Dienstag, 16. Oktober 2018

Viel Glück, Uwe Koschinat

Als Uwe Koschinat vor sieben Jahren das Traineramt bei Fortuna Köln übernahm, erwies er sich als Glücksgriff für den Verein aus Köln-Zollstock. Gemeinsam mit dem Präsidenten Klaus Ulonska führte er die Südstädter in die 3. Liga und damit zurück in den Profifußball.

Nach Klaus Ulonskas Tod wurde Uwe Koschinat sogar noch wichtiger für die Fortuna. Neben seinem offiziellen Status als Trainer war er inoffiziell Kaderplaner, Sportdirektor, Sprachrohr und Gesicht der Fortuna in einem. Die Anhänger, so auch ich, standen hinter ihm. Sie teilten seine Leidenschaft für den Fußball, und er die ihre. Er konnte, wenn es besonders hitzig wurde, auch schon mal am Spielfeldrand seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Trainer und Fans sprachen dieselbe Sprache.

Künftig wird Uwe Koschinat nun nicht mehr als Trainer im Südstadion stehen, sondern in gleicher Position beim SV Sandhausen tätig sein, von dem er ein Angebot bekam, das er annahm. Wer will es ihm verdenken, in die 2. Liga zu wechseln, wenn sich die Chance dazu bietet? Zumal er mit seinen 47 Jahren nicht mehr der Jüngste im Trainergeschäft ist.

Vielen Dank für deine sieben Jahre Arbeit und Enthusiasmus bei der Fortuna, Uwe, und für die Erfolge und Emotionen, die du uns geschenkt hast. Und viel Glück an deiner neuen Wirkungsstätte! Der Schlachtruf: "Hier schreit nur einer, Uwe und sonst keiner!" wird von den Rängen nicht mehr zu hören sein.

Montag, 15. Oktober 2018

Mondbasis Alpha 1 vs bayerische Landtagswahl

Anlässlich der gestrigen Landtagswahl in Bayern erinnerte ich mich an ein vierzig Jahre zurückliegendes Ereignis, bei dem diese Wahl eine Rolle in einem ganz anderen Bereich spielte. Ich weiß noch, dass der kleine Achim damals teuflisch sauer war.

Meine Lieblingsserie im Fernsehen, und auch die vieler meiner Schulkameraden, war zu jener Zeit die aus den Jahren 1975 bis 1977 stammende SF-Serie Mondbasis Alpha 1, die bei uns 1978 im ZDF lief. Sie brachte es im Original auf 48 Episoden in zwei Staffeln, von denen das Zweite leider nur 30 Folgen ausstrahlte, die zudem noch um ca. 10 Minute gekürzt waren.

Der frühe Sonntagabend war Alpha-Zeit, auch am 15. Oktober 1978, eben dem Tag der bayerischen Landtagswahlen. In jenem Jahr schickte die CSU Franz-Josef Strauß ins Rennen, holte die absolute Mehrheit und scherte sich einen Kehricht um Koalitionsüberlegungen. Die SPD kam auf stattliche über 30 Prozent, und überhaupt fanden sich im folgenden bayerischen Landtag, ergänzt durch die FDP, nur drei Parteien wieder.

Alpha lief, ich saß vermutlich mit großen Augen vor dem Fernseher - und kurz vor Schluss dieser Folge, just als es zum Showdown überging, brach die Sendung zugunsten der Wahlberichterstattung ab. Wenn ich mich richtig erinnere, hielt ich es zwei weitere Stunden vor der Flimmerkiste aus, weil ich hoffte, inmitten all des völlig unsinnigen Wahltrubels würde das Ende der Alpha-Episode wohl schon noch kommen. Das geschah jedoch nicht.

Ich war stinksauer, und am nächsten Tag in der Schule erfuhr ich, dass es meinen Freunden ähnlich ging. Wir konnten nur spekulieren, wie die gestrige Episode ausgegangen wäre. Nach massiven Zuschauerprotesten reichte das ZDF das Ende ein paar Tage später in der Informationssendung Die Drehscheibe nach, was ich jedoch nicht wusste. Einer aus meiner Klasse hatte es zufällig gesehen und wusste davon zu berichten. Nun war ich erst recht sauer.

Vermutlich verfluchte ich das ZDF danach noch wochenlang. Heute wäre so etwas nicht mehr schlimm, da es Alpha 1 wie so ziemlich alles als Konserve gibt, aber damals bedeuteten die verpassten fünf Minuten Sendung wohl einen kleinen Weltuntergang für mich.

Samstag, 13. Oktober 2018

Die letzten Menschen von Babylon

In den meisten Jahren, wenn die Oktoberausgabe von Ren Dhark bei mir eintrifft, hat der Herbst Einzug gehalten, das Wetter ist schlecht und die Stimmung bei vielen Leuten so trist wie auf dem nebenstehend abgebildeten Cover. Davon kann in diesem Jahr fürwahr keine Rede sein. Ich bin vorhin noch in T-Shirt und kurzer Hose spazieren gegangen und habe die Sonne genossen. Man kann wirklich von einem goldenen Oktober sprechen.

Was hingegen den Personen auf dem Titelbild die Petersilie verhagelt hat, erfährt man in Die letzten Menschen von Babylon. Band 80 von Ren Dhark - Weg ins Weltall ist erschienen, das Buch flatterte mir heute ins Haus. Bei der Figur im Vordergrund grübele ich schon die ganze Zeit. Sie kommt mir irgendwie bekannt vor, und ich frage mich, ob Graphiker Ralph Voltz sie einem realen Vorbild nachempfunden hat.

Bei dem Roman handelt es sich wie immer um eine Gemeinschaftsproduktion, die ich zusammen mit Nina Morawietz und Jan Gardemann auf die Beine gestellt habe, wie üblich nach einem Exposé von Ben B. Black. Wie Jan es anderer Stelle anmerkte, ergänzen wir vier uns gemeinsam mit dem oben genannten Ralph Voltz immer besser als eingespieltes Team.

Wenn ich den Klappentext lese, ist das fast wie eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Die Handlung dreht sich nämlich um den geheimnisvollen Seuchenbringer Kharamak. Beim Schreiben sind wir indes längst viel weiter und widmen uns derzeit einem ganz anderen Problem in der heimatlichen Milchstraße. Das jedoch ist für die Leser von Ren Dhark noch Zukunftsmusik. Worum es im aktuellen Roman geht, reißt der Klappentext an:

"Ren Dhark und seine Begleiter jagen dem Fremden nach, der bereits mehrere Planeten in der Milchstraße mit tödlichen Seuchen überzogen hat. Niemand weiß, wo er das nächste Mal zuschlagen wird, die Terraner haben im Moment nur eine vage Spur. Zur gleichen Zeit kommt ein Mann zu sich, der sich nicht daran erinnern kann, wer er ist. Dann wird ihm klar: Er und die anderen an diesem Ort sind die letzten Menschen von Babylon."

Freitag, 12. Oktober 2018

Die Verdammten der Knocheninsel

Von der Abgabe eines Manuskripts bis hin zum Druck und dann zur Veröffentlichung verstreicht immer eine gewisse Zeitspanne. Viele Wochen, einige Monate, es kann auch schon mal ein halbes oder ein dreiviertel Jahr vergehen, bis das fertige Druckwerk erscheint. Sobald ich die Arbeit an einem Manuskript abgeschlossen hab, hake ich es gedanklich ab und befasse mich mit der nächsten Aufgabe. Zugleich kann ich es aber kaum erwarten, das fertige Buch endlich in Händen zu halten.

Von der Abgabe meines Manuskripts für Biomia 4 bis zum Erscheinen ging es ganz fix. Ich habe die Geschichte noch im Kopf, und das Buch ist schon erschienen. Ein Stapel Belegexemplare ist eingetroffen, schöne Hardcover, die echt was hermachen. Ich muss gleich mal darin blättern und die zahlreichen Illustrationen zu meiner Geschichte begutachten.

Ein wenig zum Inhalt verrät der Klappentext:

"Ian will mehr über die fremde eckige Welt, in der er gefangen ist, erfahren und sucht nach dem vierten geheimen Buch. So gelangen er und Nene an die Küste der Minecraft-Welt und weiter bis zur gefährlichen Knocheninsel. Unterdessen schmiedet ihr alter Feind Olys finstere Pläne und macht sich düstere Gesellen zum Untertan. Eine kritische Situation zwingt Ian und Nene zu wagemutigen Abenteuern über und unter Wasser."

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Das Conbuch zum Coloniacon 23

Der Coloniacon 2018 ist zwar Geschichte, und gedanklich beginnen bereits die Planungen für 2020, aber bisher hatte ich es noch nicht geschafft, einen Blick in das diesjährige Conbuch zu werfen. Ich habe es auf dem Con erhalten, hatte bisher aber noch keine Zeit, mich damit zu beschäftigen. Das habe ich nun endlich nachgeholt.

Hier abgebildet ist ein erster Titelbildentwurf von Dieter Bohn. Auf das endgültige Titelbild schaffte es neben dem im Raum schwebenden Kölner Dom schließlich die SOL anstelle des Gleiters. Auch das Asteroidenfeld sieht ein wenig anders aus. Da das endgültige Motiv aber von den Plakaten her bekannt ist, zeige ich hier Dieters ersten Entwurf, der ebenfalls seinen Reiz hat.

Entstanden ist das Programmbuch diesmal unter der redaktionellen Betreuung von Aki Alexandra Nofftz mit Lektoratsbeistand von Regina Schleheck. Es umfasst 134 Seiten und hat eine Auflage von 250 Exemplaren - und ja, es gefällt mir sehr mit seiner schönen Aufmachung und dem kartonierten Umschlag.

Inhaltlich endet es so, wie es beginnt. Vorne findet der geneigte Leser einen Nachruf aus meiner Feder auf Winfried Brand und Helmut Freisinger, zwei alte Weggefährten aus dem direkten Coloniacon-Umfeld, die zwischen dem Coloniacon 22 und dem Coloniacon 23 von uns gegangen sind. Hinten verabschiedet sich der bekannte SF-Autor Ronald M. Hahn von seinem Freund Helmut Freisinger. Dazwischen gibt es diverse Erzählungen und Artikel.

Martin Ingenhoven interviewt Michael Pfrommer. Ute Raasch kredenzt eine Leseprobe aus dem Roman "Das Geheimnis von Antakana". Hermann Ritter blickt zurück auf 30 und mehr Jahre Coloniacon. Robert Hector steuert mit "Perry Rhodan 3000 und Maddrax 500" einen ellenlangen Artikel bei. Bernd Robker berichtet über den Kölner Perry-Rhodan- und Phantastik-Stammtisch. Martin Ingenhoven erzählt "Von einem, der sich zum Lesen nicht zurückzog". Gleich drei Autoren stellen die Fanserie Dorgon vor, nämlich Alexandra Trinley,  René Spreer und Nils Hirseland. Roman Schleifer äußert sich im Interview zu seinem Dorgon-Roman "Schwarze Seele", und Norbert Fiks erklärt: "Magie gibt es nicht".

Die Stories stammen von Michael Iwoleit (Smart Matter), Yvonne Plum ( Der Tourist), Robert Corvus (Martins Apartment), Dieter Bohn (Fehleinschätzung), Gerhard Huber (Fisch auf Wein, das lass sein!), Alexandra Trinley (Mexiko!!) und Horus W. Odenthal (Bevor die Welt sich wendet). Hinzu gesellt sich Jens Olaf Koch in lyrischer Form mit "ES".

