Donnerstag, 31. Januar 2013

Nick, der Weltraumfahrer


Als Autor freut man sich immer, wenn die Belegexemplare eines neuen Buchs ankommen. In diesem Fall ist die Freude besonders groß, denn heute erhielt ich Nick, der Weltraumfahrer, den ersten Band meiner Romanadaptionen von Hansrudi Wäschers legendären Comics. Wäscher zeichnete und textete den Klassiker deutscher Science Fiction in den Fünfziger und Sechziger Jahren. Nicks Geschichten erschienen zunächst in Form von Piccolo-Ausgaben und später als Großbände.

Den Roman schrieb ich bereits im Spätsommer. Da sieht man mal wieder, wie die Zeit vergeht, nicht nur für Weltraumfahrer Nick, dessen Comicabenteuer nun schon über fünfzig Jahre zurückliegen. Er umfaßt den Inhalt der ersten fünfzehn Piccolo-Heftchen und damit das komplette erste Abenteuer, in dem Nick und seine Freunde Tom Brucks und Professor Raskin zur Venus aufbrechen, wo sie unerwartet auf zwei fremde Völker treffen, die im Krieg miteinander liegen. Gegen ihren Willen werden die Raumfahrer und Entdecker in diese Wirren hineingezogen.

Nun liegt das Buch endlich vor, und es sieht prächtig aus. Vierfarbiger Schutzumschlag, Goldprägung, Innenillustrationen und die Abbildungen sämtlicher fünfzehn verarbeiteten Piccolos. Die Aufmachung gleicht damit jener meiner Romanumsetzungen von Wäschers Dschungelheld Tibor, die bekanntlich ebenfalls im Verlag Peter Hopf erscheinen. Der Herausgeber machte mir die freudige Mitteilung, daß die erste Auflage von Nick 1 zum Zeitpunkt des Erscheinens bereits annähernd vergriffen ist. Weiterführende Informationen zu den Büchern findet man auf Peter Hopfs Verlagsseite: http://www.verlag-peter-hopf.de/sortiment-abenteuer.php.

Dienstag, 29. Januar 2013

Dharks Zeit

Das Fanzine "Dharks Zeit" dreht sich, wie der Name verrät, um Ren Dhark. Der Dhark-Fan Thomas Martner brachte es bereits 1997 heraus, ich erfuhr aber erst jetzt von dieser Publikation. Zum Glück besitzt Thomas noch ein paar Hefte, von denen er mir dankenswerterweise ein Exemplar zur Verfügung stellte. Es ist sauber aufgemacht, mit Klebebindung versehen und im fanzineüblichen A5-Format gehalten.

Inhaltlich gibt es auf 120 Seiten nicht die Lobeshymnen, die von Serienanhängern zuweilen zu Papier gebracht werden. Im Gegenteil, der Herausgeber beleuchtet Ren Dhark trotz seiner Begeisterung für die Serie durchaus kritisch. Das fängt schon im ausführlichen Vorwort an, in dem er die Faszination, die ihn damals beim Lesen der Heftromane ereilte, ebenso schildert wie die nachvollziehbaren Kritikpunkte. Einer davon, der herausragende gar, ist die nur schwer zu durchschauende Zeitlinie in der Handlung. Auf Zeitangaben haben Kurt Brand und seine Mitautoren bei ihrem Parforceritt durch die Romanabenteuer nämlich weitgehend verzichtet.

Daran hatte Thomas Martner - und vermutlich nicht nur er - schwer zu knabbern, was sich in einer echten Fleißarbeit äußert. Denn Thomas hat in akribischer Arbeit versucht, die Handlung der Hefte 1 bis 49 in einen zeitlichen Kontext zu stellen. Ich kann mir gut vorstellen, mit welchen Schwierigkeiten er dabei zu kämpfen hatte, und ziehe den Hut vor dieser beachtlichen Leistung. Was dabei herausgekommen ist, dürfte für jeden Dhark-Fan interessant sein.

Nach diesen sehr umfangreichen Zeitangaben findet man einen Überblick über die Science Fiction-Heftromanszene der Nachkriegsjahre und die erschienenen Serien, gefolgt von einer kritischen Besprechung, in der der Herausgeber auf jeden der 49 Romane eingeht. Abgerundet wird das Zine durch drei Exposes von Kurt Brand, und zwar für die Romane 9, 31 und 49. Da ich selbst häufig nach Expose schreibe, bin ich damit bestens vertraut. Ich weiß aber, daß viele Serienleser neugierig sind, wie eine solche Vorgabe, aus der dann der eigentliche Roman entsteht, überhaupt aussieht.

