Freitag, 27. Februar 2015

Leonard Nimoy 1931 - 2015

Ein wenig kommt es mir so vor, als sei ein guter, alter, vertrauter Freund gegangen, der mich mein ganzes bisheriges Leben begleitet hat. Welcher Star Trek-Fan kennt sie nicht, die Worte, die Mister Spock Sekunden vor seinem Filmtod in einer bewegenden Szene an James T. Kirk richtet? So geschehen in Star Trek II - Der Zorn des Khan: "Ich war es und werde es immer sein, Ihr Freund." Bestimmt habe ich damals im Kino ein Tränchen verdrückt, denn natürlich war der coole Vulkanier auch mein Freund.

In seiner Rolle als Mister Spock war Leonard Nimoy die tollste Figur für mich, als ich als kleiner Junge zum ersten Mal Raumschiff Enterprise gesehen habe. Faszinierend, so hätte der Vulkanier es ausgedrückt. Die spitzen Ohren und seine Logik, das war etwas Neues und hat mich begeistert. Dazu der Vulkaniergruß, das Spreizen der Finger zwischen Mittel- und Ringfinger, das wir auf dem Schulhof so lange übten, bis es klappte.

Immer wieder tauchte Nimoy als Spock in den Star Trek-Kinofilmen auf, zuletzt in dem neuen (alternativen) ST-Universum des J.J. Abrams. Ich habe mich über Nimoys Gastauftritte in den Filmen 2009 und 2013 sehr gefreut. Sicher, er spielte auch in zahlreichen anderen Filmen und Serien mit, zum Beispiel in Kobra übernehmen Sie und grandios als William Bell in Fringe. Doch ist sein Name für immer mit der Figur des Mister Spock verbunden.

Nun ist dieser Held meiner Kindheit gegangen, im gesegneten Alter von 83 Jahren. Man möchte ihm ein letztes Mal hinterherrufen: "Live long and prosper". Oder, um William Shatner aus Star Trek III - Auf der Suche nach Mister Spock zu zitieren: "Die Enterprise kommt mir vor wie ein Haus, das von allen Kindern verlassen worden ist. Nein, sogar noch leerer. Spocks Tod ist wie eine offene Wunde. Ich habe das Gefühl, als hätte ich den besten Teil meiner Selbst dort auf jenem neu geschaffenen Planeten zurückgelassen."

Montag, 23. Februar 2015

Promet-Planungen in Rosbach

Den gestrigen Sonntag nutzte ich für eine Fahrt nach Windeck-Rosbach. Den kleinen Ort an der Sieg besuche ich schon seit Jahren immer mal wieder, denn dort ist Jörg Kaegelmann mit seinem Blitz-Verlag ansässig. Es gibt eine direkte Bahnverbindung von Köln ohne lästiges Umsteigen.

Wir unterhielten uns ausgiebig über Raumschiff Promet und die beiden Promet-Reihen. Im Vordergrund stand dabei die Fortführung der neuen Abenteuer, die ich in den nächsten Tagen ausarbeiten werde. Im März erscheinen zwei Romane, in denen ich die Ereignisse nach der Rückkehr der Promet in den Katai-Sektor und die dramatischen Wirren um die Chronoskope abgeschlossen habe.

Der Handlungsstrang um Arn Borul ist dabei offen geblieben. Ihm werde ich mich im nächsten Roman beziehungsweise in den nächsten Romanen widmen. Die ursprüngliche Idee habe ich verworfen, weil sie mit dem Inhalt einer anderen SF-Serie kollidiert wäre. Daher muß ich eine neue ausarbeiten. Mir schwebt bereits etwas vor.

Sonntag, 22. Februar 2015

Fünf Jahre Achims Blog

Seit 5 Jahren ist mein Blog nun schon am Start. Im Februar 2010 habe ich damit begonnen, auf diesem Weg über meine Aktivitäten zu berichten. Immer mal wieder blicke ich zwar über den Tellerrand hinaus, aber meistens geht es ums Schreiben, meine Arbeit und meine Veröffentlichungen. Wen wundert's - schließlich nimmt diese Tätigkeit die meiste Zeit meines Tages in Anspruch.