Eine Menge Lesefutter für lau also, denn das Conbuch lag der Contasche wie immer kostenlos bei. Daran wird sich selbstverständlich auch beim Coloniacon 24 nichts ändern.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Vierzig Jahre Sultans of Swing

Mitte der Siebziger Jahre hörte ich die Bands, die in den damaligen Radiocharts liefen und im Fernsehen in Ilja Richters Disco auftraten, also beispielsweise Smokie, Mud, Kenny, Suzie Quatro, Status Quo. Das war der Kram, der auch auf den damaligen Schulfeten und bei den Geburtstagen von Klassenkameraden lief. Darüber hinaus war ich aber, in der zweiten Hälfte der Siebziger, vor allem Hardrock und ein bisschen Punk zugetan. An Deep Purple, Golden Earring, Uriah Heep und Black Sabbath, aber auch an den Sex Pistols kam man einfach nicht vorbei. (Iron Maiden, Saxon, Judas Priest, Motörhead und AC/DC standen bei mir erst ab 1979 in den Startlöchern.)

Schon vor Letztgenannten kam ein Tag, es muss 1978 gewesen sein, als aus dem Radio völlig unbekannte Töne an mein Ohr drangen. Ich erinnere mich, dass mich schon das Intro des Lieds gefangen nahm. Das Stück haute mich um, und ich bekam es nicht mehr aus dem Kopf. Es hieß Sultans of Swing und stammte von einer mir bis dato völlig unbekannten Band namens Dire Straits. Eine solche Musik hatte ich noch nie gehört, sie ließ sich in keine Kategorie einordnen und berührte mich mehr als alles andere. Sie kreierten einen eigenen Sound, der meine Hörwahrnehmung veränderte - was mir damals freilich noch nicht bewusst war. Hinzu kam Mark Knopflers unglaubliches Gitarrenspiel, das später in meinem Kopf unverwechselbar wurde. Wann immer ich das Stück danach hörte, konnte ich nicht sitzen bleiben. Es trieb mich geradezu auf die Beine.

Das erste Album der Dire Straits war der Auftakt zu einem beispielhaften Triumphzug der Londoner Band. Als ihnen 1980 mit ihrem dritten Album Making Movies der endgültige Durchbruch gelang, nahmen sie in meinem persönlichen Musikuniversum längst einen hohen Rang ein, der in den folgenden Jahrzehnten, auch nach der Auflösung der Band, nicht enden sollte. Live sah ich sie erst 1985 in der Kölner Sporthalle, die es längst nicht mehr gibt, und ein zweites Mal 1992 im ausverkauften Müngersdorfer Stadion. Ein ganz großes und unvergessliches Konzerterlebnis!

Das Album Dire Straits erschien am 10. Oktober 1978, also heute vor vierzig Jahren. Die Band gehört immer noch zu meinen Lieblingsbands und Sultans of Swing vom Debutalbum unverändert zu meinen All Time Favourites. Wenn ich es mal wieder höre, unterbreche ich das, was ich gerade tue, weil ich mich dann einfach auf nichts anderes konzentrieren kann. Daran haben die vier Dekaden seit Erscheinen nichts geändert. Mein Anspieltipp neben dem Originalalbum ist - aber bitte Lautstärkeregler nach oben, die Augen schließen und genießen. Unerreicht! - die Version auf dem Livealbum Alchemy, dem für mich trotz Made in Japan und Live Rust, trotz Rainbow on Stage und No Sleep 'til Hammersmith besten Livealbum der Rockmusikgeschichte.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Hansrudi Wäscher Magazin 45

Das neue Magazin des Hansrudi Wäscher Fanclubs habe ich von der letzten Intercomic mitgenommen - ganz so brandneu ist es von daher also gar nicht mehr. Jetzt bin aber endlich dazu gekommen, es zu lesen.

Die 45. Ausgabe steht überwiegend im Zeichen von Nick, denn in diesem Jahr wird der Weltraumfahrer sage und schreibe 60 Jahre alt. Im Februar 1959 kamen die ersten Nick-Piccolos an die Kiosks.

Sowohl das Titelbild als auch die vordere Umschlaginnenseite zeigen Nick-Motive. Beide stammen aus Privatbesitz und wurden den Magazinmachern freundlicherweise zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Wie gewohnt erfreut auch eine Menge weiteres Bildmaterial das Auge des Betrachters.

Einen Einblick in Hansrudi Wäschers Arbeitsweise verschafft die Nick-Kladde, das Skript-Buch der frühen Nick-Geschichten. Interessant und durchaus mit Romanexposés vergleichbar. Außerdem gibt es die Anfänge von gleich zwei alten Nick-Geschichten, die nicht aus der Feder von Wäscher stammen und offenbar seinerzeit nicht fortgeführt wurden.

Dieter Herold erfreut mit dem umfangreichen ersten Teil eines Artikels über die Außerirdischen in Nick. Gelungen und kurzweilig - ich freue mich auf die Fortsetzung. Der selbe Autor legt den mehrseitigen Teil 1 einer Nick-Checkliste vor.

Überhaupt ist Dieter Herold maßgeblich am Inhalt der vorliegenden Ausgabe beteiligt: Er beschäftigt mit Falk-Telefonkarten, mit den neuen Abenteuern von Akim, mit Titelbildern der 2. Tibor-Piccoloserie und bei dieser speziell mit Wurgo, dem Schrecklichen. Den Wurgo-Comic gibt es komplett dazu. Wurgo ist ein bärenstarker Gorilla, gegen den selbst Tibor machtlos ist. Kein Wunder, handelt es sich bei Wurgo doch um einen ferngesteuerten Roboter. Die Geschichte hätte vielleicht besser zu Nick gepasst.

Von Helga Wäscher gibt es einen vierseitigen Brief mit Erinnerungen an ihren Mann Hansrudi. Waldemar Petelin berichtet über eine Comicausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn, und Rudi Mahl plaudert darüber, wie er vor 50 Jahren von Winnetou zu Sigurd kam. Dazu gibt es die eine oder andere Ergänzung mehr.

Ich schrieb es schon früher, wiederhole es aber gern noch einmal: Das Hansrudi Wäscher Magazin wird zwar von den Mitgliedern des Wäscher-Fanclubs gemacht, macht aber einen absolut professionellen Eindruck. Es ist immer wieder beeindruckend, mit wie viel Herzblut und Enthusiasmus die Wäscher-Fans ihrem Hobby nachgehen. Nicht weniger erstaunlich ist, dass sie immer wieder neue Facetten entdecken und in jeder Magazinausgabe mit neuem Material aufwarten können. Da frage ich mich nicht zum ersten Mal: Wo holen die das nur immer her?

Manfred Weinland bespricht Nick 1

Manfred Weinland ist einer jener Autoren, die aus der deutschen Phantastik-Szene nicht wegzudenken sind. Umso interessierter schaue ich hin, wenn ein solcher Mann – oder auch eine solche Frau, logisch! – eins meiner Werke gelesen hat und bespricht. Manfred Weinland tut dies auf seiner eigenen Homepage.
 
„Endlich bin ich dazu gekommen, in Band 1 der NICK-Romanadaptionen aus dem Hause vph nicht nur hineinzuschauen, sondern ihn komplett zu lesen. Da werden Kindheitserinnerungen wach, und genauso bin ich an die Lektüre auch herangegangen“, beginnt er seine Besprechung.

Ausführlich widmet er sich dem Nick-Autor (also mir :-) ), dem Romaninhalt und der Buchaufmachung. Seine Ausführungen zaubern mir stellenweise ja schon fast ein Verlegenheitslächeln ins Gesicht. Aber im ernst: Natürlich freut es mich, wenn ein geschätzter Kollege eine solche Bewertung abgibt. Da macht die Arbeit am nächsten Roman gleich noch mehr Spaß.
 
„Aber zurück zum vorliegenden Roman, der mir im Großen und Ganzen das bescherte, was ich mir davon erhoffte: wohlige Nostalgie“, resümiert Manfred Weinland und fügt hinzu: „Mir hat’s zumindest so gut gefallen, dass ich schon mit dem nächsten Band begonnen habe. Achim Mehnert hat saubere Arbeit geleistet, und zum Lesevergnügen trägt auch die liebevolle Ausgestaltung des Buches mit Schutzumschlag, Lesebändchen und in den Text eingefügte Illustrationen bei. Am Ende gibt’s dann, um die Sache abzurunden, noch die Abbildung der Comics, deren Handlung in den Roman eingeflossen ist. Großartig!“

Die komplette Besprechung gibt es hier:
 
 

Montag, 8. Oktober 2018

Titelbild für Raumschiff Promet 23

In Kürze erscheinen die neuen Raumschiff Promet-Romane. Während ich noch darauf warte, die nächsten drei Taschenbücher in Händen zu halten, kann ich schon eine schöne Neuigkeit vermelden. Das Exposé für Band 23 ist zwar noch nicht fertig, und mit der Arbeit am nächsten Roman habe ich daher verständlicherweise noch nicht angefangen, das Titelbild liegt jedoch schon vor.

Die Graphik stammt einmal mehr von dem verstorbenen Künstler Rudolf Sieber-Lonati. Der Titel für Band 23 steht, wie man unten sieht, auch schon fest. Er lautet Geheimwaffe Psychomat.



Sonntag, 7. Oktober 2018

Beim großen Drachen Prok!

„Er läuft und läuft und läuft“ – so hieß es in den Sechziger Jahren in einem Werbespot für den VW Käfer. Die Science-Fiction-Serie Ren Dhark stammt ebenfalls aus den Sechziger Jahren, und auch sie läuft und läuft und läuft.
 
An die Langlebigkeit der Serie, für die ich mittlerweile seit achtzehn Jahren als Teamautor schreibe, muss ich jedesmal denken, wenn ich die Arbeit an einem weiteren Manuskript abgeschlossen habe. So wie jetzt auch wieder, als ich meinen fertigen Beitrag für Ren Dhark 80 an den Herausgeber und Exposé-Autor Ben B. Black schickte.
 
In meiner Geschichte führe ich ein neues Volk in die Handlung ein, speziell einen vierzehnjährigen Jungen, der sich mit seinem Vater auf eine große Reise begibt. Dabei bedienen sie sich zwar einer Flugmaschine, es handelt sich jedoch nicht um ein modernes Raumschiff, sondern um ein klassisches Luftschiff.
 
Der Expokrat hatte eine nette Idee, bei der ich anfangs ein wenig unschlüssig war, wie ich sie umsetzen soll. Ich hoffe, es ist mir leidlich gut gelungen. Zusätzlich zu der klassischen SF-Geschichte gibt es in Wiedersehen mit Taret Londok einen Hauch von Steampunk und eine Prise Drachenblut.

Samstag, 6. Oktober 2018

Der Coloniacon 23 - und es geht weiter



Einen Science-Fiction-Con wollten wir ausrichten, in Köln natürlich. Das war 1982, als wir noch Schulflausen im Kopf hatten. Der Name Coloniacon war damals ebenso schnell gefunden wie als Veranstaltungsort der Jugendpark in Köln-Deutz. Einen SF-Con wollten wir ausrichten, einen einzigen. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2018, seit unserem Erstling sind sage und schreibe 36 Jahre ins Land gezogen, und am vergangenen Wochenende ging der nunmehr 23. Coloniacon über die Bühne, selbstverständlich wieder im Jugendpark.
 
