Im Jahr 1995 gründete Jörg Kaegelmann den BLITZ-Verlag, irgendwo in einem verschlafenen Ort zwischen Siegerland und Westerwald. Damals war der gelernte Drucker der deutschen Science Fiction- und Phantastik-Szene schon seit vielen Jahren verbunden. Er war nicht nur begeisterter Leser, sondern druckte bereits seit Anfang der Siebziger Jahre Bücher für die bundesdeutsche Szene. Zum Beispiel Andromeda, Exodus, SF-Nachrichten und vieles mehr. Der Schritt, sich mit einem kleinen Phantastik-Verlag selbständig zu machen, war also schon fast ein zwangsläufiger.
So ging es bei der Verlagsgründung ursprünglich um die Publikation deutschsprachiger Phantastik. Kultserien wie Raumschiff Promet und Larry Brent wurden nicht nur wieder aufgelegt, sondern zudem mit neuen Geschichten fortgesetzt. Dazu gesellten sich phantastische Reihen wie Necroscope, Lovecrafts Bibliothek des Schreckens, Meisterwerke der dunklen Phantastik, Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek oder Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik.
Längst ist der BLITZ-Verlag jedoch auch in anderen Bereichen zu Hause. Neue Abenteuer von Sherlock Holmes haben ebenso ihre Fans, wie die Leser bedient werden mit Western (Arizona Legenden), Spionage-Thrillern (Snake) und Pater Brown. Nicht zu vergessen die Kult-Klassiker Der Butler und Die Schwarze Fledermaus. Ganz aktuell sind Karl Mays Kara ben Nemsi, Jules Vernes Kapitän Nemo und Edgar Wallace.
Auch folgt der Verleger den Zeichen der Zeit. Startete der BLITZ-Verlag einst mit Print-Versionen, hat sich das Angebot seit einer Weile ausgeweitet. Hörbücher gehören mittlerweile ebenso zum Standardprogramm wie Hörspiele und eBooks. Die oben genannten Serien und Reihen bilden aber nur einen Teil des Verlagsprogramms. Es ist viel zu umfangreich, um an dieser Stelle auf sämtliche Publikationen einzugehen. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal auf die Verlagsseite schauen: www.blitz-verlag.de
Ich gratuliere Jörg Kaegelmann und seinem BLITZ-Verlag zu einem runden Jubiläum. Zwanzig Jahre hingebungsvolle Tätigkeit im Dienst der deutschen Phantastik, dazu weitgehend als Ein-Mann-Unternehmen, sind aller Ehren wert.
Mein Leben spielt sich ab zwischen Dom und Rhein. Zwischen Schreibtisch, Fußballplatz, Konzerthalle und Kneipe. Auf der Straße. Virtuell und in der Wirklichkeit. Und sogar in den Köpfen mancher Leute. Ein bißchen von alledem findet hier seinen Niederschlag.
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Dienstag, 10. März 2015
Montag, 23. Februar 2015
Promet-Planungen in Rosbach
Den gestrigen Sonntag nutzte ich für eine Fahrt nach Windeck-Rosbach. Den kleinen Ort an der Sieg besuche ich schon seit Jahren immer mal wieder, denn dort ist Jörg Kaegelmann mit seinem Blitz-Verlag ansässig. Es gibt eine direkte Bahnverbindung von Köln ohne lästiges Umsteigen.
Wir unterhielten uns ausgiebig über Raumschiff Promet und die beiden Promet-Reihen. Im Vordergrund stand dabei die Fortführung der neuen Abenteuer, die ich in den nächsten Tagen ausarbeiten werde. Im März erscheinen zwei Romane, in denen ich die Ereignisse nach der Rückkehr der Promet in den Katai-Sektor und die dramatischen Wirren um die Chronoskope abgeschlossen habe.
Der Handlungsstrang um Arn Borul ist dabei offen geblieben. Ihm werde ich mich im nächsten Roman beziehungsweise in den nächsten Romanen widmen. Die ursprüngliche Idee habe ich verworfen, weil sie mit dem Inhalt einer anderen SF-Serie kollidiert wäre. Daher muß ich eine neue ausarbeiten. Mir schwebt bereits etwas vor.
Wir unterhielten uns ausgiebig über Raumschiff Promet und die beiden Promet-Reihen. Im Vordergrund stand dabei die Fortführung der neuen Abenteuer, die ich in den nächsten Tagen ausarbeiten werde. Im März erscheinen zwei Romane, in denen ich die Ereignisse nach der Rückkehr der Promet in den Katai-Sektor und die dramatischen Wirren um die Chronoskope abgeschlossen habe.
