Montag, 4. Mai 2015

Die Intercomic 77 machte Spaß

Am Samstag fand in der Köln-Mülheimer Stadthalle eine weitere Ausgabe der Intercomic statt, der internationalen Comic- und Romanmesse. Schon zum 77. Mal ging sie an diesem Ort über die Bühne. Der Himmel hatte ein Einsehen, es regnete nicht wie an den Tagen davor. So bildete sich vor der Stadthalle schon früh eine lange Schlange Einlass Begehrender. Entsprechend füllten sich die Gänge, und spätestens mittags war die Halle voll. Ich hatte den Eindruck, dass diesmal mehr Besucher da waren als bei den letzten Veranstaltungen. Sie tummelten sich zwischen den Händlern an den zahlreichen Ständen, vor der Bühne und ein paar wenige auch an der Theke.

An jener trank ich mit den alten Stammtisch-Kumpanen Hajo und Norbert ein Kölsch. Beide hatte ich länger nicht gesehen, und es gab einiges zu beschnacken. Auch sonst führte ich zahlreiche Gespräche, zum Beispiel mit den Autoren Horst Hoffmann und Des Romero, mit Joachim Otto von der Romantruhe und mit dem wie immer unermüdlich herumrennenden Gerhart Renner, der mich von einem Fototermin zum nächsten dirigierte.

Dazwischen traf man mich zumeist am Gemeinschaftsstand des Verlags Peter Hopf und des Blitz-Verlages an. Schließlich präsentierten beide neue Romane von mir, und es galt eifrig, die Bücher zu signieren. Hier Falk und Tibor, dort Raumschiff Promet. Anderenorts wurden zwei neue Projekte angeregt, über die zu gegebener Zeit die Rede sein wird. Ich hatte so viel zu tun und war so viel unterwegs, dass die Stunden diesmal buchstäblich an mir vorbeirauschten. Die diesjährige Intercomic mit ihrem besonderen Flair hat mir viel Spaß gemacht. Schön, dass es in einem halben Jahr die Fortsetzung gibt.

Ein ganz besonderes Präsent erhielt ich von dem Maler und Künstler Toni Rohmen: einen Mehnert im Rembrandt-Stil. Toni ist wie ich Mitglied im Hansrudi Wäscher-Fanclub und wurde im vergangenen Jahr an gleicher Stelle für sein künstlerisches Schaffen mit dem "Ritter der Neunten Kunst" ausgezeichnet. Sein Bild von mir hat mich echt umgehauen. Vielen Dank dafür, Toni.



Freitag, 1. Mai 2015

Aufbruch ins Unbekannte

Er ist vor ein paar Tagen erschienen und wird morgen auf der Intercomic in Köln am Verlagsstand von Peter Hopf präsentiert, mein neuer Tibor-Roman. Das siebte Abenteuer um den Sohn des Dschungels, das ich nach Comicvorlagen von Hansrudi Wäscher geschrieben habe, trägt den Titel Aufbruch ins Unbekannte. Der Roman, der den Inhalt der Piccolo-Heftchen 60 bis 80 umfasst, ist mit seinem farbigen Hochglanzumschlag und der Goldprägung wie immer auch optisch ein Schmuckstückchen.

Was ich besonders witzig finde: natürlich handelt es sich wie immer um eine Dschungelgeschichte. Trotzdem kommt diesmal ein dickes Science Fiction-Element darin vor. Denn die mörderische Pflanze, mit der sich Tibor herumschlagen muss, ist kein Gewächs von der Erde. Sie stammt, wie er herausfindet, von der Venus.

"Eine unheimliche Pflanze vertreibt Tibors Freunde, die Ogks, aus ihrer Heimat. Sie wächst ins Unermessliche und droht zu einer Gefahr für die ganze Welt zu werden. Als der Sohn des Dschungels sich ihr entgegenstellt, muss er erkennen, dass das fleischfressende Ungeheuer nicht von der Erde stammt.

Die Pflanze ist nicht die einzige Bedrohung, mit der Tibor konfrontiert wird. Zwei skrupellose Halunken schrecken weder vor Entführung noch vor Mord zurück, um an wertvolle Aufzeichnungen aus dem Weltraum zu gelangen."


Donnerstag, 30. April 2015

Ein in Vergessenheit geratener Cliffhanger

"Danke an Achim Mehnert für den mal wieder sensationellen Cliffhanger im 54. Roman." Diese Worte schrieb ein Stammleser von Ren Dhark heute in der Dhark-Gruppe bei Facebook - auf die ich in diesem Zusammenhang gleich einmal hinweisen möchte. Kann ja sein, dass sich jemand dafür interessiert: https://www.facebook.com/groups/124865850914078/  Besagter Leser bezieht sich auf das Ende von Ren Dhark - Weg ins Weltall Buch 54 mit Titel im Namen der Murip.

Nun freut mich eine solche Einschätzung natürlich, doch ich erwähne sie an dieser Stelle nicht aus Selbstbeweihräucherung. Die nächste negative Kritik kommt bestimmt. Vielmehr wurde mir eben bewusst, wie schnell ein erledigtes Manuskript geistig zu den Akten gelegt wird. Denn ich erinnerte mich beim besten Willen nicht mehr an den Romaninhalt, geschweige denn an den Schluss. Erst als ich das Buch zur Hand nahm und das Ende aufschlug, hatte ich die Geschichte samt Cliffhanger wieder vor Augen.