Das Orga-Team traf sich bereits am Freitag Mittag im Conlokal, um den Saal zu bestuhlen, Tische aufzubauen und die Conbücher in die Taschen zu packen. Für das ganze Wochenende war schönes Wetter angesagt, was sich tatsächlich bestätigte. Für mich ist es immer wie ein Jahrzehnte währendes Dauer-Deja-Vu, wenn ich den Jugendpark betrete, durch die Räume schlendere, die Theke in Augenschein nehme, kurz auf die Bühne steige und auf den Rhein hinunterblicke. So auch diesmal. Ich fühlte mich gleich wieder wie zu Hause.
 
Anschließend fuhren wir vom rechtsrheinischen Stadtteil Deutz in die linksrheinisch gelegene Innenstadt. Im Brauhaus Reissdorf im Griechenmarktviertel fand nicht zum ersten Mal der abendliche Vor-Con stattfand. Nach und nach trafen die ersten Besucher aus allen Winkeln der Republik ein, und die erwartete Conatmosphäre stellte sich. Die Stimmung war gut, die Leute waren bester Laune. Es wurde geredet und gescherzt, gegessen und getrunken. Spätestens jetzt hatte mich das Confieber gepackt, und die über zweijährige Pause nach dem Coloniacon 22 war wie weggewischt.
 
Am Samstag Morgen war ich früh im Jugendpark, und schon bald reihten sich Besucher am Eintritt. Da hatten die Händler den Aufbau ihrer Stände bereits hinter sich. Dann hielten Ralf Zimmermann und ich die Eröffnungsrede – merkwürdig eigentlich, schließlich haben wir beide vor vier Jahren unseren Rücktritt als Veranstalter erklärt. Anscheinend ist es wie bei verschiedenen alten Rockbands wie den Stones, die einfach nicht aufhören können. Und so alt wie Mick, Keith etc. sind wir ja noch lange nicht.
 
Der Samstag war dann angefüllt mit Programmpunkten, die neben dem Hauptsaal zudem in mehreren weiteren Räumen stattfanden. Perry Rhodan punktete dabei gleich mehrfach, kein Wunder angesichts unseres Ehrengastes Uschi Zietsch. Zudem gab es Beiträge zu Star Wars, zu Science vs. Fiction, sogar ein Konzert von Singh Boncard und die Phileasson-Abendshow von Robert Corvus und Bernhard Hennen. Parallel dazu lasen einige Autoren aus ihren aktuellen Werken.
 
Auch ich selbst musste bzw. durfte noch einmal auf die Bühne. Eingerahmt von den Promet-Autoren Andreas Zwengel und Oliver Müller plauderte ich über die SF-Serie Raumschiff Promet, angefangen bei Kurt Brands Romanen aus den frühen Siebziger Jahren über die Wiederbelebung durch Jörg Kaegelmann und Thomas Ziegler Ende der Neunziger Jahre bis hin zur aktuellen Entwicklung mit zwei parallel erscheinenden Promet-Serien. Dazu lasen vor einem interessierten und aufmerksamen Publikum Andreas und Oli aus ihren Promet-Romanen.
 
Abends wurde im Freien gegrillt, eine Institution seit den Anfängen des Coloniacons. ET stand wie gewohnt am Grill und verwöhnte die Leute mit Steaks und Bratwurst. Die Getränke, ob nun Kölsch, Softdrinks oder Wasser, standen kistenweise daneben. Als Feuerteufel, der das große Feuer in der Mitte des Grillplatzes in Gang hielt, betätigte sich wie seit vielen Jahren der Münchener Händler Reinhard Rauscher. Der Abend verging wie im Flug, genau wie der vorangegangene Tag.
 
Am Sonntag Morgen ging die Orgie weiter. Unweit der Theke wurde gemeinsam gefrühstückt, auch das eine Tradition auf dem Coloniacon. Die Brötchen gehen wortwörtlich weg wie die Semmeln, und nach der kurzen Nacht erwies sich der Kaffee in so manchem Fall als reinstes Lebenselixier.
 
Im Vergleich zum Samstag ist am Sonntag immer recht wenig los, was sich auch in diesem Jahre bestätigte. Dennoch folgten nach dem Frühstück noch einige Programmpunkte. Die Krimiautorin Regina Schleheck brachte den Besuchern phantastische Köln-Geschichten nahe, und Aki Nofftz schilderte, wie Perry Rhodan das Internet entdeckte. Danach lasen Stellaris-Autor Dieter Bohn sowie der Erfolgsautor Robert Corvus, vor zwei Jahren selbst noch Coloniacon-Veranstalter.
 
Schließlich führten wieder Ralf und ich die Verabschiedung durch und gaben ein paar Ausblicke auf den Coloniacon 24. Jetzt kamen dazu aber dankenswerterweise die anderen Organisatoren mit auf die Bühne: Aki, Regina, Dieter und Daniel von Euw, sodass jeder noch einige Worte an die Besucher richten konnte. Damit war der 23. Coloniacon schon – fast – Geschichte.
 
Nur fast – denn nach dem Abbau und den Aufräumarbeiten folgte ja noch der kleine Nach-Con für diejenigen, sich noch nicht gleich auf den Heimweg machen wollten. Wie bereits der Vor-Con führte er uns wieder ins Reissdorf-Brauhaus, wo wir bis spät in die Nacht bei leckerem Essen, leckerem Reissdorf-Kölsch und gemütlichem Plausch beisammen saßen.
 
Der Coloniacon 23 hat mir viel Freude bereitet. Er ging leider viel zu schnell vorbei, und von den Programmpunkten bekam ich immer nur Ausschnitte mit. Dafür traf ich viele nette Leute, alte Bekannte und neue Bekannte.
 
Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Organisatoren und den Helfern bedanken, bei den Gästen und Programmgestaltern, den Ausstellern und Händlern, auch bei Petra und Thomas vom Jugendpark sowie bei Mathy, Björn und dem Reissdorf-Team. Vor allem aber bei den Besuchern, denn ohne euch, ihr Lieben, gäbe es den Coloniacon nach über dreieinhalb Dekaden längst nicht mehr. Vielen Dank!
 
Und wie es schon in der Überschrift steht: Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, der Coloniacon geht weiter. Die 24. Ausgabe findet am 23. und 24. Mai 2020 statt. Sogar an das große, das vierzigjährige Jubiläum 2022 wird schon gedacht, wie die unten abgebildeten Bierdeckel verraten.


 

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Falk 7 bei Phantastik-News

Carsten Kuhr bespricht einmal mehr meine aktuelle Romanadaption nach Motiven von Hansrudi Wäscher. Für das Online-Magazin phantastik-news hat er sich zuletzt Ohne Gnade vorgenommen, das 7. Falk-Abenteuer. Es freut mich, dass der Roman dem Rezensenten wieder gut gefallen hat. So kommt er zu folgendem Fazit:

"Achim Mehnert, der sich ein ums andere Mal als wahrer Glücksgriff für das Projekt der Roman-Umsetzung erweist, hat mit leichter Hand ein farbenprächtiges, abwechslungsreiches und packende Piraten-Abenteuer ausformuliert. Das erinnert an beste, klassische Hollywood-Filme und lässt ein wenig Karibik-Flair aufkommen."

Carsten Kuhr bedauert nur, dass die Ritter Falk und Bingo ihre Reise ins Morgenland nicht fortsetzen, sondern beschließen, in ihre Heimat zurückzukehren. Da stimme ich dem Rezensenten zu. Auch ich hätte es gern gesehen, wenn sich die Geschichten in diese Richtung weiterentwickelt hätten.

Die vollständige Besprechung gibt es hier:


Mittwoch, 3. Oktober 2018

Ringraumer und Doppelkugelraumer

Es geht hoch her. Ralph Voltz' Titelbildzeichnung für Ren Dhark 79 verspricht eine Menge Action. Auf den ersten Blick sehen wir Doppelkugelraumer der Tel und Ringschiffe in einer Raumschlacht. Doch täuscht der erste Eindruck nicht vielleicht? Ein zweiter, genauerer Blick lässt Zweifel aufkommen.


Montag, 24. September 2018

Vierzig Jahre Perry Rhodan Silberbände

Die Perry Rhodan-Silberbände fand ich immer toll. Der Name leitet sich von den silberfarbenen Umschlägen ab, die schön mit den blauen Schriftzügen harmonieren. In den Büchern erscheinen die ursprünglichen Heftromane der Perry Rhodan-Serie, meist sechs oder sieben Hefte in einem Buch, leicht bearbeitet und mit flüssigen Übergängen. Gelegentlich fallen dabei für die Gesamthandlung unwichtige Romane unter den Tisch. Von Anfang an gefallen haben mir die aufgeklebten 3-D-Titelbilder, ein echtes Schmankerl. Diese nette Idee hat bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren.

Der erste Silberband erschien im September 1978, also vor 40 Jahren. Band 1 mit Titel Die dritte Macht steht noch heute in meinem Bücherregal. In einem Teil der Auflage befanden sich Autogramme der Serienschöpfer Clark Darlton und Karl Herbert Scheer sowie des damaligen Exposé-Autors und Bearbeiters der Silberbände William Voltz. Ich finde es schön, eine solche Ausgabe in meinem Besitz zu haben. Willi Voltz gehörte und gehört bekanntlich zu meinen Lieblingsautoren, auch über Perry Rhodan hinaus.

Ich habe zwar längst nicht alle Bände im Regal stehen, aber immer mal wieder in dieses oder jenes Buch hineingeschaut. Beispielsweise brachte die Reihe mir den bis dahin von mir ungelesenen Zyklus um die Meister der Insel nahe. Kürzlich las ich mal wieder in den legendären Geschichten, die sich um die Sieben Mächtigen und die Kosmischen Burgen drehen. Die Handlung in den Heftromanen nach Heft 1000 habe ich damals verschmäht, und das tue ich auch in der Buchausgabe wieder, aber man kann ja nicht alles lesen. Ich warte auf Monos, die Herren der Straßen und die Cantaro. Dann bin ich wieder dabei.

Auf jeden Fall ist es schön, dass es die Silberbände nach 40 Jahren immer noch gibt. Glückwunsch zu diesem Jubiläum.

Sonntag, 23. September 2018

Der Buchmessecon 2018

Ich mag den BuchmesseConvent, der anlässlich der Frankfurter Buchmesse jedes Jahr am Samstag des Messewochenendes stattfindet, nun bereits zum 33. Mal.

Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich den BuCon schon regelmäßig besuche. Dieses Jahr schaffe ich es vielleicht zum ersten Mal seit langer Zeit nicht dorthin. Trotzdem gebe ich den nachfolgenden Pressetext der Veranstalter gern weiter.




