Donnerstag, 10. Mai 2012

Drachen! Drachen!

Ganz frisch erschienen ist die Anthologie DRACHEN! DRACHEN! im Blitz-Verlag. Das schön aufgemachte, dicke Taschenbuch präsentiert 23 Erzählungen zu eben jenem Thema. Dabei ist die Vielfalt der unterschiedlichen Genres erstaunlich. Sie reichen von Märchen und Fantasy über Horror und Mystery bis zu Science Fiction und Satire. Und noch mehr ist dabei. Herausgegeben wurde die Anthologie von Frank Gerigk und Petra Hartmann.

Ähnlich breit gefächert ist das Spektrum der beteiligten Autoren. In der Szene bekannte Namen sind ebenso darunter wie Autoren, von denen ich an dieser Stelle zum ersten Mal erfuhr. Mit ihren Werken vertreten sind unter anderem Thomas R.P. Mielke, Frank Haubold, Marc A. Herren, Uwe Post und Malte Schulz Sembten.

Auch ich bin mit einer Geschichte dabei. Im Banne Quetzalcoatls dreht sich um die gefiederte Schlange, den Schöpfergott aus der aztekischen Mythologie. Es gibt Dinge aus der Vergangenheit, die sollte man besser ruhen lassen, wie ein Priester aus den Anden schmerzlich erfahren muß, als er sich der Hilfe Quetzalcoatls bedienen will.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Die Hookers sind wieder da

Art und Jane Hooker sind bei den Lesern von REN DHARK beliebte Figuren. Die beiden Prospektoren kamen allerdings in der Romanhandlung seit einer ganzen Weile nicht mehr zum Zuge, woraufhin einige Leser vehement ihre Wiederkehr forderten. Im neuen Sonderband spielen sie nun wieder die Hauptrolle.

Im 19. Buch der abgeschlossenen Abenteuer von Dhark lasse ich sie wieder auf große Fahrt gehen. Auf der Suche nach Bodenschätzen entdecken sie einen Planeten, auf dem die Bevölkerung dabei ist, in einen Atomkrieg zu rutschen. Die Parallelen zur Phase des beginnenden kalten Kriges auf der Erde sind durchaus beabsichtigt.

Auch hier gibt es in Ost und West zwei Mächte, die sich ideologisch feindselig gegenüberstehen. Doch ist der Osten wirklich so böse und aggressiv, wie es zunächst scheint? Die Hookers müssen nämlich erkennen, daß die Dinge auf Reihanf ganz und gar nicht so sind, wie sie sich oberflächlich darstellen. Auch auf ihrer Heimatwelt geht es hoch her. Bombenanschläge reißen das Urlaubsparadies Eden aus seiner beschaulichen Ruhe. Und auch dort agiert eine Macht aus dem Hintergrund heraus, mit der niemand rechnet.

Space Opera, Verschwörungsgeschichte, Agentenabenteuer - ein bißchen ist von allem dabei. Es hat mir großen Spaß gemacht, ein paar falsche Fährten zu legen. Mal sehen, ob die Leser darauf hereinfallen und die Hintergründe vorzeitig durchschauen. Der Roman erscheint im Juni.

Dienstag, 8. Mai 2012

Intercomic 71

Die Intercomic 71 ist schon wieder Geschichte. Am Samstag ging sie in der Stadthalle in Köln-Mülheim über die Bühne. Ich hatte das Gefühl, daß die Veranstaltung nicht so gut besucht war wie die letzten Male. Dem Spaß tat das aber keinen Abbruch.

Ich traf wieder zahlreiche Bekannte aus der SF- und Comicszene. Ein paar Vertreter vom Kölner SF-Stammtisch, der kommendes Wochenende stattfindet, waren anwesend. Sogar vom Wiener Stammtisch war man wieder angereist.

