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Samstag, 27. Oktober 2018

Sigurd, der ritterliche Held

Seit Peter Hopf vor knapp sieben Jahren damit begann, in seinem Verlag die klassischen Piccolo-Abenteuer aus der Feder von Hansrudi Wäscher als Romanadaptionen zu veröffentlichen, ist eine Menge geschehen. Die literarische Form der einstmals von den Sittenwächtern geschmähten Streifencomics erfreut sich einiger Beliebtheit.

Es ging los mit Tibor, dem Sohn des Dschungels, den ich von Anfang an zu adaptieren das Vergnügen hatte. Aufgrund des Erfolgs schickte der Verlag schon bald den Ritter Falk und den Weltraumfahrer Nick ins literarische Rennen, beide Romanreihen stammen ebenfalls aus meiner Feder. Es folgten die fliegenden Abenteurer Bob & Ben sowie der Stuntman Roy Stark. Dabei mischten auch die Autoren Thomas Knip, Thomas Newton und Markus Kastenholz sowie der bekannte Schriftsteller Hubert Haensel kräftig mit.

Doch immer wieder - wie könnte es anders sein? - fragten die Leser nach Sigurd, dem Opus Magnum aus den Zeichenstiften Hansrudi Wäschers. Von wem anders könnte die Rede sein als von Sigurd, dem ritterlichen Held, Wäschers bekanntestem Werk, das auch bei den Fans eine besondere Stellung einnimmt? Jahrelang gestaltete sich die Umsetzung zu Romanen schwierig. Rechtliche Gründe verhinderten die Sigurd-Romane, die wir alle gern gemacht hätten. Doch endlich ergab sich die Möglichkeit, und Peter Hopf griff zu, sehr zur Freude der Leser, wie deren Reaktionen nach Bekanntgabe der in den Startlöchern stehenden Sigurd-Romanserie zeigten.

Und nun ist es endlich soweit. Der erste Sigurd-Roman, den ich mit viel Herzblut geschrieben habe, hat das Licht der Welt erblickt. Das schicke Hardcover bietet die von den anderen Serien bekannte Optik und liebevolle Aufmachung. Zur Zeit schreibe ich an der Fortsetzung, denn es sind noch eine Menge Sigurd-Abenteuer zu adaptieren.

Übrigens, in der kommenden Ausgabe des Comicmagazins DIE SPRECHBLASE gibt es ein kleines Interview mit Peter Hopf und mir zu Sigurd 1.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Hansrudi Wäscher Magazin 45

Das neue Magazin des Hansrudi Wäscher Fanclubs habe ich von der letzten Intercomic mitgenommen - ganz so brandneu ist es von daher also gar nicht mehr. Jetzt bin aber endlich dazu gekommen, es zu lesen.

Die 45. Ausgabe steht überwiegend im Zeichen von Nick, denn in diesem Jahr wird der Weltraumfahrer sage und schreibe 60 Jahre alt. Im Februar 1959 kamen die ersten Nick-Piccolos an die Kiosks.

Sowohl das Titelbild als auch die vordere Umschlaginnenseite zeigen Nick-Motive. Beide stammen aus Privatbesitz und wurden den Magazinmachern freundlicherweise zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Wie gewohnt erfreut auch eine Menge weiteres Bildmaterial das Auge des Betrachters.

Einen Einblick in Hansrudi Wäschers Arbeitsweise verschafft die Nick-Kladde, das Skript-Buch der frühen Nick-Geschichten. Interessant und durchaus mit Romanexposés vergleichbar. Außerdem gibt es die Anfänge von gleich zwei alten Nick-Geschichten, die nicht aus der Feder von Wäscher stammen und offenbar seinerzeit nicht fortgeführt wurden.

Dieter Herold erfreut mit dem umfangreichen ersten Teil eines Artikels über die Außerirdischen in Nick. Gelungen und kurzweilig - ich freue mich auf die Fortsetzung. Der selbe Autor legt den mehrseitigen Teil 1 einer Nick-Checkliste vor.

Überhaupt ist Dieter Herold maßgeblich am Inhalt der vorliegenden Ausgabe beteiligt: Er beschäftigt mit Falk-Telefonkarten, mit den neuen Abenteuern von Akim, mit Titelbildern der 2. Tibor-Piccoloserie und bei dieser speziell mit Wurgo, dem Schrecklichen. Den Wurgo-Comic gibt es komplett dazu. Wurgo ist ein bärenstarker Gorilla, gegen den selbst Tibor machtlos ist. Kein Wunder, handelt es sich bei Wurgo doch um einen ferngesteuerten Roboter. Die Geschichte hätte vielleicht besser zu Nick gepasst.

Von Helga Wäscher gibt es einen vierseitigen Brief mit Erinnerungen an ihren Mann Hansrudi. Waldemar Petelin berichtet über eine Comicausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn, und Rudi Mahl plaudert darüber, wie er vor 50 Jahren von Winnetou zu Sigurd kam. Dazu gibt es die eine oder andere Ergänzung mehr.

Ich schrieb es schon früher, wiederhole es aber gern noch einmal: Das Hansrudi Wäscher Magazin wird zwar von den Mitgliedern des Wäscher-Fanclubs gemacht, macht aber einen absolut professionellen Eindruck. Es ist immer wieder beeindruckend, mit wie viel Herzblut und Enthusiasmus die Wäscher-Fans ihrem Hobby nachgehen. Nicht weniger erstaunlich ist, dass sie immer wieder neue Facetten entdecken und in jeder Magazinausgabe mit neuem Material aufwarten können. Da frage ich mich nicht zum ersten Mal: Wo holen die das nur immer her?

