Roboter spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte. Eine uralte, verborgene Station mit einem ganz besonderen Gehirn. Eine Schulklasse, aus der ein junger Schüler durch seine speziellen Fähigkeiten herausragt. Dunkle Geschäfte und eine Mörderbande. Und nicht zuletzt eine Falle, in die Ren Dhark tappt.
Richtig, heute habe ich die Arbeit am aktuellen Dhark-Manuskript abgeschlossen. Darin habe ich unter anderem mit den Bevölkerungszahlen der Welten der Menschheit jongliert. Babylon, Eden, Bel Air. Auf der Erde, die längst nicht mehr die Hauptwelt der Menschen ist, leben im Jahr 2069 gerade einmal noch 120 Millionen Terraner. Von Überbevölkerung keine Spur.
Mein Leben spielt sich ab zwischen Dom und Rhein. Zwischen Schreibtisch, Fußballplatz, Konzerthalle und Kneipe. Auf der Straße. Virtuell und in der Wirklichkeit. Und sogar in den Köpfen mancher Leute. Ein bißchen von alledem findet hier seinen Niederschlag.
Donnerstag, 25. September 2014
Dienstag, 23. September 2014
Eine BAPsche Bühnenimpression
Ich war am 19. August beim BAP-Konzert in Bonn, worüber ich mit einwöchiger Verspätung am 26. August berichtete. Nun kann ich eine wundervolle Impression der diesjährigen Tour nachreichen. Das Bild zeigt herrlich das Bühnenbild mit Musikern und Instrumenten. So habe ich den Auftritt erlebt. Ich saß ja in der ersten Reihe. Herzlichen Dank an die Fotografin Anastasia Nass. Und an meinen alten Kumpel Matthias Langer von m-design sowieso. Ich hoffe, die Totale kommt in der Darstellung einigermaßen rüber.
Samstag, 20. September 2014
Blacky liest in Frankfurt
Das ist eine nette Information, die ich gern weiter verbreite. Mein REN DHARK-Kollege Ben B. Black liest auf dem diesjährigen BuchmesseCon. Was läge näher, als dafür seinen jüngst erschienenen Dhark-Sonderband Das Vermächtnis der Heriten auszuwählen? Die Buchvorstellung findet um 17:00 Uhr statt. Natürlich steht Blacky seinen Fans und den Besuchern des Programmpunktes anschließend für Fragen zur Verfügung.
Ich werde ebenfalls auf dem Bucon anwesend sein. Wann ich dort eintreffe, hängt davon ab, ob ich am Samstag vorher noch auf der Messe vorbeischaue oder von Köln aus direkt zum Con fahre. Spätestens ab dem frühen Nachmittag ist mit mir zu rechnen. Blackys Lesung lasse ich mir nicht entgehen, zumal wir danach ohnehin zu einem Weißbier verabredet sind.
Ich werde ebenfalls auf dem Bucon anwesend sein. Wann ich dort eintreffe, hängt davon ab, ob ich am Samstag vorher noch auf der Messe vorbeischaue oder von Köln aus direkt zum Con fahre. Spätestens ab dem frühen Nachmittag ist mit mir zu rechnen. Blackys Lesung lasse ich mir nicht entgehen, zumal wir danach ohnehin zu einem Weißbier verabredet sind.
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Freitag, 19. September 2014
Raumschiff vor Planet
Momentan wird noch an Ren Dhark - Weg ins Weltall 51 geschrieben. Hier ist schon einmal Ralph Voltz' Graphik, die das Buchcover schmücken wird.
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Donnerstag, 18. September 2014
Herbstzeit, Kastanienzeit
Gestern wäre ich fast aus heiterem Himmel erschlagen worden. Auch wenn die Gallier es befürchten, es war nicht der Himmel selbst, der mir um ein Haar auf den Kopf gefallen wäre. Sondern eine Frucht der Gewöhnlichen Rosskastanie. Sie knallte mit ziemlicher Wucht neben mir auf den Asphalt, sprang davon und rollte ein Stück den Weg hinunter, um schließlich in völliger Harmlosigkeit liegen zu bleiben.
Es ist wieder soweit. Zu dieser Jahreszeit, wenn der Sommer zu Ende geht und der Herbst sich anschickt, ihn abzulösen, fallen die kleinen braunen Dinger allenthalben aus den Baumkronen. Irre ich mich, wenn ich dem Eindruck erliege, daß der Bestand an Kastanienbäumen sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten drastisch erhöht hat? Egal wo ich in der Stadt spazieren gehe, Rosskastanien wachsen überall. Auf Plätzen und Straßen, in Gärten und Parks. Einzeln, in Gruppen oder zu prächtigen Alleen arrangiert.
Wenn sich die Bäume ihrer Früchte entledigen, ist das, wie man im ersten Abschnitt sieht, nicht immer ganz ungefährlich. In Ostheim beispielsweise wachsen sie beidseitig der vielbefahrenen Frankfurter Straße. Die ausladenden Kronen der großen, alten Bäume wuchern über der Straße ineinander und bilden ein dichtes, grünes Dach. Der Anblick ist beeindruckend, doch bei Windstößen prasselt manchmal ein regelrechter Geschoßhagel auf die Straße nieder. Da hat sich schon so mancher Autofahrer ein paar Dellen in seinem Fahrzeug eingefangen.
Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, kommt es mir so vor, als habe es damals weitaus weniger Kastanienbäume gegeben. Zur Herbstzeit mußte man in den Parks regelrecht nach den gefallenen Früchten suchen. Ich war mit einer Tüte in den Grünanlagen in Zollstock oder Klettenberg unterwegs, streifte durch den Volksgarten oder den Grüngürtel und kam manchmal mit reicher Beute, viel häufiger aber mit enttäuschendem Sammelergebnis nach Hause.
Bei meinen Freunden und mir war es ein beliebtes Hobby, aus den Kastanien kleine Tiere zu basteln. Besonders dicke Früchte hielten als Körper her, kleinere als Kopf. Für die Beine wurden häufig schlanke Eicheln verwendet. Selbst Bucheckern fanden Verwendung. Zusammengesteckt wurden die einzelnen Elemente mit Zahnstochern oder abgebrochenen Streichhölzern. Da mein Vater rauchte, waren letztere immer zur Hand. Einwegfeuerzeuge gab es, wenn ich mich nicht irre, damals noch nicht.
In den letzten Tagen habe ich mich mehrmals dabei ertappt, Kastanien aufzuheben und sie beim Spaziergang zwischen den Fingern zu drehen, in die Luft zu werfen und wieder aufzufangen, sie fallen zu lassen und mit dem Spann über eine Wiese zu kicken. Die kleinen brauen Dinger, nicht selten mit einem rötlichen Farbstich und diesem Glänzen im Sonnenlicht, üben heute noch eine beinahe magische Anziehungskraft auf mich aus.
Es ist wieder soweit. Zu dieser Jahreszeit, wenn der Sommer zu Ende geht und der Herbst sich anschickt, ihn abzulösen, fallen die kleinen braunen Dinger allenthalben aus den Baumkronen. Irre ich mich, wenn ich dem Eindruck erliege, daß der Bestand an Kastanienbäumen sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten drastisch erhöht hat? Egal wo ich in der Stadt spazieren gehe, Rosskastanien wachsen überall. Auf Plätzen und Straßen, in Gärten und Parks. Einzeln, in Gruppen oder zu prächtigen Alleen arrangiert.
Wenn sich die Bäume ihrer Früchte entledigen, ist das, wie man im ersten Abschnitt sieht, nicht immer ganz ungefährlich. In Ostheim beispielsweise wachsen sie beidseitig der vielbefahrenen Frankfurter Straße. Die ausladenden Kronen der großen, alten Bäume wuchern über der Straße ineinander und bilden ein dichtes, grünes Dach. Der Anblick ist beeindruckend, doch bei Windstößen prasselt manchmal ein regelrechter Geschoßhagel auf die Straße nieder. Da hat sich schon so mancher Autofahrer ein paar Dellen in seinem Fahrzeug eingefangen.
Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, kommt es mir so vor, als habe es damals weitaus weniger Kastanienbäume gegeben. Zur Herbstzeit mußte man in den Parks regelrecht nach den gefallenen Früchten suchen. Ich war mit einer Tüte in den Grünanlagen in Zollstock oder Klettenberg unterwegs, streifte durch den Volksgarten oder den Grüngürtel und kam manchmal mit reicher Beute, viel häufiger aber mit enttäuschendem Sammelergebnis nach Hause.