Nach und nach suchte ich die Stände der Verlage auf, die ich mir vorgenommen hatte. Bei Heinz Mohlberg gab es den obligatorisch netten Plausch, am Stand von Joachims Ottos Romantruhe und beim Hansrudi Wäscher Fanclub mußten der Verleger der TIBOR-Romane Peter Hopf, Horst Hoffmann und ich für Fotos posieren. Ich komme mir immer ein bißchen komisch dabei vor. Bei Gerhard Förster warf ich einen Blick in die neue SPRECHBLASE, in der es ein kurzes Interview mit Peter Hopf und mit gibt. Beim Blitz-Verlag präsentierte Jörg Kaegelmann die Taschenbuch-Anthologie "Drachen! Drachen!", in der ich mit einer Erzählung vertreten bin.

Zusammen mit Peter besuchte ich Hartmut Becker, den Rechtevertreter von Hansrudi Wäscher. Dort erhielt ich frohe Kunde. Die Verträge für die nächsten fünf TIBOR-Romane aus meiner Feder sind unterschrieben. Zudem wurde ziemlich positiv über ein weiteres Projekt gesprochen, über das ich in Kürze mehr verraten kann.

Die Intercomic ist stets eine unterhaltsame Messe, die ich seit vielen Jahren gern besuche. Durch die Kontakte und Projekte, in die ich involviert bin, ist sie mittlerweile zudem zu einer Pflichtveranstaltung geworden.

Freitag, 27. April 2012

Vom Dschungel in den Weltraum

Inzwischen habe ich die Arbeit am 3. TIBOR-Band abgeschlossen. Es ist die bisher umfangreichste Geschichte geworden. Wer die Comics von Hansrudi Wäscher kennt, der weiß, worum es in diesem Abenteuer geht. Tibor wird mit dem bis dahin unbekannten Volk der Urungi konfrontiert und in allerlei dramatische Ereignisse verstrickt, als er ein paar in die Sklaverei entführte junge Krieger befreien will. Sein Freund Kerak, der Gorilla, ist natürlich auch wieder mit von der Partie.

Inzwischen sitze ich am kommenden REN DHARK-Sonderband, der in der Unitall-Reihe erscheinen wird. Hajo Breuers Expose dreht sich um zwei altbekannte Figuren aus dem Dhark-Kosmos, die schon länger nicht mehr aufgetaucht sind. Die Leser haben in jüngster Vergangenheit öfter nach diesen beiden Prospektoren gefragt. Und da uns die Wünsche der Leser Befehl sind: Bitte schön, da sind sie wieder!

Donnerstag, 26. April 2012

Gigantenfalle

Ein schönes Belegexemplar ist heute bei mir eingetroffen. REN DHARK - WEG INS WELTALL 35 trägt den bezeichnenden Namen Gigantenfalle.

Der Titel verrät dem aufmerksamen Dhark-Leser vielleicht einiges, er beinhaltet aber zugleich einen ganzen Berg an Überraschungen, Action und Spannung.

Das neue Buch habe ich zusammen mit den geschätzten Kollegen Jan Gardemann und Uwe Helmut Grave geschrieben. Das Titelbild, links zu bewundern, stammt wie immer von dem großartigen Ralph Voltz.

Samstag, 21. April 2012

Die Väter des Erfolgs

Die Granden von REN DHARK:
Rechts Serienschöpfer Kurt Brand, links sein Nachfolger Werner Kurt Giesa.

Donnerstag, 19. April 2012

Die Point of im Anflug auf Terra

Ren Dhark Autorenkonferenz 2012 in Koblenz: Den Blick in die Zukunft gerichtet haben Jan Gardemann, Achim Mehnert, Ben B. Black und Hajo F. Breuer. Die Kollegen Uwe Helmut Grave und Konrad Schaef fehlten leider aus gesundheitlichen Gründen.

Montag, 16. April 2012

Ein arbeitsintensives Wochenende mit Ren Dhark

Links zu sehen: Den Herren Black, Breuer, Mehnert und Gardemann rauchen die Köpfe.