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Falk 7 bei Phantastik-News

Carsten Kuhr bespricht einmal mehr meine aktuelle Romanadaption nach Motiven von Hansrudi Wäscher. Für das Online-Magazin phantastik-news hat er sich zuletzt Ohne Gnade vorgenommen, das 7. Falk-Abenteuer. Es freut mich, dass der Roman dem Rezensenten wieder gut gefallen hat. So kommt er zu folgendem Fazit:

"Achim Mehnert, der sich ein ums andere Mal als wahrer Glücksgriff für das Projekt der Roman-Umsetzung erweist, hat mit leichter Hand ein farbenprächtiges, abwechslungsreiches und packende Piraten-Abenteuer ausformuliert. Das erinnert an beste, klassische Hollywood-Filme und lässt ein wenig Karibik-Flair aufkommen."

Carsten Kuhr bedauert nur, dass die Ritter Falk und Bingo ihre Reise ins Morgenland nicht fortsetzen, sondern beschließen, in ihre Heimat zurückzukehren. Da stimme ich dem Rezensenten zu. Auch ich hätte es gern gesehen, wenn sich die Geschichten in diese Richtung weiterentwickelt hätten.

Die vollständige Besprechung gibt es hier:


Freitag, 9. März 2018

Titelbild für den 1. Falk-Sonderband

In meiner Falk-Romanreihe für den Verlag Peter Hopf erschien zuletzt Band 6. Eine Sage wird Wirklichkeit präsentierte Hansrudi Wäschers legendäres Abenteuer um den kopflosen Reiter. In der Hauptserie geht es weiter mit dem Roman Ohne Gnade.
 
Doch bevor dieser erscheint, wird der erste Falk-Sonderband eingeschoben. Die darin zusammengefassten Erzählungen enthalten nämlich Informationen, die für den Inhalt des siebten Buchs nicht ganz unerheblich sind.
 
Das sehr schöne Titelbild für den Sonderband, der voraussichtlich im April erscheinen wird, liegt inzwischen vor. Es zeigt Falk und Bingo bei ihrer Reise nach Süden auf einem einsamen Gebirgsweg - der, wie man in der Darstellung sieht, so einsam gar nicht ist.
 
Der geneigte Betrachter möge einen Blick auf das außergewöhnliche Musikinstrument in Bingos Händen werfen, das in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielt.
 
 


Freitag, 23. Februar 2018

Professor Raskins Erfindung

Der in Berlin lebende Autor Thomas Newton hat sich des dritten Abenteuers aus den Nick-Großbänden angenommen und legt im Verlag Peter Hoopf eine weitere Romanadaption vor. Der Roman kam frisch aus der Druckerei und ist gestern bei mir eingetroffen.

Nick will seinen Freund Professor Raskin auf einem schwimmenden Labor besuchen. Doch offensichtlich wurde der Professor entführt, und Nick kann nur anhand einer einzelnen Spur die Verfolgung aufnehmen. Im Auftrag der Welt-Sicherheitsbehörde führt er verdeckte Ermittlungen durch. Sie führen ihn vom Urwald Mexikos bis ins Eismeer des Nordatlantiks zu einer Verschwörer-Organisation, die die Weltregierung übernehmen will. Er kann jedoch nicht ahnen, was tatsächlich hinter den Umsturzplänen steckt …

Diese werkgetreue Umsetzung umfasst den Inhalt des dritten Abenteuers aus den Großband-Comicheften 21-34 von Hansrudi Wäscher.

Die Geschichte kenne ich noch nicht. Daher freue ich mich auf Thomas Newtons neuen Roman.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Unmissverständliche Warnung

Riesenkaninchen gefällig? Damit kann ich in meinem neuen Tibor-Roman dienen, wie man auf dem Titelbild sieht. In Tibors elftem Abenteuer geht es um den in der Phantastik legendären Mad Scientist, der hiermit auch im Dschungel Einzug hält.

Das fertige Buch ist heute druckfrisch bei mir eingetroffen, da die Künstlerexemplare bereits fertig sind. Abonnenten und Vorbesteller müssen noch eine kleine Weile auf ihre Bücher warten. Die Auslieferung erfolgt im März, wie ich eben in einem Telefonat mit dem Verleger erfuhr. Aber das ist ja nicht mehr lange hin.

Samstag, 30. Dezember 2017

Hansrudi Wäscher Magazin 44

Hansrudi Wäschers Buffalo Bill-Comics habe ich nie gelesen. Entweder interessierten mich als Jungen nicht, oder ich habe sie damals gar nicht wahrgenommen. Ich weiß es nicht mehr. Bei Western mochte ich Bessy und schwor später auf Leutnant Blueberry. Die 44. Ausgabe des Hansrudi Wäscher-Magazins ziert allerdings ein sehr schönes Buffalo Bild-Motiv. Ich war auf Anhieb sicher, es noch nie gesehen zu haben. Kein Wunder, verrät das Vorwort doch, dass es sich um ein bislang unveröffentlichtes Gemälde aus Privatbesitz handelt. Wobei ich einmal mehr bedaure, kein einziges Wäscher-Original zu besitzen.
 
Der Heftinhalt beginnt traurig, nämlich mit einem Nachruf auf den verstorbenen Herbert Karbaumer, der die vorangegangene Ausgabe noch redaktionell betreut hatte, und einem offenen Brief von Herberts Bruder Konrad an den HRW-Fanclub, der das Magazin herausgibt.
 