Dabei ist seit der Fertigstellung nicht viel Zeit vergangen. Ende Januar schickte ich das Manuskript an den Verlag, und das Buch erschien vor wenigen Tagen. Ich kenne Leute, die denken, der Romaninhalt müsste mir also noch völlig gegenwärtig sein, doch das ist ein Irrtum. Ich schrieb in der Folgezeit einen weiteren Ren Dhark, begann dann mit dem nächsten Falk-Roman für den Verlag Peter Hopf und arbeite momentan an einem weiteren Manuskript für die Neuschreibung der klassischen Raumschiff Promet-Abenteuer. Im Zuge dessen bin ich also, wie man sieht, geistig längst zu anderen Gefilden, sprich neuen Geschichten aufgebrochen. Das hat beileibe nichts mit Geringschätzung für das eigene erst wenige Monate alte Manuskript zu tun, man hat einfach damit abgeschlossen und die neueren und erst recht das aktuelle Projekt auf dem Schirm.

Dienstag, 28. April 2015

Eurocon 2017 in Dortmund

Das freut mich, und das gebe ich gerne weiter: Nach vielen Jahren kommt der Eurocon wieder nach Deutschland, und zwar nach Dortmund. Die Veranstalter des DortCons hatten sich um die Ausrichtung beworben. Am vergangenen Wochenende ging der diesjährige Eurocon in Sankt Petersburg über die Bühne, wo die deutschen Bewerber schließlich den Zuschlag für die Stadt im Ruhrgebiet erhielten.

Der Eurocon ist ein internationaler Science Fiction-Con, der seit 1972 (fast) jährlich in einer anderen europäischen Stadt stattfindet. Bisher kam dabei drei Mal Deutschland zum Zug. Ich hatte das Vergnügen, alle drei Veranstaltungen besuchen zu können. Im einzelnen waren das der 6. Eurocon 1982 in Mönchengladbach, der 15. Eurocon 1992 in Freudenstadt und der 21. Eurocon 1999 in Dortmund.

Achtzehn Jahre später ist es also wieder soweit. Science Fiction-Schaffende und Fans aus ganz Europa werden sich vom 16. bis 18. Juni 2017 im Fritz-Henßler-Haus in Dortmund ein Stelldichein geben. Ich gratuliere Chairman Arno Behrend und dem Dortmunder Veranstalterteam ganz herzlich zu diesem Erfolg. Eine wirklich tolle Sache. Klar, dass der Contermin in Gedanken bereits notiert ist..

Weitere Informationen gibt es auf der Con-Seite: http://www.dortmund-in-2017.com/

Montag, 27. April 2015

Coloniacon taucht beim Kurd Laßwitz Preis auf

Der Kurd-Laßwitz-Preis ist ein Preis, der jährlich im Bereich der deutschen Science Fiction verliehen wird. Mit ihm sollen herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF gewürdigt werden. Abstimmungsberechtigt sind alle in der deutschen SF Tätigen, also Autoren, Übersetzer, Herausgeber, Verleger, Lektoren, Graphiker und Fachjournalisten.

In folgenden Kategorien wird nominiert: Bester deutschsprachiger SF-Roman, beste deutschsprachige SF-Erzählung, bestes ausländisches Werk mit deutschsprachiger Erstausgabe, beste Übersetzung, beste Graphik und bestes Hörspiel. Dazu gibt es zwei Sonderkategorien, nämlich den Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen sowie den Sonderpreis für langjährige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF.

In letzter Kategorie wurden in diesem Jahr neben sechs weiteren Nominierungen die Herren Ralf Zimmermann und Achim Mehnert "für die langjährige Organisation des Coloniacons" benannt. Die Nominierung hat mich ziemlich überrascht, ich wäre nie auf diese Idee gekommen. Es ist eine nette Sache, auch wenn man sich nicht zuviel darauf einbilden sollte.

Zwar bin ich von Beginn an beim Coloniacon dabei, und in den vergangenen Jahren waren ich und vor allem Ralf federführend bei der Organisation und Durchführung des Cons, aber im Laufe der Jahre seit 1982 gab es viele weitere Mitveranstalter. Deswegen sehe ich die Nominierung weniger auf uns beide gemünzt, als vielmehr als Bestätigung für all diejenigen, die in den vergangenen über drei Dekaden als Organisatoren und Mitorganisatoren aufgetreten sind.

Ralf Zimmermann und ich haben bekanntlich beim vorigen Coloniacon 2014 unsere Tätigkeit beendet. Irgendwann muss schließlich mal Schluss sein. Ab dem nächsten Coloniacon, der 2016 wie üblich im Kölner Jugendpark über die Bühne geht, zeichnen Bernd Robker und Daniel von Euw für die traditionsreiche Veranstaltung verantwortlich, die ich 1982 gemeinsam mit Thomas Kass und Otmar Köndgen aus der Taufe gehoben habe.

Sämtliche Nominierungen für den Kurd-Laßwitz-Preis 2015 findet man hier:
http://www.kurd-lasswitz-preis.de/2015/KLP_2015_Preistraeger.htm

Sonntag, 26. April 2015

Nach Marburg zum Con

(c) Rudi Bading
Vom Marburg-Con habe ich in den vergangenen Jahren schon oft gehört, bis dato ist es mir aber nie gelungen, ihm einen Besuch abzustatten. In diesem Jahr klappte es nun endlich einmal. Ich war am gestrigen Samstag zugegen und erfuhr, dass die Veranstaltung sich 2015 zum 35. Mal jährt. Zwei Jahre länger also schon, als der Coloniacon über die Bühne geht. Den Organisatoren, namentlich dem Marburger Phantastikverein, meinen Glückwunsch dazu.