Ich kann "Dharks Zeit" bedenkenlos empfehlen. Umso bedauerlicher ist es, daß kein Folgeband mit Aufarbeitung der Ren Dhark-Hefte 50 bis 98 erschienen ist.

Sonntag, 27. Januar 2013

Deutsche SF-Autoren in sechs Dekaden

Über das Online-Magazin Zauberspiegel berichtete ich bereits früher. Neben zahlreichen Artikeln erscheinen dort Buchbesprechungen und Filmkritiken. Mit großem Interesse verfolgte ich in der Vergangenheit Uwe Weihers Beiträge »Männer der Zukunft«. Nun kam man die komplette Reihe kostenlos downloaden.

Unter dem Titel »Männer der Zukunft - Eine Reise durch sechs Jahrzehnte Science Fiction in Deutschland« findet sich auf 236 Seiten Wissenswertes über jene Schriftsteller, die nach dem 2. Weltkrieg bis heute als SF-Autoren in Deutschland tätig waren und sind. Die Auflistung ihrer Werke wird illustriert von exemplarischen Titelbild-Abdrucken. Natürlich gibt es zahlreiche andere Quellen, wenn man nach einem bestimmten Autor sucht, doch Uwe Weiher liefert einen schönen Überblick von den Fünfziger Jahren bis in die Gegenwart.

Es geht los mit Pionieren wie Wolf Detlef Rohr, Karl Herbert Scheer und Kurt Brand, über Dirk Hess und P. Eisenhuth bis zu Autoren der jüngsten Generation wie Manfred H. Rückert und Jo Zybell. Einige jener, die heute nicht mehr unter uns weilen, habe ich im vergangenen Vierteljahrhundert noch mehr oder weniger gut persönlich kennengelernt, so meinen ehemaligen Ren Dhark-Kollegen Werner Kurt Giesa, Thomas Ziegler, der meine ersten Raumschiff Promet-Exposes schrieb und den ich zuweilen in der Kölner Südstadt besuchte, und Peter Terrid, der ebenfalls bis zu seinem Tod in Köln lebte.

Wer sich für deutsch(sprachig)e Science Fiction und deutsch(sprachig)e SF-Autoren interessiert, wird hier gut bedient:
http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/facts-bibliothek-508/artikel/viewdownload/8/52

Samstag, 26. Januar 2013

Die Sprechblase 226

Mit 80 prall gefüllten Seiten legt der Wiener Gerhard Förster wieder eine rappelvolle Ausgabe der Sprechblase vor. Es war, wie er anmerkt, so viel Material vorhanden, daß ein Teil auf die nächste Ausgabe verschoben werden mußte. Inhaltlich wird eine Menge geboten, die Qualität der zahlreichen Beiträge ist gewohnt hoch.

Zwei Herzstücke finden sich diesmal. Das ist zum einen eine Hommage an den mir völlig unbekannten Künstler Josep Marti Capell, dessen Geschichten sich quer durch sämtliche Genres erstrecken. In Deutschland veröffentlichte er unter anderem in Fix und Foxy sowie Yps und lieferte sämtliche Zeichnungen für die Comic-Geschichten der TKKG-Romane. Anfang der Achtziger Jahre produzierte er zwei Episoden für den SF-Funnie Mischa. Als echte Raritäten finden sie sich in der zu dieser Sprechblase beigelegten 3. Ausgabe der Kleinen Sprechblase.

Das andere Highlight ist ein umfangreicher Artikel mit dem Titel "Der unbekannte Asterix". Er beschäftigt sich mit so genannten Raubcomics, speziell am Beispiel von Asterix. Das hatte schon anarchistischen Charakter, was ein Künstler vor über dreißig Jahren tat. Er nahm Uderzos Asterix-Abenteuer, montierte die Bilder zu neuen Geschichten um und versah sie mit eigenen Texten, was Herrn Uderzo verständlicherweise gar nicht recht war. Das erfolgreichste dieser Werke war "Asterix und das Atomkraftwerk", das es Schätzungen zufolge auf dem Schwarzmarkt zu einer sechsstelligen Auflagenhöhe brachte. Ein höchst lesenswerter Beitrag, der mir an der einen oder anderen Stelle ein Grinsen ins Gesicht lockte, obwohl ich wahrlich kein Freund von Raubkopien, Plagiaten und unlizensierten Nachahmungen bin. Die Identität besagten Künstlers bleibt dem Publikum übrigens bis heute verborgen.