Amüsant zu lesen sind hingegen stets die Blicke in die Vergangenheit. Der Schweizer Wäscher-Fan Reinhard Schneider erzählt, wie die Comics des Lehning-Verlags Anfang der Sechziger Jahre ihren Weg auch an die Schweizer Kiosks fanden. Gustav Gaisbauer erinnert sich an den 1973 von ihm besuchten Internationalen Comic-Salon in Berlin. Herbert Karbaumer erzählt von einer Begebenheiten, die sich 1973/74 zutrug, als sein Bruder einen Stapel Tibor-Comics verlieh, diese nicht zurückbekam und sie stattdessen eines Tages auf dem Lesetisch im Wartebereich eines Friseursalons lagen.
 
Herr Wäschers Witwe Helga, Club und Magazin gleichermaßen verbunden, gibt eine tolle Anekdote zum besten. Anfang der Sechziger Jahre stand nämlich eines Sommertages plötzlich ein lebender Elefant unter dem Fenster von Hansrudi Wäschers Arbeitszimmer, der, wie sich später herausstellte, zu einem durchziehenden Zirkus gehörte. Sogar ein Foto des Elefantenjungen mit seiner Mutter ist erhalten geblieben und hier zu sehen.
 
Anlässlich des 50. Geburtstags von Roy Stark, zu dem ja auch meine Roman-Adaption erschienen ist, präsentiert Herbert Karbaumer eine Checkliste der Roy Stark-Veröffentlichungen. Der Leser erfährt von Abwicklungen, die man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen kann. Als nämlich in den Sechziger Jahren Roy Stark auch in Frankreich erscheinen sollte, wurden die Originalzeichnungen kurzerhand auf dem Postweg dorthin geschickt. Sie kamen dann jedoch nicht auf gleichem Weg zurück, sondern verschwanden – um erst Jahrzehnte später im Internet bei Ebay wieder aufzutauchen. Eine eigene abenteuerliche Geschichte, die sich Hansrudi Wäscher nicht einmal auszudenken brauchte.
 
Die Fortsetzung der chronologischen Titelauflistung aller Wäscher-Erstdrucke hat mich dann fast erschlagen. Seiten über Seiten Titel mit Erscheinungsdatum und weiteren Informationen, nein, das ist nichts für mich. Puristen und Biographen finden vielleicht Gefallen daran, aber ich habe Dieter Herolds Fleißarbeit überblättert. Vom selben Autor sehr interessant hingegen fand ich einen Blick auf Sigurd-Manuskripte. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich nicht weniger als handschriftliche sowie maschinengeschriebene Exposés Herrn Wäschers, die HRW als Vorlage für die daraus entstandenen Comics benutzte. Für mich aufschlussreich, da ich bekanntlich selbst sehr viel mit Exposévorgaben arbeite.
 
Reich bebilderte Berichte von verschiedenen Clubtreffen, das Finale eines Buffalo Bill-Comics und Leserbriefe runden das bunte Magazin ab. Nummer 45 erscheint zur kommenden Intercomic-Messe Anfang Mai 2018 in Köln.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Sammlerherz 18

Ich hinke ein wenig hinterher mit meiner Besprechung, muss ich gestehen, denn kürzlich ist bereits die 19. Ausgabe von Sammlerherz erschienen, dem Magazin für den Comic- und Nostalgiefreund. Doch widmen wir uns zunächst der Nummer 18, deren Titelbild eine Zeichnung von Johann Kiefersauer präsentiert und die einmal mehr als abwechslungsreicher und bunter Lesespaß daherkommt.

Gleich der erste Artikel – oder Bildreportage, wie es im Heft steht – von Hans-Joachim Neupert nahm mich gefangen, fühlte ich mich doch in meine eigene Kindheit zurückversetzt. Um Quartette geht es, jene Kartenspiele, die uns als Kinder begeisterten und an die ich schon lange, lange nicht mehr gedacht habe. Unzählige Motive gab es, wie hier nachzulesen ist: Winnetou und Tarzan, Grzimeks Tierbilder und Märchenfiguren, Städte und bekannte Persönlichkeiten. Ich erinnere mich daran, dass ich und meine Brüder Autos, Rennwagen, Schiffe und Flugzeuge bevorzugten, den technischen Kram also. Das Raumpatrouille- und das Perry Rhodan-Quartett sind zu meinem Leidwesen allerdings völlig an mir vorbeigegangen. Dafür erinnere ich mich an das Bonanza-Quartett, ja, das habe ich besessen. Heute leider nicht mehr, schade. Das wäre wie die beiden davor genannten ein schönes Sammlerstück. Dafür war es ein schöner Artikel, mein Favorit in dieser Ausgabe.
 
Echte Raritäten gibt es zu bestaunen in Eckhardt Walters reich bebildertem Beitrag „Schätze aus dem 19. Jahrhundert“, die er selbst bei einem Spezialisten bewundern durfte. Die Titelbilder und Illustrationen von Märchenbüchern, Westernromanen wie Lederstrumpf, Piratengeschichten und Ritterstories aus jener Zeit sind eine Augenweide. Glücklich, wer solche Schätze in seiner privaten Bibliothek stehen hat. Eine echte Leiche hingegen möchte wohl niemand im Haus haben – Hans Erich Dingel blickt weit über den Tellerrand hinaus und ruft den Mordfall Rosemarie Nitribitt in Erinnerung.
 