Übers Wochenende traf sich das Team von Ren Dhark in einem Koblenzer Hotel. Auf der Konferenz sollte die Rahmenhandlung für die nächsten 2 Jahre festgelegt werden. Leider waren gleich zwei Kollegen aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Das tat der Kreativität der übrigen Anwesenden jedoch nicht den geringsten Abbruch. Neben Chefautor und Expokrat Hajo F. Breuer waren meine Wenigkeit und die Kollegen Jan Gardemann und Ben B. Black zugegen.

Bereits am Freitag entwickelten wir eine Reihe von Ideen. Welche neuen Völker werden auftauchen, welche altbekannten wieder mitmischen? Wohin steuert die Handlung generell? Was geschieht auf Terra, was auf Babylon und Eden? Wie entwickeln sich die Hauptfiguren? Lassen wir gar irgendwen über die Klinge springen? Erste Notizen wurden gemacht, die Stichwortlisten wuchsen.

Am Samstag ging es dann ans Eingemachte. Der Wust der Ideen wollte sortiert und zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden. Es ist immer wieder schön zu verfolgen, wie sich der kreative Prozeß verselbständigt, wenn mehrere Leute sich ergänzen, die Vorschläge der Kollegen kommentieren, aufgreifen und weiterentwickeln. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß wir vor Ideen nur so sprühten. Handlungstechnich werden viele Fragen geklärt und zugleich neue aufgeworfen. Der kommende Zyklus wird sehr spannend, eine Menge Überraschungen beinhalten und - davon bin ich überzeugt - die Leser von Ren Dhark begeistern. Von zwei kurzen Pausen abgesehen, arbeiteten wir von morgens um 9.00 Uhr bis abends gegen 20.00 Uhr. Die Zeit verging dabei wie im Flug.

Mit dem Abendessen begann der gemütliche Teil, der mit zwei Flaschen Whisky, die Hajo Breuer mitgebracht hatte, spät in der Nacht ausklang. Für meinen Geschmach zu spät, wie ich am nächsten Morgen feststellen mußte. Allerdings wurden Sonntag nur noch ein paar letzte lose Enden zusammengefügt, danach machten wir uns auf den Heimweg.

Das Wochenende war sehr gelungen. Die Arbeit und überhaupt das ganze Zusammentreffen hat riesigen Spaß gemacht. Der kommende Zyklus steht komplett. Wir alle waren mit dem Erarbeiteten vollauf zufrieden. Ich freue mich schon auf die ersten Exposes und die daraus resultierenden Romane.

Donnerstag, 12. April 2012

Vorbereitungen für die Autorenkonferenz

Der laufende Ren Dhark-Zyklus geht dem Ende entgegen. Es ist also Zeit, sich über die kommenden Abenteuer Gedanken zu machen. Aus diesem Grund fahre ich morgen nach Koblenz. Dort trifft sich das Team von Ren Dhark in einem Hotel zu einem arbeitsreichen Wochenende. Wir legen die grundsätzliche Strategie für den nächsten Zyklus, die Hintergründe und den roten Faden fest, woraus dann später die Exposes für die einzelnen Romane entstehen.

Heute habe ich ein wenig Vorarbeit geleistet. Das heißt, ich habe mich noch einmal in die vergangenen Exposes vertieft, mich mit aktuell agierenden Figuren beschäftigt und spezielle Stichworte im mittlerweile äußerst umfangreichen Lexikon aufgerufen. Da die Handlung inzwischen ziemlich komplex ist und es mehrere Handlungsebenen gibt, bleibt nach Beendigung eines Romans gedanklich immer eine Menge auf der Strecke, das einer Auffrischung bedarf. Nun bin ich gewappnet, und die Konferenz kann beginnen.