Der Handlungsstrang um Arn Borul ist dabei offen geblieben. Ihm werde ich mich im nächsten Roman beziehungsweise in den nächsten Romanen widmen. Die ursprüngliche Idee habe ich verworfen, weil sie mit dem Inhalt einer anderen SF-Serie kollidiert wäre. Daher muß ich eine neue ausarbeiten. Mir schwebt bereits etwas vor.
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Donnerstag, 11. September 2014
10. Todestag von Thomas Ziegler
| Rainer und ich auf dem Coloniacon 2004 |
Bestes Beispiel ist für mich bis heute sein Planetenroman Der Narrenturm. Die abgedrehten Figuren Lukas Lorrimer, Famos O'Hack, Karnegoris Pan und ein entlaufener Würgebaum namens Jack the Ripper zeigten einen Thomas Ziegler in Bestform. Bizarre Aliens, überkandidelte Einfälle und ein an Satire grenzender Humor waren sein Markenzeichen, das er nicht nur in die Science Fiction einfließen ließ, sondern auch in seine Kriminalromane wie beispielsweise Koks und Karneval.
Rainer verwendete in seiner Schriftstellerkarriere weitere Pseudonyme. Henry Quinn und Robert Quint. Helmut Horowitz, John Spider und Tommy Z. Neben Perry Rhodan schrieb er für Die Terranauten, schuf mit Flaming Bess seine eigene Serie und verfaßte diverse eigenständige Romane, sowohl im Bereich der Science Fiction und der Fantasy als auch im Krimigenre. In der SF wurde er mehrfach mit dem renommierten Kurt-Laßwitz-Preis ausgezeichnet.
Ich lernte Rainer im Vorfeld eines Coloniacons persönlich kennen. Ich weiß nicht mehr, in welchem Jahr das war. Manfred M. und ich veranstalteten den damaligen Con, und wir wollten Thomas Ziegler unbedingt als Gast gewinnen. Wir fanden heraus, daß er in der Südstadt lebte, und schafften es tatsächlich, uns mit ihm zu verabreden.
Wir trafen uns im Filos, einer Mischung aus Kneipe, Bistro und Restaurant. Er erwartete wohl zwei pickelgesichtige Nerds, deren Sozialkompetenz beim Lesen von Perry Rhodan endete, und wir wußten nicht recht, wie wir uns ihm nähern sollten. Ziegler? Quint? Zubeil? Oder sonstwie? Was wir ihm auch sagten. Er meinte in seiner unkompliziert-augenzwinkernden Art, es sei schon okay, wenn wir ihn schlicht und einfach mit Präsident anreden. Damit war das Eis gebrochen.
Ende der Neunziger Jahre beschloß Jörg Kaegelmann, in seinem Blitz-Verlag Kurt Brands alte Raumschiff Promet-Geschichten mit neuen Abenteuern fortzusetzen. Dazu verpflichtete er Thomas Ziegler als Exposéautor. Ich war nicht nur stolz wie Bolle, als ich gefragt wurde, ob ich Lust habe, an der neuen Serie mitzuschreiben, sondern es ergab sich, daß Rainer und ich öfter miteinander zu tun hatten. Beim Schreiben der Romane nach seinen Expos hatte ich zu so mancher Szene Fragen. Er meinte stets: "Mach es einfach so, wie du es für am besten hältst." Das funktionierte ausgezeichnet, und wir kamen gut zurecht. Die Zusammenarbeit mit ihm war ein weiter Beweis für seine völlig unkomplizierte Art.
In der Folgezeit trafen wir uns des öfteren privat. So manches Mal saßen wir in der Südstadt im Litho, einem griechischen Restaurant. Nicht zum essen, sondern zum trinken. Ich bestellte Kölsch, Rainer blieb bei seinem geliebten Vecchia Romagna. Meistens hatten wir viel Spaß, denn so humorig wie in seinen Romanen war er auch bei zwischenmenschlichen Kontakten. Ich mochte ihn gleichermaßen als Mensch und als Autor. Die meisten seiner serienunabhängigen Werle stehen in meinem Bücherregal.