Marco Löffelhölz berichtet über Hörspiele, und Peter Kronhagel rezensiert den mir unbekannten Comic „Tex & Mex“ von Peter Wiechmann. Dessen humorige Extrablätter klagen zudem die Comic Prohibition an und klären Grandma Daltons Verschwinden. Comicsammler Eckhardt Walter liefert einen Erfahrungsbericht über seinen Umzug. Den kann ich als Büchersammler bestens nachvollziehen. Es gibt den zweiten Teil von Daniel Kaufungs Artikel über Johann Kiefersauers Mecki, einen Blick auf Waldbilder des spätromantischen (und in der vorigen Ausgabe ausführlich gewürdigten) Naturmalers Hermann Vogel. Zur Erheiterung reizt ein Fundstück von Hans-Joachim Neupert, das er auf der Rückseite der Neujahrsausgabe der Hörzu aus dem Jahr 1957 entdeckte, nämlich wie man sich damals die Welt anno 2000 vorstellte.
 
Hans Simon beschäftigt sich mit dem Historiencomic Quetzalcoatl. Klingt heftig, spannend und gut und wirft bezeichnende Schlaglichter auf den Konquistador Cortéz, den Neil Young einst im gleichnamigen Lied folgerichtig als „Cortéz the Killer“ bezeichnete. Bildberichte von Clubtreffen runden Sammlerherz 18 ab. Dazu gibt es selbstverständlich die Fortsetzungen des Comics um „Hauptmann Greko“ sowie von Hans Simons Roman „Arthur“.

Mittwoch, 29. November 2017

Falk und der Einäugige Tarsus

Heute habe ich die Schreibarbeit an einem weiteren Falk-Roman abgeschlossen. Damit habe ich Hansrudi Wäschers erste Falk-Serie für den Lehning-Verlag und den großen Handlungsbogen um die Reise von Falk und Bingo nach Süden vollständig in Romanform gebracht. Wir erinnern uns: die Freunde sind Richtung Orient aufgebrochen, weil Bingo einige für seine Zaubertricks erforderliche Ingredienzien ausgegangen sind. Der einzige Ort, wo sich der Gaukler Ersatz beschaffen kann, ist das sagenumwobene Morgenland. Ob die beiden Ritter ihr Ziel erreichen, lasse ich dahingestellt.
 
Die bunte Geschichte hat wieder einiges zu bieten. Die Freunde bekommen es nämlich mit Sklavenhändlern, Piraten und einem einäugigen Tyrannen zu tun. Die schmutzigen Geschäfte eines Schurken in der Maske eines Biedermannes kommen Falk und Bingo teuer zu stehen, als sie sich unversehens in der Rolle von Gefangenen wiederfinden. Nach dem in Band 3 (In Fürst Ortwins Gewalt) geschilderten Abenteuer mit dem Seeadler kehrt Falk in Band zur Seefahrt und aufs Meer zurück.
 
Für Wäscher-Fans hier noch die Auflistung der für den Roman verwendeten Piccolos: 148 Hinter der Wegbiegung, 149 Ohne Gnade, 150 Die Falle am Schluchtausgang, 151 Wir kämpfen uns durch, 152 Kurz vor Morgengrauen, 153 Verraten und verkauft, 154 Der schlaue Sargmacher, 155 Besuch in der Nacht, 156 Flucht in den Tod, 157 Versenkt, 158 Die Insel der Hoffnungslosen, 159 König Bingo der Erste, 160 Gehen sie in die Falle, 161 Die Mehrheit ist dagegen, 162 Die Katastrophe, 163 Der Verräter, 164 Lebt wohl, Freunde.


Mittwoch, 22. November 2017

Fünfhundert Lustige Taschenbücher


Als Kind und Jugendlicher war ich ein begeisterter Leser und eifriger Sammler von Walt Disney's Lustigen Taschenbüchern. Wann ich damit aufgehört habe, kann ich heute gar nicht mehr sagen. Ich weiß auch nicht, was aus der Sammlung geworden ist. Vermutlich blieb sie wie so vieles andere auch bei einem Umzug auf der Strecke. In späteren Jahren stolperte ich immer mal wieder über eine Werbung oder sah ein Lustiges Taschenbuch im Laden stehen. Dass sie noch erscheinen, war mir also durchaus bewusst, wenngleich ich lange Zeit kein Interesse mehr daran hegte. Doch nun las ich irgendwo, dass die 500. Ausgabe erschienen ist, und das auch noch passend zum fünfzigjährigen Jubiläum – ein willkommener Anlass, mal wieder einen Blick hineinzuwerfen. LTB 500, das keinen Titel trägt, sondern als „Jubiläumsausgabe“ daherkommt, kann man von vorne wie von hinten lesen.
 
Der vordere Teil beinhaltet eine fast 150 Seiten lange Geschichte mit phantastischem Inhalt. Dagobert Duck geht seiner Glücksmünze verlustig. Der Zehnzentkreuzer wird ihm nämlich von einem Zeithüter stibitzt, woraufhin eine Lawine haarsträubender Ereignisse in Gang gerät. Um den Glückszehner wiederzubekommen, muss die Duck-Sippe beim Großen Preis von Entenhausen antreten, und das sowohl in der Vergangenheit als auch im 23. Jahrhundert. Dabei müssen sich die Ducks mit allerlei Gegnern herumschlagen, von denen jeder eigene Motive verfolgt, den Glückszehner an sich zu bringen. Die Panzerknacker sind ebenso mit von der Partie wie die Hexe Gundel Gaukeley, Klaas Klever, Gustav Gans und der Destruktor. Zum Glück greift hin und wieder Phantomias ein, wenn die Schurken es allzu bunt treiben. Eine schön abgedrehte Geschichte mit vielen alten Bekannten, die mir so manches Schmunzeln entlockte.
 