STARS DER FANTASY IN DREIEICH - 33. FESTIVAL DER PHANTASTISCHEN LITERATUR ZUR FRANKFURTER BUCHMESSE
Liebe Freunde der phantastischen Literatur,
der Buchmesse Convent (www.buchmessecon.de oder www.facebook.com/BuchmesseConvent) ist seit 33 Jahren das wichtigste Forum für Fans und Aktive der geschriebenen Phantastik in Deutschland. Jedes Jahr am Buchmesse-Samstag treffen sich Freunde und Autoren von Fantasy & Science Fiction, unabhängig von der eigentlichen Messe und organisiert von Fans des Genres, zu einer Convention, wie sie es in dieser Art hierzulande kein zweites Mal gibt. Im Jahr 2016 wurde der Buchmesse Convent mit dem renommierten "Kurd-Laßwitz-Preis" ausgezeichnet, welcher jährlich von einem bundesweiten Gremium aus Literaturschaffenden des phantastischen Genres vergeben wird. Wir bitten daher alle Freunde der nichtkommerziellen Fan-Kultur um Veröffentlichung folgender Meldung.
Literarische Grüsse
Roger Murmann
(Orga-Team Buchmesse Convent 2018)
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Stars der Fantasy in Dreieich - 33. Festival der phantastischen Literatur zur Frankfurter Buchmesse
Deutsche Science Fiction & Fantasy-Literatur-Szene trifft sich in Dreieich-Sprendlingen bei Frankfurt/Main zum 33. Buchmesse Convent - Kooperation mit den Bürgerhäusern Dreieich - 71 phantastische Lesungen an einem Tag
Frankfurt/Dreieich. Zum 33. Mal treffen sich Fans von Science Fiction & Fantasy auf dem Buchmesse Convent (BuCon), Deutschlands führender Independent-Convention für phantastische Literatur. Dieses von der Messe unabhängige Festival des phantastischen Genres mit über 700 Besuchern findet am 13. Oktober 2018 und damit wie gewohnt parallel zur Frankfurter Buchmesse statt. "Wir mögen zwar nicht so bekannt sein, wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellerständern der großen Buchhandlungen", sagt Roger Murmann vom Organisationsteam. Prominente Gäste sind...
Bestsellerautor Andreas Eschbach ("Das Jesus-Video"),
Kai Meyer,
Michael Peinkofer,
Bernhard Hennen,
Robert Corvus,
Tom Finn,
Juliane Honisch,
TS Orgel,
Bernd Perplies,
Oliver Plaschka,
Axel Kruse,
Tom Daut,
Ben Calvin Hary,
Carsten Steenbergen,
J.H.Praßl,
Lucian Caligo,
...und viele andere Top-Autoren der deutschsprachigen Phantastik-Szene. Ebenfalls vertreten ist die größte Science Fiction Serie der Welt, Perry Rhodan. Auf phantastischen sieben mehrstündigen Programmschienen im Bürgerhaus und seinen Nebengebäuden mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionsrunden bieten die Veranstalter für jeden etwas. Autogramm- und Signierwünsche werden gerne (und vor allem kostenlos) erfüllt. Der Unterschied zum "großen Bruder" Buchmesse liegt denn auch darin, dass hier Fans den Autoren auf Augenhöhe begegnen und man im lockeren Umgangston das "Du" pflegt.
Höhepunkte der Convention sind traditionell die Verleihung des vom BuCon-Team vergebenen "BuCon-Ehrenpreises" und in diesem Jahr zusätzlich der "Preis der Storyolympiade".
Begleitet wird die Veranstaltung von einer exzellent sortierten Phantastik-Börse. Zahlreiche Kleinverlage, Autoren, Medien- und Buchhändler füllen jede Lücke im Bücherregal auf.
Die Veranstaltung demonstriert seit vielen Jahren eindrucksvoll, dass utopisch-phantastische Literatur nicht zwangsläufig trivial sein muss. Bereits George Orwell, H.G. Wells und Jules Verne boten in ihren Werken Visionen und Voraussagen, die heute zur alltäglichen Realität gehören. Und Werke, wie das Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe" des englischen Professors J.R.R. Tolkien zählen heute zur Weltliteratur, während die Verfilmung von George R.R. Martins Meisterwerk "Game of Thrones" Millionen TV-Zuschauer vor die Fernsehschirme zieht. Natürlich darf aber auch der unterhaltende Spannungsroman nicht fehlen. Die Veranstalter zeigen, dass trotz des aktuellen "Star Wars"-Booms das phantastische Buch nicht tot ist, sondern durch den Einsatz moderner Technik, sowie der Möglichkeiten des Internets gerade heute wieder eine ungeahnte Renaissance erlebt. Gerade in Deutschland kann Science Fiction und Fantasy im Selfpublishing-Bereich ein durchaus eigenständiges, vom anglo-amerikanischen Raum unabhängiges Profil vorweisen. Der Buchmesse Convent präsentiert die gesamte Bandbreite, vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk. Wohl nirgendwo anders ist die bundesdeutsche Science Fiction- & Fantasy-Autoren & -Leserszene so lebendig, als auf dieser deutschlandweit bekannten, messeunabhängigen Traditionsveranstaltung. Kostümierte Besuchermassen wird man auf dieser literarisch orientierten Veranstaltung allerdings vergeblich suchen.
Als besondere Ehre wurde der Buchmesse Convent im Jahr 2016 mit dem renommierten "Kurd-Laßwitz-Preis" ausgezeichnet, welcher jährlich von Deutschlands Literaturschaffenden im phantastischen Genre vergeben wird (www.kurd-lasswitz-preis.de).
Wie jedes Jahr, kommt man bereits am Freitag, den 12.10., ab 20 Uhr zum Einstimmungstreffen zusammen. Den Ort findet man auf der Homepage. Am Samstag, den 13.10., ist ab 10 Uhr Einlass. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 10 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. "Convention Center" ist das Bürgerhaus in Dreieich-Sprendlingen, Fichtestrasse 50.
Informationen, sowie eine ausführliche Programmübersicht mit allen 71 Programmpunkten findet man im Internet unter der Adresse:
https://www.buchmessecon.de
...oder im Sozialen Netzwerk Facebook:
Fanseite: https://www.facebook.com/BuchmesseConvent
Fangruppe "BuCon-Fans": https://www.facebook.com/groups/buconfans
Eine umfangreich Fotogalerie mit 216 Aufnahmen zum vergangenen BuCon 2017 findet man hier:
https://flic.kr/s/aHsm729xYo
Veranstalter ist der Jugendclub WIRIC im Bürgerverein Buchschlag e.V. in Kooperation mit dem Science Fiction Treff Darmstadt sowie den Bürgerhäusern Dreieich.
Kontakt:
Roger Murmann
Wilhelm-Leuschner-Str.17
64859 Eppertshausen
Telefon 06071/38718 bzw. 01577/3885981
e-mail: buchmessecon@gmx.de
oder
Christian de Ahna
Postfach 301103
63274 Dreieich
Telefon 0178/6978501
e-mail: wiric@gmx.net
Buchmesse Convent - Deutschlands großes Treffen für phantastische Literatur.

Samstag, 22. September 2018

Die Promet auf den Spuren der Vergangenheit

Ich habe ein weiteres Manuskript für Raumschiff Promet fertiggestellt. Band 22 trägt den Titel Die Tragödie von Gij und schließt einen Dreierblock aus meiner Feder ab. Der Roman wird zusammen mit den Nummern 20 und 21, Das Attentat sowie Flucht aus der Terrorstadt, zur nächsten Intercomic erscheinen.

Die Besatzung der Promet folgt der Spur des Moraners Yu Kodas, die dieser vor anderthalb Jahrtausenden hinterlassen hat. Dabei stoßen die Raumfahrer um Peet Orell und Arn Borul auf eine archaische Welt, deren nomadisierende Bewohner von einer geheimnisvollen Macht manipuliert werden. Die Geschichte spielt zum einen im Jahr 746 und 748 n. Chr. auf der Erde in China und zum anderen im Jahr 2090 in den Weiten der Milchstraße.

Das Titelbild, einmal mehr aus der Hinterlassenschaft des Künstlers Rudolf Sieber-Lonati stammend, liegt mir inzwischen auch vor. So sieht es aus:


Donnerstag, 20. September 2018

Eierlegende Wollmilchsäue

Ren-Dhark-Titelbildgestalter Ralph Voltz legte kürzlich die Covergraphik für den nächsten Dhark-Sonderband in der Unitall-Reihe vor. Der abgeschlossene Roman stammt aus der Feder von Nina Morawietz. Das Buch wird zusammen mit Ren Dhark 78 voraussichtlich Mitte Oktober erscheinen.

Den Inhalt des Romans kenne ich noch nicht. Der weiß ich weder, um wen es sich bei den ängstlichen Kindern im Vordergrund handelt, noch sind mir die Kreaturen dahinter bekannt. Als ich das Bild zum ersten Mal sah, musste ich unwillkürlich an eierlegende Wollmilchsäue denken. Vermutlich hat es mit ihnen aber eine andere Bewandtnis.

Bei der grüngekleideten Gestalt handelt es sich jedenfalls um einen Rateken. Die drei Meter großen Humanoiden gehören der VdAV an, der Vereinigung der Alten Völker, und sind nicht gerade als Freunde der Menschheit zu bezeichnen.

Was es mit dem Rateken auf dem Titelbild, den Kindern und den plumpen Kreaturen auf sich hat, wird uns Nina Morawietz in McAustins große Stunde verraten. Ich bin schon gespant, was sich Nina ausgedacht hat.

ColoniaCon 2020 terminiert

Das ist eine Neuigkeit, die ich nur zu gern weitergebe. Denn diesmal sind die ColoniaCon-Veranstalter früh dran. Der Termin für den ColoniaCon 24 steht bereits fest. Er geht am 23. und 24. Mai 2020 über die Bühne, natürlich auch dann wieder in unserem Wohnzimmer, dem legendären Jugendpark in Köln-Deutz, ganz romantisch gleich oberhalb des Rheinufers gelegen. Den Termin dürfen sich Congänger gern schon rot im Kalender anstreichen.

Doch zunächst steht der ColoniaCon 23 vor der Tür, auf den ich gleich noch einmal hinweisen möchte. Ich freue mich drauf, euch übernächstes Wochenende im Deutzer Jugendpark zu sehen, wo wir dann 36 Jahre ColoniaCon feiern können.

Mittwoch, 19. September 2018

Tristesse auf Babylon

Was ist da los auf Babylon? Wie wir auf dem Titelbild sehen, das Ralph Voltz für Ren Dhark 78 anfertigte, scheint auf der Zentralwelt der Menschheit ziemliche Tristesse zu herrschen. Nach der einige Jahre zurückliegenden Vereisung der Erde siedelte der Großteil der Menschheit von der Eiswelt Terra auf die ehemalige Stützpunktwelt der Mysterious Fande über, von den Menschen Babylon genannt. Laut letzten Zählungen leben dort über 36 Milliarden Menschen. Wieso also trägt der Roman den Titel Die letzten Menschen von Babylon? Die Antwort liefert Ren Dhark 78, der Mitte Oktober erscheint.


Dienstag, 18. September 2018

Ian und Nene unter Piraten

Die Fertigstellung meines jüngsten Manuskripts hat mir wieder einmal eindringlich vor Augen geführt, wie die Zeit verfliegt - oder wie man sich das doch zumindest einbildet. Ich habe nämlich vor ein paar Tagen die Arbeit an meinen nunmehr schon zweiten Roman für die im Passauer Bildner-Verlag erscheinende Biomia-Buchreihe abgeschlossen. Für diejenigen, die damit nichts anfangen können: Es handelt sich um Romanabenteuer in der Spielewelt Minecraft.

Jedenfalls wollte mir mein Unterbewusstsein weismachen, wie schnell das doch gegangen war von den ersten Gesprächen bis zur Abgabe meines zweiten Romanmanuskripts. In Wirklichkeit ist jedoch mehr Zeit verstrichen, als es mir vorkam. Zum persönlichen Beschnuppern und Kennenlernen traf ich mich nämlich mit dem Verleger Christian Bildner am Rande der Frankfurter Buchmesse 2017, und das ist fast schon wieder ein Jahr her.