Ein weiterer mehrseitiger Schwerpunkt liegt auf der Piratengeschichte Der rote Korsar, die ich noch aus der Zack-Ära der Achtziger Jahre kenne. Abgerundet wird die vorliegende Ausgabe der SB durch den abschließenden 23. Teil eines Fenrir-Abenteuers von Hansrudi Wäscher.

Dienstag, 22. Januar 2013

Andromeda Nachrichten 240

In welchem Turnus erscheint das Periodikum des Science Fiction Club Deutschland eigentlich? Gefühlt vierteljährlich. Vermutlich. Ich bin ein wenig unsicher. Wie auch immer, die neue Ausgabe im A4-Magazinformat trägt die Nummer 240 und wartet mit einem umlaufenden Titelbild auf. Es raucht ganz ungemein aus einem Schornstein, der aussieht wie eine Gartenspritze. Steampunk offenbar, nicht meine Welt.

Dafür kommt das aktuelle Heft dank der Handschrift des Redakteurs Michael Haitel einmal mehr sauber und - das kann man guten Gewissens sagen - professionell daher. Ich habe das Arbeitspensum und den Ausstoß an Druckerzeugnissen des gebürtigen Düsseldorfers schon immer bewundert. Ich benutzte die Andromeda Nachrichten hauptsächlich, um mir einen Überblick über die Szene zu verschaffen, die mir immer weiter aus den Augen verloren geht, wie mir zuweilen scheint.

Neben (wissenschaftlichen) Artikeln und Rückblicken auf die Steampunk-Convention in Fond-de-Gras, den BuchmesseCon, den MucCon und die Frankfurter Buchmesse finden sich die üblichen Rubriken, und das ist auch gut so. Was gab es zuletzt im Kino, welche neuen eGames sind auf dem Markt, und was tut sich in der phantastischen Comicszene? Nationale und internationale Bucherscheinungen werden besprochen, und dankenswerterweise Magazine und Fanzines wie Paladin, Golem, Intravenös, Exodus und Xun.

In seiner LiteraTour listet Hermann Urbanek weiterhin sämtliche Szene-Veröffentlichungen im deutschsprachigen Raum auf, sei es in Buchform, als Taschenbuch, Heftroman oder Magazin. Hermanns Fleißarbeit studiere ich immer wieder gern. Wenn ich, wie im vorliegenden Fall, auf gleich sechs meiner eigenen Werke stoße, ist das doppelt schön und schmeichelt dem Ego


Montag, 21. Januar 2013

Rittergeschichten mit Falk

Nach den Dschungelabenteuern von TIBOR, den Science Fiction-Geschichten um den Weltraumfahrer NICK und den Erlebnissen der rasenden Reporter BOB UND BEN  geht der Verlag Peter Hopf im Laufe des Jahres mit einer weiteren Romanadaption eines Comichelden von Hansrudi Wäscher an den Start. Darin geht die Reise ins Mittelalter, und im Mittelpunkt der Handlung steht der junge Ritter FALK.

Auch diese Serie schuf Hansrudi Wäscher1960 für den Lehning-Verlag. Bis 1963 kämpfte FALK in 164 Piccolo-Heften gegen üble Schurken und allerlei Ungerechtigkeiten, bevor von 1963 bis 1967 insgesamt 119 Großbände folgten, anfangs Nachdrucke der Piccolos und ab Band 86 neue Geschichten.

Nun erhält also auch FALK ein literarisches Gesicht. Ich habe das Vergnügen, nach TIBOR und NICK auch dessen Abenteuer in Romanform adaptieren zu dürfen. Genaue Terminplanungen gibt es derzeit zwar noch nicht, sehr wohl aber schon das Titelbild für den ersten Roman.