Fünfjähriges Jubiläum, das ist ein guter Anlass, um mich zu bedanken. Bei allen, die meinen Posts regelmäßig folgen, und ebenso bei jenen, die gelegentlich reinschauen. Habt vielen Dank und bleibt mir gewogen. Ich gebe mir Mühe, keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Samstag, 21. Februar 2015

Risiko Hypergeschwindigkeit


"Die Suche nach Selena führt Danog ut Keltris zu den Murip, einem Volk, mit dem die Menschheit bislang nur wenig Kontakt hatte und das eher zurückgezogen lebt. Dabei gerät der Walfe in eine Lage, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Ren Dhark und seine Getreuen erreichen unterdes ein Sonnensystem, das von den Worgun bereits vor zehntausenden von Jahren aufgegeben wurde. Dort erwartet sie das Risiko Hypergeschwindigkeit."

Nicht nur mein neuer REN DHARK-Sonderband ist justament erschienen, sondern parallel dazu auch das 53. Buch der Hauptserie. Während ich an Verborgene Erkenntnis schrieb, verfaßten Jan Gardemann, Ben B. Black und Uwe Helmut Grave den Roman Risiko Hypergeschwindigkeit.

Wie es der Titel andeutet, funktioniert die neue technische Errungenschaft, mit der sich Ren Dhark und die Besatzung der Point of konfrontiert sehen, nicht ganz risikofrei. Das bizarr konstruierte Raumschiff, das eine solche Geschwindigkeit erreicht, hat Ralph Voltz aufs Titelbild gebannt.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Verborgene Erkenntnis

"Danke an Achim Mehnert für diesen außergewöhnlichen Roman", so schreibt ein Leser in der Ren Dhark-Gruppe bei Facebook. Das geht natürlich runter wie Öl. Er hat mein neues Buch bereits gelesen, ich habe die Belegexemplare jetzt erhalten.

Gemeint ist die vor wenigen Tagen erschienene 27. Ausgabe der Ren Dhark-Sonderbände in der Unitall-Reihe. Der abgeschlossene Roman stellt Terence Wallis und Steven Trainor in den Mittelpunkt der Handlung. Die beiden Staatsmänner von Eden und Bel Air müssen eine Aufgabe lösen, von der sie nicht einmal ahnen, daß sie ihnen überhaupt gestellt wurde.

Der Klappentext verlautbart es folgendermaßen: "Terence Wallis und Steven Trainor befinden sich auf dem Weg nach Pluma, um mit dem dort lebenden Volk der Plumaty erste diplomatische Kontakte zu knüpfen. Kurz zuvor ereignet sich auf Babylon ein tragischer Unfall, dessen weitreichende Konsequenzen in diesem Moment niemand vorausahnen kann. Wallis und Trainor bekommen das zu spüren, als ihr Flug abrupt endet und sie sich unfreiwillig auf die Suche begeben müssen nach der verborgenen Erkenntnis."

Um auf das eingangs erwähnte Lob zurückzukommen: Ungewöhnlich ist die Geschichte durchaus. Es findet sich nicht nur Hajo F. Breuer darin wieder, der verstorbene Ren Dhark-Chefautor, der auch auf dem Buchcover zu sehen ist. Es werden zudem die Lebensgeschichten von Wallis und Trainor mit einem ganz anderen als aus der Serie bekannten Verlauf geschildert.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Beim Zoch mitgegangen

Der Karneval ist mal wieder geschafft - und ja, er hat mich geschafft. Ständig war ich irgendwo unterwegs, in meinem eigenen Viertel und in der Südstadt. Den Rosenmontagszug habe ich verpaßt. Ich war Sonntag und Montag zu erschlagen, um mich nach draußen zu begeben. Überhaupt fühle ich mich schlapp nach den tollen Tagen, wurde jedoch im Gegensatz zu halb Kölle von einer heftigen Erkältung verschont. Ein bißchen hatte ich schon vorher und zwischendurch. Generell sind den Jecken die Nachwirkungen ja egal, wenn sie in der Stadt unterwegs sind. Wer denkt da schon an den nächsten Tag? Schön war es wieder.

Mein persönlicher Höhepunkt war diesmal der Dienstager Zollstockszoch. Seit Jahren besuche ich ihn, in diesem Jahr bin ich zum ersten Mal mitgegangen. Ich war Teilnehmer der Gruppe "Fidele Fortuna" von Fortuna Köln. So bekam ich das Treiben mal aus einem ganz anderen Blickwinkel mit. Mehr noch als am Straßenrand sieht man die Freude und den Spaß der Menschen.