Davor hatte ich allerdings schon schriftlichen und telefonischen Kontakt mit Andreas Zintzsch, dem Projektleiter für die Biomia-Romane. Andreas war es auch, der mich in die Minecraft-Welt einführte, mich mit Tipps und Ratschlägen versorgte und mir einen langen Spieleabend bescherte. Auf diesem Weg noch einmal vielen Dank dafür, Andy. Gleiches gilt natürlich auch für Gustav Gaisbauer, der den Kontakt zwischen dem Bildner-Verlag und mir überhaupt erst ankurbelte.

Ein paar Worte zum Inhalt kann ich schon verlieren: Ian, der jugendliche Held der Geschichte, ist immer noch gefangen in der Welt von Minecraft, in der alles und jedes eine quadratische Form besitzt. Mit Unterstützung der kessen Nene und im Kampf gegen seinen Widersacher Olys sucht Ian nach den geheimnisvollen Büchern, die ihm einen Weg in seine wahre Welt zeigen können. Bei ihrer Suche bekommen es die Gefährten diesmal nicht nur mit Zombies, Creepern und Skelettreitern zu tun, sondern zudem mit der verwegenen Piratenhorde des Captain Kidd.

Ich selbst stehe ja auf Piratengeschichten. Die Schatzinsel ist für mich immer noch eine der schönen Abenteuergeschichten überhaupt. So hat mir das Schreiben an Die Verdammten der Knocheninsel eine herrliche Freude bereitet. Der Titel für den Folgeroman steht auch schon fest, den verrate ich an dieser Stelle aber noch nicht. Dafür kann ich jedoch schon das Titelband für Band 4 präsentieren. Hier ist es:



Mittwoch, 29. August 2018

Payntors Weg

Wir schreiben den 8. Dezember 2088. Ein Mann sitzt in einer Spelunke und trinkt Canadian Club. Auf den Tag genau vor 120 Jahren ist das legendäre Musikalbum Beggars Banquet der nicht minder legendären Rolling Stones erschienen. Die Musikwelt begeht das Jubiläum, und der am Tresen hockende Mann hört Street Fighting Man.

Nein, ich kann nicht in die Zukunft sehen, sondern habe eine Kurzgeschichte für Raumschiff Promet geschrieben, in der die oben beschriebene Szene vorkommt. Die Story kommt zusätzlich zum ebenfalls aus meiner Feder stammenden Jubiläumsroman, dem 20. Band der Promet-Neuschreibung, der im November erscheinen wird. Der Roman trägt den Titel Das Attentat, die Erzählung heißt Payntors Weg.

Leser von Raumschiff Promet wissen somit schon, um wen sich die Geschichte dreht, nämlich um Enders Payntor, den dem Alkohol nicht abgeneigten Spezialisten für besondere Fälle. Ich habe die Figur in Band 19 eingeführt, und nach weiteren Auftritten in Band 20 und 21 ist sie mir bereits an Herz gewachsen. Die Kurzgeschichte schildert die erste Begegnung von Payntor und Theodor Crook, dem Werkschutzleiter der HTO.

Freitag, 24. August 2018

Ohne Gnade

Wenn ein Päckchen vom Verlag Peter Hopf bei mir eintrifft, dann ist ein neuer Roman von mir nach Vorlagen von Hansrudi Wäscher erschienen - so wie heute. Diesmal brachte die Post mir Ohne Gnade ins Haus, den siebten und abschließenden Band der ersten FALK-Serie.

Wie immer habe als erstes die Seiten durchgeblättert und nachgeschaut, welche Zeichnungen es ins Buch geschafft haben. Und wie meistens hatte ich beim Betrachten der Bilder dann auch gleich wieder die jeweilige Szene vor Augen: Falks Kampf gegen den Bär, der an einem Holzbohlen über der Schlucht aufgehängte Mann, die Hafenstadt am Meer, das Fuhrgespann des Sargmachers und acht weitere dynamische Wäscher-Motive.

Einen Einblick in die Romanhandlung gibt der Klappentext:

"Bei ihrer Reise in den Süden geraten Falk und Bingo in die Hände von gewissenlosen Menschenhändlern. Der einäugige Tarsus, ein Ungeheuer in Menschengestalt, braucht ständig Nachschub an Sklaven für die Arbeit in seinen Silberminen. Im Kampf um die Freiheit müssen die Freunde nicht nur gegen Tarsus' Schergen und Piraten bestehen, sondern sogar den Elementen trotzen. Nur wenn es ihnen gelingt, einen Vulkanausbruch zu überleben, besteht Aussicht, die Drahtzieher des Sklavenhandels zu entlarven."

Mittwoch, 15. August 2018

Seuchenherd Milchstraße

Vom Titelbild des Buches, das mir der Zusteller ins Haus brachte, schauen mich drei meiner Lieblingsfiguren aus der Ren Dhark-Serie an: der Ingenieur Chris Shanton, der Mysterious Arc Doorn und der Roboterhund Jimmy. Handlungsschauplätze sind diesmal die Milchstraße, speziell Munros Stern III, sowie Jahrzehntausende in der Vergangenheit eine nicht näher bestimmte Galaxis.

Die 77. Ausgabe von Ren Dhark - Weg ins Weltall ist erschienen. Das Buch trägt den Titel Seuchenherd Milchstraße. Nach einem Exposé von Ben B. Black wurde der Roman von Nina Morawietz, Jan Gardemann und mir verfasst. Das Bild auf dem Cover stammt wie üblich von Ralph Voltz.

Der Klappentext des Buches lautet wie folgt: "Die Wissenschaftler an Bord der POINT OF haben gut und schnell gearbeitet, ein Gegenmittel gegen die auf der Siedlerwelt Sahara grassierende Seuche scheint gefunden zu sein. Bert Stranger, der von der Krankheit gezeichnete Starreporter von Terra-Press, stellt sich als Proband für das Heilmittel zur Verfügung, doch das zeigt unerwartete Nebenwirkungen. Für Ren Dhark und seine Getreuen fängt damit der Kampf gegen denjenigen, der unschuldige Wesen mit tödlichen Krankheiten überzieht, jedoch erst an, denn die Galaxis scheint sich zu verwandeln in den Seuchenherd Milchstraße."

Montag, 13. August 2018

Die Promet und der Gravitationslinseneffekt

Es wird wissenschaftlich. Dass Licht von großen Massen abgelenkt wird, ist bekannt. Dies geschieht durch Sterne ebenso wie durch Galaxien oder andere astronomische Objekte. In der Astronomie gibt es den Begriff des Gravitationslinseneffekts. Wenn man eine Lichtquelle beobachtet, die hinter einem massereichen Objekt liegt, dessen Schwerkraft das Licht ablenkt, so wirkt die Gravitation ähnlich wie eine optische Linse das täglichen Gebrauchs. Sie gaukelt dem Beobachter die beobachtete Quelle an einem anderen als dem realen Ort vor. Sprich: man sieht die Quelle dort, wo sie sich tatsächlich gar nicht befindet.

Was das mit Promet zu tun hat? Ich bin eben mit der Überarbeitung meines Manuskripts für Raumschiff Promet 21, Titel Flucht aus der Terrorstadt, fertig geworden und habe dieses an den Exposé-Autor Gerd Lange geschickt. In dem Roman spielt der oben genannte Gravitationslinseneffekt eine wichtige Rolle. Peet Orell und seine Freunde werden nämlich von einem solchen Objekt genarrt und begeben sich auf einen Raumflug über eine Strecke von 12.000 Lichtjahren. Am Ziel werden sie nicht nur mit der titelgebenden Terrorstadt konfrontiert, sie machen auch die Bekanntschaft eines faszinierenden Wesens. Sie lernen Khuur kennen, den Letzten seines Volkes.

Sonntag, 12. August 2018

Noch ein Coloniacon-Plakat

Das offizielle Veranstalter-Plakat für den diesjährigen Coloniacon habe ich schon vor geraumer Zeit an dieser Stelle vorgestellt. Nun gibt es ein weiteres Plakat, und zwar eins aus dem Hause Perry Rhodan. Das finde ich toll. Schade ist zwar, dass das Bild das selbe Motiv zeigt wie vor zwei Jahren. Aber sei's drum.

Dass ich als Ehrengast mitaufgeführt werde, ist sicherlich nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich bin selbst überrascht - wenngleich positiv, das gebe ich gern zu. Wer die aufgeführten Namen zusammengestellt hat, weiß ich nicht.


 

Donnerstag, 9. August 2018

Cover Promet 20 und 21

Die Neuschreibung der Klassiker von Raumschiff Promet geht bekanntlich munter weiter. Die Titelbilder für meine nächsten beiden Romane, die Nummern 20 und 21, sind fertig. Die Taschenbücher erscheinen im Herbst, rechtzeitig zur 84. Intercomic in Köln.

Hier schon mal die Titelbilder. Beide Motive entstammen dem umfangreichen Schaffenswerk des Künstlers Rudolf Sieber-Lonati.





Mittwoch, 8. August 2018

Hetzjagd durchs Telin-Imperium

Ich habe die Arbeit an Ren Dhark 412 abgeschlossen. Der Teilroman ist vorgesehen für das 79. Buch von Weg ins Weltall, das den vielsagenden Titel Der Seuchenbringer tragen wird. Eifrige Dhark-Leser können sich nun sicher schon denken, um wen es sich bei demjenigen mit dem wenig schmeichelhaften Namen handelt.

Nicht denken können werden sie sich hingegen, wozu diese Figur noch fähig ist. Der Kommandant des Ringraumers Point of und seine Getreuen wissen es auch nicht. Sie werden unversehens mit einem Vorgang konfrontiert, den sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt hätten und der sie vor eine erschreckende Tatsache stellt. Aber Ren Dhark wäre nicht Ren Dhark, wenn er sich nicht auch dieser für ihn neuen und überhaupt einzigartigen Situation stellen würde.

Der Commander der Planeten bekommt in diesem Roman einen neuen Verbündeten an die Seite gestellt. Um wen es sich handelt, verrate ich nicht. Ein bisschen Überraschung muss ja auch sein. Zudem tritt ein legendäres Waffensystem der Mysterious in Aktion. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in meinen Dhark-Beiträgen schon einmal mit dieser Waffe gearbeitet habe.

Auf jeden Fall gestattete es die Exposé-Vorgabe nicht nur, dass ich es reichlich krachen lassen kann, sie machte es sogar zwingend erforderlich. Wer auf Action und Raumschlachten steht, der wird, so viel kann ich voraussagen, bestens bedient.

Sonntag, 22. Juli 2018

Hartmut Priess verlässt die Bläck Fööss

Hartmut Priess und ich im Kölner Südstadion.
Sie sind die Mutter aller kölschen Bands, die Stadtchronisten und die Stimme Kölns. 1970 gegründet, sind sie längst eine Institution, lebende Legenden und bis heute nicht aus dem Karneval und dem kölschen Mundartgesang wegzudenken – und dazu, neben BAP, eine meiner beiden Kölner Lieblingsbands. Von wem anders als den Bläck Fööss kann die Rede sein?
 
Die Urbesetzung bestand aus Sänger Tommy Engel, Ernst „Erry“ Josef Stoklosa (Gesang, Gitarre, Percussion), Günther Antonius „Bömmel“ Lückerath (Gesang, Gitarre, Banjo, Mandoline, Violine, Bouzouki), Hartmut Reinhold Priess (Bass, Gitarre, Mandoline), Franz Peter Schütten (Gesang, Gitarre, Percussion) und Dieter „Joko“ Jaenisch (Gesang, Piano, Akkordeon). Der 1998 verstorbene Jaenisch war (mit Unterbrechung) bis 1980 dabei, Engel stieg 1994 aus und wandelt seitdem auf Solopfaden, Schütten zog sich 2017 aufs Altersruheteil zurück.
 