2004 war er abermals Besucher des Coloniacons und gerade erst zu Perry Rhodan zurückgekehrt, was seine Fans freute. Einige Monate zuvor war er mit seiner Lebensgefährtin umgezogen, innerhalb der Südstadt. Er bewohnte nun eine Wohnung mit Dachterrasse, von der aus der Blick Richtung Rhein ging. Ich erinnere mich noch daran, wie wir das letzte Mal zusammen dort oben in der Sonne saßen. Wir tranken eiskaltes Kölsch aus Flaschen, und Rainer freute sich darauf, wieder stärker bei Perry Rhodan einzusteigen. Er war begeistert, zukunftsgewandt und bestens aufgelegt. Seine Pläne konnte er jedoch leider nicht mehr verwirklichen. Wenige Tage später ist er gestorben, gerade einmal 47 Jahre alt.
In Bezug auf unsere Lebensweise, die Lockerheit und all die uns offen stehenden Möglichkeiten sagte er einmal zu mir: "Der Westen ist für mich das Licht der Welt." Ein bißchen von diesem Licht war er mit seinen Werken selbst. Wenn ich heute, an seinem zehnten Todestag, mit reichlich Schwermut an Rainer denke, fällt mir eine Textpassage ein, die Wolfgang Niedecken in dem BAP-Lied Dreimohl zehn Johre singt. "E Glas ob die von uns, die't hinger sich han. Mir sinn uns widder, irjendwo, irjendwann." Das will ich aber auch schwer hoffen.
Montag, 5. Mai 2014
Alfred Kelsner mit dem Dark Star ausgezeichnet
Am Samstag ging zum 75. Mal die Intercomic über die Bühne. Die internationale Comic- und Romanmesse in der Köln-Mülheimer Stadthalle ist längst eine Pflichtveranstaltung für mich. Doch der Ausdruck täuscht, denn ich betrachte den Besuch nicht als Pflicht, sondern als Vergnügen. Die besondere Atmosphäre der Veranstaltung nimmt mich immer wieder gefangen. So war es auf diesmal.
Bereits am Freitagabend traf ich mich mit dem einen Tag früher angereisten Verleger Peter Hopf in einem Brauhaus in der Altstadt. Bei leckerem Essen und einigen Kölsch machten wir uns Gedanken über zukünftige Romanprojekte und deren Umsetzbarkeit. Das eine oder andere wird kommen, wobei ich vor allem an eine ganz neue Serie denke, über die wir zu gegebener Zeit mehr verlautbaren lassen.
Die Messe selbst war am Samstag sehr stark besucht. Bei strahlendem Sonnenschein wollte die Warteschlange vorm Eingang nicht enden. In den Gängen drängten sich die Besucher. Nicht nur auf der Bühne gaben die anwesenden Künstler Kostproben ihres Könnens. Auch an zahlreichen Ständen wurde eifrig gezeichnet. Als jemand, der kaum mehr zustande bringt als ein Strichmännchen, staune ich immer wieder über die Fertigkeiten der Graphiker.
Nach einem Rundgang durch das Gedränge war ich froh, mich am Verlagsstand von Peter Hopf und bei Jörg Kaegelmanns Blitz-Verlag niederlassen zu können. Auch dort gab es eine Menge zu besprechen. Unter anderem kann ich in Aussicht stellen, daß Raumschiff Promet künftig häufiger erscheint als in jüngster Vergangenheit. Für den Verlag Peter Hopf werde ich die Romanadaption einer weiteren Comicserie von Hansrudi Wäscher übernehmen. Es ist - auch das darf ich schon verraten - Roy Stark.
Auch heuer wurde wieder der Dark Star verliehen. Alfred Kelsner, der unter anderem mit seinen Titelbildern jahrelang am Erfolg von Perry Rhodan beteiligt war, erhielt ihn für sein Lebenswerk. Die Laudatio hielt einmal mehr Verlagsprofi Eckhard Schwettmann. Damit ist Alfred Kelsner, wenn ich mich nicht irre, bereits der siebte Träger des Preises, der nach Jason Dark benannt wurde.
Bereits am Freitagabend traf ich mich mit dem einen Tag früher angereisten Verleger Peter Hopf in einem Brauhaus in der Altstadt. Bei leckerem Essen und einigen Kölsch machten wir uns Gedanken über zukünftige Romanprojekte und deren Umsetzbarkeit. Das eine oder andere wird kommen, wobei ich vor allem an eine ganz neue Serie denke, über die wir zu gegebener Zeit mehr verlautbaren lassen.