Ein besonderer Moment war der, als der Zug am Zollstocker Seniorenheim vorbeiging. Dutzende Senioren in weit fortgeschrittenem Alter saßen in ihren Rollstühlen draußen und verfolgten das närrische Treiben mit leuchtenden Augen. Manche bekamen, glaube ich, allerdings auch gar nicht mehr richtig mit, was da geschah. Doch für die meisten war es zweifellos eine schöne Abwechslung vom täglichen Trott im Heim. Klar, daß wir dort ausschwärmten und ihnen Schokolade und Pralinen in die Hand drückten. Ich hatte fast Tränen in den Augen.



Sonntag, 8. Februar 2015

Ren Dhark 51 im Zauberspiegel

Eine schöne Sache: von der Ren Dhark-Kolumne beim Zauberspiegel gibt es Neues zu berichten. Diesmal hat sich Michel Wuethrich des 51. Buches von "Weg ins Weltall" angenommen. Neben ergänzenden Artikeln ist dies bereits das dritte Buch, das dort besprochen wird. Mittlerweile darf man Michels Kolumne als etabliert bezeichnen. Ich weiß durch einige Rückmeldungen, daß sie von den Lesern gut angenommen wird.

Das Geheimnis des Hyperkalkulators erfährt dabei eine ausführliche Besprechung. Der Rezensent setzt sich kritisch mit den drei Teilromanen und ihren Verfassern (Gardemann, Grave, Mehnert) auseinander. Ich finde es wieder interessant, zu welchen Schlußfolgerungen und Überlegungen Michel Wuethrich dabei kommt. Und zu welchen offenen Fragen, auf die man als Autor beim Schreiben nicht achtet - oder die (zumindest vorübergehend) gewollt offen bleiben, um den Leser zu kitzeln.

Die komplette Besprechung gibt es hier:
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/ren-dhark-das-all/25324-ein-auge-auf-dhark-weg-ins-weltall-51

Montag, 2. Februar 2015

Gestern war ich Franzose

Frankreich ist Handball-Weltmeister, zum fünften Mal und damit so oft wie kein anderes Team der Welt. Man könnte auch sagen: so oft wie kein anderes Team aus Europa, denn einen Weltmeister von einem anderen Kontinent gab es bisher nicht. Daran änderte sich - gottlob! - auch gestern nichts. Die Equipe Tricolore gewann in einer spannenden und heiß umkämpften Begegnung 25:22 gegen Katar.

Ich machte mir einen ruhigen Sonntag. Keine Arbeit an einem Manuskript, keine Überlegungen zum nächsten Projekt. Rein gar nichts, sondern einfach mal abschalten. Es war nötig, wie ich feststellte. Ich unternahm einen langen Spaziergang durch die Südstadt, durch den Volksgarten und hin zum Südstadion. Das naß-kalte Wetter störte  mich nicht.

Auf den Plätzen der Sportanlage Süd tummelten sich Mannschaften der D-Jugend. Ich schaute mir das Treiben eine kurze Weile an, begab mich dann aber ins Vereinsheim und bestellte einen heißen Kaffee. Es liefen die Zusammenfassungen der Samstagspiele der Fußball-Bundesliga. So genoß ich noch einmal den Sieg des 1. FC Köln beim Hamburger SV und schaute mir anschließend die Live-Übertragung von Werder Bremen gegen Hertha BSC Berlin an.

Beim Gespräch mit einem Besucher aus Aachen wechselte ich zu einem Weizenbier. Er ist Anhänger der Alemannia, und sein Sohn spielt für den SV Eilendorf, einen Vorortclub von Aachen. Während der Kleine draußen dem Ball hinterherjagte, unterhielten wir uns über die gemeinsame Zweitligavergangenheit von Fortuna Köln und der Alemannia sowie über den alten Aachener Tivoli, den ich ein paarmal besucht habe. Er hingegen hat früher einige Spiele im Südstadion gesehen und freute sich, dank seines Sohnes gestern mal wieder vorbeischauen zu können. Eine richtig nette Unterhaltung. Fußballfans haben sich, was ihren Sport angeht, immer etwas zu erzählen.