Mittwoch, 11. April 2012

Wieder der Sohn des Dschungels

Ich habe dieser Tage wieder einen Schwung Tibor-Comics durchgesehen. Das dritte Abenteuer von Hansrudi Wäschers Dschungelheld meiner Kindheit steht an. Mit dem Schreiben am Roman habe ich inzwischen angefangen. Vielmehr bin ich schon wieder gänzlich darin eingetaucht.

Zudem haben Verleger Peter Hopf und ich ein paar Interview-Fragen zu Tibor beantwortet. Zunächst wusste ich gar nicht, für wen oder was sie gedacht waren. Inzwischen habe ich erfahren, daß sie für die nächste Ausgabe des Comic-Magazins SPRECHBLASE bestimmt sind.

Mit Tibor geht es also munter weiter. Von mir aus kann das Projekt noch lange laufen, und der Verleger sieht das ebenso. Es gibt ja noch eine Menge von Hansrudi Wäschers Dschungelabenteuern, die einer literarischen Umsetzung harren.

Dienstag, 10. April 2012

Historische Schauergeschichten

Unter diesem Motto fand die Führung in kleiner Runde statt. Dank der geringen Teilnehmerzahl bekam jeder mit, was der eloquente Erzähler in lockerem Tonfall zu berichten wußte. Es ging los an der Kreuzblume vorm Kölner Dom, durch die Altstadt und bis zum Heinzelmännchenbrunnen.

Natürlich beruhen die historischen Schauergeschichten weitaus mehr auf Dichtung und Legenden als auf historischen Überlieferungen. Trotzdem sind sie in einen geschichtlichen Kontext eingebunden, beschäftigen sich mal mit dem Dombau, mal mit der Zeit, da in Köln die Pest wütete.

Einige der Geschichten kennt jedes Kind, so wie die von den fleißigen Heinzelmännchen. Auch andere wie die um Richmodis von Aducht waren mir hinlänglich bekannt. Doch ein paar weitere waren mir völlig neu. Allein für sie haben sich die 90 Minuten Wanderung und Zuhören gelohnt. Kann ich empfehlen, sowohl für Einheimische als auch für Köln-Besucher.

Montag, 2. April 2012

Neues von Tibor

Heute habe ich die erste Besprechung zu TIBOR 1 - DER SOHN DES DSCHUNGELS gelesen. Carsten Kuhr rezensiert den Roman ausgesprochen positiv bei Phantastik-News.
http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=4794:tibor-der-sohn-des-dschungels-achim-mehnert-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

Ebenfalls heute habe ich das Titelbild für den Folgeband erhalten, der den Titel EIN DRITTEL FEHLT tragen wird. Der Roman wird rechtzeitig zur Intercomic am 5. Mai erscheinen und in der Stadthalle Köln-Mülheim beim Verlag Peter Hopf präsentiert werden. Neben dem Verleger werde auch ich vor Ort sein.

Freitag, 23. März 2012

Von Pyramiden und goldenen Raketenschiffen

Mein Manuskript für das nächste REN DHARK-Buch ist fertig und schon vor ein paar Tagen an den Verlag gegangen. Band 35 trägt den Titel Gigantenfalle. Die Arbeit stellte ein kleines Jubiläum für mich dar, es war nämlich mein 50. Roman für die Hauptserie von Ren Dhark.

Dabei liest sich das Manuskript wie ein Who is Who der handelnden Akteure. Natürlich sind die üblichen Verdächtigen wie Dhark und seine Getreuen in der Point of darunter. Chris Shanton und Arc Doorn, auch der Worgun Gisol und der Flashpilot Pjetr Wonzeff. In einen besonderen Einsatz gehen die vier Wächter, zusammen mit den Cyborgs, mit Pakk Raffs Nomadenrudel und den beiden intelligenten Robotern Artus und Jimmy. Die finsteren Yggsidral sorgen dafür, daß die Handlung reichlich actionbetont daherkommt.

