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Montag, 20. September 2010

Bitte weitermachen, Wien!


Nach dem Frühstück am Sonntag checkte ich aus dem Hotel aus. Das Wetter war noch immer gut, die Voraussage fürs Wochenende hatte sich zum Glück nicht bewahrheitet. Das Conlokal füllte sich wieder ordentlich, obwohl häufig bei Cons viele Besucher nach dem Samstag wieder abreisen.
Ich sah mir noch einmal Raimund Peters Animationsfilm an, der laut Ankündigung der Converanstalter demnächst bei YouTube zu sehen sein wird. Währenddessen trat die Jagd auf fehlende Pickerl und volle Alben in die entscheidende Phase. Zu meiner Freude schaffte ich es, mir im Tausch das letzte fehlende Sammelbild zu organisieren. Gut sah das Album aus, so ganz ohne Lücken und mit den Unterschriften der Gäste.
Dann wurde es allmählich Zeit aufzubrechen. Mein Zug nach Köln ging um 12.40 Uhr. Ich drehte eine letzte Runde, verabschiedete mich und verließ mit einem Anflug von Wehmut das Conlokal, mein vollständig bestücktes Sammelalbum wie eine Trophäe im Rucksack. Ich bedauerte, nicht von Vornherein einen oder zwei Tage Aufenthalt mehr geplant zu haben, ein Versäumnis, das ich beim nächsten Mal sicherlich korrigieren werde.
Ein Fazit des Wochenendes ist schnell getroffen: Die Wiener sind tolle Converanstalter, die sich eine Menge haben einfallen lassen, und klasse Gastgeber, zu denen ich jederzeit gern wieder hinfahre. Mein Dank für den Austriacon, der mir sehr viel Spaß gemacht hat, geht an das ganze Organisationkomitee und alle Helfer.
Bleibt nur eins zu hoffen, nämlich daß es nicht wieder vier Jahre dauert bis zum nächsten Con in Wien.