Die Messe selbst war am Samstag sehr stark besucht. Bei strahlendem Sonnenschein wollte die Warteschlange vorm Eingang nicht enden. In den Gängen drängten sich die Besucher. Nicht nur auf der Bühne gaben die anwesenden Künstler Kostproben ihres Könnens. Auch an zahlreichen Ständen wurde eifrig gezeichnet. Als jemand, der kaum mehr zustande bringt als ein Strichmännchen, staune ich immer wieder über die Fertigkeiten der Graphiker.
Nach einem Rundgang durch das Gedränge war ich froh, mich am Verlagsstand von Peter Hopf und bei Jörg Kaegelmanns Blitz-Verlag niederlassen zu können. Auch dort gab es eine Menge zu besprechen. Unter anderem kann ich in Aussicht stellen, daß Raumschiff Promet künftig häufiger erscheint als in jüngster Vergangenheit. Für den Verlag Peter Hopf werde ich die Romanadaption einer weiteren Comicserie von Hansrudi Wäscher übernehmen. Es ist - auch das darf ich schon verraten - Roy Stark.
Auch heuer wurde wieder der Dark Star verliehen. Alfred Kelsner, der unter anderem mit seinen Titelbildern jahrelang am Erfolg von Perry Rhodan beteiligt war, erhielt ihn für sein Lebenswerk. Die Laudatio hielt einmal mehr Verlagsprofi Eckhard Schwettmann. Damit ist Alfred Kelsner, wenn ich mich nicht irre, bereits der siebte Träger des Preises, der nach Jason Dark benannt wurde.
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Montag, 28. April 2014
Tod eines Cyborgs
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Das Schöne ist, daß ich mit den Besatzungen der alten und der neuen Promet jonglieren konnte. Wie es der Untertitel "Die Abenteuer der Shalyn Shan" verrät, steht Shalyn mit ihrer von Thomas Ziegler für die neuen Abenteuer erdachten Crew im Mittelpunkt der Handlung: Major Patrick O'Healy, der Cyborg Cyberjohn Five, Professor Lukas Hagen, Vanessa Modesta und Sir Klakkarakk, der Ritter von Quog, der einer übermannsgroßen, aufrechtgehenden Heuschrecke gleicht.
Neben ihnen sind auch die Helden aus den Klassikern nicht vergessen. In Tod eines Cyborgs sind Jörn Callaghan und Szer Ekka mit von der Partie. In den beiden Folgebänden, die ich bereits geschrieben habe, wird dann auch Peet Orell ins Geschehen eingreifen. Etwas länger vertrösten muß ich die Fans von Arn Borul. Er wird ebenso wie Vivien Raid und Junici erst später wieder in Erscheinung treten, ist aber nicht vergessen. Im Gegenteil, die Gestrandeten werden im Folgezyklus eine zentrale Rolle spielen.
Sonntag, 5. Januar 2014
Von Rosbach nach Schladern
So geht es einem, wenn man sich aus Köln ins Bergische Land verirrt. Denn für einen Großstädter wie mich ist Windeck ein wenig verwirrend. Von mir früher für einen Ort gehalten, handelt es sich um eine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis, die aus mehreren Ortsteilen besteht. Diese sind jedoch nicht zusammenhängend, sondern räumlich verstreut. Als zersiedelt bezeichne ich so etwas.
Ich war gestern in Rosbach, einem dieser Ortsteile, um Jörg Kaegelmann einen Besuch abzustatten. Jörg kenne ich schon seit vielen Jahren. In seinem Blitz-Verlag erscheint unter anderem die neben REN DHARK zweite Science Fiction-Serie von Kurt Brand, nämlich RAUMSCHIFF PROMET aus den Siebziger Jahren. Zunächst legte Jörg die klassischen Abenteuer aus den Heftromanen des vorigen Jahrtausends als Paperbacks neu auf, dann folgten von Thomas Ziegler ersonnene Fortsetzungen, an denen ich gleich vom ersten Band an mitschrieb, und jüngst erscheinen die Klassiker als Neuschreibungen.