Tja, in Bälde ist es schon wieder soweit. Mit dem folgenden Band 36 wird der laufende Zyklus abgeschlossen. Wie es danach weitergeht und welchen neuen Herausforderungen Ren Dhark und die Point sich stellen müssen, wird im April ausgeheckt. Dann nämlich trifft sich das Dhark-Team ein Wochenende lang zur Autorenkonferenz, um die künftige Handlung auszuarbeiten. Ich freue mich schon darauf, denn die vergangenen Konferenzen haben sich stets als äußerst erfolgreiche und wegweisende Zusammenkünfte erwiesen. Diesmal wird es nicht anders sein, davon bin ich überzeugt.

Mittwoch, 14. März 2012

Short Cuts mit bläcke Fööss

Trister Himmel, graue Wolken, alles ungemütlich irgendwie. Driss Wedder, wie man in Köln sagt. Nicht wirklich kalt. Trotzdem dicke Jacke umgehängt. Glücklicherweise, wie sich im Laufe des Abends herausstellte. Denn der Frühling läßt noch auf sich warten.

Mit einem Freund durch die Südstadt spaziert. Hätte eigentlich Ren Dhark schreiben müssen. Der Termin ist eng, das Manuskript hinkt einher mit meiner zuweilen unverantwortlichen Lässigkeit. Aber so eine Pause zwischendurch macht den Kopf klar. Bricht ihn auf und offenbart andere Perspektiven. Der gute Dhark hat Priorität, muß sich aber trotzdem entwickeln und kann auch morgen früh noch weitergehen.

Stattdessen Parforceritt durch die Südstadt, zu Fuß natürlich. Blechlawinen und Seitenstraßen. Hinterhöfe, Klösterchen und türkische Kaschemmen. Die Torburg geschlossen. Unterm Severinstor dafür zwei Berber. Prosten sich zu und sehen ziemlich glücklich aus. Einer kommt aus den neuen Ländern, ich kenne ihn. Flüchtig. Habe irgendwann schon mal mit ihm gesprochen. Wieso eigentlich neue Länder? So neu sind die schon lange nicht mehr. Nicht mal der Geruch vom Rhein, nur ein paar hundert Meter entfernt, dringt herauf. Die Vringspooz steht da, monumental wie immer. Unangreifbar und wie für die Ewigkeit geschaffen. Von dort aus geht es die Wälle hoch. Noch mehr Türken aus mir unbegreiflichen Läden, alle im Rentenalter. Dahinter der regungslose Stadtsoldat an der Ulrepforte, noch viel älter. Jahrhunderte sogar.

Ein paar Kölsch im Mainzer Eck. Radiosender. Keine Ahnung, welcher. Aber nette Musik. Neben Born to be Wild läuft Synthiepop aus den Achtzigern. Alphaville, Duran Duran und Human League mochte ich alter Hardrocker schon immer. Forever Young halt. Wir reden über Fußball, natürlich. Über den FC und die Fortuna. Auch über die Viktoria. Andere Rheinseite, aber trotzdem kölscher Verein.

In der Griechenschänke ist es so wie immer. Nett und gemütlich. Ich fühle mich wie zu Hause. Dieter ist gewohnt toll, Andrea der optische Stern am Himmel des Griechenviertels. Uwe und Theo kommen rein. Mit dem Döres falle ich mir eh immer in die Arme. Den kenne ich noch aus alten Reissdorf-Zeiten. Uwe singt live vor der Theke zu seiner eigenen CD. Mal wieder die Lebenskünstler anhören, zusammen mit dem Tünn, es lohnt sich.