Sonntag, 19. September 2010

Klebebilder und Autogramme


Am Samstag wurde ich, ganz untypisch, vor dem Schellen des Weckers wach. Das Frühstück war gut und ausgiebig, nach drei Tassen Kaffee, Orangensaft, belegten Brötchen und Toast mit Ei war ich wach und bereit für den Tag. Weitere Besucher aus Köln und Umgebung waren eingetroffen, und gemeinsam begaben wir uns zum Conlokal.
Der Contag begann mit der offiziellen Begrüßung. Dazu gehörte ein Animations-Video von Raimund Peters, das man gesehen haben muß. Die Helden der Perry Rhodan-Serie landen vor dem Rathaus und schreiten winkend durch ein Spalier aus Robotern, um den Con zu besuchen. Klasse gemacht!
Der Sammelspaß ging schnell in die nächste Runde. Überall sah man mit Sammelalben bewaffnete Conbesucher, die fleißig Klebebilder tauschten und sich die eingeklebten Pickerl von den Gästen signieren ließen.
Programmpunkt folgte auf Programmpunkt. Einige sah ich mir an, andere verpaßte ich, weil ich draußen an der Theke in Gespräche verwickelt war. Der eine oder andere Ehrengast hatte kurzfristig noch abgesagt, trotzdem waren die SF-Schaffenden reichlich vertreten und allesamt auf verschiedene Weise ins vielfältige Programm eingebunden.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir "Ein Germanist im Weltall", der launige Vortrag von Perry Rhodan-Teamautor Wim Vandemaan, der gestand, als Kind und Jugendlicher Perry Rhodan parallel zu Kafka gelesen zu haben. Seine Heftromane und amerikanischen Comics hat er stets an seiner Mutter vorbei ins Haus geschmuggelt. Seine heutigen Gymnasialkollegen wissen ebenso wenig wie seine Schüler, daß er Rhodan schreibt.
Nachmittags wurden die Bundesliga-Ergebnisse eingeholt. Natürlich feierten Helmut Freisinger, Norbert Mertens und ich als Anhänger des 1. FC Köln das 0:0 der Geißböcke in München wie einen Sieg. Bei Uwe Anton als bekennendem Bayern-Anhänger sorgte das Resultat hingegen für hängende Mundwinkel.
Bei "Tauchgang mit Atlan und Perry" nahm ich dann auf der Bühne wieder aktiv am Programm teil. Gemeinsam mit Marc Herren und Götz Roderer plauderte ich über unsere Arbeit an den Atlan-Taschenbüchern. Erst nachher fiel mir auf, daß wir uns ausschließlich mit dem alten Arkoniden beschäftigt hatten und mit keinem Wort auf Perry eingegangen waren.
Wolfgang Zenker sagte einige Beiträge an, und Roman Schleifer führte als Moderator souverän durch die meisten Programmpunkte, während Martin Steiner, so wie man ihn von Cons her kennt, kaum einmal einen Augenblick den Finger vom Auslöser seiner Kamera nahm.
Am frühen Abend schaute Arnold Weissensteiner vorbei, der Betreiber des Ren Dhark-Forums (http://www.rendhark-universe.net/). Arnold lebt und arbeitet in Wien, hatte es also nicht weit, und wir hatten uns im Forum lange vor dem Con auf ein Bier verabredet.
Kurz vor zehn bestritt Pepi Hopf den letzten Programmpunkt des Tages und brachte das Publikum zum Gröhlen. Der Wiener Kabarettist präsentierte Ausschnitte aus seinem Programm, wobei er spontan einige Marotten der versammelten Science Fiction-Fans aufgriff. Ich war begeistert, und manch einer kam aus dem Lachen nicht heraus.
Wie schon am Vorabend endete auch der Samstag mit gemütlichem Beisammensein an der Bar. Es war abermals halb zwei, als ich mich mit reichlich Bettschwere ins Hotel begab.

Samstag, 18. September 2010

Flämmchen und andere Rituale


2005 war ich beim Wiener Con, 2006 habe ich es nicht geschafft. Nun war es endlich wieder soweit. Am Freitag bin ich so früh aufgestanden wie lange nicht mehr. Der Zug nach Wien ging schon um kurz vor Sechs in der Frühe. Neuneinhalb Stunden Bahnfahrt sind nicht das größte Vergnügen, doch zum Glück fuhr auch Helmut Freisinger vom Kölner SF-Stammtisch zum Austriacon nach Wien. Mit Gesprächen über Gott und die Welt brachten wir die Zeit halbwegs erträglich hinter uns.
Der Con selbst, das sei vorab gesagt, entschädigte dann für jede Minute Hin- und Rückfahrt. Obwohl Regen angesagt war, empfing Wien uns mit schönem Wetter. Kurz ins Hotel, eingecheckt, das Gepäck hochgetragen und das Zimmer begutachtet. Von dort aus waren es nur fünf Fußminuten zum Veranstaltungsort. Das Rugia genannte und gleich gegenüber dem Rathaus liegende Conlokal ist, wenn nicht gerade ein SF-Con darin stattfindet, das Vereinslokal einer Wiener Studentenverbindung.
Eine tolle Überraschung gab es gleich am Eingang. In der Contasche, die jeder Besucher erhielt, steckte unter anderem ein Sammelalbum für Klebebilder mit den Portraits der angemeldeten Autoren, Zeichner und Verlagsleute. Vier Bildchen, in Österreich Pickerl genannt, wie ich lernte, lagen bei, weitere konnte man in Tütchen erwerben. Eine ganz tolle Idee, die nicht nur mich alten Panini-Fußballbilder-Sammler in ihren Bann schlug.
Schon am Freitag fanden ein paar Programmpunkte statt, und ehe ich mich versah, war ich eingespannt. Perry Rhodan-Autor Marc A. Herren vergatterte mich dazu, gemeinsam mit ihm und weiteren Teilnehmern seine Novelle "Helden im Ruhestand" vorzutragen. Jeder Teilnehmer erhielt eine oder gleich mehrere Sprechrollen. Dabei glänzten besonders Uschi Zietsch, Roman Schleifer und Gerry Haynaly mit schauspielerischen Leistungen.
Diesem Programmpunkt vorangegangen war bereits das Flämmchenritual der Atto, und es folgten Ausschnitte aus der Atlan-Verfilmung "Der Einsame der Zeit" von Hans-Joachim Thunack und Gesänge der Zukunft, vorgetragen aus dem Liederbuch für Weltraumfahrer. Zwischendurch gab es das fantastische Buffet, das nicht nur optisch hervorragend aussah, sondern ein wahrer Genuß war.
So gestärkt, ging es später zum gemütlichen Teil des Abends über. Bis 1.30 Uhr in der Nacht standen Veranstalter und Besucher in kleinen und größeren Gruppen beisammen. Das Gösser, ein Bier aus der Steiermark, schmeckte und wurde reichlich genossen.
Schon am ersten Tag fühlte ich mich richtig wohl im Kreis der Veranstalter, Autoren und Fans, von denen ich viele seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten kenne. Gegen zwei Uhr in der Nacht fiel ich müde und zufrieden in mein Hotelbett.