Über allem stand an diesem Sonntag aber das Handball-Endspiel. Die Sympathien waren nicht geteilt, wie das häufig der Fall ist, sondern ausschließlich auf Seiten der Franzosen. Kein Wunder, war diese Weltmeisterschaft in dem Wüstenstaat Katar doch eine einzige Farce. Eine gekaufte Vergabe, im Ausland gekaufte Katar-Spieler und gar gekaufte Zuschauer auf den Rängen. Selbst letzteres änderte kaum etwas an dem Armutszeugnis überwiegend leerer Hallen, wenn nicht gerade der Gastgeber auftrat. Ein armseliges, ein erbärmliches Bild, das diese WM und der Gastgeber abgaben.

Im Fortuna-Vereinsheim wurde jedes Tor der Franzosen lautstark bejubelt. Alle wünschten Frankreich den WM-Titel. Oder anders ausgedrückt, niemand gönnte ihn Katar. Konnte ich gut nachvollziehen, denn da ging es mir wie allen anderen.

Sonntag, 1. Februar 2015

Phantastik-News bespricht Versuch 158

Die Rezension ging bei Phantastik-News bereits Anfang Dezember online, entdeckt habe ich sie erst jetzt. Carsten Kuhr bespricht Versuch 158, meinen vierten Nick-Roman. Den Folgeroman habe ich inzwischen ja schon geschrieben, das Buch ist in Vorbereitung.

"Inhaltlich erinnert mich Nick von der Anlage her immer ein wenig an die klassischen phantastischen Helden. Ähnlich wie in Sun Koh darf ein Kriminalplot oder ein möglichst exotisches Abenteuer nie fehlen, klassische SF-Elemente wie die Reise zu fremden Planeten oder die Begegnung mit Aliens sind auch immer ein beliebtes Motiv."

Bei der Einschätzung mußte ich ein wenig schmunzeln. Kein Wunder, daß der Rezensent sich bei Nick an die klassischen phantastischen Helden erinnert fühlt. Schließlich stammt Nick aus den Sechziger Jahren und gehört zu eben jenen. Die komplette Romanbesprechung findet sich hier:

http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=9756:nick-versuch-158-achim-mehnert-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

Donnerstag, 29. Januar 2015

Ein weiteres Manuskript für Ren Dhark

Es ist gerade eine Woche her, da schrieb ich über die Fertigstellung meines Manuskripts für Weg ins Weltall Band 54. Eigentlich ging ich von einer Dhark-Pause aus, doch manchmal geschieht Unvorhergesehenes. Und zuweilen ist das gar nicht schön.

Ein Kollege ist schwer erkrankt und mußte ins Krankenhaus, just zu einem Zeitpunkt, da er erst ein Viertel seines Romanmanuskripts geschrieben hatte. Die Weiterarbeit daran war ihm leider unmöglich, und die Telefonleitungen glühten. Nach einem Anruf des Exposéautors, der Schilderung der Sachlage und einer recht hektisch geführten Diskussion mit Terminabstimmung etc. sprang ich ein. Natürlich mußte es schnell gehen - und es ging schnell.

Das fertige Manuskript ist mittlerweile im Lektorat. Was aber viel wichtiger ist, dem Kollegen geht es mittlerweile besser, und es besteht die Aussicht, daß er bald wieder mit von der Partie ist.

Samstag, 24. Januar 2015

Winterliche Pracht in Köln

Der Januar ist fast rum, und es hat in Köln zum ersten Mal in diesem Winter geschneit. Vormittags und um die Mittagszeit schickte Frau Holle dicke weiße Flocken vom Himmel. Meistens ist solche Pracht in Köln nur von kurzer Dauer, deshalb packte ich mich dick ein, ließ den Schreibtisch Schreibtisch sein und machte mich zu einem Spaziergang auf.

Ich stapfte quer durch den Volksgarten. Inzwischen hatte es aufgehört zu schneien, aber die weiße Pracht lag bereits knöchelhoch. Der Park präsentierte sich in schönstem Wintergewand. Der Weiher ist zu drei Vierteln zugefroren. Die Wasservögel sammeln sich am eisfreien südlichen Gewässerende am Ufer und in Ufernähe, wo sie hoffen, von den seltenen Spaziergängern Brot oder anderes Futter zugeworfen zu bekommen. Was natürlich strengstens verboten ist, wie zahlreiche Schilder mahnen. In einer Baumkrone hockten Dutzende Halsbandsittiche und veranstalteten einen Heidenlärm. Kleineren Vögeln fressen sie bekanntlich alles weg, aber in die Nähe von Schwänen und Gänsen scheinen sie sich nicht zu trauen.