Zum Finale ab in den Wilddieb. Hinter der Theke steht der legendäre Hans, nicht nur bekannt im Veedel, sondern in ganz Kölle. Wir schwelgen ein wenig, und zwar im Gedenken an vergangene Sonntag Nacht, an die wir uns beide nicht mehr bis zum Ende erinnern können. Ich widme mich dem Computer und mache Musik. Vor allem die Bläck Fööss. Überwiegend Stücke aus den Siebziger und Achtziger Jahren. Die haben nichts mit Karneval zu tun, aber auch gar nichts. Das sind reine Mundardstücke, die sich um unsere Stadt drehen. Und um die Minsche un ihr Problemcher. Springsteen oder Leonard Cohen aus kölscher Seele halt. Szenen, Milieustudien, Stadtgespräche. Kann keiner nachvollziehen, dä kein kölsch Hätz hät.

Schöner Abend war das. Mehr noch, grandios und befreiend. Der Kopf ist klar. Die Gedanken können wieder ins Universum von Ren Dhark eintauchen. He, Point of, ich komme.

Sonntag, 11. März 2012

Jean Giraud 1938 - 2012

Vielen Comic-Liebhabern ist der Franzose Jean Giraud besser unter dem Namen Moebius bekannt. Unter diesem Pseudonym veröffentlichte er diverse Comics fantastischen Inhalts, wobei er sich teilweise experimenteller Mittel bediente. Am bekanntesten dürfte die Weltraumsaga um den Detektiv John Difool sein. Ich habe zu diesen Geschichten allerdings nie einen Zugang gefunden.

Ganz anders sieht es aus mit dem, was für mich Jean Girauds Meisterwerk ist. Klar, es handelt sich um die Western-Serie LEUTNANT BLUEBERRY. Zum ersten Mal erschienen die realistischen Geschichten um den undisziplinierten Leutnant in den Siebziger Jahren in den ZACK-Heften. Der Indianerfreund Mike Steve Blueberry prügelte sich, pflegte Glücksspiele und trank Alkohol. Die Geschichten waren so komplex und vielschichtig wie der Zeichenstil Girauds realistisch. Teilweise zogen sie sich über viele Alben hin und griffen wahre historische Ereignisse auf. Ulysses Grant und George Custer traten auf, Cochise und Geronimo.

Die alten ZACK-Hefte sind mir irgendwann verloren gegangen, doch schon lange besitze ich sämtliche Blueberry-Geschichten in Albenform. Ich werfe immer mal wieder einen Blick hinein, denn bis heute gibt es für mich keine bessere Comicreihe von solch inhaltlicher Komplexität und Qualität. Und für eine Western-Serie gilt das schon allemal.

Samstag, 10. März 2012

Coloniacon-Organisationsteam nominiert

Dieser Tage wurden die Nominierungen für den Kurd Laßwitz Preis 2012 bekannt gegeben. Zu meiner Überraschung findet sich das Organisationsteam des Coloniacons, der in diesem Sommer auf eine dreißigjährige Geschichte zurückblicken kann, unter den Genannten.

Der Preis zur deutschsprachigen Science Fiction-Literatur wird seit 1980 von den SF-Schaffenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz verliehen. Er wird in den Kategorien Roman, Erzählung, ausländisches Werk, Übersetzung, Graphik und Hörspiel ausgelobt, dazu in den beiden Sonderpreis-Kategorien für einmalige beziehungsweise langjährige Leistungen. Bei letzterem finden sich nun die Macher des Coloniacons wieder.

Allerdings gibt es in dieser Kategorie gleich eine ganze Reihe hochkarätiger Nominierungen. Die Erfolgsaussichten, den Kurd Laßwitz Preis tatsächlich verliehen zu bekommen, sind daher gering. Ich finde aber, das macht nichts. Allein die Geste ist Würdigung genug für 20 Coloniacons in 30 Jahren.

Freitag, 9. März 2012

Hans Kneifel 1936 - 2012

Es ist traurig; nach Hans Gerhard Franciskowsky hat uns der nächste Altmeister aus Reihen der Perry Rhodan-Autoren verlassen. Am 7. März verstarb Hans Kneifel nach kurzer Krankheit.