Bei meinen Freunden und mir war es ein beliebtes Hobby, aus den Kastanien kleine Tiere zu basteln. Besonders dicke Früchte hielten als Körper her, kleinere als Kopf. Für die Beine wurden häufig schlanke Eicheln verwendet. Selbst Bucheckern fanden Verwendung. Zusammengesteckt wurden die einzelnen Elemente mit Zahnstochern oder abgebrochenen Streichhölzern. Da mein Vater rauchte, waren letztere immer zur Hand. Einwegfeuerzeuge gab es, wenn ich mich nicht irre, damals noch nicht.
In den letzten Tagen habe ich mich mehrmals dabei ertappt, Kastanien aufzuheben und sie beim Spaziergang zwischen den Fingern zu drehen, in die Luft zu werfen und wieder aufzufangen, sie fallen zu lassen und mit dem Spann über eine Wiese zu kicken. Die kleinen brauen Dinger, nicht selten mit einem rötlichen Farbstich und diesem Glänzen im Sonnenlicht, üben heute noch eine beinahe magische Anziehungskraft auf mich aus.
Mittwoch, 17. September 2014
Garching geht in die zehnte Runde
Im kommenden Jahr wird es bekanntlich keinen Coloniacon geben. Köln gibt sich erst 2016 unter neuer Leitung wieder die Ehre. Aber 2015 finden genug Alternativen für den Science Fiction-Freund im besonderen und den Phantastik-Fan generell statt. Auf zwei Veranstaltungen weise ich stellvertretend gerne hin.
Dabei gibt es sogar ein Jubiläum zu vermelden. Die Veranstalter des GarchingCons im Bürgerhaus Garching nahe München gehen bereits in die 10. Runde. Respekt und Gratulation zu dieser Leistung. Die beliebte Veranstaltung, die immer reichlich interessantes Programm bietet, schwerpunktmäßig zu Perry Rhodan, und mit zahlreichen Ehrengästen aufwartet, geht vom 4. bis 6. September über die Bühne. Es ist zwar noch ein Jahr hin, aber nachdem ich letztes Mal verhindert war, hoffe ich, den Besuch im kommenden Jahr wieder zu schaffen. Eingeplant ist der Con bei mir jedenfalls.
Zu Frühlingsbeginn locken die Luxemburger Aktivisten mit ihrem Luxcon nach Tétange. Nachdem die im Untertitel "Fantastikfestival/Festival de l'imaginaire" genannte Veranstaltung in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand, geht es 2015 gleich weiter, und zwar am 28. und 29. März. Auch wenn ich zu meinem Bedauern terminlich jetzt schon absehen kann, dem Festival nicht beiwohnen zu können, drücke ich den Luxemburgern die Daumen für einen erfolgreichen Con.
Dabei gibt es sogar ein Jubiläum zu vermelden. Die Veranstalter des GarchingCons im Bürgerhaus Garching nahe München gehen bereits in die 10. Runde. Respekt und Gratulation zu dieser Leistung. Die beliebte Veranstaltung, die immer reichlich interessantes Programm bietet, schwerpunktmäßig zu Perry Rhodan, und mit zahlreichen Ehrengästen aufwartet, geht vom 4. bis 6. September über die Bühne. Es ist zwar noch ein Jahr hin, aber nachdem ich letztes Mal verhindert war, hoffe ich, den Besuch im kommenden Jahr wieder zu schaffen. Eingeplant ist der Con bei mir jedenfalls.
Zu Frühlingsbeginn locken die Luxemburger Aktivisten mit ihrem Luxcon nach Tétange. Nachdem die im Untertitel "Fantastikfestival/Festival de l'imaginaire" genannte Veranstaltung in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand, geht es 2015 gleich weiter, und zwar am 28. und 29. März. Auch wenn ich zu meinem Bedauern terminlich jetzt schon absehen kann, dem Festival nicht beiwohnen zu können, drücke ich den Luxemburgern die Daumen für einen erfolgreichen Con.
Samstag, 13. September 2014
Hinterlassenschaften können gefährlich sein
Das gilt ganz besonders für Hinterlassenschaften der Worgun. Oder der Mysterious. Die Bezeichnung aus der Anfangszeit von Ren Dhark hat in meinen Ohren immer noch einen großen Wohlklang. Nur trifft sie halt nicht mehr zu, da die einstmals Geheimnisvollen, die Ren Dhark zu suchen sich zur Aufgabe machte, längst enttarnt wurden. Entzaubert sogar, wofür die insektoiden Zyzzkt verantwortlich waren.
Viele Hinterlassenschaften der Gestaltwandler geben dennoch weiterhin Rätsel auf, und immer wieder stößt Ren Dhark bei seinen Weltraumflügen auf ihre Artefakte und Einrichtungen. Manchmal überraschenderweise sogar auf einer Welt, die die Menschen längst vollständig zu erkunden geglaubt haben. So wie in diesem Fall. Wie in diesem Exposé, das ich vor einigen Stunden erhalten habe.
Ren Dhark selbst steht im Zentrum der Handlung, an die ich mich gleich begebe. Und an der Spitze eines Kommandounternehmens, das eine solche Hinterlassenschaft erkunden muß. Dummerweise hat jemand etwas dagegen. Wie könnte es auch anders sein? Eine entscheidende Rolle in den undurchsichtigen Ereignissen spielen völlig unterschiedliche Maschinenwesen. Mit den einen habe ich bereits gearbeitet, mit den anderen noch nicht. Das wird eine interessante Aufgabe.
Überhaupt freue ich mich über den kleinen Manuskriptstau auf meinem Schreibtisch. Der neue Dhark gesellt sich zu dem Tibor, an dem ich derzeit arbeite. Ich mag das, von einem Manuskript zu einem anderen zu wechseln. Vom Dschungel in den Weltraum und wieder zurück.
Viele Hinterlassenschaften der Gestaltwandler geben dennoch weiterhin Rätsel auf, und immer wieder stößt Ren Dhark bei seinen Weltraumflügen auf ihre Artefakte und Einrichtungen. Manchmal überraschenderweise sogar auf einer Welt, die die Menschen längst vollständig zu erkunden geglaubt haben. So wie in diesem Fall. Wie in diesem Exposé, das ich vor einigen Stunden erhalten habe.
Ren Dhark selbst steht im Zentrum der Handlung, an die ich mich gleich begebe. Und an der Spitze eines Kommandounternehmens, das eine solche Hinterlassenschaft erkunden muß. Dummerweise hat jemand etwas dagegen. Wie könnte es auch anders sein? Eine entscheidende Rolle in den undurchsichtigen Ereignissen spielen völlig unterschiedliche Maschinenwesen. Mit den einen habe ich bereits gearbeitet, mit den anderen noch nicht. Das wird eine interessante Aufgabe.
Überhaupt freue ich mich über den kleinen Manuskriptstau auf meinem Schreibtisch. Der neue Dhark gesellt sich zu dem Tibor, an dem ich derzeit arbeite. Ich mag das, von einem Manuskript zu einem anderen zu wechseln. Vom Dschungel in den Weltraum und wieder zurück.
Freitag, 12. September 2014
Michael Ende in der Philharmonie
Derzeit produziert der Westdeutsche Rundfunk ein mehrstündiges Hörspiel nach Michael Endes Weltbestseller Die unendliche Geschichte. Den Roman fand ich damals spannend und farbig, die Verfilmung ziemlich grottig. Das Hörspiel soll der Romanvorlage und Michael Endes eigenen Ansprüchen gerechter werden, heißt es. Zu wünschen wäre es dem 1995 verstorbenen Autor.
Der Musiker und Komponist Felix Rösch, bekannt für seine Arbeit mit dem Orchester des Westdeutschen Rundfunks sowie dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, hat die Musik zu der Hörspielproduktion geschrieben. Umfangreich, fesselnd und mit großem Aufwand wird sie in Szene gesetzt, wie ich gestern mit eigenen Augen und Ohren verfolgen konnte. Das Ergebnis kommt sogar bei einem mit klassischen Instrumenten recht unbeleckten Hörer wie mir gut an.
Ich war in der Kölner Philharmonie und wohnte einer gut halbstündigen Probe des WDR Sinfonieorchesters bei. Eigentlich war es viel mehr als nur eine Probe, denn das rund hundertköpfige Orchester unter Leitung des Dirigenten David Marlow spielte komplette Sequenzen. Nennt man das so? Ich war von der musikalischen Darbietung jedenfalls beeindruckt. Ich bin kein Anhänger von Hörbüchern oder Hörspielen. Ich lese lieber selbst. Doch die Musik hat mir großartig gefallen. Ich denke, allein ihretwegen lohnt sich später das Anhören der fertigen Produktion.