In diesem Jahr fand der Con im Bürgerhaus Niederweimar statt, einem – ich muss es sagen – selbst für SF-Cons kleinen Veranstaltungsort. Das sei nicht negativ verstanden. Im Gegenteil, für ein lokales Ereignis wie dieses weist das Bürgerhaus genau die richtigen Dimensionen auf. Weder ist es überdimensioniert, noch leiden Besucher und Aussteller an Platzmangel.

Man kann sich vorstellen, dass die Atmosphäre familiär ist. Die meisten Anwesenden kennen und schätzen sich. Ich selbst kannte nicht so dermaßen viele Leute, da der Marburg-Con immer mehr dem Horrorgenre als der Science Fiction zuzuordnen war. Dennoch liefen mir einige langjährige Bekannte über den Weg. So kam es zu netten Plaudereien mit den Autoren Earl Warren, Michelle Stern, Wilfried A. Hary, Manfred Rückert und Dirk van den Boom. Letzterer war "ganz privat" da und unterstützte die Theken- und Küchenmannschaft, indem er zum lautstarken Chili-Dealer avancierte.

Verschiedene Verlage und Verleger aus der phantastischen Kleinverlagsszene prägten mit ihren Ständen das Bild. Ich schaute überall vorbei und hielt hier und dort ein Schwätzchen, beispielsweise beim Verlag Saphir im Stahl. Beim Blitz-Verlag gab es selbstredend meine beiden jüngst erschienenen Raumschiff Promet-Romane.

Der Marburg-Con bot auch Programm, von dem ich allerdings nicht viel mitbekam: Lesungen und Vorträge, dazu die Verleihungen der Literaturpreise „Vincent Preis“ und „Marburg-Award“. Die Preisträger werde ich morgen im Netz eruieren. Der Con erwies sich als kleiner, als ich ihn erwartet hatte. Dafür ist er angenehm familiär und darf sich auf die Tradition von 35 Jahren durchaus etwas einbilden. Auf jeden Fall ist es eine Veranstaltung, der ich noch viele weitere Jahre wünsche.

Freitag, 24. April 2015

Alte Völker im Blick

Das nächste Ren Dhark-Buch erscheint im Juni, die Graphik fürs Cover liegt aber schon vor. Passend zum Romantitel Vereinigung der alten Völker hat Ralph Voltz Vertreter von dreien jener Völker ausgearbeitet: ein Fanjuur, ein Rateke und ein Utare. Große klasse, wie ich finde.



Donnerstag, 23. April 2015

Im Namen der Murip

Es geht weiter mit Ren Dhark. Soeben ist der neue Roman erschienen. Der Titel Im Namen der Murip wurde von Ralph Voltz sehr schön als Covermotiv umgesetzt. Man sieht einen Richter der Murip bei der Urteilsverkündung gegen keine geringeren als Art und Jane Hooker.

Abenteuerlich und geheimnisvoll geht es zu, als Ren Dhark und die Besatzung der Point of das entdeckte Experimentalschiff der Worgun in Betrieb nehmen. Dabei wird den Raumfahrern von der Erde wieder einmal schmerzhaft bewusst, dass auch ihnen Grenzen gesetzt sind.

Ich habe den Roman zusammen mit Uwe Helmut Grave und Jan Gardemann geschrieben. Es war Uwes letzter Beitrag für Ren Dhark. Zu meinem Bedauern ist er mit dem vorliegenden Buch aus dem Dhark-Team ausgeschieden.

Mittwoch, 22. April 2015

Marburg und Mülheim stehen vor der Tür

Meine kommenden beiden Wochenenden sind verplant. Ein bisschen spät zwar, darauf hinzuweisen, wo ich mich dann herumtreiben werde, ich tue es aber trotzdem. Es stehen nämlich zwei Veranstaltungen an, die für mich beruflich wie privat gleichermaßen interessant sind.

Da ist zum einen der Marburg-Con, der in diesem Jahr im Bürgerhaus Weimar in Niederweimar über die Bühne geht. Die traditionsreiche Veranstaltung will ich schon seit Jahren besuchen, aber irgendwie hat es nie geklappt. Diesmal ist die Fahrt jedoch fest eingeplant. Ich bin schon gespannt, zumal mich einige Bekannte, die dem Marburg-Con seit Jahren treu sind, mich immer mal wieder zu einer Teilnahme bewegen wollten.

Die Intercomic in der Köln-Mülheimer Stadthalle hingegen ist für mich eine seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten liebgewonnene Veranstaltung. Sie würde ich freiwillig nicht verpassen. Am 2. Mai findet sie bereits zum 77. Mal statt, und ein Ende der Internationalen Comic- und Romanmesse ist - glücklicherweise! - nicht in Sicht. Ich werde zwar wie immer viel in den Gängen unterwegs sein, wer mich aber spontan treffen möchte, hat die größten Chancen dazu an den Ständen des Blitz-Verlags und des Verlags Peter Hopf.

Für Kurzentschlossene hier die Links zu den beiden Veranstaltungen:
www.marburg-con.de
www.comicmesse-koeln.de

Dienstag, 21. April 2015

Der ewige Feind

Meine beiden neuen Romane für RAUMSCHIFF PROMET - DIE ABENTEUER DER SHALYN SHAN sind bereits vor ein paar Tagen erschienen und wurden auch schon an die Abonnenten verschickt, werden offiziell aber auf dem Marburg-Con am kommenden Wochenende präsentiert. Nicht nur aus diesem Grund werde ich den Con im Bürgerhaus Weimar besuchen. Die Belegexemplare habe ich bei einem Verlagsbesuch allerdings gleich mitgenommen.