Nun verabschiedet sich also auch Fööss-Urgestein Hartmut Priess. Bis zum Jahresende macht er noch weiter. Das Silvesterkonzert in der KölnArena soll sein Abschiedskonzert werden, dann ist er 76 Jahre alt. Wie für die anderen vor ihm ist auch für Hartmut bereits ein jüngerer Nachfolger gefunden, der in seine Fußstapfen treten wird. Was sein Ausstieg bedeutet, zeigen die öffentlichen Reaktionen. Es raschelt nicht nur in der Kölner Tagespresse, sondern im ganzen rheinischen Blätterwald.
 
Bei Fööss-Konzerten, von denen ich in den vergangenen vierzig Jahren unzählige gesehen habe, stand Hartmut mit seinem Bass meist bescheiden im Hintergrund, ein ruhiger, besonnener und meist wortkarger Mann. Ich weiß nicht, wie oft ich die Band allein am Tanzbrunnen gesehen habe, wo sie jedes Jahr im Sommer auftreten, und den auch Hartmut so gerne mag.
 
Wenn Hartmut Priess dann ab 2019 bei Bläck Fööss-Auftritten nicht mehr auf der Bühne stehen wird, sind von den Gründungsmitgliedern nur noch der Erry und der Bömmel übrig. Bei der Vorstellung überkommt mich eine gehörige Portion Wehmut. Ich hoffe, die beiden machen noch viele Jahre weiter.
 
Dir aber, lieber Hartmut, herzlichen Dank für all die Konzerte und die unzähligen kölschen Momente, die du mir und so vielen anderen geschenkt hast. Mit den Bläck Fööss hast du dich um Köln, die kölsche Musik und die kölsche Mundart verdient gemacht und gehörst zum kollektiven Bewusstsein dieser Stadt. Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute.

Samstag, 21. Juli 2018

Nick 9 bei phantastik-news

Meine Romanadaptionen der NICK-Piccolos von Hansrudi Wäscher sind mittlerweile Geschichte. Der letzte Roman ist geschrieben, das Buch steht in meinem Regal. Doch das letzte Wort dazu ist noch nicht gesprochen, denn kurz nach Erscheinen von Landeverbot bespricht Carsten Kuhr den Roman für das Online-Portal phantastik-news.
 
So schreibt Kuhr: „Und das Gespann Wäscher/Mehnert fährt noch einmal auf, was der Fan klassischer Weltraum-Abenteuer schätzt. Die Erforschung exotischer Planeten, Überbleibsel technischer Hochkulturen, fremdes, kristallines Leben und die Dramatik einer Rebellion – für Aufregung und Kurzweil ist also gesorgt.“
 
Der Roman gefällt dem Rezensenten, was wiederum mir gefällt. Kuhr bescheinigt mir bei der Umsetzung Enthusiasmus und Routine, in dem Roman sieht er „beste klassische Space Opera“. Das gebe ich gern an Hansrudi Wäscher weiter, der diese tollen Geschichten schließlich erdacht und in Comicform gebracht hat. Ohne ihn gäbe es die Romane überhaupt nicht.
 
„Man kann vor Achims Arbeit nur den Hut ziehen“, endet Carsten Kuhrs Buchbesprechung. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich und mache Schluss mit der Lobhudelei.
 
Die komplette Rezension gibt es hier:

Freitag, 20. Juli 2018

Die Sprechblase 238

Auch die 238. Ausgabe des Comicmagazins, das inzwischen im 43. Jahr erscheint, wartet wieder mit einer Materialfülle auf, die ihresgleichen sucht. Diesmal kommen nicht nur Comicfans auf ihre Kosten, sondern auch die Liebhaber von Romanheften, was mich freut. Doch der Reihe nach.
 
Ein Motiv des Tunga-Zeichners Edouard Aidans schmückt das Titelbild. Tunga kenne ich ebenso wie Tony Stark noch aus der Zack-Zeit der Achtziger Jahre. Dass Aidans über diese beiden Serien hinaus noch viel mehr gemacht hat, beleuchtet der erste von zwei Teilen der von Bernd Weckwert geschriebenen Biografie.
 
Der gleiche Autor befasst sich danach mit einem zeitlosen Klassiker der Comic-Kunst. QRN ruft Brezelburg ist politisch wie kein zweiter Spirou und nicht allein von daher für mich ein besonders bemerkenswertes Spirou-Abenteuer. Nicht von ungefähr besitzt das 1966 erschienene Album einen beinahe legendären Ruf. Weckwerts Artikel beleuchtet spannend die widrigen Umstände, unter denen dieses Kleinod entstand. Wusste ich gar nicht. Sehr Lesenswert!
 
Nicht weniger interessant ist Gerhard Försters elfseitiges Interview mit Helga Wäscher. Frau Wäscher erinnert sich nicht nur an ihr Leben mit Sigurd-Zeichner Hansrudi, sondern auch an die eigene Karriere, die durchaus auch in den Comicbereich hineinreichte. Neben zahlreichen Erinnerungen und Anekdoten gibt es eine Menge Bilder. Der Beitrag hätte meinetwegen noch länger sein dürfen.
 
Abermals Gerhard Förster befasst sich unter Mitarbeit von Stefan Meduna mit Heftromanheld Billy Jenkins, der derzeit bei Bastei neu aufgelegt wird. Und weiter geht es mit Heftromanen. Ein ausführliches Interview mit Florian Beck alias Jonny Pegg folgt, in dem der Westernautor über sein umfangreiches Werk seit den Sechziger Jahren Rede und Antwort steht.

Thematisch passend und mit zahlreichen Abbildungen werden gleich zwei Covermaler vorgestellt, die Titelbilder zu Pegg-Romanen lieferten. Dies ist zum einen der mir bis dato unbekannte Günther König und zum anderen der famose Rudolf Sieber-Lonati, dessen Science Fiction-Bilder auch schon einige meiner Werke schmückten. Tatsächlich ist an dieser Stelle das Titelbild eines meiner Promet-Romane zu sehen. Schick.

Mittwoch, 18. Juli 2018

Doorn, Shanton und Jimmy

Diesmal in aller Kürze und ohne viele Erklärungen: das actiongeladene Titelbild für Ren Dhark 77, natürlich wie immer von Ralph Voltz.

Anmerken möchte ich nur, dass drei meiner Lieblingsfiguren zu sehen sind, nämlich Chris Shanton und sein Roboterhund Jimmy sowie der Worgunmutant Arc Doorn. Es gefällt mir, mal alle drei zusammen in einer Szene zu sehen.



Donnerstag, 12. Juli 2018

Landeverbot

Heute ist mal wieder ein schmuckes Hardcover des Verlags Peter Hopf bei mir eingetroffen. Es handelt sich um den Nick-Roman Landeverbot, meine neunte Adaption der Comicabenteuer von Hansrudi Wäschers Weltraumfahrer Nick. Da ich das fertige Buch jetzt in Händen halte, kommt glatt ein Anflug von Wehmut auf. Als wir 2013 mit Nick begannen, also vor fünf Jahren, war das auch für mich ein neues Abenteuer, in das ich mich mit Begeisterung stürzte. Diese Begeisterung hielt bis zuletzt an, doch nun ist die Umsetzung der ersten Nick-Piccolo-Serie abgeschlossen und damit auch meine Arbeit an den Buchausgaben.
 
Als Bonus enthält das Buch die Kurzgeschichte Geheimauftrag Venus 3. Sie bildet gewissermaßen einen Übergang zwischen den Piccolos und den späteren Nick-Großbänden, die mein Kollege und persönlicher Bekannter Thomas Newton adäquat in Romanform umsetzt. Geheimauftrag Venus 3 stellt indes den letzten Beitrag Hansrudi Wäschers zur klassischen Nick-Piccolo-Serie dar. Hierzu äußert sich Wäscher-Experte und Preisträger des „Ritters der Neunten Kunst“ Ingraban Ewald in gewohnt fachkundiger Manier in einem Vorwort zur Kurzgeschichte.
 
Ich habe natürlich wie üblich gleich ein wenig im Buch geschmökert. Seit ich das Manuskript an den Verlag geschickt habe, ist ja schon eine Weile ins Land gezogen. Außerdem bin ich immer gespannt, welche Wäscher-Illustrationen es ins Buch geschafft haben. Bei den meisten der zwölf Zeichnungen hatte ich gleich wieder die von mir geschriebene Szene im Kopf. Dazu gibt es wie immer die Cover-Abbildungen sämtlicher Piccolos, die in den Roman eingeflossen sind.
 
Der Klappentext zum Roman verrät Folgendes. „In den Tiefen der Milchstraße, weit entfernt von der Erde, gerät Nicks Raumschiff in den Bann eines veränderlichen Sterns. Als die Menschen einen in zwei Hälften geteilten Planeten entdecken, stoßen sie auf einen lebenden Nebel, der sich von Energie ernährt. Bei der Suche nach einer Waffe gegen die kosmische Bedrohung tappen die Raumfahrer in eine jahrhundertealte Falle von Gestaltwandlern. Beim Versuch, aus der Gefangenschaft zu fliehen, muss Nick zunächst seinen eigenen Doppelgänger überwinden.“

Samstag, 7. Juli 2018

Makrito bei phantastiknews

Robert Monners beleuchtet einmal mehr den aktuellen Ren Dhark-Roman. Im Online-Portal www.phantastik-news.de beschäftigt er sich mit Makrito.

Monners dazu: "Der titelgebende Makrito wird uns vorgestellt, über sein Leben, sein Leiden und seine Flucht an Bord eines Raumschiffes einer Maschinenzivilisation wird berichtet - was dies aber mit den Vorgängen auf Sahara zu tun hat, bleibt noch offen."

Und das war an dieser Stelle vom Autorenteam auch so beabsichtigt. Allerdings werden sich den Lesern die engen Zusammenhänge in den kommenden Bänden erschließen.

Die komplette Besprechung ist hier zu finden:


Freitag, 6. Juli 2018

Sigurds erste Reise

Sigurd war der erste Comic-Held, den Hansrudi Wäscher in den Fünfziger Jahren für den Lehning-Verlag aus der Taufe hob. Im Oktober 1953, also vor sage und schreibe 65 Jahren, betrat der blonde Recke mit der Haartolle die deutschsprachige Comicszene, und das gleich mit durchschlagendem Erfolg. Sigurd ist nicht nur die älteste, sondern die bis heute bekannteste Wäscher-Figur, deren Abenteuer ihr Erfinder zunächst in 324 Piccolos schilderte. Diese klassische erste Phase von Sigurd dauerte bis im Februar 1960 an.
 
Nun endlich, mehr als ein halbes Jahrhundert später, schickt sich auch Sigurd an, in literarischer Form das Licht der Welt zu erblicken. Peter Hopf, der sich mit den in seinem Verlag erscheinenden Romanadaptionen der Wäscher-Comics seit Jahren einen Namen gemacht hat, bringt künftig auch die Sigurd-Geschichten in Romanform heraus. Man mag sich fragen, weshalb das mit der beliebtesten Wäscher-Figur erst nach Tibor und Nick, nach Bob & Ben und Roy Stark geschieht. Die Antwort ist simpel: Die Rechte an Sigurd waren schlicht und einfach nicht frei. Sie lagen bis vor Kurzem in den Händen einer Filmgesellschaft. Als sie endlich frei wurden, schlug Peter Hopf sofort zu.
 