Mehrere Dutzend Schneemänner waren über die Wiesen verstreut, angefangen bei Winzlingen von der Größe eines Unterarms bis hin zu fetten, mehr als zwei Meter großen Brocken. Ich staunte nicht schlecht, denn es waren kaum Kinder im Park. Bob der Baumeister mußte ganz schön schnell gewesen sein, um in Windeseile all die eisigen Gesellen zu errichten.

Ich erinnerte mich daran, mit welcher Begeisterung ich als Kind selbst Schneemänner gebaut habe. Im Garten meiner Großeltern, in einem der vielen Parks der Stadt oder einfach irgendwo auf der Straße. Sobald es zu tauen begann und die Schneeschmelze einsetzte, hatte ich damals immer das Gefühl, daß sich ein Freund in Wohlgefallen auflöst. Heute hatte ich für die weißen Burschen nur ein paar interessierte Blicke übrig, während ich durch ihre Reihen schlenderte. Ich stapfte weiter zum Südstadion. Im Vereinsheim von Fortuna Köln gab es heißen Kaffee, und der war eine Wohltat.

Freitag, 23. Januar 2015

Who Knows im Versus

Seit sieben Jahren betreibt Ralf die Kneipe Versus im Kwartier Latäng, dem Studentenviertel nahe der Uni. Jeden Montag treten bei ihm Blues- oder Bluesrock-Bands auf, für lau, man zahlt also keinen Eintritt. Ich habe schon das eine oder andere Mal darüber berichtet.

Nun sah ich dort Who Knows, eine fünfköpfige Kapelle. Sänger, zwei Gitarren, Baß und Schlagzeug. Von Anfang an knallte ein richtig fetter Sound durch den Laden. Blues war das für mich nicht. Ich versuchte, die Musik einzuordnen - was man ja nicht unbedingt machen muß. Ich tat es trotzdem und kam zu keinem Ergebnis. Ich unterhielt mich mit anderen Zuhörern, und wir einigten uns auf die Begriffe Indie-Blues und Indie-Rock.

Die Richtung, der Stil sagte mir jedenfalls zu. Der Kopf wippte, der Fuß folgte dem Takt, und ich trommelte mit den Fingerspitzen auf der Theke. Vorher noch nie gehört von der Band, ein Versäumnis. Schönes Konzert mit ein paar Kölsch, das hat mir richtig gut gefallen.

Dafür verblüffte mich eine Neuigkeit. Nach sieben Jahren hört Ralf mit dem Versus auf. Am Aschermittwoch soll es einen großen Abschied geben, danach gehen die Lichter aus. Fürs erste, aber für den Laden hat sich in den letzten dreißig Jahren immer ein Nachfolger gefunden. Ralf selbst hat sich bereits eine neue Aufgabe gestellt. Mitten in der Stadt, auf der Hohe Straße, eröffnet er das Live Rock Cafe. Der Name hört schon mal gut an. Noch besser klingt, daß es dort jeden Abend Live-Auftritte geben soll. Ich bin gespannt.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Geheimnisse über Geheimnisse

Ich kann glücklich verkünden, schon wieder einen Ren Dhark abgeschlossen zu haben. Nach dem Sonderband, den ich kürzlich fertiggestellt hatte, war es diesmal wieder ein Roman für die Hauptserie. Darunter litt mein Blog ein wenig, wie der geneigte Leser festgestellt hat. Prompt fragte jemand, ob ich ihn künftig nicht weiterführe. Sicher, im neuen Jahr so wie im alten. Daß es mal eine Woche oder mehr keinen Blogpost gibt, dürfte zu verschmerzen sein. Die Arbeit an einem Manuskript geht vor.

Womit ich wieder bei meinem eingangs niedergeschriebenen Satz bin. Ren Dhark ist in den Tiefen der Galaxis auf ein außergewöhnliches Raumschiff gestoßen, eine weitere Hinterlassenschaft der Worgun, der Mysterious, als die die Gestaltwandler in der Serie so beliebt wurden. Im Zuge der Tests mit dem technischen Wunderwerk stoßen die Besatzung der Point of und die Wächter auf ein noch viel größeres Geheimnis.