Die beiden Taschenbücher Der ewige Feind und Welt in Flammen bringen den über fünf Bände reichenden Handlungsbogen zu einem Abschluss, der das Schicksal der so genannten Bankor-Gruppe beleuchtet. Vorausgegangen waren die Romane Das Orakel von Chron sowie Notruf aus Katai und Tod eines Cyborgs. Sie alle beschäftigen sich mit Ereignissen, die weit in der Promet-Historie zurückreichen.

Einst waren sechsunddreißig Terraner und zwei Moraner bei einem Transmitterdurchgang verschollen, unter ihnen Arn Borul, Peet Orell, Vivien Raid und Jörn Callaghan. Shalyn Shan hat die Hoffnung, ihren Ehemann Jörn und die anderen Freunde eines Tages wiederzusehen, nie aufgegeben, obwohl es nie einen Hinweis darauf gab, wo nach ihnen zu suchen ist. Es war sogar zu befürchten, dass keiner von ihnen mehr am Leben ist.

Als der langersehnte Hinweis endlich eingeht, zögert Shalyn keinen Augenblick. Ihre Suche führt sie nicht nur zurück in den Katai-Sektor, der sich in der Vergangenheit schon einmal als für die Menschheit entscheidender Bereich der Galaxis entpuppte. Die Vermissten sind über mehrere Sonnensysteme und Planeten und sogar im übergeordneten Parakon verstreut und werden in kosmische Ereignisse verstrickt, von deren bloßer Existenz sie bis dahin keine Ahnung hatten.

Montag, 20. April 2015

Sternendschungel Galaxis komplett als E-Books


STERNENDSCHUNGEL GALAXIS war ein Ableger von REN DHARK. Die Serie - oder Reihe, je nachdem wie man will - erschien von 2005 bis 2011 in Paperback-Form. Der Verleger wollte etwas Neues ausprobieren, und das Autorenteam war begeistert. Herausgeber Hajo F. Breuer hatte, wie von ihm gewohnt, auch schnell eine zündende Idee bei der Hand.

Ursprünglich war damals ein abgeschlossener Sechsteiler geplant. Die sechs Romane verkauften sich jedoch dermaßen gut, daß eine zweite Staffel hinterher geschoben wurde, dann noch eine und eine weitere. Mit diesem Erfolg hatte wohl keiner von uns gerechnet, zumal es noch weiterging. Insgesamt brachte es Sternendschungel am Ende auf 9 Staffeln mit 54 Romanen. Dann allerdings war leider Schluss.



Im Inhalt wird die dreijährige Handlungslücke zwischen dem Drakhon-Zyklus und dem Bitwar-Zyklus gefüllt. Ren Dhark hat sein Amt als Commander der Planeten verloren und findet sich gewissermaßen in der Rolle eines Privatmannes wieder. Nun, frei von politischem Amt und den damit verbundenen Sachzwängen, hat er endlich Zeit, den Geheimnissen des Kosmos nachzujagen, die ihn schon als jungen Leutnant fasziniert haben.

Es beginnt mit der Begegnung mit einem geheimnisvollen goldenen Planeten. Damit startet eine Reihe von bunten, exotischen und spannenden Abenteuern, die für viele Leser bis heute mit zum besten gehören, was jemals bei Ren Dhark veröffentlicht wurde. Neben einigen alten Autorenhasen, die schon lange aktiv waren, tauchten bei Sternendschungel ganz neue Namen auf. Unter anderem gehörte die junge Nina Morawietz dazu, die nach einer längeren Pause gerade eben fest ins Ren Dhark-Team eingestiegen ist.

Insgesamt verteilten sich die 54 Paperbacks wie folgt auf die beteiligten Autoren: Ich selbst verfasste 17 Geschichten, darunter den Einstiegs- und den Abschlussband. Von dem werten Uwe Helmut Grave stammten 10 Beiträge, von Altmeister Conrad Shepherd alias Konrad Schaef 7 und von der bereits oben erwähnten Nina Morawietz 6 Romane. Jeweils 4 steuerten Alfred Bekker und Jo Zybell bei, Ben B. Black deren zwei, und mit jeweils einem Roman waren Jan Gardemann und Alfred Wallon vertreten. Dazu gab es zwei Gemeinschaftsproduktionen, die eine aus den Federn von Werner Kurt Giesa und Alfred Bekker, für die andere zeichneten Conrad Shepherd und Uwe Helmut Grave verantwortlich.

Wie bei der Hauptserie kamen sämtliche Exposes von Hajo F. Breuer. Die teilweise glänzenden Titelbilder lieferte samt und sonders Ralph Voltz, aus dessen Graphik-Schmiede bis heute die Dhark-Titelbilder kommen. Ich finde es schön, dass Sternendschungel ein paar Jahre nach den Printausgaben nun auch komplett in digitaler Form als E-Books vorliegt.

Dienstag, 14. April 2015

Rudyn-Trilogie als E-Books

Seit kurzem erscheinen die bei Fantasy Productions und Ulisses aufgelegten Atlan-Taschenbücher als E-Books. Zur Erinnerung: zwischen 2006 und 2012 brachten die beiden Verlage insgesamt 28 Taschenbücher heraus, nämlich sieben Trilogien, einen Sechsteiler und einen Einzelroman. Ich steuerte seinerzeit sechs Romane bei.

Nun ist die sogenannte Rudyn-Trilogie in E-Book-Form erschienen. Der Auftaktroman stammt aus meiner Feder, den mittleren Band verfasste Rüdiger Schaefer und den Abschluss Michael H. Buchholz. Ich erinnere mich noch gut an die spannenden Geschichten um den unsterblichen Arkoniden Atlan. Die Arbeit an den Taschenbüchern hat mir damals viel Spaß gemacht.