Donnerstag, 5. August 2010

Austriacon vom 17. bis 19. September

Der August ist angebrochen, und es geht mit Riesenschritten auf den Con in Wien zu. Nur noch sechs Wochen, dann geht der Austriacon über die Bühne.
Angemeldet hatte ich mich schon vor geraumer Zeit, heute habe ich endlich ein Hotelzimmer gebucht. Es müßte in der Nähe des Conlokals liegen. Das kann nachts wichtig sein, wenn man im Anschluß an den Con noch durch die Gegend zieht. Aber notfalls gibt's ja auch Taxis.
Ich habe eine Liste der Voranmelder gesehen und darunter viele Bekannte gefunden, die ich schon länger nicht gesehen habe. Ganz ehrlich, ich freue mich darauf.

Samstag, 15. Mai 2010

Unglückliche Terminplanung

Den diesjährigen AustriaCon in Wien will ich unbedingt besuchen und habe meine Teilnahme auch schon zugesagt, zumal ein paar Bekannte aus Köln ebenfalls hinfahren wollen.
Nun las ich vom Elstercon, der 2010 gleichzeitig Jahrescon des Science Fiction Club Deutschland ist und im Haus des Buches in Leipzig stattfindet. Es ist bereits der 10. Elstercon, den die Leipziger Science Fiction-Freunde auf die Beine stellen.
Zwar war ich im vergangenen Jahr in Leipzig, allerdings auf der Buchmesse, auf einem der dortigen Cons hingegen noch nicht. Also schnell ins Internet gegangen, um ein paar weitere Informationen einzuholen - und gestutzt.
Zu meiner Verwunderung gehen beide Cons am gleichen Wochenende über die Bühne, nämlich vom 17. bis zum 19. September. Das ist schade, aber vielleicht klappt es bei mir dann in zwei Jahren mit dem Elstercon.

Freitag, 26. Februar 2010

Austria Con 2010 in Wien angekündigt

Mich erreichte eine mail vom Wiener Perry Rhodan-Autor Michael Marcus Thurner.
Vom 17. bis 19. September veranstaltet der Wiener Perry Rhodan-Stammtisch einen weiteren Con. Wie auf der Homepage (http://www.frostrubin.com/) zu sehen ist, stehen bereits einige interessante Programmpunkte fest. Ebenfalls haben schon diverse Ehrengäste zugesagt.
Da mir der Con von 2005 in bester Erinnerung geblieben ist, fasse ich den Wochenendausflug im September fest ins Auge, und Wien ist ohnehin eine Reise wert.