz schön schnell gewesen sein, um in Windeseile all die eisigen Gesellen zu errichten.

Ich erinnerte mich daran, mit welcher Begeisterung ich als Kind selbst Schneemänner gebaut habe. Im Garten meiner Großeltern, in einem der vielen Parks der Stadt oder einfach irgendwo auf der Straße. Sobald es zu tauen begann und die Schneeschmelze einsetzte, hatte ich damals immer das Gefühl, daß sich ein Freund in Wohlgefallen auflöst. Heute hatte ich für die weißen Burschen nur ein paar interessierte Blicke übrig, während ich durch ihre Reihen schlenderte. Ich stapfte weiter zum Südstadion. Im Vereinsheim von Fortuna Köln gab es heißen Kaffee, und der war eine Wohltat.

Freitag, 23. Januar 2015

Who Knows im Versus

Seit sieben Jahren betreibt Ralf die Kneipe Versus im Kwartier Latäng, dem Studentenviertel nahe der Uni. Jeden Montag treten bei ihm Blues- oder Bluesrock-Bands auf, für lau, man zahlt also keinen Eintritt. Ich habe schon das eine oder andere Mal darüber berichtet.

Nun sah ich dort Who Knows, eine fünfköpfige Kapelle. Sänger, zwei Gitarren, Baß und Schlagzeug. Von Anfang an knallte ein richtig fetter Sound durch den Laden. Blues war das für mich nicht. Ich versuchte, die Musik einzuordnen - was man ja nicht unbedingt machen muß. Ich tat es trotzdem und kam zu keinem Ergebnis. Ich unterhielt mich mit anderen Zuhörern, und wir einigten uns auf die Begriffe Indie-Blues und Indie-Rock.

Die Richtung, der Stil sagte mir jedenfalls zu. Der Kopf wippte, der Fuß folgte dem Takt, und ich trommelte mit den Fingerspitzen auf der Theke. Vorher noch nie gehört von der Band, ein Versäumnis. Schönes Konzert mit ein paar Kölsch, das hat mir richtig gut gefallen.

Dafür verblüffte mich eine Neuigkeit. Nach sieben Jahren hört Ralf mit dem Versus auf. Am Aschermittwoch soll es einen großen Abschied geben, danach gehen die Lichter aus. Fürs erste, aber für den Laden hat sich in den letzten dreißig Jahren immer ein Nachfolger gefunden. Ralf selbst hat sich bereits eine neue Aufgabe gestellt. Mitten in der Stadt, auf der Hohe Straße, eröffnet er das Live Rock Cafe. Der Name hört schon mal gut an. Noch besser klingt, daß es dort jeden Abend Live-Auftritte geben soll. Ich bin gespannt.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Geheimnisse über Geheimnisse

Ich kann glücklich verkünden, schon wieder einen Ren Dhark abgeschlossen zu haben. Nach dem Sonderband, den ich kürzlich fertiggestellt hatte, war es diesmal wieder ein Roman für die Hauptserie. Darunter litt mein Blog ein wenig, wie der geneigte Leser festgestellt hat. Prompt fragte jemand, ob ich ihn künftig nicht weiterführe. Sicher, im neuen Jahr so wie im alten. Daß es mal eine Woche oder mehr keinen Blogpost gibt, dürfte zu verschmerzen sein. Die Arbeit an einem Manuskript geht vor.

Womit ich wieder bei meinem eingangs niedergeschriebenen Satz bin. Ren Dhark ist in den Tiefen der Galaxis auf ein außergewöhnliches Raumschiff gestoßen, eine weitere Hinterlassenschaft der Worgun, der Mysterious, als die die Gestaltwandler in der Serie so beliebt wurden. Im Zuge der Tests mit dem technischen Wunderwerk stoßen die Besatzung der Point of und die Wächter auf ein noch viel größeres Geheimnis.

Das Buch, Weg ins Weltall 54, wird den Titel Im Namen der Murip tragen und voraussichtlich im April erscheinen. Das Titelbild von Ralph Voltz liegt bereits vor. Ihr seht es unten. Den Murip hat Ralph wunderbar getroffen. Ein sehr schönes Covermotiv.