Der Musiker und Komponist Felix Rösch, bekannt für seine Arbeit mit dem Orchester des Westdeutschen Rundfunks sowie dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, hat die Musik zu der Hörspielproduktion geschrieben. Umfangreich, fesselnd und mit großem Aufwand wird sie in Szene gesetzt, wie ich gestern mit eigenen Augen und Ohren verfolgen konnte. Das Ergebnis kommt sogar bei einem mit klassischen Instrumenten recht unbeleckten Hörer wie mir gut an.
Ich war in der Kölner Philharmonie und wohnte einer gut halbstündigen Probe des WDR Sinfonieorchesters bei. Eigentlich war es viel mehr als nur eine Probe, denn das rund hundertköpfige Orchester unter Leitung des Dirigenten David Marlow spielte komplette Sequenzen. Nennt man das so? Ich war von der musikalischen Darbietung jedenfalls beeindruckt. Ich bin kein Anhänger von Hörbüchern oder Hörspielen. Ich lese lieber selbst. Doch die Musik hat mir großartig gefallen. Ich denke, allein ihretwegen lohnt sich später das Anhören der fertigen Produktion.
Donnerstag, 11. September 2014
10. Todestag von Thomas Ziegler
| Rainer und ich auf dem Coloniacon 2004 |
Bestes Beispiel ist für mich bis heute sein Planetenroman Der Narrenturm. Die abgedrehten Figuren Lukas Lorrimer, Famos O'Hack, Karnegoris Pan und ein entlaufener Würgebaum namens Jack the Ripper zeigten einen Thomas Ziegler in Bestform. Bizarre Aliens, überkandidelte Einfälle und ein an Satire grenzender Humor waren sein Markenzeichen, das er nicht nur in die Science Fiction einfließen ließ, sondern auch in seine Kriminalromane wie beispielsweise Koks und Karneval.
Rainer verwendete in seiner Schriftstellerkarriere weitere Pseudonyme. Henry Quinn und Robert Quint. Helmut Horowitz, John Spider und Tommy Z. Neben Perry Rhodan schrieb er für Die Terranauten, schuf mit Flaming Bess seine eigene Serie und verfaßte diverse eigenständige Romane, sowohl im Bereich der Science Fiction und der Fantasy als auch im Krimigenre. In der SF wurde er mehrfach mit dem renommierten Kurt-Laßwitz-Preis ausgezeichnet.
Ich lernte Rainer im Vorfeld eines Coloniacons persönlich kennen. Ich weiß nicht mehr, in welchem Jahr das war. Manfred M. und ich veranstalteten den damaligen Con, und wir wollten Thomas Ziegler unbedingt als Gast gewinnen. Wir fanden heraus, daß er in der Südstadt lebte, und schafften es tatsächlich, uns mit ihm zu verabreden.
Wir trafen uns im Filos, einer Mischung aus Kneipe, Bistro und Restaurant. Er erwartete wohl zwei pickelgesichtige Nerds, deren Sozialkompetenz beim Lesen von Perry Rhodan endete, und wir wußten nicht recht, wie wir uns ihm nähern sollten. Ziegler? Quint? Zubeil? Oder sonstwie? Was wir ihm auch sagten. Er meinte in seiner unkompliziert-augenzwinkernden Art, es sei schon okay, wenn wir ihn schlicht und einfach mit Präsident anreden. Damit war das Eis gebrochen.
Ende der Neunziger Jahre beschloß Jörg Kaegelmann, in seinem Blitz-Verlag Kurt Brands alte Raumschiff Promet-Geschichten mit neuen Abenteuern fortzusetzen. Dazu verpflichtete er Thomas Ziegler als Exposéautor. Ich war nicht nur stolz wie Bolle, als ich gefragt wurde, ob ich Lust habe, an der neuen Serie mitzuschreiben, sondern es ergab sich, daß Rainer und ich öfter miteinander zu tun hatten. Beim Schreiben der Romane nach seinen Expos hatte ich zu so mancher Szene Fragen. Er meinte stets: "Mach es einfach so, wie du es für am besten hältst." Das funktionierte ausgezeichnet, und wir kamen gut zurecht. Die Zusammenarbeit mit ihm war ein weiter Beweis für seine völlig unkomplizierte Art.
In der Folgezeit trafen wir uns des öfteren privat. So manches Mal saßen wir in der Südstadt im Litho, einem griechischen Restaurant. Nicht zum essen, sondern zum trinken. Ich bestellte Kölsch, Rainer blieb bei seinem geliebten Vecchia Romagna. Meistens hatten wir viel Spaß, denn so humorig wie in seinen Romanen war er auch bei zwischenmenschlichen Kontakten. Ich mochte ihn gleichermaßen als Mensch und als Autor. Die meisten seiner serienunabhängigen Werle stehen in meinem Bücherregal.
2004 war er abermals Besucher des Coloniacons und gerade erst zu Perry Rhodan zurückgekehrt, was seine Fans freute. Einige Monate zuvor war er mit seiner Lebensgefährtin umgezogen, innerhalb der Südstadt. Er bewohnte nun eine Wohnung mit Dachterrasse, von der aus der Blick Richtung Rhein ging. Ich erinnere mich noch daran, wie wir das letzte Mal zusammen dort oben in der Sonne saßen. Wir tranken eiskaltes Kölsch aus Flaschen, und Rainer freute sich darauf, wieder stärker bei Perry Rhodan einzusteigen. Er war begeistert, zukunftsgewandt und bestens aufgelegt. Seine Pläne konnte er jedoch leider nicht mehr verwirklichen. Wenige Tage später ist er gestorben, gerade einmal 47 Jahre alt.
In Bezug auf unsere Lebensweise, die Lockerheit und all die uns offen stehenden Möglichkeiten sagte er einmal zu mir: "Der Westen ist für mich das Licht der Welt." Ein bißchen von diesem Licht war er mit seinen Werken selbst. Wenn ich heute, an seinem zehnten Todestag, mit reichlich Schwermut an Rainer denke, fällt mir eine Textpassage ein, die Wolfgang Niedecken in dem BAP-Lied Dreimohl zehn Johre singt. "E Glas ob die von uns, die't hinger sich han. Mir sinn uns widder, irjendwo, irjendwann." Das will ich aber auch schwer hoffen.
Mittwoch, 10. September 2014
Vorfreude auf Bitwar
Um einen legendären Ausspruch von Sepp Herberger abzuwandeln: Nach dem Zyklus ist vor dem Zyklus. Ich wies kürzlich darauf hin, daß der Drakhon-Zyklus - nach den klassischen Geschichten aus den Sechziger Jahren die erste Fortsetzung der Saga um Ren Dhark - nun komplett in Form von E-Books vorliegt. Ende August erschien mit Band 24 Die geheimen Herrscher der Abschluß. Ich kann vermelden, daß in Kürze weitere Geschichten in digitaler Form folgen werden.
Denn als nächstes steht der Bitwar-Zyklus vor der Tür. Die 12 Bücher erschienen ursprünglich von 2004 bis 2006 und boten einen ganz neuen Handlungsabschnitt. Auch ohne die klassischen Ren Dhark-Abenteuer und Drakhon zu kennen, kann man als Neuleser zu diesem Zeitpunkt also problemlos in die Handlung einsteigen. Bitwar lädt geradezu dazu ein.
Es geht diesen Monat schon los. Die ersten beiden Bände erscheinen noch im September, danach folgen monatlich drei bis 4 vier weitere E-Books. Als kleinen Appetithappen nachfolgend die Titel der Bücher und die Namen der Autoren, die sie geschrieben haben.
Band 1: Großangriff auf Grah
Band 2: Nach dem Inferno
Band 3: Die Spur des Tel
Band 4: Die Sonne stirbt
Band 5: Die goldene Hölle
Band 6: Das Judas-Komplott
Band 7: Proxima Centauri
Band 8: Erwachende Welt
Band 9: Rettet die Salter
Band 10: Freunde in der Not
Band 11: Vorstoß in den Hyperraum
Band 12: Dimensionsfalle
Nach (wie zuvor schon bei Drakhon) Exposévorgaben von Hajo F. Breuer schrieben folgende sechs Autoren die 12 Bücher (bzw. die 48 darin enthaltenen Heftromane). In der deutschen SF-Szene sind sie allesamt keine Unbekannten, behaupte ich mal keck und augenzwinkernd: Werner Kurt Giesa, Uwe Helmut Grave, Conrad Shepherd, Jo Zybell, Alfred Bekker und Achim Mehnert. Es war der letzte Zyklus, an dem der liebe W. K. Giesa mitgearbeitet hat. Werner wäre übrigens am vergangenen Sonntag 60 Jahre alt geworden. Doch dazu kam es bekanntlich nicht. Er starb 2008.