Zum Inhalt: »August 3102 alte Terranische Zeitrechnung: Die Milchstraße ist ein gefährlicher Ort. Verschiedene Organisationen kämpfen gegen das Solare Imperium der Menschheit, Sternenreiche entstehen neu, und überall ringen kleine Machtgruppen um mehr Einfluss. In dieser Zeit geht die United Stars Organisation - kurz USO genannt - gegen das organisierte Verbrechen vor.

An ihrer Spitze steht kein Geringerer als Atlan: Perry Rhodans bester Freund. Der ca. 9000 Jahre v. Chr. geborene Arkonide ist dank eines Zellaktivators relativ unsterblich. Als junger Kristallprinz erkämpft er sich die rechtmäßige Nachfolge und besteigt als Imperator Arkons Thron, bis er im Jahre 2115 abdankt und die Leitung der neu gegründeten USO übernimmt.

In der Einsatzzentrale der USO werden seltsame Signale empfangen. Atlans Interesse ist schlagartig geweckt, als er erkennt, dass sie von einem bisher verloren geglaubten Zellaktivator stammen. Augenblicklich beginnt die Jagd nach der Unsterblichkeit. Atlan heftet sich an die Fersen zweier abtrünniger USO-Agenten. Doch es gibt noch weitere Interessenten: die starke Kämpferin Trilith Okt, die ihre erstaunlichen Fähigkeiten rücksichtslos einsetzt ...«

Montag, 13. April 2015

In Fürst Ortwins Gewalt

In den letzten Wochen hatte ich wenig Zeit, mich um meinen Blog zu kümmern. Ach was, tatsächlich hatte ich gar keine Zeit dafür. Der Umzug aus der langjährigen in die neue Wohnung belegte mich mehr mit Beschlag als mir lieb war. Ich kam kaum dazu, mal eine Stunde an einem Manuskript zu schreiben. Dabei liegen mir drei Aufträge für verschiedene Serien vor, denen ich mich nun mit Nachdruck widmen muss.

Einer davon ist Falk 4. Ich habe den Roman begonnen, bin aber noch nicht über das erste Kapitel hinausgekommen. Ich erwähne dieses Manuskript, weil vor wenigen Tagen Falk 3 erschienen ist. Der Roman, der das dritte Abenteuer aus den Piccolo-Comicheften 35 bis 64 von Hansrudi Wäscher enthält, trägt den Titel In Fürst Ortwins Gewalt und ist die bisher umfangreichste meiner Falk-Adaptionen. Er umfasst mehr als 300 Seiten, ist also etwa so dick wie ein Atlan-Taschenbuch und in der üblichen Aufmachung als Hardcover gehalten.

Falk und sein Freund, der Gaukler Bingo, bekommen es mit dem Seeadler zu tun, einem berüchtigten Piraten. Doch Falk erkennt schnell, dass nicht der Seeräuber der eigentliche Schurke in dem Intrigenspiel ist, in das er verwickelt wird. Gewisse Adlige sind die wahren Dunkelmänner, während der Seeadler nur um sein ihm rechtmäßig zustehendes Erbe, die Freiheit für seinen gefangenen Bruder und die Liebe einer Frau kämpft.

Carsten Kuhr war wieder einmal von der ganz schnellen Truppe. Da ich diese Zeilen schreibe, hat er das Buch bereits für das Online-Portal phantastik-news besprochen. Der Rezensent sieht einen "deutlich gereiften Helden" und eine "packende Mischung aus Ritter-Abenteuern, Kämpfen und fiesen Adeligen, bei der die Rollen klar verteilt sind und die sich rund und wie aus einem Guss liest".

Die komplette Rezension zu Falk 3 ist hier zu finden:
http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=10289:falk-3-in-fuerst-ortwins-gewalt-achim-mehnert-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

Samstag, 21. März 2015

Klaus Ulonska 1942 - 2015

„Fortuna Kölns Herz schlägt nicht mehr“, titelte der Kölner Express über den unerwarteten Tod von Klaus Ulonska. Der Präsident von Fortuna Köln starb am 14. März 2015 völlig überraschend an einem Herzinfarkt.


Das Entsetzen war groß in Köln in den vergangenen Tagen, und es zog sich durch alle Schichten und Altersklassen. Ich bekam die Welle von Anteilnahme in den Medien mit und im Vereinsheim, wo ein Kondolenzbuch auslag. Ich spürte die Wertschätzung und Liebe, die Ulonska genossen hat, bei der Gedenkfeier in St. Aposteln. Die Bläck Fööss sangen, und die Fortuna-Spieler trugen den Sarg. Es war ergreifend, ebenso wie die anschließende Beisetzung auf Melaten, wo viele Freunde und Weggefährten von Klaus Ulonska zusammenkamen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, darunter auch viele Anhänger von Fortuna Köln. Ich hatte mit den Tränen zu kämpfen, als ich mich auf dem Friedhof von Klaus’ Frau Helge verabschiedete und ihr für alles dankte, was sie und ihr Klaus zehn Jahre lang für die Fortuna getan haben.

Schon in jungen Jahren begeisterte sich Ulonska für den Sport, dem er in verschiedenen Bereichen sein Leben lang treu blieb. Für den ASV Köln war er als Sprinter über 100 und 200 Meter sowie als Staffelläufer über die 4 x 100 Meter aktiv. Mit der Staffel wurde er 1962 Europameister. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Sport weiterhin verbunden. Er war über viele Jahre  Präsident des Kölner Eis-Klubs, wirkte als Organisator der großen Leichtathletik-Sportfeste des ASV und setzte sich für die Gründung des Kölner Seniorensportvereins sowie des Kölner Behindertensportvereins ein.