Das Buch, Weg ins Weltall 54, wird den Titel Im Namen der Murip tragen und voraussichtlich im April erscheinen. Das Titelbild von Ralph Voltz liegt bereits vor. Ihr seht es unten. Den Murip hat Ralph wunderbar getroffen. Ein sehr schönes Covermotiv.


Montag, 12. Januar 2015

Bitwar-Zyklus komplett als Ebooks


Es freut mich sehr, daß mit Dimensionsfalle bei amazon soeben der 12. und abschließende Band des Bitwar-Zyklus als Ebook erschienen ist. Damit liegt dieser Zyklus nun komplett in digitaler Form vor. Komplett, das heißt: 48 Heftromane in 12 Büchern. Die Printausgaben haben mittlerweile auch schon zehn Jahre auf dem Buckel. Sie erschienen von 2004 bis 2006.

Ich erinnere mich noch gut an die spannende Handlung, in der sich Ren Dhark mit seinem Raumschiff POINT OF und seinen alten Weggefährten von der Erde behaupten mußte: Ren Dhark ist nicht länger Commander der Planeten und hat kein politisches Amt mehr inne. Als Zivilist hofft er, nun endlich die Geheimnisse des Universums erforschen zu können. Doch die friedliche Ruhephase, die hinter der Menschheit liegt, ist vorbei. Die Sonne erkaltet aus unbekannten Gründen, und die Erde droht zu einer Eiswelt zu werden, auf der menschliches Leben kaum noch möglich ist. Zugleich werden die Menschen und ihre Verbündeten von einer unheimlichen Roboterflotte aus den Tiefen der Galaxis angegriffen.

Die Geschichten wurden damals von einem sechsköpfigen Autorenteam geschrieben. Ich selbst steuerte acht Romane zu dem Zyklus bei. Uwe Helmut Grave, der auch heute noch zum Team gehört, war damals der fleißigste und lieferte gar zwölf Beiträge. Die anderen beteiligten Kollegen haben in der deutschen Phantastikszene wohlklingende Namen. Jo Zybell vor allem durch seine Mitarbeit bei Maddrax, Altmeister Conrad Shepherd unter anderem durch Perry Rhodan, und Alfred Bekker ist in verschiedenen Genres bekannt wie ein bunter Hund. Damals war auch noch der legendäre und 2008 verstorbene Werner Kurt Giesa mit von der Partie. Schon nicht mehr bei bester Gesundheit, schrieb er zu Beginn des Zyklus seine letzten beiden Romane für Ren Dhark.

Die großartigen Titelbilder, die mich auch beim wiederholten Betrachten noch begeistern, stammten von Ralph Voltz und Swen Papenbrock. Sämtliche Romanexposés kamen aus der Feder des mittlerweile ebenfalls verstorbenen Hajo F. Breuer.

Rückblickend stelle ich fest, wie sehr sich die Zusammensetzung eines Autorenteams im Laufe der Jahre ändert. Denn gehe ich die Namen all der oben aufgeführten Kollegen durch, fällt mir auf, daß davon heute nur noch Uwe Helmut Grave und ich als Autoren sowie Ralph Voltz als Graphiker für Ren Dhark tätig sind sind.

Samstag, 10. Januar 2015

Posthume Ehrung für Johnny Bruck

Ganz aktuell ist der Artikel nun wirklich nicht mehr. Das liegt auch daran, daß das Magazin mit erheblicher Verspätung erschienen ist. In der 38. Ausgabe der Clubpostille des Hansrudi Wäscher-Fanclubs berichten  Rüdiger Schäfer und Gerhart Renner über die posthume Verleihung des "Ritters der Neunten Kunst" an Johnny Bruck. Der Künstler ist vor allem bekannt geworden durch die zahlreichen Titelbilder für Perry Rhodan. Das Wirkungsfeld des 1995 verstorbenen Künstlers ging aber weit darüber hinaus.

Verliehen wurde der Preis schon auf dem Garching-Con 2013. Die Laudatio hielt der mittlerweile ebenfalls verstorbene Eckhard Schwettmann. Den Ehrenpreis übergaben die HRW-Clubvorstände Sepp Schrottner und Gerhart Renner an Johnnys Witwe Bonnie Bruck. Auch mit Verspätung ein schöner Artikel und für mich eines der Herzstücke der aktuellen Ausgabe. Daß das Magazin für mich längst kein Fanzine mehr ist, weil es sowohl von der Aufmachung her als auch inhaltlich professionell daherkommt, habe ich wohl früher schon erwähnt.