Denn als nächstes steht der Bitwar-Zyklus vor der Tür. Die 12 Bücher erschienen ursprünglich von 2004 bis 2006 und boten einen ganz neuen Handlungsabschnitt. Auch ohne die klassischen Ren Dhark-Abenteuer und Drakhon zu kennen, kann man als Neuleser zu diesem Zeitpunkt also problemlos in die Handlung einsteigen. Bitwar lädt geradezu dazu ein.
Es geht diesen Monat schon los. Die ersten beiden Bände erscheinen noch im September, danach folgen monatlich drei bis 4 vier weitere E-Books. Als kleinen Appetithappen nachfolgend die Titel der Bücher und die Namen der Autoren, die sie geschrieben haben.
Band 1: Großangriff auf Grah
Band 2: Nach dem Inferno
Band 3: Die Spur des Tel
Band 4: Die Sonne stirbt
Band 5: Die goldene Hölle
Band 6: Das Judas-Komplott
Band 7: Proxima Centauri
Band 8: Erwachende Welt
Band 9: Rettet die Salter
Band 10: Freunde in der Not
Band 11: Vorstoß in den Hyperraum
Band 12: Dimensionsfalle
Nach (wie zuvor schon bei Drakhon) Exposévorgaben von Hajo F. Breuer schrieben folgende sechs Autoren die 12 Bücher (bzw. die 48 darin enthaltenen Heftromane). In der deutschen SF-Szene sind sie allesamt keine Unbekannten, behaupte ich mal keck und augenzwinkernd: Werner Kurt Giesa, Uwe Helmut Grave, Conrad Shepherd, Jo Zybell, Alfred Bekker und Achim Mehnert. Es war der letzte Zyklus, an dem der liebe W. K. Giesa mitgearbeitet hat. Werner wäre übrigens am vergangenen Sonntag 60 Jahre alt geworden. Doch dazu kam es bekanntlich nicht. Er starb 2008.
Dienstag, 9. September 2014
Der Kreuzwächter bei Bertelsmann
Dem Bertelsmann-Buchclub geht es nicht gut. Wie man hört, wird der Club 2015 seine Pforten schließen. Doch noch erscheinen dort die aufgrund ihrer grünen Umschlaggestaltung sogenannten Grünbände. Das sind Atlan-Romane, die vor Jahren als Taschenbücher bei Fantasy Productions herauskamen und bei Bertelsmann nach und nach als Hardcoverausgaben neu aufgelegt wurden.
Jetzt fand ich Tschirque, der Kreuzwächter in meinem Briefkasten. Den Roman habe ich 2009 oder 2010 geschrieben, ich kann es nicht mehr genau datieren. Er war der Mittelteil der Marasin-Trilogie, die im Laufe des Jahres 2010 erschien. Die Titelbilder stammten von Arndt Drechsler, die Exposés, wenn ich mich nicht täusche, von Michael Marcus Thurner.
Ich weiß noch, wie viel Spaß mir die Arbeit an dem recht umfangreichen Werk gemacht hat. Und wie sie mich phasenweise ins Schwitzen brachte. Die Handlung des Romans ist ziemlich komplex. Bei der Suche nach den Illochim gelangt Atlan zusammen mit der Psi-Kämpferin Trilith Okt sowie dem Paladin-Roboter und dessen siganesischer Besatzung auf eine phantastische Welt. Dort folgen sie weiteren Hinweisen auf die Illochim und werden mit dem Kreuzwächter Tschirque konfrontiert. Parallel erfährt der kranke Kalafter-Junge Maudi-Haup Maon von seiner Großmutter Shapda-Shapda Maon eine Geschichte aus der Vergangenheit Marasins.
Es ist schön, meinen Roman nach der damaligen Taschenbuchausgabe nun auch als Hardcover in der Hand halten zu können. Trotz der Ankündigung von Bertelsmann hoffe ich, daß auch die noch ausstehenden Atlans als Bücher erscheinen.
Jetzt fand ich Tschirque, der Kreuzwächter in meinem Briefkasten. Den Roman habe ich 2009 oder 2010 geschrieben, ich kann es nicht mehr genau datieren. Er war der Mittelteil der Marasin-Trilogie, die im Laufe des Jahres 2010 erschien. Die Titelbilder stammten von Arndt Drechsler, die Exposés, wenn ich mich nicht täusche, von Michael Marcus Thurner.
Ich weiß noch, wie viel Spaß mir die Arbeit an dem recht umfangreichen Werk gemacht hat. Und wie sie mich phasenweise ins Schwitzen brachte. Die Handlung des Romans ist ziemlich komplex. Bei der Suche nach den Illochim gelangt Atlan zusammen mit der Psi-Kämpferin Trilith Okt sowie dem Paladin-Roboter und dessen siganesischer Besatzung auf eine phantastische Welt. Dort folgen sie weiteren Hinweisen auf die Illochim und werden mit dem Kreuzwächter Tschirque konfrontiert. Parallel erfährt der kranke Kalafter-Junge Maudi-Haup Maon von seiner Großmutter Shapda-Shapda Maon eine Geschichte aus der Vergangenheit Marasins.
Es ist schön, meinen Roman nach der damaligen Taschenbuchausgabe nun auch als Hardcover in der Hand halten zu können. Trotz der Ankündigung von Bertelsmann hoffe ich, daß auch die noch ausstehenden Atlans als Bücher erscheinen.
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Veröffentlichung
Donnerstag, 4. September 2014
Atlan und der Flammenstaub
Jetzt ist auch die dritte Atlan-Miniserie, an der ich mitarbeiten durfte, als E-Book erhältlich. Die Rede ist vom Flammenstaub-Zyklus. Die zwölf Romane sind ursprünglich in Heftform zwischen März und August 2006 erschienen. Die Exposés stammten von Michael Marcus Thurner, sämtliche Titelbilder des Minizyklus von Arndt Drechsler. Insgesamt waren zehn Autoren mit dem Schreiben der Hefte beschäftigt. Neben mir (der Esel nennt sich immer selbst zuerst) waren das Uwe Anton und der Expo-Schreiber Thurner, Luc Bahl, Bernhard Kempen, Christian Montillon, Christian Schwarz, Wim Vandemann sowie die verstorbenen Altmeister H. G. Ewers und Hans Kneifel.
Von mir stammt der zehnte Band mit Titel Lordrichter Saryla. Atlan erfährt darin die Lebensgeschichte des titelgebenden Lordrichters. Bei Saryla handelt es sich in Wahrheit um einen Takerer. Mit diesem Begriff können sicher nur diejenigen etwas anfangen, die sich mit dem in den Siebziger Jahren erschienenen Cappin-Zyklus der Perry Rhodan-Serie auskennen. Die Takerer waren eins der zahlreichen Cappin-Völker in Gruelfin, der Sombrero-Galaxis. Welcher der damaligen Leser erinnert sich nicht an die ausgebuffte Piratenlady Tipa Riordan, die in diesem Zyklus ihre ersten großen Auftritte hatte? Tante Tipa tauchte später in den Atlan-Taschenbüchern auf, wo ich das Vergnügen hatte, mit ihr arbeiten zu dürfen. Kaum eine andere Figur hat mir so viel Spaß gemacht wie die alte Piratenhexe. Stimmt, ich würde sie literarisch gern noch einmal unter meine Fittiche nehmen. Die Figur war einfach klasse.
Doch zurück zu meinem Flammenstaub-Roman. Ein paar Begriffe daraus schwirren an meinem geistigen Auge vorbei. Das Schwert der Ordnung etwa, oder ein Eishaarfeld. Und natürlich der Bewußtseinssplitter Ovarons, des Ganjos des Ganjasischen Reiches. Viel mehr - ich gestehe es - ist bei mir leider nicht hängengeblieben. Es gibt Werke, an die erinnert man sich auch nach Jahren noch gut, an andere hingegen geht ein wenig die Erinnerung verloren. Lordrichter Saryla gehört zu zweiter Kategorie.
Auf jeden Fall ist es schön, daß es den Flammenstaub-Zyklus nun auch in digitaler Form gibt. Das Rundum-Sorglospaket mit allen zwölf Heften kostet 9,99 Euro. Da kann man wirklich nicht meckern.
Von mir stammt der zehnte Band mit Titel Lordrichter Saryla. Atlan erfährt darin die Lebensgeschichte des titelgebenden Lordrichters. Bei Saryla handelt es sich in Wahrheit um einen Takerer. Mit diesem Begriff können sicher nur diejenigen etwas anfangen, die sich mit dem in den Siebziger Jahren erschienenen Cappin-Zyklus der Perry Rhodan-Serie auskennen. Die Takerer waren eins der zahlreichen Cappin-Völker in Gruelfin, der Sombrero-Galaxis. Welcher der damaligen Leser erinnert sich nicht an die ausgebuffte Piratenlady Tipa Riordan, die in diesem Zyklus ihre ersten großen Auftritte hatte? Tante Tipa tauchte später in den Atlan-Taschenbüchern auf, wo ich das Vergnügen hatte, mit ihr arbeiten zu dürfen. Kaum eine andere Figur hat mir so viel Spaß gemacht wie die alte Piratenhexe. Stimmt, ich würde sie literarisch gern noch einmal unter meine Fittiche nehmen. Die Figur war einfach klasse.