Auch außerhalb des Sports war sein Schaffen breit gestreut. Als Mitglied des Traditionskorps der Altstädter Köln lebte er seine Begeisterung für  den Karneval und das Kölner Brauchtum aus. 1973 gehörte er als Jungfrau Claudia dem Kölner Dreigestirn an. Seitdem leitete er unzählige Sitzungen, zumeist als Clown verkleidet. Kaum ein anderes Kostüm hätte seine Lebensfreude besser ausdrücken können.

Denn Klaus Ulonska war ein durch und durch positiver Mensch, ein gläubiger Mensch, dem alle gleich viel wert waren und der für jeden ein offenes Ohr hatte. Als Ratsherr der Stadt Köln arbeitete er unermüdlich zum Wohl der Stadt, später setzte er sein soziales Engagement auf anderer Ebene fort, beispielsweise als Unterstützer des Kölner Obdachlosenfrühstücks. Für seinen Einsatz für die Menschen von Köln und seine vielfältigen Verdienste um den Sport wurde ihm 2014 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Mir wurde Klaus Ulonska bekannt, als er 2004 die Geschicke von Fortuna Köln übernahm. Es war eine Zeit, in der die Fortuna sowohl finanziell als auch sportlich in ziemliche Schieflage geraten war. Nach dem Tod von Jean „Schäng“ Löring rutschte der Verein bis in die 5. Liga ab, der Konkurs schien kaum noch abzuwenden. Der Südstadtclub stand vor dem Aus.

Damals, so weiß es die Legende zu berichten, schellten ein paar enthusiastische Fortuna-Fans bei Klaus Ulonska, um ihn als neuen starken Mann für die Fortuna zu gewinnen. Er wollte nicht, zunächst, doch seine Frau Helge bat die Fans in die Wohnung. Ein stundenlanges Gespräch folgte, an dessen Ende sich Ulonska bereiterklärte, es zu machen – für sechs Wochen. Aus diesen sechs Wochen wurden mehr als zehn Jahre.

Denn Klaus Ulonska entdeckte seine Liebe zur Fortuna, für die er schon bald von morgens bis abends aktiv war, häufig bis spät in die Nacht hinein. Wie zu Beginn unterstützte seine Frau ihn dabei und ließ ihm alle Freiheiten, die er benötigte, um die Fortuna in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren. Dem leidenschaftlichen Ulonska gelang aber noch viel mehr als das: unter seiner Ägide konnte der Verein sich wirtschaftlich konsolidieren und steht heute schuldenfrei dar. Dafür sorgten unter anderem all die Förderer und Sponsoren, die er durch seine vielfältigen Kontakte gewinnen konnte. Zudem erfüllte er den Traum aller Fortuna-Fans: nach dem zwischenzeitigen Aufstieg aus der Verbandsliga führte er den Verein 2014 in die 3. Liga und damit zurück in den Profifußball.


Eine schöne Sache – und eine, die im Fußball ganz und gar ungewöhnlich ist – drückt die Beliebtheit von Klaus Ulonska aus. Nicht nur Kölner bringen ihm große Sympathie entgegen, sondern auch die Fans der Gastmannschaften waren von ihm begeistert. Bei Heimspielen begrüßte Ulonska sämtliche Gästefans persönlich. Das wurde ihm niemals zuviel. »Wer war dieser freundliche Mann eben?«, wurde dann häufig gefragt. Und groß war die Überraschung, wenn es hieß: »Klaus Ulonska, der Präsident von Fortuna Köln.«

In den sozialen Netzwerken fiel es mir in den vergangenen Tagen besonders auf. Die Anteilnahme über Ulonskas Tod kommt von Fußballanhängern aus ganz Deutschland, die mit ihren Vereinen auf die Fortuna getroffen sind: ob von Preußen Münster oder den Bayern, den Stuttgarter Kickers oder Borussia Dortmund. Voller Wärme und Mitgefühl war der mehrseitige Nachruf eines BVB-Fanclubs über den „sympathischsten Fußballpräsident der Welt“.

Längst zur Legende geworden ist Klaus Ulonskas Spendenball. Mit dem durchschritt er bei jedem Heimspiel die Reihen der Besucher, um Geld zu sammeln für die Jugendmannschaften der Fortuna. Denn die vielen hundert Kinder und Jugendlichen aus 23 Nationen, die bei der Fortuna kicken, waren ihm – ebenso wie seinem Vorgänger Jean Löring – eine Herzensangelegenheit.

So oft ich Klaus Ulonska begegnete, er war nie abweisend, hatte niemals schlechte Laune.  »Viel Glück und Segen auf allen Fortuna-Wegen«, so pflegte er stets zu sagen. Mit seinem sonnigen Gemüt und seiner Herzlichkeit lachte er gern und viel. Nur einmal habe ich ihn anders gesehen, nämlich nach dem entscheidenden Relegationsspiel in München gegen die zweite Mannschaft der Bayern. Nach dem Fortuna-Erfolg und dem Aufstieg in die 3. Liga heulte Klaus Rotz und Wasser. Es waren Tränen der Freude und der Erleichterung. Er hatte sein Ziel erreicht – eigentlich nur ein weiteres Zwischenziel, denn mit einem Auge schielte er für die kommenden Jahre bereits auf die 2. Liga. Diesen Traum wird er sich und den Fortuna-Anhängern nun leider nicht mehr erfüllen.