Auch nach Zieglers Tod steuerte ich weitere neue Geschichten bei, zuletzt einen fünfbändigen Zyklus, von dem zwei Bücher bereits erschienen sind. Die ausstehenden drei Romane werden im Laufe des Jahres publiziert. Einen Handlungsstrang, und zwar den um den Moraner Arn Borul, habe ich am Ende völlig offen gelassen. Daher besprachen der Herausgeber und ich, wie es neben den parallel laufenden Neo-Geschichten mit neuen Abenteuern weitergehen soll. Schlußendlich lief es darauf hinaus, daß Jörg mir bei der inhaltlichen Entwicklung völlig freie Hand läßt, so wie er es Anfang des Jahrtausends auch bei Thomas Ziegler tat.
Das freut mich. Ich kann die weitere Geschichte somit voll und ganz nach meinen Ideen und Vorstellungen gestalten. Ich werde in den nächsten Wochen das Szenario entwerfen und dabei festklopfen, wie viele Publikationen das Material füllen wird. Wann ich dann mit dem Schreiben der Romane beginne, weiß ich in der jetztigen Planungsphase noch nicht. Aber wie erwähnt, da ohnehin noch 3 Bücher ausstehen, muß ich nichts überstürzen.
Später wanderten wir durch Schlamm und Pfützen an der Sieg entlang in das wenige Kilometer entfernt liegende Schladern, einen weiteren Ortsteil von Windeck. Unterwegs gab es Pferde und Schafe zu sehen, Menschen nicht. Es ging vorbei an schmalen, hohen Eisenbahnbrücken. Die Anhöhen auf der anderen Seite der Sieg sehen zu dieser Jahreszeit mit ihren kahlen Baumgerippen ein wenig trostlos aus. Dann setzte auch noch leichter Nieselregen ein. Landidylle pur, so wie ich sie mir vorstelle.
Jörg und ich suchten das Alt-Schladern auf, die einzige Kneipe weit und breit, in der wir vor Jahren schon ein paarmal Einkehr hielten, die unter neuem Besitzer aber eine auffällige Neugestaltung erfahren hat. Alles ist viel heller angelegt, früher fand ich es gemütlicher. Leider eignete sich das Wetter nicht, um auf der erhöhten Terrasse zu sitzen, von der man auf den kleinen Bahnhof blickt und auf die beschauliche Landstraße 333. Verkehr? So gut wie Fehlanzeige.
Man ist in dieser Gegend ziemlich Köln-affin, wovon nicht nur das Zunft-Kölsch zeugte. Wir kamen mit Jupp ins Gespräch, einem zweiundsiebzigjährigen Musiker des Siegtaler Bläsercorps'. Jupp erzählte, zwischendurch immer wieder mit kölschsprachigen Brocken, daß er und seine Musikantenkollegen nicht nur seit vielen Jahren für die Blauen Funken spielen, sondern auch beim Kölner Rosenmontagszug mitgehen. So wurde aus der geplanten kurzen Einkehr eine mehrstündige, und ich machte mich erst einige Stunden später auf den Heimweg nach Köln.
Ich war gestern in Rosbach, einem dieser Ortsteile, um Jörg Kaegelmann einen Besuch abzustatten. Jörg kenne ich schon seit vielen Jahren. In seinem Blitz-Verlag erscheint unter anderem die neben REN DHARK zweite Science Fiction-Serie von Kurt Brand, nämlich RAUMSCHIFF PROMET aus den Siebziger Jahren. Zunächst legte Jörg die klassischen Abenteuer aus den Heftromanen des vorigen Jahrtausends als Paperbacks neu auf, dann folgten von Thomas Ziegler ersonnene Fortsetzungen, an denen ich gleich vom ersten Band an mitschrieb, und jüngst erscheinen die Klassiker als Neuschreibungen.
Auch nach Zieglers Tod steuerte ich weitere neue Geschichten bei, zuletzt einen fünfbändigen Zyklus, von dem zwei Bücher bereits erschienen sind. Die ausstehenden drei Romane werden im Laufe des Jahres publiziert. Einen Handlungsstrang, und zwar den um den Moraner Arn Borul, habe ich am Ende völlig offen gelassen. Daher besprachen der Herausgeber und ich, wie es neben den parallel laufenden Neo-Geschichten mit neuen Abenteuern weitergehen soll. Schlußendlich lief es darauf hinaus, daß Jörg mir bei der inhaltlichen Entwicklung völlig freie Hand läßt, so wie er es Anfang des Jahrtausends auch bei Thomas Ziegler tat.