Doch zurück zu meinem Flammenstaub-Roman. Ein paar Begriffe daraus schwirren an meinem geistigen Auge vorbei. Das Schwert der Ordnung etwa, oder ein Eishaarfeld. Und natürlich der Bewußtseinssplitter Ovarons, des Ganjos des Ganjasischen Reiches. Viel mehr - ich gestehe es - ist bei mir leider nicht hängengeblieben. Es gibt Werke, an die erinnert man sich auch nach Jahren noch gut, an andere hingegen geht ein wenig die Erinnerung verloren. Lordrichter Saryla gehört zu zweiter Kategorie.
Auf jeden Fall ist es schön, daß es den Flammenstaub-Zyklus nun auch in digitaler Form gibt. Das Rundum-Sorglospaket mit allen zwölf Heften kostet 9,99 Euro. Da kann man wirklich nicht meckern.
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Science Fiction,
Veröffentlichung
Mittwoch, 3. September 2014
Mein 100. Roman für Ren Dhark
Wie gut, daß es aufmerksame und offenbar Statistiken führende Leser gibt. Ich schrieb letzte Woche, die Arbeit an meinem Roman für das nächste Ren Dhark-Buch sei abgeschlossen und das Manuskript abgeschickt. Nun teilte mir jemand mit, dies sei mein hundertster Roman für Dhark.
Ich habe umgehend in meinen Dateien Bilanz gezogen und festgestellt, es stimmt tatsächlich. Insgesamt waren es bisher 63 Romane für die Hauptserie, dazu kamen 17 abgeschlossene Sonderbände sowie 20 Beiträge für die Ableger in Paperback-Form. Von letzteren fielen 17 Romane auf "Sternendschungel Galaxis", 2 auf die Miniserie "Charr" und einer auf den Sechsteiler "Der Mysterious".
Inzwischen bin ich seit vierzehn Jahren dabei. Anno 2000 schrieb Manfred Weiland das Manuskript für einen Sonderband, das etwas zu kurz ausfiel, wodurch in dem Buch noch Platz für eine Kurzgeschichte war. Mir wurde vom Verlag angeboten, sie zu schreiben, was ich tat. Nachdem Herausgeber und Verleger die Story gelesen hatten, war ich unversehens Teamautor. So schnell kann es gehen.
Und nun also mein 100. Roman für Ren Dhark. Das hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Doch, darauf bin ich stolz. Ich hoffe, ich kann noch viele weitere Beiträge folgen lassen.
Ich habe umgehend in meinen Dateien Bilanz gezogen und festgestellt, es stimmt tatsächlich. Insgesamt waren es bisher 63 Romane für die Hauptserie, dazu kamen 17 abgeschlossene Sonderbände sowie 20 Beiträge für die Ableger in Paperback-Form. Von letzteren fielen 17 Romane auf "Sternendschungel Galaxis", 2 auf die Miniserie "Charr" und einer auf den Sechsteiler "Der Mysterious".
Inzwischen bin ich seit vierzehn Jahren dabei. Anno 2000 schrieb Manfred Weiland das Manuskript für einen Sonderband, das etwas zu kurz ausfiel, wodurch in dem Buch noch Platz für eine Kurzgeschichte war. Mir wurde vom Verlag angeboten, sie zu schreiben, was ich tat. Nachdem Herausgeber und Verleger die Story gelesen hatten, war ich unversehens Teamautor. So schnell kann es gehen.
Und nun also mein 100. Roman für Ren Dhark. Das hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Doch, darauf bin ich stolz. Ich hoffe, ich kann noch viele weitere Beiträge folgen lassen.
Dienstag, 2. September 2014
Wirklich fies
Einen "gar fiesen Cliffhanger" attestiert ein Rezensent den Schreibern von Ren Dhark - Weg ins Weltall 49. Cliffhanger finde ich gut, fies noch besser. Auch wenn vieles bei der Beendigung der bisherigen Handlungsstränge vorhersehbar sei, so die Kritik weiter, gelänge es den Autoren doch, die Leser mit unerwarteten Wendungen und Ideen zu überraschen.
Ja, was denn nun? Vorhersehbar oder unerwartet? Widerspricht sich das nicht? Wie auch immer, im von mir immer wieder gern besuchten Online-Portal Phantastik-News findet sich eine Besprechung zum erst kürzlich erschienenen Buch Geheimwaffe im Einsatz. Einmal mehr zeichnet Robert Monners für die Rezension verantwortlich. Der Mann, den ich immer noch nicht kenne, äußert sich zu jedem Dhark-Band. Das finde ich gut. An dieser Stelle einmal meinen Dank dafür.
Wer die ganze Besprechung lesen möchte, kann das hier tun:
http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=9329:ren-dhark-weg-ins-weltall-49-geheimwaffe-im-einsatz-hajo-f-breuer-hrsg-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62
Ja, was denn nun? Vorhersehbar oder unerwartet? Widerspricht sich das nicht? Wie auch immer, im von mir immer wieder gern besuchten Online-Portal Phantastik-News findet sich eine Besprechung zum erst kürzlich erschienenen Buch Geheimwaffe im Einsatz. Einmal mehr zeichnet Robert Monners für die Rezension verantwortlich. Der Mann, den ich immer noch nicht kenne, äußert sich zu jedem Dhark-Band. Das finde ich gut. An dieser Stelle einmal meinen Dank dafür.
Wer die ganze Besprechung lesen möchte, kann das hier tun:
http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=9329:ren-dhark-weg-ins-weltall-49-geheimwaffe-im-einsatz-hajo-f-breuer-hrsg-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62
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Phantastik-News,
Ren Dhark,
Science Fiction Magazin
Samstag, 30. August 2014
Drakhon-Zyklus komplett als E-Books
Der Abschlußband des Drakhon-Zyklus ist just als E-Book erschienen. Damit liegt auch dieser Abschnitt des Ren Dhark-Epos komplett in digitaler Form vor. Es war der erste Zyklus der Fortsetzungen, in denen die klassischen Dhark-Abenteuer Kurt Brands aus den Sechziger Jahren von einem neuen Autoren-Team fortgeführt wurden. Die Drakhon-Originalromane in Buchform erschienen von 2000 bis 2004, das Zyklusende wurde damals von mir, Alfred Bekker, Uwe Helmut Grave und Jo Zybell geschrieben.
Die insektoiden Zyzzkt holen zum letzten Schlag gegen die Freiheit in der Galaxis Orn aus. Haben sie dort erst jeglichen Widerstand erstickt, werden sie sich anschicken, wie eine Geißel über die Milchstraße herzufallen, um auch in der Heimatgalaxis der Menschheit ihr Schreckensregime zu errichten. Damit wäre das Schicksal der Erde besiegelt. Doch noch ist es nicht soweit, denn die verbündeten Terraner, Worgun und Römer stellen sich in einem verzweifelten Kampf den geheimen Herrschern entgegen.
Bekanntlich enthielt jedes Buch vier Romane von Heftromanlänge. Der Drakhon-Zyklus bestand somit aus 96 Fortsetzungsgeschichten, die nach Exposés von Hajo F. Breuer verfaßt wurden. Geschrieben wurden sie (in der Reihenfolge ihres Auftretens) von: Manfred Weinland, Ewald Fehlau, Uwe Helmut Grave, Werner Kurt Giesa, Conrad Shepherd alias Konrad Schaef, Marten Veit alias Winfried Czech, Susan Schwartz alias Uschi Zietsch, Achim Mehnert, H. G. Ewers, Alfred Bekker, Hubert Haensel und Jo Zybell. Die Herren Giesa und Ewers weilen mittlerweile leider nicht mehr unter uns.
Die insektoiden Zyzzkt holen zum letzten Schlag gegen die Freiheit in der Galaxis Orn aus. Haben sie dort erst jeglichen Widerstand erstickt, werden sie sich anschicken, wie eine Geißel über die Milchstraße herzufallen, um auch in der Heimatgalaxis der Menschheit ihr Schreckensregime zu errichten. Damit wäre das Schicksal der Erde besiegelt. Doch noch ist es nicht soweit, denn die verbündeten Terraner, Worgun und Römer stellen sich in einem verzweifelten Kampf den geheimen Herrschern entgegen.
