Dienstag, 9. Oktober 2018

Hansrudi Wäscher Magazin 45

Das neue Magazin des Hansrudi Wäscher Fanclubs habe ich von der letzten Intercomic mitgenommen - ganz so brandneu ist es von daher also gar nicht mehr. Jetzt bin aber endlich dazu gekommen, es zu lesen.

Die 45. Ausgabe steht überwiegend im Zeichen von Nick, denn in diesem Jahr wird der Weltraumfahrer sage und schreibe 60 Jahre alt. Im Februar 1959 kamen die ersten Nick-Piccolos an die Kiosks.

Sowohl das Titelbild als auch die vordere Umschlaginnenseite zeigen Nick-Motive. Beide stammen aus Privatbesitz und wurden den Magazinmachern freundlicherweise zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Wie gewohnt erfreut auch eine Menge weiteres Bildmaterial das Auge des Betrachters.

Einen Einblick in Hansrudi Wäschers Arbeitsweise verschafft die Nick-Kladde, das Skript-Buch der frühen Nick-Geschichten. Interessant und durchaus mit Romanexposés vergleichbar. Außerdem gibt es die Anfänge von gleich zwei alten Nick-Geschichten, die nicht aus der Feder von Wäscher stammen und offenbar seinerzeit nicht fortgeführt wurden.

Dieter Herold erfreut mit dem umfangreichen ersten Teil eines Artikels über die Außerirdischen in Nick. Gelungen und kurzweilig - ich freue mich auf die Fortsetzung. Der selbe Autor legt den mehrseitigen Teil 1 einer Nick-Checkliste vor.

Überhaupt ist Dieter Herold maßgeblich am Inhalt der vorliegenden Ausgabe beteiligt: Er beschäftigt mit Falk-Telefonkarten, mit den neuen Abenteuern von Akim, mit Titelbildern der 2. Tibor-Piccoloserie und bei dieser speziell mit Wurgo, dem Schrecklichen. Den Wurgo-Comic gibt es komplett dazu. Wurgo ist ein bärenstarker Gorilla, gegen den selbst Tibor machtlos ist. Kein Wunder, handelt es sich bei Wurgo doch um einen ferngesteuerten Roboter. Die Geschichte hätte vielleicht besser zu Nick gepasst.

Von Helga Wäscher gibt es einen vierseitigen Brief mit Erinnerungen an ihren Mann Hansrudi. Waldemar Petelin berichtet über eine Comicausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn, und Rudi Mahl plaudert darüber, wie er vor 50 Jahren von Winnetou zu Sigurd kam. Dazu gibt es die eine oder andere Ergänzung mehr.

Ich schrieb es schon früher, wiederhole es aber gern noch einmal: Das Hansrudi Wäscher Magazin wird zwar von den Mitgliedern des Wäscher-Fanclubs gemacht, macht aber einen absolut professionellen Eindruck. Es ist immer wieder beeindruckend, mit wie viel Herzblut und Enthusiasmus die Wäscher-Fans ihrem Hobby nachgehen. Nicht weniger erstaunlich ist, dass sie immer wieder neue Facetten entdecken und in jeder Magazinausgabe mit neuem Material aufwarten können. Da frage ich mich nicht zum ersten Mal: Wo holen die das nur immer her?

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