Das freut mich. Ich kann die weitere Geschichte somit voll und ganz nach meinen Ideen und Vorstellungen gestalten. Ich werde in den nächsten Wochen das Szenario entwerfen und dabei festklopfen, wie viele Publikationen das Material füllen wird. Wann ich dann mit dem Schreiben der Romane beginne, weiß ich in der jetztigen Planungsphase noch nicht. Aber wie erwähnt, da ohnehin noch 3 Bücher ausstehen, muß ich nichts überstürzen.
Später wanderten wir durch Schlamm und Pfützen an der Sieg entlang in das wenige Kilometer entfernt liegende Schladern, einen weiteren Ortsteil von Windeck. Unterwegs gab es Pferde und Schafe zu sehen, Menschen nicht. Es ging vorbei an schmalen, hohen Eisenbahnbrücken. Die Anhöhen auf der anderen Seite der Sieg sehen zu dieser Jahreszeit mit ihren kahlen Baumgerippen ein wenig trostlos aus. Dann setzte auch noch leichter Nieselregen ein. Landidylle pur, so wie ich sie mir vorstelle.
Jörg und ich suchten das Alt-Schladern auf, die einzige Kneipe weit und breit, in der wir vor Jahren schon ein paarmal Einkehr hielten, die unter neuem Besitzer aber eine auffällige Neugestaltung erfahren hat. Alles ist viel heller angelegt, früher fand ich es gemütlicher. Leider eignete sich das Wetter nicht, um auf der erhöhten Terrasse zu sitzen, von der man auf den kleinen Bahnhof blickt und auf die beschauliche Landstraße 333. Verkehr? So gut wie Fehlanzeige.
Man ist in dieser Gegend ziemlich Köln-affin, wovon nicht nur das Zunft-Kölsch zeugte. Wir kamen mit Jupp ins Gespräch, einem zweiundsiebzigjährigen Musiker des Siegtaler Bläsercorps'. Jupp erzählte, zwischendurch immer wieder mit kölschsprachigen Brocken, daß er und seine Musikantenkollegen nicht nur seit vielen Jahren für die Blauen Funken spielen, sondern auch beim Kölner Rosenmontagszug mitgehen. So wurde aus der geplanten kurzen Einkehr eine mehrstündige, und ich machte mich erst einige Stunden später auf den Heimweg nach Köln.
Sonntag, 24. März 2013
Verlag Peter Hopf auf der nächsten Intercomic
An dieser Stelle schon mal ein Hinweis für alle Besucher der kommenden Intercomic in Köln. Ich werde den ganzen Tag über am Verlagsstand von Peter Hopf immer mal wieder zugegen sein. Er befindet sich gleich rechts des Eingangs. Damit den Stand auch wirklich niemand übersieht, wird ein Banner davor platziert sein, zwei Meter hoch und knapp einen Meter breit. Ihr seht es unten. Dort findet ihr ebenfalls den Stand von Jörg Kaegelmann mit seinem Blitz-Verlag und meinen Raumschiff Promet-Romanen.
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Donnerstag, 10. Mai 2012
Drachen! Drachen!
Ganz frisch erschienen ist die Anthologie DRACHEN! DRACHEN! im Blitz-Verlag. Das schön aufgemachte, dicke Taschenbuch präsentiert 23 Erzählungen zu eben jenem Thema. Dabei ist die Vielfalt der unterschiedlichen Genres erstaunlich. Sie reichen von Märchen und Fantasy über Horror und Mystery bis zu Science Fiction und Satire. Und noch mehr ist dabei. Herausgegeben wurde die Anthologie von Frank Gerigk und Petra Hartmann.
Ähnlich breit gefächert ist das Spektrum der beteiligten Autoren. In der Szene bekannte Namen sind ebenso darunter wie Autoren, von denen ich an dieser Stelle zum ersten Mal erfuhr. Mit ihren Werken vertreten sind unter anderem Thomas R.P. Mielke, Frank Haubold, Marc A. Herren, Uwe Post und Malte Schulz Sembten.
Auch ich bin mit einer Geschichte dabei. Im Banne Quetzalcoatls dreht sich um die gefiederte Schlange, den Schöpfergott aus der aztekischen Mythologie. Es gibt Dinge aus der Vergangenheit, die sollte man besser ruhen lassen, wie ein Priester aus den Anden schmerzlich erfahren muß, als er sich der Hilfe Quetzalcoatls bedienen will.