Bekanntlich enthielt jedes Buch vier Romane von Heftromanlänge. Der Drakhon-Zyklus bestand somit aus 96 Fortsetzungsgeschichten, die nach Exposés von Hajo F. Breuer verfaßt wurden. Geschrieben wurden sie (in der Reihenfolge ihres Auftretens) von: Manfred Weinland, Ewald Fehlau, Uwe Helmut Grave, Werner Kurt Giesa, Conrad Shepherd alias Konrad Schaef, Marten Veit alias Winfried Czech, Susan Schwartz alias Uschi Zietsch, Achim Mehnert, H. G. Ewers, Alfred Bekker, Hubert Haensel und Jo Zybell. Die Herren Giesa und Ewers weilen mittlerweile leider nicht mehr unter uns.
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Ren Dhark,
Science Fiction,
Veröffentlichung
Donnerstag, 28. August 2014
Gierige Tentakelpflanzen
Da steckt Tibor aber gewaltig in der Klemme. Denn was ihm im wahrsten Sinne des Wortes an den Hals will, ist ein schwerer Brocken, und ein hungriger dazu. So eine riesige fleischfressende Pflanze hat der Sohn des Dschungels zuvor noch nicht gesehen, geschweige denn sich dagegen verteidigen müssen. Ich habe das Titeldbild für den nächsten Tibor-Roman bekommen. Der Verleger hat wieder ein sehr schönes Motiv ausgewählt.
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Hansrudi Wäscher,
Tibor,
Titelbild
Mittwoch, 27. August 2014
Eine neue Kurzgeschichte
Es ist in der Tat ungewöhnlich, daß ich mal wieder eine Kurzgeschichte geschrieben habe. Das habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr getan. Denn vor lauter Romanschreiben komme ich beim besten Willen nicht dazu. Dabei habe ich in meinen jungen Jahren zahlreiche Kurzgeschichten verfaßt, bevor ich mich irgendwann an mein erstes Romanmanuskript wagte. Daß es jetzt endlich wieder einmal dazu kam, hat einen konkreten Grund.
Auf dem diesjährigen Coloniacon fragte mich Erik Schreiber nach einer Erzählung. Erik hat den Verlag Saphir im Stahl erst vor wenigen Jahren gegründet und sich seitdem als rühriger Herausgeber gezeigt. Er selbst ist ein Liebhaber von Kurzgeschichten. In Deutschland gibt es heutzutage keinen großen Markt für Short Stories der verschiedenen phantastischen Genres und daher auch kein großes Angebot. Bei den Übersetzungen - so es nicht ohnehin rar publizierte deutsche Geschichten sind - handelt es sich meist um Werke aus dem britischen und angloamerikanischen Raum.
Erik Schreiber hätte aber gern mehr aus exotischen Ländern gelesen. Warum also nicht selbst welche verlegen, dachte er sich. An Anlehnung an Jules Vernes "In 80 Tagen um die Welt" beschloß er, ein Buch mit 80 Geschichten aus 80 verschiedenen Ländern zu erstellen. Eine hehre Absicht, die sich aber wohl nicht ganz umsetzen läßt. Derzeit liegen Geschichten von 89 Autoren aus 53 Ländern vor, die es in die Sammlung schaffen. Darunter einige wirkliche Exoten aus Ägypten und Israel, Japan und China, Südafrika und den meisten südamerikanischen Ländern. Eine stolze Bilanz.
Ich bat mir zunächst ein wenig Bedenkzeit aus, weil ich befürchtete, es zeitlich nicht auf die Reihe zu kriegen, schaffte es dann aber tatsächlich, zwischen zwei Romanen eine Erzählung aufs elektronische Papier zu bringen. Nicht unbedingt eine Dystopie, aber doch eine SF-Story mit recht trostlosem Hintergrund und einem einsamen Protagonisten in einem - zumindest mir - bekannten räumlichen Umfeld. Ich gehe nämlich des öfteren am Handlungsort spazieren, auch wenn er in der Geschichte nicht mehr ganz so aussieht wie in der Wirklichkeit.
Das Buch wird als Hardcover mit über 400 Seiten Umfang erscheinen. Vielleicht sogar noch in diesem Jahr? Das wäre schön. Für das Titelbild konnte Erik Schreiber den nicht ganz unbekannten Graphiker Lothar Bauer gewinnen. Nicht nur weil ich mit einem Beitrag in dem Buch vertreten bin, freue ich mich auf die Storysammlung.
Auf dem diesjährigen Coloniacon fragte mich Erik Schreiber nach einer Erzählung. Erik hat den Verlag Saphir im Stahl erst vor wenigen Jahren gegründet und sich seitdem als rühriger Herausgeber gezeigt. Er selbst ist ein Liebhaber von Kurzgeschichten. In Deutschland gibt es heutzutage keinen großen Markt für Short Stories der verschiedenen phantastischen Genres und daher auch kein großes Angebot. Bei den Übersetzungen - so es nicht ohnehin rar publizierte deutsche Geschichten sind - handelt es sich meist um Werke aus dem britischen und angloamerikanischen Raum.
Erik Schreiber hätte aber gern mehr aus exotischen Ländern gelesen. Warum also nicht selbst welche verlegen, dachte er sich. An Anlehnung an Jules Vernes "In 80 Tagen um die Welt" beschloß er, ein Buch mit 80 Geschichten aus 80 verschiedenen Ländern zu erstellen. Eine hehre Absicht, die sich aber wohl nicht ganz umsetzen läßt. Derzeit liegen Geschichten von 89 Autoren aus 53 Ländern vor, die es in die Sammlung schaffen. Darunter einige wirkliche Exoten aus Ägypten und Israel, Japan und China, Südafrika und den meisten südamerikanischen Ländern. Eine stolze Bilanz.
Ich bat mir zunächst ein wenig Bedenkzeit aus, weil ich befürchtete, es zeitlich nicht auf die Reihe zu kriegen, schaffte es dann aber tatsächlich, zwischen zwei Romanen eine Erzählung aufs elektronische Papier zu bringen. Nicht unbedingt eine Dystopie, aber doch eine SF-Story mit recht trostlosem Hintergrund und einem einsamen Protagonisten in einem - zumindest mir - bekannten räumlichen Umfeld. Ich gehe nämlich des öfteren am Handlungsort spazieren, auch wenn er in der Geschichte nicht mehr ganz so aussieht wie in der Wirklichkeit.
Das Buch wird als Hardcover mit über 400 Seiten Umfang erscheinen. Vielleicht sogar noch in diesem Jahr? Das wäre schön. Für das Titelbild konnte Erik Schreiber den nicht ganz unbekannten Graphiker Lothar Bauer gewinnen. Nicht nur weil ich mit einem Beitrag in dem Buch vertreten bin, freue ich mich auf die Storysammlung.
Dienstag, 26. August 2014
BAP zieht den Stecker
Da war sie also nun, die elektronisch reduzierte BAP-Tour. "Unplugged" nannte man das früher. Heute auch noch? Wolfgang Niedecken witzelte jedenfalls darüber, daß der Stecker natürlich nicht ganz gezogen sei, sonst würde man allenfalls in den ersten beiden Reihen etwas hören. Doch man wolle ganz höösch machen. Ob die Zuschauer denn wissen, was das Worte bedeute? Vergnügtes Lachen im Auditorium. Schließlich fand das Konzert in der Beethovenhalle in Bonn statt.
Überhaupt war der BAP-Frontmann zu einigen augenzwinkernden Bemerkungen aufgelegt, auch an seine eigene Adresse. Was habe man anläßlich der Tonfilm-Tour zur Jahrtausendwende noch Kritik auf die Ohren bekommen für eine bestuhlte Tournee. "BAP im Sitzen", zitierte er. "Das geht ja gar nicht." Bei der gestiegenen Altersstruktur seien die Besucher heute wohl froh darüber, drei Stunden sitzen zu können. So wie auch die Musiker selbst.
Eine Ausnahme machte Werner Kopal, der die meiste Zeit stand. Das geht nun mal schlecht anders bei einem Kontrabaß. Ansonsten fiel mir zunächst auf, daß Helmut Krumminga nicht auf der Bühne war. Stattdessen hatte BAP einen neuen Gitarristen dabei. Ulrich Rode, von dem ich noch nie gehört hatte. Aber ein hervorragender Ersatz für Krumminga, der aus persönlichen Gründen nicht an der Tour teilnehmen konnte. Ein vorübergehender Ersatz oder ein dauerhafter? Ich bin gespannt.