Im hinteren Teil, den man auch von hinten lesen muss, gibt es sechs unterschiedlich lange Kurzgeschichten, eine davon sogar nur ein Einseiter. Es beginnt mit Goofy, der eine Sprachschule für Papageien eröffnet und auf ein besonders gewitztes Exemplar stößt. Der Papagei kennt nämlich eine geniale Formel von Professor Proton auswendig, was Goofy mitten hinein in einen Kriminalfall versetzt. Diesen kann nur sein Freund Micky Maus aufklären, der prompt das Phantom als Übeltäter entlarvt. Gundel Gaukeley bekommt ihren Einseiter mit nur vier Zeichnungen, aber einem netten Plot. Mit außerirdischen Andenkensammlern, die sogar die Sphinx ins Weltall entführen, müssen sich die O.M.A.-Agenten Donald und Dussel Duck herumschlagen. In einer sechsseitigen Geschichte muss Pluto einsehen, dass er als Hund einem Igel gegenüber das Nachsehen hat. Wiederum Dagobert gerät in die bei ihm nicht unübliche Goldgier, als er erfährt, dass der Alchemist Zausel Zinnober mittels seines magischen Weisenkiesels jedes Metall in Gold verwandeln kann. Das hält Dagobert nicht einmal davon ab, im tiefsten Urwald maskiert an einer magischen Nacht teilzunehmen, bei der er erneut mit der Hexe Gundel Gaukeley aneinandergerät. Die zweitkürzeste Geschichte schließlich stellt Daisy und ihren verzweifelten Kampf mit einem Haushaltsmixer in den Mittelpunkt. Zum Glück gibt es den genialen Erfinder Daniel Düsentrieb, der alles zum Guten wendet.
 
Es hat Spaß gemacht, mal wieder in ein Lustiges Taschenbuch hineinzuschnuppern. Ich glaube, das werde ich wiederholen.

Montag, 23. Oktober 2017

Endlich, Sigurd erscheint in Romanform

Als Peter Hopf 2012 in seinem gleichnamigen Verlag mit der Veröffentlichung von Comics Hansrudi Wäschers in Romanform begann, geschah das zunächst mit dem Dschungelhelden und Freund aller Tiere Tibor. Es folgten Romanadaptionen des Ritter Falk und des Weltraumfahrers Nick, allesamt in Serienform. Zudem erschien eine Komplettausgabe der Reporter Bob und Ben, und voraussichtlich noch in diesem Jahr folgen die Abenteuer des Stuntman Roy Stark in zwei Bänden.
 
Was bisher jedoch fehlt, ist Sigurd, der ritterliche Held. Sigurd ist sicherlich die bekannteste Comicfigur Wäschers. So wundert es nicht, dass immer wieder nach dessen Geschichten in Romanform gefragt wurde, sowohl bei Peter Hopf als auch bei mir. Zu unserem Bedauern mussten wir den Fans und Lesern dann stets zu verstehen geben, dass Sigurd-Romane derzeit nicht möglich seien. Hätte der Verleger gern gemacht, konnte er aber nicht.
 
Der Grund ist ein ganz einfacher. Schon vor längerer Zeit sicherte sich eine deutsche Filmfirma die Rechte an Sigurd, um irgendwann einen Film daraus zu machen. Ich vermute, die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung war von Anfang an minimal. Man denke nur an die unendliche Geschichte einer möglichen Verfilmung Perry Rhodans. Da wird wohl auch niemals etwas draus werden. Die Rechte sichert man sich jedoch anscheinend gerne. Bei Sigurd enthielt das Vertragswerk zudem eine Sperrklausel, die jedwede andere Lizenzvergabe untersagte. Die Klausel bezog sich unter anderem auch auf Romane. Sprich, es durften keine Romanadaptionen von Sigurd publiziert werden.
 
Doch nun ist die Sperrfrist abgelaufen. Die Klausel wurde unwirksam, und die bisherigen Einschränkungen bestehen nicht mehr. Daraufhin zögerte Peter Hopf nicht lange. Er sicherte sich die Lizenz für die Buchausgabe, und ich freue mich, die Romane verfassen zu dürfen. Mit dem Schreiben am ersten Band werde ich noch in diesem Jahr beginnen, und ab 2018 darf sich dann auch der ritterliche Held Sigurd seines Daseins in literarischer Form erfreuen.

Samstag, 21. Oktober 2017

Spurlos verschwunden

Mein neuer Nick-Roman, der mittlerweile achte der Serie, ist erschienen. Er umfasst den Inhalt der Piccolo-Comichefte 93 bis 119 von Hansrudi Wäscher. Die Teleportationsbögen – auf dem Titelbild ist einer abgebildet – aus der Handlung finde ich immer noch klasse. Sie haben die Sternentore aus einer späteren SF-Serie in Kino und Fernsehen schon in den Sechziger Jahren vorweggenommen.

Am Rand der Milchstraße stößt Nick auf die Hinterlassenschaften einer untergegangenen Zivilisation. Geheimnisvolle Artefakte aus der Vergangenheit, riesige Teleportationsbögen, stellen die Raumfahrer vor eins der größten Geheimnisse, denen sie jemals begegnet sind.