Auf dem Perry Rhodan Weltcon in Mannheim habe ich noch ein paar wenige Worte mit ihm gewechselt. Er machte wahrlich keinen kranken Eindruck auf mich, auch nicht bei seinen Auftritten auf der Bühne. Umso überraschter war ich von der traurigen Nachricht.

Hans Kneifel wird mir durch seine zahlreichen Zeitabenteuer vor allem als DER Atlan-Autor in Erinnerung bleiben. Über Jahrzehnte hat er Perry Rhodan mitgeprägt, unvergessen ist auch seine Raumpatrouille-Romanreihe um das Raumschiff Orion. Seit den 90er Jahren machte Han(n)s Kneifel sich zudem einen guten Namen als Verfasser historischer Romane. Seine Fans und Leser werden ihn vermissen.

Samstag, 3. März 2012

Zum 30. Todestag von Philip K. Dick

Eine kurze Notiz ist es allemal wert, eigentlich aber viel mehr. Bereits gestern, am 2. März, jährte sich der Todestag von Philip K. Dick zum 30. Mal. Als Schüler in den späten Siebziger Jahren wurde ich zu einem glühenden Bewunderer, zu einem eingefleischten Fan von Dick. Sein Tod 1982 war ein regelrechter Schock. Bis heute ist Dick mein unerreichtes literarisches Idol.

Seine Romane, von denen heute eine ganze Reihe als Meisterwerke gelten und zu modernen Klassikern der amerikanischen Literatur geworden sind, hauten mich gleich reihenweise um. The Three Stigmata of Palmer Eldritch faszinierte und begeisterte mich, Martian Time Slip war grandios, und das für mich unübertroffene Ubik habe ich bis heute mindestens ein Dutzendmal gelesen.

Dicks umfangreiches Werk beeinhaltet so viele großartige Romane, daß es an dieser Stelle unmöglich  ist, sie aufzuzählen. The Man in the High Castle gehört dazu, eine Parallelweltgeschichte, in der Deutschland und Japan den 2. Weltkrieg gewonnen haben. Oder Flow My Tears, The Policeman Said, in dem die USA als faschistischer Überwachungsstaat dargestellt werden. Auch natürlich Do Androids Dream of Electric Sheep, das kongenial als Blade Runner verfilmt wurde.

Wer noch nicht mit Dicks Werk in Berührung gekommen ist, hat etwas verpaßt. Versucht es, ihr werdet es nicht bereuen. Zum Einstieg empfehle ich einen der oben genannten Romane. Und wer Dick kennt oder gar gut kennt, sollte ihn wiederlesen. Ich werde es auf jeden Fall tun.

Freitag, 2. März 2012

Perry Rhodan Extra 14

Die Arbeit am nächsten PERRY RHODAN EXTRA habe ich schon vor geraumer Zeit abgeschlossen. Der Romantitel Catomens Gesetze verrät, in welchem Zeitabschnitt des Perryversums Band 14 spielt - nämlich in den so genannten Dunklen Jahrhunderten. Ager Catomen war einer der acht Herren der Straßen, hinter deren Masken sich der Diktator Monos verbarg. Die Geschichte beleuchtet, wie es zur Machtübernahme Monos' in der Milchstraße kam.

Tatsächlich ist Ager Catomen eine der Hauptfiguren des Romans. Ihm steht Perry Rhodans langjähriger Weggefährte Homer G. Adams gegenüber, auch der zum Cyborg gewordene Galbraight Deighton spielt eine wichtige Rolle. Und noch eine andere Figur aus der Rhodan-Historie kommt zu einem unerwarteten Comeback, doch diese Überraschung will ich nicht vorwegnehmen.

PR Extra 14 erscheint am 16. März. Ich habe gestern bereits die Belegexemplare erhalten. Ein klassisches Science Fiction-Motiv ziert das von Dirk Schulz gezeichnete Titelbild, ein Raumschiff vor einem düsteren Planeten. Ich habe gleich in dem Heft geblättert und mir einige Szenen noch mal in Erinnerung gerufen.