Gestern habe ich die Schreibarbeit am ersten Sigurd-Roman abgeschlossen. Das Manuskript ist ziemlich umfangreich geworden, umfangreicher, als ich vor Schreibbeginn dachte. Dabei hatte ich mit gewissen Widrigkeiten zu kämpfen. In der Frühzeit von Sigurd ließ Hansrudi Wäscher ein wenig die stringente Handlungsführung vermissen. Phasenweise gewann man beim ersten Abenteuer den Eindruck einer Aneinanderreihung von kürzeren Einzelgeschichten, denen ein wenig das verbindende Element fehlte – gleichwohl ein sagenumwobener Schatz den roten Faden bildet. Ich habe mich beim Schreiben bemüht, den Romancharakter stärker hervorzuheben als in den Piccolos.
 
In der Geschichte lernt Sigurd seine künftigen Weggefährten kennen. Das ist zum einen der jugendliche Cassim und zum anderen Junker Bodo, zunächst Sigurds Feind, der jedoch schnell zu einem treuen Freund wird. Bei der Suche nach dem legendären Schatz König Ringangs und dem Schwert, das seinen Träger angeblich unbesiegbar macht, trifft Sigurd gleich auf mehrere finstere Feinde, die er bezwingen muss.
 
Das Schreiben dauerte länger als ursprünglich von mir einkalkuliert. Dazu trug auch bei, dass ich die eine oder andere Szene im Verlauf der Geschichte noch einmal umschreiben musste, weil sich sonst Logiklöcher aufgetan hätten, denen Herr Wäscher offenbar nicht allzu viel Bedeutung beimaß. Dennoch hat die Arbeit am ersten Sigurd-Roman, den die Welt sehen wird, viel Spaß gemacht. Ich freue mich jetzt schon wie Hulle auf das fertige Buch, das voraussichtlich im September erscheinen wird.
 
Der Vollständigkeit halber seien die Piccolos aufgezählt, die die Comicvorlage für den Roman bildeten: 1 Die Falle, 2 In letzter Minute, 3 Haggard, der Räuber, 4 Tödliches Gold, 5 Gaspards Verrat, 6 Duell im Tal der Nebel, 7 Die Wächterin vom Feuersee, 8 Weg durch die Hölle, 9 Der Schatz, 10 In Sklavenketten, 11 Hongo, der Teufel, 12 Der Schiffbruch, 13 Gefahren der Wälder, 14 Grausame Rache, 15 List gegen List, 16 Gefährliche Jagd, 17 Kampf zwischen Himmel und Erde, 18 Die Schlangenhöhle, 19 Gefängnis des Satans, 20 Irrgarten des Todes.
 

Mittwoch, 4. Juli 2018

Vierzig Jahre PRBCBS

Sage und schreibe 40 Jahre ist das schon her? Du liebe Güte! Im Juni 1978 gründeten ein paar jugendliche Science Fiction-Fans den PRBCBS, den Perry Rhodan Briefclub Bullys Schreibtisch. Wie es der Name ausdrückt, befasste sich der bundesweit aktive Fanclub vorwiegend mit Perry Rhodan, öffnete sich aber später auch anderen Themen, vorzugsweise aus dem weiten Feld der Science Fiction.

Zu jener Zeit gab es zahlreiche SF-Clubs, in denen sich Leser und Fans organisierten, um in Kontakt mit Gleichgesinnten zu kommen. Neben dem PRBCBS sind mir in guter Erinnerung der Science Fiction Club Deutschland (SFCD), der Atlan Club Deutschland (ACD) sowie der Kölner Science Fiction Club Die Terraner (SFCDT). Der SFCD ist als eingetragener Verein heute noch mit mehreren hundert Mitgliedern aktiv und so etwas wie das Flaggschiff des deutschen SF-Fandoms.

Die Kontakte fanden Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre entweder bei den Con genannten Treffen statt oder eben in brieflicher Form. An eine Kommunikation via Internet war damals noch nicht zu denken. Ich hätte mir nicht mal träumen lassen, jemals einen Computer zu besitzen. Es war noch nicht daran zu denken, dass diese Dinger eines Tages in jedem Haushalt stehen würden – heute eine Selbstverständlichkeit.

Es muss im Sommer 1980 gewesen sein, dass ich durch eine Anzeige in Perry Rhodan auf den PRBCBS aufmerksam wurde, und so trat ich in diesen verrückten Haufen ein. Das Clubmotto lautete nicht von ungefähr: PRBCBS – Wahnsinn mit Methode. Der Monatsbeitrag lag damals, glaube ich, bei 2,50 oder 3 Mark. Dafür erhielt man das monatlich erscheinende Fanzine CN, was für Clubnachrichten stand. In den CN erschienen Stories, Zeichnungen und Artikel der Clubmitglieder. In den Leserbriefen wurde eifrig diskutiert und sich zuweilen gezofft, bis die Fetzen flogen.
 
Meine Mitgliedsnummer war, wenn ich mich recht erinnere, die 61, und meine erste jemals geschriebene Story erschien in den CN. Heute dürfte sie einfach nur noch peinlich sein, aber die Möglichkeit, sie dort überhaupt publizieren zu können, entfachte meine Begeisterung fürs Schreiben. Es war eine tolle Zeit damals, die ich im Nachhinein nicht missen möchte. Durch den PRBCBS habe ich eine Menge Leute kennengelernt, von denen ich einigen bis heute freundschaftlich verbunden bin.
 
Im Laufe der Jahre und der Jahrzehnte veränderte sich die mediale Landschaft immer weiter, und auch den PRBCBS gibt es in seiner damaligen Form längst nicht mehr. Ganz verschwunden von der Bildfläche ist er aber nicht. Bei Facebook besteht er als Gruppe weiter, und wenn diese auch durch weitgehende Inaktivität glänzt, sind in ihr doch einige der damaligen Clubmitglieder versammelt. Zahlreiche CN sind ohnehin noch in meinem Besitz, und von denen werde ich mich auch nicht trennen.
 
Auf 40 Jahre PRBCBS und Wahnsinn mit Methode. Herzlichen Glückwunsch, Bully.

Dienstag, 26. Juni 2018

Vormarsch der Isolationisten

Es geht weiter mit Raumschiff Promet, ich habe nämlich die Arbeit am zwanzigsten Band der Neuschreibung der klassischen Abenteuer abgeschlossen. Das Exposé habe ich diesmal nicht selbst geschrieben. Es stammt von Gerd Lange, bei dem ich mich an dieser Stelle dafür bedanken möchte. Seine Mitarbeit bei Promet stellt für mich eine nicht zu unterschätzende zeitliche Entlastung dar. Gerds Exposés für die nächsten Bände liegen bereits vor, was mich freut.

Zusätzlich zum klassischen Inhalt der Romane aus den frühen Siebziger Jahren finden bekanntlich auch neue Handlungselemente Einzug in die Geschichten. So habe ich im neuesten Manuskript den Handlungsstrang um die Isolationisten von "Terra den Terranern" fortgesetzt. Aus Angst vor Außerirdischen wie dem Moraner Arn Borul erhält die nationalistische Gruppierung weltweit Zulauf, ein Phänomen, mit dem sich auch Peet Orell und seine Freunde von der Promet herumschlagen müssen. In diesem Roman erleben die Raumfahrer der HTO die tödliche Seite der Bestrebungen, alle Fremden von der Erde fernzuhalten.

Der endgültige Romantitel steht noch nicht fest. Ich habe zwei passende Titel vorgeschlagen und kann mich noch nicht recht entscheiden, welcher schlussendlich auf dem Cover stehen wird. Fest steht hingegen der Erscheinungstermin für das Taschenbuch, das übrigens mein 24. Romanbeitrag für Raumschiff Promet ist. Es kommt rechtzeitig zur Anfang November stattfindenden Intercomic-Messe in Köln heraus.

Sonntag, 17. Juni 2018

Makrito

Gestern flatterte mir der neue Ren Dhark ins Haus. Band 78 habe ich zusammen mit Nina Morawietz und Jan Gardemann geschrieben. Das Exposé stammte wie üblich von Ben B. Black, das Titelbild wie immer von Ralph Voltz. Ich habe gleich ein wenig darin geschmökert, nicht in meinem eigenen Text, sondern in den Romananteilen der geschätzten Kollegen Jan und Nina.
 
Die Geschichte führt den Leser weit zurück in die Vergangenheit. In den vor vielen Jahrtausenden spielenden Ereignissen wird ein außerirdisches Kind geboren, dem eine Zukunft bestimmt ist, von der es erst Jahrzehnte später erfahren soll. Dieses Wesen, Makrito genannt, spielt in der aktuellen Ren Dhark-Handlung des Jahres 2073 eine wichtige Rolle, ist dort allerdings unter einem anderen Namen bekannt.

In eben diesem Jahr spielt die zweite Handlungsebene, und zwar auf Sahara, dem dritten Planeten von Munros Stern. Hier taucht nach längerer Abwesenheit der allseits beliebte Kugelblitz Bert Stranger wieder auf, der rasende Reporter des Ren Dhark-Kosmos.
 

Samstag, 16. Juni 2018

Falk Sonderband 1

Ich freue mich, dass er nun da ist: ein Falk außerhalb der Reihe, auch für mich ein Novum. Der erste Falk-Sonderband folgt nicht der bei den Lesern bekannten Umsetzung der „langen“ Geschichten. Das Buch enthält nämlich keinen Roman, wie ich sie sonst nach den Falk-Geschichten Hansrudi Wäschers schreibe.
 
Vielmehr präsentiert es die Adaptionen von fünf Kurzgeschichten, die HRW in den Jahren 1965 und 1966 schuf und die damals jeweils abgeschlossen in einem Heft erschienen. Die Titel der Geschichten lauten: Ausgeraubt!, Nur ein Windstoß, Bingo in der Klemme, Wer andern eine Grube gräbt und Der Drachentöter. Abenteuerliche, spannende und dabei humorige Geschichten. Für letzteres sorgt nicht zuletzt der einmalige, unvergleichliche Bingo, Falks Freund und Weggefährte.
 
Wie die Romane enthält auch der Kurzgeschichtenband zahlreiche Illustrationen von Hansrudi Wäscher. Zudem gibt es ein lesenswertes Vorwort des Wäscher-Experten und RITTER DER NEUNTEN KUNST-Preisträgers Ingraban Ewald.

Freitag, 15. Juni 2018

BAP auf Familientour

Mindestens einmal im Jahr muss ich BAP live sehen, seit Jahrzehnten schon. Natürlich gibt es Jahre, da das nicht möglich ist, weil Wolfgang Niedecken mit seiner Band eine Pause einlegt. Dafür klappt es dann in anderen Jahren zweimal oder öfter. Derzeit sind die Kölsch-Rocker wieder auf einer bundesweiten Tour, die sie – wie könnte es anders sein – natürlich auch wieder in die KölnArena führte.
 