Als „Sohn des Himmels“ schwingt sich der Tierfänger Jack Hunter zum Beherrscher einer ganzen Welt auf und geht dabei buchstäblich über Leichen. Während Nick das Rätsel der Teleportationsbögen zu lösen versucht, entscheidet sich Jack Hunters Schicksal.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Tibor 10 im Auge des Rezensenten

Ein Bekannter machte mich auf eine tolle Rezi aufmerksam, über die ich mich beim Lesen sehr gefreut habe. Einmal mehr hat nämlich Carsten Kuhr meine neueste Romanadaption nach Hansrudi Wäscher unter die Lupe genommen. Diesmal beschäftigt er sich im Online-Portal phantastik-News mit meinem Tibor-Jubiläumsband Die Brüder der schwarzen Mamba.

Neben dem eigentlichen Dschungelabenteuer hebt der Rezensent den politischen Hintergrund hervor, den ich mit in die Geschichte habe einfließen lassen. Dieser lag auch mir selbst am Herzen, deshalb freut es mich, dass er so wohlwollend aufgenommen wird. Kuhr schreibt dazu:

"Wie üblich müht sich Tibor darum, die gar nicht so ruhmreichen Segnungen der Zivilisation aus der unberührten Wildnis und von den Tieren fern zu halten. Dass er sich diesmal mit verschiedenen Fraktionen, die sich in einem Bürgerkrieg um die Zukunft des Landes positionieren, auseinandersetzen muss, bringt sehr deutliche politischwirtschaftliche Aspekte in die Handlung ein. Es geht um die Freiheit von der Kolonialmacht, um die zukünftige Regierungsform und um Demokratiebewegungen. Das verleiht dem Text ein gerüttelt Maß an unterschwelliger Authentizität, auf der die packende Abenteuer-Handlung aufsitzt."

Insgesamt sieht Carsten Kuhr einen sehr kurzweiligen Roman, "der alle Dschungel-Fans beglücken wird" - was wiederum mich beglückt. Die vollständige Buchbesprechung gibt es hier:

http://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/14370-tibor-10-die-brueder-der-schwarzen-mamba-achim-mehnert-buch

Sonntag, 17. September 2017

Die Brüder der schwarzen Mamba

Jubiläum, Jubiläum! Da ist er nämlich, und das freut mich sehr. Mit "Die Brüder der schwarzen Mamba" ist soeben mein zehnter Tibor-Roman erschienen. Wie ich vom Verlag erfuhr, befindet er sich seit vergangener Woche in der Auslieferung an Vorbesteller und Abonnenten. Selbstverständlich wird der Verlag Peter Hopf auf der Intercomic Anfang November wie immer mit einem Stand vertreten sein und das Buch dort präsentieren.

Das Buch ist über 300 Seiten dick und liegt richtig gut in der Hand. Toll aussehen tut es ohnehin. Das Titelbild zeigt eine Szene, in der Tibor von den Brüdern der schwarzen Mamba in eine Falle gelockt wurde. Der Geheimbund und der Hintergrund um die politische Unabhängigkeit liefern den Stoff für eine richtig schöne Geschichte, der Roman umfasst den Inhalt der Piccolo-Comics 133 bis 167.

Aus einer Diamantenmine werden immer wieder wertvolle Edelsteine gestohlen. Der Drahtzieher der Diebstähle legt eine geschickte Spur, die den Verdacht auf Tibor lenkt. So ist der Herr des Dschungels gezwungen, sich der Sache anzunehmen, um seine Unschuld zu beweisen. Er ahnt nicht, dass er sich mit mächtigen Gegnern anlegt, deren Einfluss bis in hohe Kreise hinaufreicht. Tibor bekommt es nicht mit einfachen Dieben zu tun, sondern mit Intriganten, die das Land mit einem blutigen Bürgerkrieg überziehen wollen.

Donnerstag, 14. September 2017

Roy Stark kommt

Ich freue mich, die Romanfassungen zu Hansrudi Wäschers Comicserie Roy Stark ankündigen zu können. Die Adaption, die ich im vergangenen Jahr geschrieben habe, erscheint zur Intercomic in Köln Anfang November. In zwei Buchausgaben liegt dann die gesamte Serie vor. Hier sind schon mal die sehr gelungenen Titelbilder.





Dienstag, 29. August 2017

Eine Sage wird Wirklichkeit

Vor knapp einem Jahr habe ich den sechsten Roman der Rittersaga um Falk von Steinfeld und den Gaukler Bingo Della Rocca geschrieben. Nun ist das Buch im Verlag Peter Hopf erschienen. Ich habe gleich ein wenig in dem schmucken Belegexemplar geblättert, um mir den Inhalt in Erinnerung zu rufen. Und das ging schnell. Nach dem Anlesen von ein paar Textstellen war ich wieder mitten drin in der Handlung.

Das Abenteuer um den kopflosen Reiter, der aus dem Reich der Toten zurückkehrt, um die Lebenden in Angst und Schrecken zu versetzen, ist für mich neben dem Geheimnis um den großen Wolf eine der schönsten Falk-Geschichten. Es hat nicht nur Spaß gemacht, sie zu schreiben, es macht genauso viel Spaß, sie zu lesen.

Das Buch kommt gewohnt edel daher und hat die richtige Aufmachung für einen bibliophilen Bücherfreund wie mich. Hochglanzumschlag, dessen Bildmotiv Falk und den Kopflosen zeigt, geprägte Goldschrift auf dem Buchumschlag, Lesebändchen, Innenillustrationen und im Anhang die Abbildungen sämtlicher Piccolos von Hansrudi Wäscher, die für die vorliegende Romanadaption Verwendung fanden.