Klaus Ulonska hat ein großes, ein respektables Lebenswerk hinterlassen. Dieser freundliche, herzensgute und sympathische Mann wird der Fortuna ebenso sehr fehlen wie vielen anderen Menschen in Köln. Sein Verlust ist kaum zu kompensieren. Noch vor kurzem haben wir ein paar Worte gewechselt, und wie immer sprühte er vor Energie. Nichts ließ ahnen, dass er schon bald nicht mehr bei uns sein würde. Ich danke Klaus und seiner Frau Helge für alles, was sie für die Fortuna getan haben. Wo wären wir heute ohne euch?

Dienstag, 10. März 2015

Zwanzig Jahre Blitz-Verlag

Im Jahr 1995 gründete Jörg Kaegelmann den BLITZ-Verlag, irgendwo in einem verschlafenen Ort zwischen Siegerland und Westerwald. Damals war der gelernte Drucker der deutschen Science Fiction- und Phantastik-Szene schon seit vielen Jahren verbunden. Er war nicht nur begeisterter Leser, sondern druckte bereits seit Anfang der Siebziger Jahre Bücher für die bundesdeutsche Szene. Zum Beispiel Andromeda, Exodus, SF-Nachrichten und vieles mehr. Der Schritt, sich mit einem kleinen Phantastik-Verlag selbständig zu machen, war also schon fast ein zwangsläufiger.

So ging es bei der Verlagsgründung ursprünglich um die Publikation deutschsprachiger Phantastik. Kultserien wie Raumschiff Promet und Larry Brent wurden nicht nur wieder aufgelegt, sondern zudem mit neuen Geschichten fortgesetzt. Dazu gesellten sich phantastische Reihen wie Necroscope, Lovecrafts Bibliothek des Schreckens, Meisterwerke der dunklen Phantastik, Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek oder Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik.



Längst ist der BLITZ-Verlag jedoch auch in anderen Bereichen zu Hause. Neue Abenteuer von Sherlock Holmes haben ebenso ihre Fans, wie die Leser bedient werden mit Western (Arizona Legenden), Spionage-Thrillern (Snake) und Pater Brown. Nicht zu vergessen die Kult-Klassiker Der Butler und Die Schwarze Fledermaus. Ganz aktuell sind Karl Mays Kara ben Nemsi, Jules Vernes Kapitän Nemo und Edgar Wallace.

Auch folgt der Verleger den Zeichen der Zeit. Startete der BLITZ-Verlag einst mit Print-Versionen, hat sich das Angebot seit einer Weile ausgeweitet. Hörbücher gehören mittlerweile ebenso zum Standardprogramm wie Hörspiele und eBooks. Die oben genannten Serien und Reihen bilden aber nur einen Teil des Verlagsprogramms. Es ist viel zu umfangreich, um an dieser Stelle auf sämtliche Publikationen einzugehen. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal auf die Verlagsseite schauen: www.blitz-verlag.de

Ich gratuliere Jörg Kaegelmann und seinem BLITZ-Verlag zu einem runden Jubiläum. Zwanzig Jahre hingebungsvolle Tätigkeit im Dienst der deutschen Phantastik, dazu weitgehend als Ein-Mann-Unternehmen, sind aller Ehren wert.

Montag, 9. März 2015

White Hot & Blue in der Torburg

Ich habe ein Konzert gesehen, das gar nicht eingeplant war. White Hot & Blue nennt sich die 1982 in Gelsenkirchen gegründete Band, ursprünglich ein Trio, inzwischen ein Quintett. Ulli Tietze (Bass und Gesang), Thomas Erkelenz (Gitarre und Gesang), Gregor Hengesbach (Gitarre), Martin Scholz (Keyboards) und Bernd Gremm (Schlagzeug) stammen aus dem Ruhrpott und beweisen eindrucksvoll, dass Gelsenkirchener und Dortmunder nicht nur gegeneinander, sondern auch miteinander spielen können.

Gehört habe ich von der Band noch nie, und dass ich sie jetzt entdeckt habe, ist einem reinen Zufall zu verdanken. Nach einem Spaziergang durch die Südstadt wollte ich in der Torburg Fußball schauen. Während des Spiels begannen die Musiker mit dem Aufbau ihrer Instrumente und führten ihren Soundcheck durch. Bei den bluesigen Klängen wurde ich sofort hellhörig und entschied, mir das Konzert nach dem Spiel anzusehen. Eine Entscheidung, die ich nicht bereue.

White Hot & Blue machen kräftigen, erdigen Blues und Bluesrock, genau das, was ich unter guter alter handgemachter Musik verstehe, unter ehrlicher Musik. Bei jedem der fünf Musiker handelt es sich um einen tollen Instrumentalisten, und die Jungs legten eine Menge Spielfreude an den Tag. Da sind echte Könner am Werk, denen man anmerkt, dass sie nicht erst seit kurzem zusammen spielen. Bei ihren musikalischen Fähigkeiten und den wirklich guten Stücken wundert es mich, dass sie nicht bekannter sind.

Gelegentlich hatte ich das Gefühl, John Fogerty persönlich packt gerade einen Swamp Blues aus. Der Drummer glänzte mit einem Solo, und der großartige Keyboarder spielte sich phasenweise mit geschlossenen Augen und verzücktem Lächeln im Gesicht regelrecht in Ekstase. Ein richtiggehender Zauberer an den Tasten. Große Klasse. Unverhofft kommt oft, heißt es. White Hot & Blue kamen für mich unverhofft - und richtig gut. Das Konzert war Klasse, und die Band kann ich wärmstens empfehlen.