Die laufende Tour trägt – ganz BAP-untypisch – keinen Namen. Bei mir firmiert sie unter der Bezeichnung Familientour. Denn Wolfgang Niedecken hat zuletzt in New Orleans sein sogenanntes Familienalbum aufgenommen. Darauf, auf den Inhalt und auf seine Familie wird er in den gut drei Stunden Spielzeit immer wieder eingehen. Ich habe das Gefühl, je älter der mittlerweile 67 Jahre zählende BAP-Chef wird, desto enger wird die Verbindung zu seinem Clan. So grüßt er zwei seiner Tanten, die irgendwo in der mit 13.000 Besuchern gefüllten Arena sind, die eine davon 98 Jahre alt. Seinem längst verstorbenen Vater widmet Niedecken mehrere Stücke, seiner Mutter, über die er zudem die eine oder andere Anekdote preisgibt, desgleichen.
 
Los geht es gleich rockig mit Drei Wünsch frei und dem Waschsalon vom zweiten Album. Wer aus einem Fundus von über fast vier Jahrzehnte erschienenen Alben auswählen kann, besitzt eine glänzende Ausgangsposition, um keinen Moment musikalische Langeweile aufkommen zu lassen. Das belegt die Band eindrucksvoll und routiniert. Man merkt schnell, dass BAP hier ein Heimspiel genießt. Das Publikum ist ausgesprochen textsicher, und die Musiker auf der Bühne werden frenetisch gefeiert. „Oh, wie ist das schön“, schallt es vieltausendstimmig durch die Halle. Kein Wunder, denn da vorn steht eine echte kölsche Legende.
 
Ich bekomme viele meiner Lieblingsstücke zu hören, viel von den Salzjebäck- und Usszeschnigge-Alben. Auch das spätere Nix wie bessher darf nicht fehlen. Überraschungen gibt es auch. Den Jebootsdaachpogo, von dem ich nicht weiß, ob ich ihn überhaupt jemals live erlebt habe, gibt es in einer Cajun-Version. Die dreiköpfige Bläsersektion, bestehend aus Trompeter, Posaunist und Saxophonist, stellt sich als echte Bereicherung heraus. Besonders positiv fällt das auf bei den Intros, die früher zu einigen Songs einfach dazugehörten, beispielsweise bei Diss Nach ess alles drin oder dem legendären Klassiker Jupp. Die Bläser reihen sich mühelos ein in die Riege großartiger Musiker, die Wolfgang Niedecken zur jüngsten Reinkarnation von BAP um sich geschart hat.
 
Zwischendurch kommt der Liedermacher Björn Heuser auf die Bühne, um mit Wolfgang Niedecken zusammen Wie schön dat wöhr anzustimmen. Ein Problem zog sich allerdings durch das gesamte Konzert, der Hall von der Rückseite der Halle, der bei manchen Stücken, besonders aber bei den Ansagen dazwischen auffiel. Ich habe schon oft von den Akustikproblemen in der KölnArena gehört, jetzt sind sie mir zum ersten Mal richtig aufgefallen.
 
Der Klasse des Konzerts tut das indes keinen Abbruch. BAP wird von Mal zu Mal besser, so war es auch diesmal. Gleich drei Zugabenteile mit jeweils mehreren Liedern gab es, dabei ganz zum Schluss endlich mal wieder Verdamp lang her als finaler Höhepunkt. Oder jedenfalls fast ganz zum Schluss. Dass sie danach nach gut drei Stunden nämlich noch Jraaduss spielten, schien die Musiker am Ende selbst überrascht zu haben.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Die Biologin und der Flashpilot

Wir schreiben den September 2073, und Ren Dhark ist in der Milchstraße unterwegs. Dhark und seine Getreuen von der Point of suchen nach dem geheimnisvollen Kharamak, der mit seinen tödlich verlaufenden Virenangriffen bereits die Bewohner mehrerer Welten auf dem Gewissen hat. Die Spur führt gleich zu zwei Völkern, mit denen die Terraner schon in der Vergangenheit zu tun hatten, und das nicht im besten Sinne. Bei beiden ergab sich für mich die Möglichkeit, neue Figuren in die Handlung einzuführen.
 
Ich habe die Arbeit an meinem Romanteil für Ren Dhark 78 abgeschlossen. An einem Handlungsschauplatz bot sich mir die Gelegenheit, Rani Atawa und Pjetr Wonzeff in den Mittelpunkt der Geschehnisse zu stellen, beziehungsweise die dramatischen Ereignisse aus ihrer beider Perspektive zu schildern. Seit ich der zum Kreis der Unsterblichen gehörenden Biologin und dem Flashpiloten vor ein paar Bänden ein Techtelmechtel angedichtet habe, entwickeln die beiden Figuren ein gewisses Eigenleben, zumindest in meinen Romanbeiträgen. Das hatte ich ursprünglich gar nicht so geplant, aber mir gefällt die Richtung, in die es mit der Inderin und dem Ukrainer geht. Da Rani unsterblich ist, Pjetr hingegen nicht und zudem nichts von der Unsterblichkeit seiner Gefährtin weiß, sind Konflikte zwangsläufig vorprogrammiert.
 
Einen kleinen Gag habe ich mir zudem in der Handlung erlaubt. Er steht in Zusammenhang mit dem bei den Lesern sehr beliebten Ingenieur Chris Shanton, der auch zu meinen persönlichen Lieblingsfiguren gehört. In einer Szene mit Shanton und seinem Roboterhund Jimmy nehme ich Bezug auf einen anderen in der Science Fiction äußerst bekannten Ingenieur: Scotty! Die Leser von Ren Dhark dürfen sich überraschen lassen. Das Buch mit Titel Die letzten Menschen von Babylon wird voraussichtlich im Oktober erscheinen.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Dem Tod geweiht

Ralph Voltz hat das Titelbild für Ren Dhark 76 abgeliefert. In einer stimmungsvollen Szene sehen wir ein freundliches, liebenswertes Intelligenzwesen, das in diesem Buch eine tragende Rolle einnimmt. Der feurige Schweif im Hintergrund wird zum Schicksal für dieses Wesen werden. Der Roman mit Titel Makrito erscheint Mitte Juni.



Sonntag, 13. Mai 2018

Laudatio auf Rüdiger Schäfer

Vorgestern fandet ihr an dieser Stelle die erste der beiden Laudationen, die ich vergangenen Samstag auf der Intercomic 83 gehalten habe. Sie galt dem Preisträger für 2017, Hajo F. Breuer. Heute folgt nun meine Laudatio für Rüdiger Schäfer, den Preisträger des DARK STAR 2018.


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Rüdiger Schäfer wurde 1965 in Kassel geboren, lebte dort aber nicht lange, da er wegen des beruflichen Werdegangs seines Vaters in seiner Kindheit und Jugend mehrmals umziehen musste. Das scheint ein wenig auf Rüdiger abgefärbt zu haben. Nach dem Abitur und einem betriebswirtschaftlichen Studium in Göttingen verschlug es ihn nach Leverkusen zu einem großen chemisch-pharmazeutischen Unternehmen. Seine berufliche Tätigkeit brachte mehrjährige Auslandsaufenthalte unter anderem in Polen und Australien mit sich. Seit dem Jahr 2000 lebt und arbeitet er für besagten Konzern wieder in Deutschland.
 
Was das alles mit Rüdiger Schäfers Schreiberei und der Nominierung für den DARK STAR zu tun hat? Gar nichts. Die Auszeichnung, die ihm auf der 83. Intercomic verliehen wird, bekommt er für sein zweites Standbein, nämlich die Tätigkeit als Science-Fiction-Autor.
 
Wie viele andere in der deutschen Sciene Fiction-Szene Tätige ist auch Rüdiger ein Kind des Fandoms. Schon in jungen Jahren, im Alter von Zehn, wurden die Weichen für seine spätere Autorentätigkeit gestellt – nämlich als seine Mutter dem erkrankten Jungen zwei Perry Rhodan-Hefte mit nach Hause brachte. Unversehens wurde er von einer weiteren Krankheit gepackt, denn das Virus des galaktischen Weltraumhelden Perry Rhodan ließ ihn nicht mehr los. Rüdiger selbst drückt es folgendermaßen aus: „Ich las, verstand kein Wort und war hellauf begeistert. Es war der Beginn einer wunderbaren Leidenschaft.“
 
Eine Leidenschaft, die dazu führte, dass der jugendliche Rüdiger mit dem Verfassen eigener Geschichten begann – wie so viele andere aus der heutigen Profiszene, denen das Lesen nicht mehr genügte. Die selbst schreiben wollten. Er stieß auf das Science-Fiction-Fandom, die organisierte Fan-Szene mit ihren Clubs und mit viel Herzblut gemachten Fanmagazinen, den sogenannten Fanzines.
 
Rüdiger trat in den Atlan-Club-Deutschland ein und erreichte erstmals eine größere Leserschaft. Als Erklärung für diejenigen, die Atlan nicht kennen: Atlan war eine seit 1969 laufende eigenständige Heftromanserie um eben jenen unsterblichen Arkoniden, die im Perry-Rhodan-Kosmos spielte und 1988 eingestellt wurde. Im Atlan-Club-Deutschland, kurz ACD, gehörte Rüdiger rund 20 Jahre dem Vorstand an. Er wurde zudem auf dem Coloniacon 2006 bei der Jahreshauptversammlung der Perry-Rhodan-Fanzentrale e.V. zu deren Vorsitzendem gewählt.
 
Doch Rüdiger Schäfer war und ist Atlan-Fan und Kenner gleichermaßen. Daher entwarf er nach der Einstellung der Profi-Serie ein Konzept für eine Fan-Serie, die von der damaligen Verlagsunion Pabel-Moewig abgesegnet wurde und die es, geschrieben von einem Autorenteam, auf immerhin 23 Bände brachte. Mit dem Erfolg der von ihm gesteuerten Fanserie im Rücken stand Rüdiger der Sprung ins Profilager offen.
 
1998 kehrte Atlan mit einer Reihe von jeweils zwölfbändigen Minizyklen offiziell ins literarische Rampenlicht zurück. Nach mehreren im Perry-Rhodan-Universum spielenden Kurzgeschichten schrieb und veröffentliche Rüdiger Schäfer 2005 seinen ersten Profiroman, einen, wie könnte es anders sein, Atlan-Roman mit Titel Fluchtpunkt Craddyn. Ein weiterer Roman folgte schnell, und schon im Folgejahr übernahm Rüdiger vorübergehend die redaktionelle Bearbeitung der Leserkontaktseite der Atlan-Miniserien.
 
Später etablierte er sich als einer der Hauptautoren der von 2006 bis 2012 zunächst bei Fantasy Productions und anschließend bei Ulysses erscheinenden Atlan-Taschenbücher. Rüdiger und ich lieferten uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wer die meisten Taschenbücher zu der Reihe beisteuert. Ich musste mich Rüdiger mit 6:7 geschlagen geben. Als 2013 der Versuch unternommen wurde, die klassischen Atlan-Romane des sogenannten Sol-Zyklus in Form von Taschenheften erneut zu publizieren, war Rüdiger für deren Bearbeitung verantwortlich.
 
Ebenfalls 2013 steuerte er seinen ersten Beitrag zu Perry Rhodan Neo bei, der Neuschreibung der klassischen Perry Rhodan-Serie. Nach Band 100 übernahm er – gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Michael H. Buchholz – die Exposégestaltung, die Rüdiger bis zum heutigen Tage innehat. Für Perry Rhodan Neo hat er mittlerweile 20 Romane geschrieben, zudem einige Beiträge für die Stardust-Miniserie.
 
Der DARK STAR 2018 geht an Rüdiger Schäfer für seine Verdienste um die deutsche Science Fiction und die deutsche SF-Romanszene.