Freitag, 28. Juli 2017

Hansrudi Wäscher Magazin 43

Der Hansrudi Wäscher Fanclub wurde 1997 gegründet, er feiert im September sein zwanzigjähriges Bestehen und legte jüngst die 43. Ausgabe seines Magazins vor. Zum Jubiläum passt es gut, gleich auf dem Cover mit einem Schmankerl aufzuwarten. Bei dem Titelbild, das den Dschungelhelden Tibor zeigt, handelt es sich um eine bislang unveröffentlichte Zeichnung Wäschers, die ursprünglich für die Softcover-Reihe des Hethke-Verlags vorgesehen war, dort aber aus unbekannten Gründen nicht verwendet wurde.

Inhaltlich bietet das 80 Seiten dicke Magazin wieder eine Menge Material rund um den Künstler, der uns Nick und Tibor, Sigurd und Falk schenkte. Hansrudis Witwe Helga beispielsweise erzählt über die Autos der Wäschers, zu denen er eine besondere Beziehung hatte. Angeblich lautete das erste Wort, das der kleine Hansrudi aussprechen konnte, nicht "Mama" oder "Papa", sondern "Auto". Eine nette Anekdote, deren Wahrheitsgehalt sich heute nicht mehr nachprüfen lässt.

Dieter Herold beschäftigt sich bereits im sechsten Teil mit Originalzeichnungen, die als Vorlage für Telefonkarten dienten, und Gerhart Renner liefert einen Rückblick auf die Verleihung des Ritters der Neunten Kunst auf der 80. Intercomic an den Comicautor Ingraban Ewald. Dieter Herold ist überhaupt sehr präsent in der vorliegenden Ausgabe: ob die Falk Piccolo-Titelliste, ein Blick auf den echten Revolver, den Herr Wäscher daheim als Vorlage für Buffalo Bill-Comics benutzte, verschwundene Buffalo Bill-Zeichnungen, Tibor-Titelbilder für Hethke, Sigurd-Manuskripte oder Akims neue Abenteuer. Er erfreut sogar mit Hansrudi Wäschers letzter Zeichnung, einem Sigurd-Motiv, das vielleicht der Beginn eines neuen Abenteuers hätte sein können.

Wäscher-Fans berichten, wie sie als Kinder Falk und Tibor in der Schule oder Sigurd auf dem Bauernhof gelesen haben. Derlei Berichte sind als kleine Zeitreisen immer amüsant zu lesen. Comic-Verleger Manfred Wildfeuer gedenkt des verstorbenen Zeichners Achim Danz. Wir bekommen den zweiten Teil der schönsten Sprechblase-Titelbilder ebenso zu sehen wie die Fortsetzung eines Wäscherschen Buffalo Bill-Comics mit einer prächtigen Kolorierung von Toni Rohmen.

Nachdenklich stimmt die Unterschrift unter dem Vorwort des Magazins. Dort stehen nämlich die Namen der beiden Redakteure Herbert Karbaumer und Dieter Herold. Dies war Herberts letzte Ausgabe, er ist vor wenigen Wochen verstorben.

Freitag, 21. Juli 2017

Nick trifft auf seinen Doppelgänger

Das will ich schon seit ein paar Tagen kundtun, komme aber jetzt erst dazu. Unversehens steht der Weltraumfahrer von der Erde seinem exakten Ebenbild gegenüber. Denn genau das geschieht im neunten Nick-Roman, für den ich das Manuskript fertiggestellt habe. Damit ist die erste Nick-Serie abgeschlossen. Daran habe ich auch nicht gedacht, als ich 2013 mit dem Schreiben des ersten Romans begann.

In die Geschichte hat Hansrudi Wäscher noch mal richtig viel reingepackt. Zunächst gerät Nicks Sternenschiff bei seinem Flug durch die unerforschten Tiefen der Milchstraße in den Bann eines Veränderlichen Sterns. Danach stoßen die Raumfahrer auf einen kosmischen Nebel, der sich von Energie ernährt und von Planet zu Planet wandert, um seinen Hunger zu stillen, und auf eine Welt, auf der zwar noch sämtliche Technik funktioniert, aber keinerlei intelligentes Leben mehr zu existieren scheint.
 
Schließlich werden Nick und seine Freunde mit einem Volk von Gestaltwandlern konfrontiert, ein klassisches Thema der Science Fiction. Bei meiner Darstellung der Plasmawesen musste ich unwillkürlich an die Mysterious denken, die Worgun aus Ren Dhark. Das Schreiben dieses Romanabschnitts hat mir besonders viel Spaß gemacht.
 
Das Buch wird übrigens eine Überraschung für alle Nick-Fans bereithalten. Falk 5 Der große Wolf enthielt neben dem normalen Ende als kleines Schmankerl zusätzlich das in einer französischen Ausgabe erschienene alternative Ende. Nick 9 geht noch einen Schritt weiter, mehr darf ich aber noch nicht verraten.
 
Meine Romanadaption umfasst folgende Piccolo-Comics: 119 Im Vorhof der Hölle, 120 Planet der Rätsel, 121 Der fressende Nebel, 122 Verzweifelte Suche, 123 Ferngelenkter Tod, 124 Von Gefahren umringt, 125 Eine grauenhafte Entdeckung, 126 Unsichtbare Falle, 127 Flucht ohne Ausweg, 128 Tödliche Unfehlbarkeit, 129 War alles umsonst?, 130 Die unheimliche Straße, 131 Verlassen, 132 Abgesetzt, 133 Flug ins Verderben, 134 Dem Tod auf der Spur, 135 Gefährliche Untersuchung, 136 Unerwartete Hilfe, 137 Landeverbot, 138 Panik, 139 Kampf in der Weltraumstation.