Auf 76 A4-Seiten gibt es für die Fans von Hansrudi Wäscher einmal mehr eine Fülle bunten Materials über und um den Altmeister. Telefon- und Tarotkarten von Wäscher, eine Auflistung der Sigurd-Veröffentlichungen von 2004 bis 2014, Blicke von Fans in die Vergangenheit, ein Artikel über die Piccolo-Bildserie Nizar, Material über die fliegenden Abenteurer "Bob und Ben" und Impressionen der vorausgegangenen Clubtreffen. All das ist natürlich sehr speziell und daher für Außenstehende nur bedingt interessant.

Doch wie immer im HRW-Magazin finden sich auch ausführliche Blicke über den Tellerrand hinaus. So der 3. Teil von Stefan Medunas Artikelserie über die Tarzan-Romane von Edgar Rice Burroughs oder der 2. Teil einer Reihe von Hans-Joachim Neupert über Old Shatterhand, beides reich bebildert. Abgerundet wird das Magazin durch den mehrseitigen Comic "Der Irrtum des Zauberlehrlings" von Hansrudi Wäscher. Das Titelbild zeigt ein Motiv aus "Bob und Ben", obwohl der Dicke mit dem roten Bürstenhaarschnitt für mich wie der Prototyp des Reginald Bull aussieht.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Michel Wuethrich beleuchtet das Wächterschicksal

Über das Portal www.zauberspiegel-online.de habe ich schon ein paarmal berichtet. Bisher habe ich aber versäumt, darauf hinzuweisen, daß es dort nun auch eine Kolumne gibt, die sich speziell mit Ren Dhark beschäftigt. Das sei hiermit nachholt, es freut mich schließlich sehr.

Geschrieben wird die Kolumne von Michel Wuethrich, der sich im Zauberspiegel in ähnlicher Form auch schon mit Perry Rhodan befaßt. Eigener Aussage zufolge will er sich mit der Serie, den Autoren, der Handlung und den Figuren beschäftigen - und die jüngst erschienenen Bücher besprechen.

Heute ging der neue Artikel von Michel Wuethrich online. Michel beleuchtet darin den Roman Wächterschicksal, den 50. Band von Weg ins Weltall. Das macht er sehr ausführlich, lesenswert und interessant. Insgesamt ist es bereits der sechste Artikel in seiner Rubrik. Einen Blick kann ich auf jeden Fall empfehlen, und Michel Wuethrich wünsche ich weiterhin gutes Gelingen mit seiner Kolumne.

http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/ren-dhark-das-all/24958-ein-auge-auf-dhark-weg-ins-weltall-50

Sonntag, 4. Januar 2015

Statt nach Pluma ins Ungewisse

Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, es zu vermelden. Vor dem Jahresabschluß, zwischen Weihnachten und Silvester, legte ich letzte Hand an den nächsten Ren Dhark-Sonderband in der Unitall-Reihe. Band 27 wird den Titel Verborgene Erkenntnis tragen. Ich konnte darin zwei beliebte Figuren des Dhark-Kosmos in ein Abenteuer schicken, das sie so oder ähnlich mit Sicherheit noch nie erlebt haben.

Dabei beginnt die Geschichte ganz harmlos. Alles sieht nach einem Routineflug aus, als Terence Wallis und Steven Trainor mit einem Flash von Babylon aufbrechen, um Pluma zu besuchen. Auf der Welt der vogelartigen Plumaty, mit denen die Menschen erst seit kurzem bekannt sind, wollen die beiden Staatsmänner von Eden und Bel Air erste diplomatische Kontakte für die Menschheit knüpfen. Doch die Mission nimmt schnell einen anderen als den erwarteten Verlauf. Wallis und Trainor sollen nicht auf Pluma ankommen, sondern in Ereignisse verstrickt werden, die keinen Sinn zu ergeben scheinen. Auch nicht - und anfangs ganz besonders nicht! - für den geneigten Leser.

Der Flug des Flash endet abrupt, und Wallis und Trainor sehen sich mit einem bizarren Raumgebilde konfrontiert. Was hat es zu tun mit der Welt Haven, auf der eigenartige Dinge vor sich gehen? Die Antwort gibt es in dem Buch Verborgene Erkenntnis, das im Februar erscheint. Wenn es Wallis und Trainor nicht gelingt, sich dieser Erkenntnis zu stellen, wird ihnen ihre Welt in ihrem bekannten Universum für immer verschlossen bleiben.