Sonntag, 8. März 2015

Werner Fleischer 1961 - 2015

Wieder ist einer der Aktiven aus der deutschen Science Fiction-Szene von uns gegangen. Werner Fleischers Tod macht mich betroffen. Ich kannte Werner seit bestimmt zwanzig Jahren persönlich, wenn auch nicht besonders gut, so doch vor allem durch seine Tätigkeit als Mitveranstalter der Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz, zuweilen auch Sinzig-Con genannt. Auch bei anderen ähnlichen Veranstaltungen liefen wir uns gelegentlich über den Weg. Zuletzt hielten wir losen Kontakt via Facebook.

Den Dingen, die ihm am Herzen lagen, widmete Werner sich mit Leidenschaft, sei es nun der Con in Sinzig, seine Liebe zu den Beatles oder seine Aktivitäten in der Karl May-Szene. Er war als Redakteur beim Perry Rhodan-Magazin Sol und als Autor für das Comicmagazin Sprechblase tätig. Er engagierte sich sozial und politisch und saß einige Jahre für die SPD im Kreistag Ahrweiler.

Wie Freunde von ihm vermelden, ist Werner gestern an einem Herzinfarkt verstorben, gerade einmal 53 Jahre alt. 2013 sollte es nach Jahren der Pause noch einmal einen Con in Sinzig geben, dieser wurde jedoch verschoben. Nachdem 2014 Mitveranstalter Elmar Wietor starb und nun Werner Fleischer, dürften auch die Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz Geschichte sein. Mein Beileid gilt Werners Frau, seiner Familie und seinen Freunden.

Samstag, 7. März 2015

Ein Auge auf Dhark 52

Der Rezensent Michel Wuethrich hinkt noch ein wenig hinterher, holt aber auf. Eine ordentliche Fleißarbeit für jemanden, der erst mit Beginn des laufenden Zyklus bei Ren Dhark eingestiegen ist. Schön, dass die Besprechungen weitergehen und die Zauberspiegel-Kolumne zusehends Gestalt annimmt.

Kürzlich ist in der Dhark-Serie Weg ins Weltall 53 erschienen, Michel Wuethrich beschäftigt sich just mit dem Vorgängerband 52. In seiner Zauberspiegel-Kolumne "Ein Auge auf Dhark" setzt er sich eingehend mit Markt des Verbrechens auseinander. Dies geschieht in gewohnt ausführlicher wie kritischer Form. Zur Klärung gewisser Randnotizen zitiert der Rezensent zudem aus meinem Blog und unserer Mail-Korrespondenz.

"Mit dem Markt des Verbrechens, der dem Buch auch gleich den Titel aufdrückt, ist ein spannender Aspekt im Ren Dhark-Universum aufgetaucht", urteilt der Kolumnist. Die vollständige Rezension gibt es hier, doch Vorsicht, es wird gespoilert:

http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/zauberstern-kolumnen-mainmenu-75/ren-dhark-das-all/25543-ein-auge-auf-dhark-weg-ins-weltall-52

Freitag, 6. März 2015

Der Schäng ist unvergessen

Ich erinnere mich noch gut an jenen Tag im März 2005, an dem die Trauerfeier für Jean Löring stattfand. Die kleine Kapelle auf dem Südfriedhof platzte aus allen Nähten, als sich der langjährige Präsident des SC Fortuna Köln auf seinen letzten Weg machte. Der Schäng, wie ihn jeder nannte, war am 6. März gestorben, und die Anteilnahme in Köln war groß.

Heute jährte sich sein Todestag zum zehnten Mal. Ich unternahm einen Abstecher auf den Südfriedhof und schaute am Familiengrab der Lörings vorbei. Bei meinem Eintreffen legte eine junge Frau, eine Familienangehörige möglicherweise, gerade einen Strauß Lilien ab. Zuvor waren bereits andere da gewesen, hatten Blumen hinterlassen und Kerzen angezündet. Daneben steckte ein Wimpel des Fortuna-Fanclubs "Schäng Gäng".

Das hat mir gefallen. Es beweist, dass der Schäng nicht vergessen ist. Ich verweilte kurz und sagte dem Mann, der die Fortuna über Jahrzehnte hinweg verkörperte wie kein zweiter, noch einmal Tschüss.

Sonntag, 1. März 2015

ColoniaCon-Grillfest 2015

Bekanntlich findet in Köln alle zwei Jahre der Coloniacon statt. Nach 2014 wird die traditionsreiche Veranstaltung auch 2016 wieder im Deutzer Jugendpark über die Bühne gehen. Für die dazwischen liegenden coloniaconfreien Jahre haben sich die neuen CC-Veranstalter Daniel von Euw und Bernd Robker etwas einfallen lassen, das wir früher schon einmal angedacht hatten. Dass die Idee nun in die Tat umgesetzt wird, gebe ich an dieser Stelle gern weiter.

Immer wieder wurde nämlich von Conbesuchern gefragt, warum wir nicht auch in den "ungeraden" Jahren etwas machen. 2015 wird es daher zum ersten Mal ein ColoniaCon-Grillfest geben, also keine Wochenendveranstaltung mit durchgängigem Programm, sondern ein gemütliches Beisammensein mit Grill, Bier und Geplauder. Ganz ohne geht es aber doch nicht - ein kleines Rahmenprogramm wird auf jeden Fall auf die Beine gestellt, wie aus der Vorankündigung zu erfahren ist.

Das Grillfest findet im Gegensatz zum Con nicht im Jugendpark statt, sondern an anderer Stelle. Den Veranstaltungsort, das ACR Sportcenter in Köln, kenne ich selbst nicht. Ich lasse mich wie alle anderen Besucher überraschen. Wer das Samstagabendgrillen beim Coloniacon kennt, kann sich jedenfalls auf eine nette Veranstaltung freuen. Alle anderen natürlich auch.

Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit gibt es hier: http://coloniacon.de/grillfest-2015