Dienstag, 9. Mai 2017

Intercomic 81

Ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren ich die Intercomic inzwischen besuche, am vergangenen Samstag fand sie jedenfalls zum 81. Mal statt. Dabei handelt es sich bei der halbjährlich in der Köln-Mülheimer Stadthalle stattfindenden internationalen Comic- und Romanmesse um eine Veranstaltung, die nie langweilig wird. Dafür sorgt schon die ganz eigene Atmosphäre.

Auch diesmal drehte sich ganz viel um Comics und ein wenig um Romane. Mangas und Independent, Fantasy, Krimi und Horror. Und natürlich Science Fiction, klar. Zahlreiche Autoren, Zeichner, Illustratoren und Cartoonisten waren zugegen und standen den Besuchern für Autogramme zur Verfügung. Programm gab es auch: Ein Manga- und Anime-Experte verglich Superhelden in Ost und West (nichts für mich), es gab einen Blick auf 75 Jahre Wonder Woman (auch nicht mein Ding) und auf 50 Jahre deutsches MAD-Magazin. Letzteren Programmpunkt hätte ich mir sogar angesehen, wenn ich rechtzeitig darauf aufmerksam geworden wäre.

Doch viel wichtiger sind auf der Intercomic ohnehin die persönlichen Kontakte, die Besuche bei Verlagen, mit denen mich etwas verbindet, die kleinen Schwätzchen mit Bekannten und Kollegen. Ich signierte Romane und Plakate beim Verlag Peter Hopf, wühlte in Bücherstapeln beim Blitz-Verlag, saß am Stand der Romantruhe mit Rüdiger Schaefer und Robert Corvus im Blitzlichtgewitter der Fotografen und blätterte beim Mohlberg-Verlag neue Nick-Comics durch. Mit Lassiter-Autor Des Romero trank ich ein Kölsch, mit dem Verleger, Autor und Rollenspielpionier Werner Fuchs plauderte ich gern wie immer, und mit dem Berliner Autor Thomas Knip sprach ich über eine neue SF-Serie.

Ein bisschen Lesefutter nahm ich auch mit. Das neue Hansrudi Wäscher-Magazin ist ebenso Pflichtlektüre wie das Magazin für Comic- und Nostalgiefreunde Sammlerherz. Beide werde ich demnächst an dieser Stelle besprochen. Die nächste Intercomic findet am 4. November statt.

Dienstag, 2. Mai 2017

Tibor und das phantastische Element

Wenn mir 2011 jemand gesagt hätte, dass ich 2017 die Arbeit an den Romanadaptionen der ersten Tibor-Serie abschließe, hätte ich es wohl nicht geglaubt. Zumindest wäre es Zukunftsmusik mit unwirklichem Klang gewesen. Damals führten Peter Hopf und ich erste Gespräche über die Umsetzung der Wäscher-Comics in Romanform. Es geschah auf der Intercomic in Köln, und es ging zunächst ausschließlich um Tibor. Als alter Wäscher-Enthusiast plante Peter, die Bücher mit den Geschichten des Dschungelhelden in seinem Verlag zu publizieren. Dass später weitere Adaptionen, beispielsweise von Nick und Falk, folgen sollten, stand seinerzeit erst recht noch in den Sternen.

Doch was damals wie ein Märchen aus der Welt von morgen geklungen hätte, ist nun Wirklichkeit geworden. Ich habe tatsächlich ein ENDE unter das elfte Tibor-Manuskript gesetzt. Damit ist also die erste Tibor-Serie abgeschlossen. In ihr habe ich insgesamt 187 Streifenheftchen, wie man sie damals auch nannte, verarbeitet. Für das letzte Buch waren es die Piccolo-Ausgaben 167 bis 187.

In seinem elften Abenteuer bekommt es Tibor mit einem verrückten Wissenschaftler zu tun. Der Mad Scientist, ein beliebtes Motiv in der Science Fiction, hat damit seinen Einzug in den Dschungel Afrikas gefunden. Hansrudi Wäscher sprach in seiner Geschichte schon vor über einem halben Jahrhundert den Hunger in der Welt an und nahm ihn als Aufhänger für einen Forscher, der eigentlich Gutes im Sinn hat. Er will mit seinen Experimenten nämlich eben jenen Hunger für immer besiegen. Doch bedient er sich, um sein Ziel zu erreichen, nicht nur zweifelhafter, sondern höchst verwerflicher Methoden. Mit einem Wachstumsmittel schafft er riesige Tiere und dehnt seine Versuche schließlich auf Menschen aus.

Es ergibt sich, dass Tibor sich einer dieser Züchtungen gegenübersieht, einem zum Riesen gewordenen Menschen. Schon früher führte Hansrudi Wäscher phantastische Elemente in die Dschungelserie ein. So wurde Tibor in Band 7 mit Titel Aufbruch ins Unbekannte mit einer von der Venus zur Erde gelangten Riesenpflanze konfrontiert.

Auch wenn die erste Tibor-Serie beendet ist, geht es mit dem Herrn des Dschungels in Romanform weiter. Schließlich gab es eine zweite Serie, und auch diese werde ich das Vergnügen haben, für den Verlag Peter Hopf adaptieren zu dürfen.