Los ging es mit Noh alle dänne Johre, einem meiner Lieblingsstücke vom letzten Album. Mit dem Text kann ich mich voll und ganz identifizieren. Danach ging es gleich ganz weit zurück in der Band-Historie. Die rut-wieß-blau querjestriefte Frau war mal wieder angesagt. Deutlich war der reduzierte Sound zu hören, der vielen der alten Stücke ein neues Gewand verleiht. Neu arrangiert, mußte ich mich erst daran gewöhnen. Und fand, daß das bei manchen Stücken wie dem folkigen Souvenirs oder dem dramatischen Lisa wunderbar funktioniert, ich aber mit anderen wie Rääts un links vum Bahndamm ohne fetzigen Rock'n'Roll oder mit der reduzierten Fassung von Anna nicht klar komme.
Einem Liedermacher und Geschichtenerzähler wie Wolfgang Niedecken kommt diese Form natürlich entgegen. Zumal die ausgewählt guten Musiker eine große Bandbreite zeigen. Ulrich Rode spielte nicht nur Gitarre, sondern zudem ein indisches Saiteninstrument, dessen Namen ich mir nicht merken konnte, und Pedal Steel. Anne de Wolf brillierte nicht nur wie gewohnt mit der Geige, sondern wechselte zwischen Mandoline, Cello, Posaune und einem indischen Harmonium hin und her. Dazu gibt es mir Rhani Krija wieder einen Percussionisten in der Band.
Der brachte mit seiner Spielweise gelegentlich einen orientalischen Touch in die Musik ein. Und ansonsten waren, wie erwähnt, folkige Klänge ebenso zu hören wie Country-Anleihen, vor allem durch die Pedal Steel. Dafür fehlten mir eindeutig die markanten Gitarren von Klaus Major Heuser oder Helmut Krumminga. Als Rock'n'Roll würde ich die derzeitige Ausrichtung nicht bezeichnen, dafür fehlen mir zu viele Rock-Elemente, was sich auch daran bemerkbar machte, daß einige Stücke, auf die ich wartete, nicht gespielt wurden. Die hätten wohl nicht ins Konzept gepaßt. "Weltmusik" titelte gar jemand, ein Begriff, der sich mir nie wirklich erschlossen hat.
Beim unverzichtbaren Verdamp lang hielt es das Publikum ohnehin nicht mehr auf den Stühlen. Frei nach dem Fußballfan-Motto "Sitzen ist für'n Arsch" sprangen alle auf und sangen lauthals mit. So mag ich es. Schön, daß als Zugabe noch Do kanns zaubre kam und zum Abschluß das großartige Sendeschluß. Letzteres dürfte ich seit Jahrzehnten nicht mehr gehört haben.
Doch davon abgesehen, daß ich eine andere musikalische Ausrichtung bevorzuge - um es mit Bruce Sprinsteen zu sagen: I got this guitar, and I learned how to make it talk - war es ein wunderbares Konzert. Es macht Spaß, Wolfgang Niedecken dermaßen entspannt und in jeder Hinsicht positiv zuversichtlich auf der Bühne zu sehen.
Da bin ich jetzt schon ein wenig mürrisch, daß BAP sich 2015 auf den Bühnen rar machen wollen. Kein Konzert? Schwer vorstellbar. Ich hoffe, Wolfgang Niedecken läßt sich zu dem einen oder anderen Sommer-Open Air hinreißen. Vielleicht am Tanzbrunnen oder in Bonn. Ansonsten richtet sich die ganze Konzentration der Band auf 2016. Denn dann kann das vierzigjährige BAP-Bestehen gefeiert werden.
Für diejenigen, die die Auswahl der gespielten Stücke interessiert, hier die komplette Setlist:
19.08. Bonn
◘ 1 ┌NOH ALL DÄNNE JOHRE
◘ 2 └RWB
3 MOMENT
4 ┌ZOSAMME ALT
5 └BAHNDAMM
6 ANNA
7 RITA
8 ┌MAGDALENA
9 └NÖHER
10 OLEANDER (ICH WÜNSCH MIR)
(Bandvorstellung)
11 SHOESHINE
- - - - -
◘ 12 ┌SOUVENIRS
◘ 13 └MORJE FRÖH
14 LISA
15 ┌GULU
│Michas Intermezzo
16 │JUPP
17 └KRISTALLNAACH
18 FRANKIE
19 ┌PRÄDESTINIERT
20 │LENA
21 └VERDAMP
----------
22 PAAR DAACH
23 NOVEMBERMORJE
24 ZAUBRE
----------
25 ┌SONGS
26 └SENDESCHLUSS
Überhaupt war der BAP-Frontmann zu einigen augenzwinkernden Bemerkungen aufgelegt, auch an seine eigene Adresse. Was habe man anläßlich der Tonfilm-Tour zur Jahrtausendwende noch Kritik auf die Ohren bekommen für eine bestuhlte Tournee. "BAP im Sitzen", zitierte er. "Das geht ja gar nicht." Bei der gestiegenen Altersstruktur seien die Besucher heute wohl froh darüber, drei Stunden sitzen zu können. So wie auch die Musiker selbst.
Eine Ausnahme machte Werner Kopal, der die meiste Zeit stand. Das geht nun mal schlecht anders bei einem Kontrabaß. Ansonsten fiel mir zunächst auf, daß Helmut Krumminga nicht auf der Bühne war. Stattdessen hatte BAP einen neuen Gitarristen dabei. Ulrich Rode, von dem ich noch nie gehört hatte. Aber ein hervorragender Ersatz für Krumminga, der aus persönlichen Gründen nicht an der Tour teilnehmen konnte. Ein vorübergehender Ersatz oder ein dauerhafter? Ich bin gespannt.
Los ging es mit Noh alle dänne Johre, einem meiner Lieblingsstücke vom letzten Album. Mit dem Text kann ich mich voll und ganz identifizieren. Danach ging es gleich ganz weit zurück in der Band-Historie. Die rut-wieß-blau querjestriefte Frau war mal wieder angesagt. Deutlich war der reduzierte Sound zu hören, der vielen der alten Stücke ein neues Gewand verleiht. Neu arrangiert, mußte ich mich erst daran gewöhnen. Und fand, daß das bei manchen Stücken wie dem folkigen Souvenirs oder dem dramatischen Lisa wunderbar funktioniert, ich aber mit anderen wie Rääts un links vum Bahndamm ohne fetzigen Rock'n'Roll oder mit der reduzierten Fassung von Anna nicht klar komme.
Einem Liedermacher und Geschichtenerzähler wie Wolfgang Niedecken kommt diese Form natürlich entgegen. Zumal die ausgewählt guten Musiker eine große Bandbreite zeigen. Ulrich Rode spielte nicht nur Gitarre, sondern zudem ein indisches Saiteninstrument, dessen Namen ich mir nicht merken konnte, und Pedal Steel. Anne de Wolf brillierte nicht nur wie gewohnt mit der Geige, sondern wechselte zwischen Mandoline, Cello, Posaune und einem indischen Harmonium hin und her. Dazu gibt es mir Rhani Krija wieder einen Percussionisten in der Band.
Der brachte mit seiner Spielweise gelegentlich einen orientalischen Touch in die Musik ein. Und ansonsten waren, wie erwähnt, folkige Klänge ebenso zu hören wie Country-Anleihen, vor allem durch die Pedal Steel. Dafür fehlten mir eindeutig die markanten Gitarren von Klaus Major Heuser oder Helmut Krumminga. Als Rock'n'Roll würde ich die derzeitige Ausrichtung nicht bezeichnen, dafür fehlen mir zu viele Rock-Elemente, was sich auch daran bemerkbar machte, daß einige Stücke, auf die ich wartete, nicht gespielt wurden. Die hätten wohl nicht ins Konzept gepaßt. "Weltmusik" titelte gar jemand, ein Begriff, der sich mir nie wirklich erschlossen hat.
Beim unverzichtbaren Verdamp lang hielt es das Publikum ohnehin nicht mehr auf den Stühlen. Frei nach dem Fußballfan-Motto "Sitzen ist für'n Arsch" sprangen alle auf und sangen lauthals mit. So mag ich es. Schön, daß als Zugabe noch Do kanns zaubre kam und zum Abschluß das großartige Sendeschluß. Letzteres dürfte ich seit Jahrzehnten nicht mehr gehört haben.
Doch davon abgesehen, daß ich eine andere musikalische Ausrichtung bevorzuge - um es mit Bruce Sprinsteen zu sagen: I got this guitar, and I learned how to make it talk - war es ein wunderbares Konzert. Es macht Spaß, Wolfgang Niedecken dermaßen entspannt und in jeder Hinsicht positiv zuversichtlich auf der Bühne zu sehen.
Da bin ich jetzt schon ein wenig mürrisch, daß BAP sich 2015 auf den Bühnen rar machen wollen. Kein Konzert? Schwer vorstellbar. Ich hoffe, Wolfgang Niedecken läßt sich zu dem einen oder anderen Sommer-Open Air hinreißen. Vielleicht am Tanzbrunnen oder in Bonn. Ansonsten richtet sich die ganze Konzentration der Band auf 2016. Denn dann kann das vierzigjährige BAP-Bestehen gefeiert werden.