Freitag, 26. Dezember 2014

Zyklusanfang bei Ren Dhark gelungen?

Ren Dhark-Rezensent Michel Wuethrich hatte am Zyklusübergang Band 49 Geheimwaffe im Einsatz einige Kritikpunkte. Einige fand ich nachvollziehbar, andere teile ich nicht. Froh ist man als Autor trotzdem generell, geben Kritiken einem doch eine schöne Einsicht darin, wie manche Dinge bei den Lesern ankommen, die man vielleicht ganz anders gemeint hat.

Inzwischen sind die Bücher 50 und 51 erschienen, Wächterschicksal und Geheimnis des Hyperkalkulators. Der Stammleser und Forist "Der Wächter" schreibt heute im Ren Dhark-Forum: "Über die Feiertage bin ich jetzt endlich mal zum Lesen gekommen und habe Band 50 und 51 regelrecht verschlungen. Ich kann nur sagen, Ren Dhark in Bestform."

Auch wenn man dankbar für jede Kritik ist, freuen positive Rückmeldungen einen Autor natürlich besonders. Ich bin schon auf Michel Wuethrichs Beurteilung bei Zauberspiegel-Online gespannt.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohes Fest und einen guten Rutsch

Wieder ist ein Jahr vorbei, zumindest fast. Eine Woche noch, dann ist auch 2014 Geschichte. Ich erinnere mich noch gut an die Panikmache gewisser Weltuntergangsapologeten vor der Jahrtausendwende, die das Ende der Welt voraussagten. Und wenn schon nicht das, so sollten doch mindestens alle Computersysteme ausfallen, weil sie die Umstellung nicht verkraften. Von dem einen wie dem anderen sind wir, welch Wunder, verschont geblieben. Nun geht das 3. Jahrtausend in die nächste Runde, und das finde ich gut.

Doch zunächst liegen noch die Weihnachtstage vor uns. Für viele sind sie die besinnlichste Zeit des Jahres, die wichtigste und wertvollste gar. Auch mir sind sie wichtig, wenngleich ich sie nicht ganz ohne Arbeit verleben kann. Leider hat mich eine Krankheit eine Reihe von Tagen vom Schreiben abgehalten, so daß einiges nachgeholt werden muß. Damit kann ich gut leben, es gibt Schlimmeres. Beides läßt sich miteinander vereinbaren.

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs eine schöne Weihnachtszeit, ob nun fröhlich oder besinnlich, christlich oder traditionell, ruhig oder rege, allein, in Zweisamkeit oder familiärer Runde. Jedenfalls mit euren Lieben. Einen guten Rutsch ins neue Jahr, und bleibt meinem Blog gewogen. Ich würde mich freuen.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Markt des Verbrechens

Der neue Ren Dhark ist erschienen. Heute habe ich meine Belegexemplare erhalten. Weg ins Weltall 52 mit Titel Markt des Verbrechens ist nicht nur die letzte Dhark-Ausgabe in 2014, das Buch löst, da ich es in Händen halte, auch gemischte Gefühle bei mir aus.

Es war das letzte Dhark-Werk, an dem Hajo F. Breuer beteiligt war. Mitten im Schreiben der Exposés verschlimmerte sich seine Krankheit dramatisch, und notgedrungen sprang Ben B. Black ein, um die Expos zu komplettieren. Vorübergehend, dachten wir alle, bis der etatmäßige Expokrat aus dem Krankenhaus kommt und wieder auf dem Damm ist. Doch dazu kam es bekanntlich nicht mehr. Die Krankheit war stärker als Hajo.

"Ren Dhark folgt der Spur der uralten Worgun-Artefakte, die sich quer durch die Milchstraße zu ziehen scheint. Plötzlich sieht er sich einer Gefahr von völlig unerwarteter Seite gegenüber. Währenddessen sucht Danog ut Keltris weiterhin nach Selena. Dabei führt ihn die Information aus einem geheimen Datennetzwerk zum Markt des Verbrechens."

Das vorliegende Buch schrieb ich gemeinsam mit Jan Gardemann und Uwe Helmut Grave. Die Titelgraphik stammt wie gewohnt von Ralph Voltz.