Ähnlich breit gefächert ist das Spektrum der beteiligten Autoren. In der Szene bekannte Namen sind ebenso darunter wie Autoren, von denen ich an dieser Stelle zum ersten Mal erfuhr. Mit ihren Werken vertreten sind unter anderem Thomas R.P. Mielke, Frank Haubold, Marc A. Herren, Uwe Post und Malte Schulz Sembten.
Auch ich bin mit einer Geschichte dabei. Im Banne Quetzalcoatls dreht sich um die gefiederte Schlange, den Schöpfergott aus der aztekischen Mythologie. Es gibt Dinge aus der Vergangenheit, die sollte man besser ruhen lassen, wie ein Priester aus den Anden schmerzlich erfahren muß, als er sich der Hilfe Quetzalcoatls bedienen will.
Dienstag, 18. Oktober 2011
Blutige Rache eines Drachen
Für eine im kommenden Jahr erscheinende Anthologie mit dem Thema Drachen habe ich eine Erzählung abgeliefert. Sie ist ein wenig bizarr und handelt von einem ganz besonderen Drachen, einem Gott gewissermaßen. Mehr will ich inhaltlich noch nicht verraten.
Erscheinen wird die Sammlung als Hardcover-Ausgabe im Blitz-Verlag, für den ich derzeit die neuen Raumschiff Promet-Abenteuer konzipiere. Als verantwortlicher Herausgeber hat Frank Gerigk die Anthologie zusammengestellt. Er verweist schon jetzt auf bekannte Namen und ein paar tolle Geschichten.
Erscheinen wird die Sammlung als Hardcover-Ausgabe im Blitz-Verlag, für den ich derzeit die neuen Raumschiff Promet-Abenteuer konzipiere. Als verantwortlicher Herausgeber hat Frank Gerigk die Anthologie zusammengestellt. Er verweist schon jetzt auf bekannte Namen und ein paar tolle Geschichten.
Freitag, 24. Juni 2011
Die Promet fliegt wieder
Der 1991 verstorbene Kurt Brand schuf bereits 1971 die als RAUMSCHIFF PROMET bekannt gewordene Science Fiction-Serie, die eigentlich ARN BORUL - VON STERN ZU STERN hieß. Von Brand, der zuvor für PERRY RHODAN geschrieben hatte, stammen auch die bis heute erfolgreich erscheinenden Abenteuer um den Raumfahrer REN DHARK.
In den Neunziger Jahren legte Jörg Kaegelmann in seinem Blitz-Verlag die ehemaligen Romanhefte von Promet als Paperbacks wieder auf. Angeregt von den Verkaufserfolgen, beschloß er, den alten Geschichten aus der Brand-Ära neugeschriebene Fortsetzungen folgen zu lassen. Als es 1997 losging, hatte er ein kleines Autorenteam beisammen, dem auch ich angehörte. Auf dem Coloniacon war ich gefragt worden, ob ich Lust habe, an RAUMSCHIFF PROMET - NEUE ABENTEUER mitzuschreiben. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen. Zum einen bedeutete mein Einstieg in die Serie meine ersten Veröffentlichungen im SF-Romanbereich, zum anderen war Thomas Ziegler, einer meiner Lieblingsautoren der deutschen SF-Szene, für die Exposes verantwortlich. So war ich von Anfang an dabei und habe gemeinsam mit Konrad Schaef die meisten Beiträge zum neun Bände umfassenden Katai-Zyklus geschrieben.
Nach dem Abschlußband gab es 2003 eine Reihe von Veränderungen. Die Serie wurde umbenannt in TITAN - STERNENABENTEUER, die Promet wurde ersetzt durch die Titan, und es erschienen ein paar unzusammenhängende Romane, für die Thomas Ziegler nicht mehr verantwortlich zeichnete. Danach kehrte er noch einmal zurück und konzipierte die Virtuversum-Trilogie, für die ich alle drei Bände verfaßte.
Ein Jahr später, 2004, verstarb Thomas Ziegler, und die Handlungsführung wurde für mich immer unübersichtlicher. Ganz ehrlich, ich las die Bücher nicht mal mehr. Meine Begeisterung war dahin, und so schrieb ich auch keine weiteren Beiträge. Den Werdegang der ehemaligen Promet verfolgte ich aber weiterhin. 2009 kam es zu einer weiteren Umbenennung, diesmal in STAR VOYAGER.