Für diejenigen, die die Auswahl der gespielten Stücke interessiert, hier die komplette Setlist:
19.08. Bonn
◘ 1 ┌NOH ALL DÄNNE JOHRE
◘ 2 └RWB
3 MOMENT
4 ┌ZOSAMME ALT
5 └BAHNDAMM
6 ANNA
7 RITA
8 ┌MAGDALENA
9 └NÖHER
10 OLEANDER (ICH WÜNSCH MIR)
(Bandvorstellung)
11 SHOESHINE
- - - - -
◘ 12 ┌SOUVENIRS
◘ 13 └MORJE FRÖH
14 LISA
15 ┌GULU
│Michas Intermezzo
16 │JUPP
17 └KRISTALLNAACH
18 FRANKIE
19 ┌PRÄDESTINIERT
20 │LENA
21 └VERDAMP
----------
22 PAAR DAACH
23 NOVEMBERMORJE
24 ZAUBRE
----------
25 ┌SONGS
26 └SENDESCHLUSS
Montag, 25. August 2014
Atlan und die Lordrichter als E-Book
Vor knapp zehn Jahren erschien die Atlan-Miniserie mit Namen "Die Lordrichter". Der zwölfteilige Heftzyklus, zu dem ich einen Roman beisteuerte, kam zwischen Oktober 2004 und März 2005 auf den Markt. Damals gab es sie noch, die guten alten Atlan-Hefte. Beziehungsweise wieder.
Die anderen Lordrichter-Autoren waren Horst Hoffmann, Michael Marcus Thurner, Hans Kneifel, Arndt Ellmer, Bernhard Kempen, Christian Montillon, Nicole Rensmann und Uwe Anton, der auch die Exposés schrieb. Jeweils vier Titelbilder stammten von Arndt Drechsler, Dirk Schulz und Hank Wolf.
Mein Roman war der neunte des Zwölfteilers und trug den Titel "Der Turm des Denmogh". Es ist lange her, aber ich erinnere mich an den Ränke schmiedenden Hohepriester Contelapo und den wurmähnlichen Emion, den ich putzig fand. Und natürlich an die schöne Varganin Kythara, die mit Atlan den Kardenmogher erobert.
Nun ist auch dieser Minizyklus in digitaler Form erschienen, was mich als daran beteiligten Autor natürlich freut. Es gibt "Die Lordrichter" als proppenvolles E-Book-Paket, das alle zwölf Romane beinhaltet und 9,99 Euro kostet. Für Atlan-Freunde, die ihre Papierberge zu Hause reduzieren wollen, sicherlich ein Schnäppchen. Nicht weniger interessant aber auch für Science Fiction-Leser, die mit dem unsterblichen Arkoniden bisher noch nicht in Berührung gekommen sind.
Die anderen Lordrichter-Autoren waren Horst Hoffmann, Michael Marcus Thurner, Hans Kneifel, Arndt Ellmer, Bernhard Kempen, Christian Montillon, Nicole Rensmann und Uwe Anton, der auch die Exposés schrieb. Jeweils vier Titelbilder stammten von Arndt Drechsler, Dirk Schulz und Hank Wolf.
Mein Roman war der neunte des Zwölfteilers und trug den Titel "Der Turm des Denmogh". Es ist lange her, aber ich erinnere mich an den Ränke schmiedenden Hohepriester Contelapo und den wurmähnlichen Emion, den ich putzig fand. Und natürlich an die schöne Varganin Kythara, die mit Atlan den Kardenmogher erobert.
Nun ist auch dieser Minizyklus in digitaler Form erschienen, was mich als daran beteiligten Autor natürlich freut. Es gibt "Die Lordrichter" als proppenvolles E-Book-Paket, das alle zwölf Romane beinhaltet und 9,99 Euro kostet. Für Atlan-Freunde, die ihre Papierberge zu Hause reduzieren wollen, sicherlich ein Schnäppchen. Nicht weniger interessant aber auch für Science Fiction-Leser, die mit dem unsterblichen Arkoniden bisher noch nicht in Berührung gekommen sind.
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Atlan,
Science Fiction,
Veröffentlichung
Sonntag, 24. August 2014
Kasalla rocken den Tanzbrunnen
Erst 2011 wurde die Band gegründet. Seitdem hat sie zwei Alben mit drei Single-Auskopplungen veröffentlicht. Daß sie den Durchbruch geschafft hat, bewies das heutige Konzert am Tanzbrunnen. 11.000 Besucher waren da, die meisten ziemlich textsicher.
Mir sind Kasalla zuerst im Karneval aufgefallen, mit ihrem musikalischen Überflieger Pirate, der überall rauf- und runtergespielt wurde. Daher hielt ich sie anfangs für eine weitere Karnevalstruppe, möglicherweise nur mit einem One Hit Wonder. Weit gefehlt, wie auch der heutige Auftritt bewies. Ich ordne die fünfköpfige Mundart-Truppe längst dem Kölsch-Rock zu. Und den haben sie richtig gut drauf.
Denn abgerockt wurde kräftig. Immer en Bewäjung und Stäänefleejer kamen früh. Dazu zahlreiche Stücke, die ich bis dahin nicht kannte. Die Musiker waren bestens aufgelegt bei so einem großen Publikum, und die Menge honorierte die Spielfreude mit Begeisterung. Balladen können sie auch, wie Der Fluss beweist. Ebenso larmoyant angehauchte Schmachtfetzen wie Marie. Am Ende des Konzerts wurden die Hits abgefeuert. Immer noch do, Kumm mer lääve, und natürlich Pirate. Das Publikum ging ab wie die Rakete in Stäänefleejer.
Das dreistündige Programm wartete mit zusätzlichen musikalischen Überraschungen auf. Kasalla hatten sich Gäste eingeladen, zu denen sie eine besondere Beziehung haben. Das Urgestein der Kölner Musikszene Gerd Köster mit Frank Hocker und Helmut Krumminga. Dazu den früheren Bläck Fööss-Frontmann Tommy Engel, der Die Stadt von Trude Herr und seinen musikalischen Leckerbissen Du bes Kölle zum besten gab und frenetisch gefeiert wurde.
"Wir kommen wieder" versprachen Kasalla am Ende. Daran dürfte kein Zweifel bestehen. Ich sehe sie schon in vierzig Jahren auf der Bühne stehen, eine Institution der Stadt, verehrt und gefeiert, so wie heute die Bläck Fööss. Da muß einem um das Fortbestehen kölscher Mundartmusik nicht bange sein.
Mir sind Kasalla zuerst im Karneval aufgefallen, mit ihrem musikalischen Überflieger Pirate, der überall rauf- und runtergespielt wurde. Daher hielt ich sie anfangs für eine weitere Karnevalstruppe, möglicherweise nur mit einem One Hit Wonder. Weit gefehlt, wie auch der heutige Auftritt bewies. Ich ordne die fünfköpfige Mundart-Truppe längst dem Kölsch-Rock zu. Und den haben sie richtig gut drauf.
Denn abgerockt wurde kräftig. Immer en Bewäjung und Stäänefleejer kamen früh. Dazu zahlreiche Stücke, die ich bis dahin nicht kannte. Die Musiker waren bestens aufgelegt bei so einem großen Publikum, und die Menge honorierte die Spielfreude mit Begeisterung. Balladen können sie auch, wie Der Fluss beweist. Ebenso larmoyant angehauchte Schmachtfetzen wie Marie. Am Ende des Konzerts wurden die Hits abgefeuert. Immer noch do, Kumm mer lääve, und natürlich Pirate. Das Publikum ging ab wie die Rakete in Stäänefleejer.
Das dreistündige Programm wartete mit zusätzlichen musikalischen Überraschungen auf. Kasalla hatten sich Gäste eingeladen, zu denen sie eine besondere Beziehung haben. Das Urgestein der Kölner Musikszene Gerd Köster mit Frank Hocker und Helmut Krumminga. Dazu den früheren Bläck Fööss-Frontmann Tommy Engel, der Die Stadt von Trude Herr und seinen musikalischen Leckerbissen Du bes Kölle zum besten gab und frenetisch gefeiert wurde.
"Wir kommen wieder" versprachen Kasalla am Ende. Daran dürfte kein Zweifel bestehen. Ich sehe sie schon in vierzig Jahren auf der Bühne stehen, eine Institution der Stadt, verehrt und gefeiert, so wie heute die Bläck Fööss. Da muß einem um das Fortbestehen kölscher Mundartmusik nicht bange sein.
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