Jetzt, weitere zwei Jahre später, geht wieder alles auf Null. Künftig erscheinen, mit Band 1 beginnend, brandneue Geschichten unter dem Seriennamen RAUMSCHIFF PROMET - VON STERN ZU STERN, womit der Bogen geschlagen ist zum ursprünglichen, von Kurt Brand erdachten Titel. Da Jörg und ich im Bereich Promet schon lange mal wieder etwas zusammen machen wollten, packten wir die Gelegenheit beim Schopf.
Ich habe dieser Tage das Manuskript für den ersten Band der neuen Buchreihe beim Blitz-Verlag abgeliefert. Der Handlungsablauf für die unmittelbare Fortsetzung existiert in meinem Kopf, und für die Bände 3 und 4 habe ich bereits die Eckdaten entworfen. Danach ist der erste Zyklus abgeschlossen, es sei denn, es ergeben sich zu viele offene Handlungsfäden, die einen fünften Roman erfordern. Das wird sich zeigen, wenn ich mit dem Schreiben der zweiten Zyklushälfte beschäftigt bin.
Zunächst aber freue ich mich auf RAUMSCHIFF PROMET - VON STERN ZU STERN Band 1, der im September unter dem Titel Das Orakel von Chron das Licht der Welt erblicken wird.
In den Neunziger Jahren legte Jörg Kaegelmann in seinem Blitz-Verlag die ehemaligen Romanhefte von Promet als Paperbacks wieder auf. Angeregt von den Verkaufserfolgen, beschloß er, den alten Geschichten aus der Brand-Ära neugeschriebene Fortsetzungen folgen zu lassen. Als es 1997 losging, hatte er ein kleines Autorenteam beisammen, dem auch ich angehörte. Auf dem Coloniacon war ich gefragt worden, ob ich Lust habe, an RAUMSCHIFF PROMET - NEUE ABENTEUER mitzuschreiben. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen. Zum einen bedeutete mein Einstieg in die Serie meine ersten Veröffentlichungen im SF-Romanbereich, zum anderen war Thomas Ziegler, einer meiner Lieblingsautoren der deutschen SF-Szene, für die Exposes verantwortlich. So war ich von Anfang an dabei und habe gemeinsam mit Konrad Schaef die meisten Beiträge zum neun Bände umfassenden Katai-Zyklus geschrieben.
Nach dem Abschlußband gab es 2003 eine Reihe von Veränderungen. Die Serie wurde umbenannt in TITAN - STERNENABENTEUER, die Promet wurde ersetzt durch die Titan, und es erschienen ein paar unzusammenhängende Romane, für die Thomas Ziegler nicht mehr verantwortlich zeichnete. Danach kehrte er noch einmal zurück und konzipierte die Virtuversum-Trilogie, für die ich alle drei Bände verfaßte.
Ein Jahr später, 2004, verstarb Thomas Ziegler, und die Handlungsführung wurde für mich immer unübersichtlicher. Ganz ehrlich, ich las die Bücher nicht mal mehr. Meine Begeisterung war dahin, und so schrieb ich auch keine weiteren Beiträge. Den Werdegang der ehemaligen Promet verfolgte ich aber weiterhin. 2009 kam es zu einer weiteren Umbenennung, diesmal in STAR VOYAGER.
Jetzt, weitere zwei Jahre später, geht wieder alles auf Null. Künftig erscheinen, mit Band 1 beginnend, brandneue Geschichten unter dem Seriennamen RAUMSCHIFF PROMET - VON STERN ZU STERN, womit der Bogen geschlagen ist zum ursprünglichen, von Kurt Brand erdachten Titel. Da Jörg und ich im Bereich Promet schon lange mal wieder etwas zusammen machen wollten, packten wir die Gelegenheit beim Schopf.
Ich habe dieser Tage das Manuskript für den ersten Band der neuen Buchreihe beim Blitz-Verlag abgeliefert. Der Handlungsablauf für die unmittelbare Fortsetzung existiert in meinem Kopf, und für die Bände 3 und 4 habe ich bereits die Eckdaten entworfen. Danach ist der erste Zyklus abgeschlossen, es sei denn, es ergeben sich zu viele offene Handlungsfäden, die einen fünften Roman erfordern. Das wird sich zeigen, wenn ich mit dem Schreiben der zweiten Zyklushälfte beschäftigt bin.
Zunächst aber freue ich mich auf RAUMSCHIFF PROMET - VON STERN ZU STERN Band 1, der im September unter dem Titel Das Orakel von Chron das Licht der Welt erblicken wird.
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