Sonntag, 20. Januar 2013

Bunte Bilder von Ralph Voltz

Ralph Voltz ist bekanntlich der Haus- und Hofgraphiker von Ren Dhark. Immer wieder staune ich über die tollen Titelbilder, die der in Charlotte/USA lebende Künstler für die Hauptserie Weg ins Weltall und die Sonderbände abliefert. Die Graphiken für die beiden Mitte Februar erscheinenden Bücher sind einmal mehr sehr gelungen.



Weg ins Weltall 40 - Spiegel des Todes

Unitall Sonderband 21 - Absturz im Eis

Freitag, 18. Januar 2013

Das Miljöh schließt seine Pforten

In den späten Achtziger Jahren war ich im Miljöh für die Musik zuständig. Am Wochenende legte ich in der Kölschkneipe im Studentenviertel Kwartier Latäng Platten auf. An den Einsatz von Computern zur musikalischen Beschallung war zu jener Zeit noch nicht zu denken. Zwar kamen bereits CDs zum Einsatz, aber überwiegend drehten sich noch Vinylscheiben auf den Plattentellern. Bis Mitte der Neunziger war ich im Miljöh tätig, nach der anfänglichen DJ-Zeit auch als Bierzapfer hinterm Tresen. Damals war der Laden an den Wochenendabenden immer rappelvoll. Die nächtlichen Sausen bei guter Rockmusik oder kölschen Klängen ließen sich nicht zählen, einen Anlaß gab es immer.

Nun gingen in der Kneipe, die drei Dekaden auf dem Buckel hat, die Lichter aus. Ein letztes Mal betrat ich das Miljöh. Mit Wirt Erich, der das Miljöh ein Vierteljahrhundert lang betrieb, und ein paar anderen, die ebenfalls dort tätig waren, begab ich mich an den letzten Akt. Der Laden und die angeschlossene Küche mußten ausgeräumt werden. Ein bißchen war es noch mal wie ein Eintauchen in die alte Zeit, und etwas Sentimentalität kam auch auf. Die wurde nach getaner Arbeit aber weggespült. Denn im Kühlkeller lagen noch zwei Pittermännchen, und die mußten, wie Erich feststellte, auf jeden Fall geleert werden. Was wir dann zu guter Letzt auch noch erfolgreich hinter uns brachten.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Rolling Stone 219

Meine Leib- und Magen-Postille kommt diesmal mit mehr Artikeln denn je daher, habe ich das Gefühl. Kein Wunder, wenn sie immer kürzer werden und sich damit begnügen, Themen anzureißen, statt sie erschöpfend zu beleuchten. Eine Entwicklung, die ich im vergangenen Jahr zuhauf beobachtet und mehrfach kritisiert habe. Ich hoffe, sie setzt sich nicht weiter fort. Musikalische Oberflächlichkeit findet sich anderenorts genug.

Ein bißchen von dem alten Rolling Stone-Gefühl vermittelt der Artikel "Ziemlich beste Bärte". Über wen wohl? Ich sage nur: texanische Rauschebärte. Den zweitmeisten Platz in der vorliegenden Ausgabe bekommen Tocotronic eingeräumt. Mit denen konnte ich noch nie etwas anfangen, aber dafür kann ja der Rolling Stone nichts.

Das Highlight ist, keine Frage, der Rückblick auf das Jahr 2012. Derlei lese ich immer gern. Einschätzungen, Listen, Rankings, Leser-Polls. Und gleiche sie mit denen in meinem Kopf ab. Daß unter den zehn besten Alben des Jahres die just veröffentlichten meiner Heroen Dylan, Young und Springsteen vertreten sind, gibt mir zu denken. Zeugt das nun von meinem guten Musikgeschmack, oder bin ich in der Hinsicht doch massenkompatibel? Speziell bei Neil Youngs anderthalbstündigem Werk Psychedelic Pill stimme ich der hohen Platzierung voll und ganz zu. Mit seinen mittlerweile 67 Lenzen legt Young mit Crazy Horse wieder mal ein Meisterwerk hin, das sich an der Vergangenheit orientiert und sich einen Dreck um irgendwelche zeitgenössischen Klänge schert. Anbiedern war seine Sache noch nie, und wer außer ihm wagt es heute noch, ein 27 Minuten dauerndes und drei weitere ziemlich lange Stücke auf ein Album zu packen? Großartig.

Daß die Leser Bruce Springsteen mit seiner E Street Band (für den Boss so etwas wie Crazy Horse für Neil Young) zum Live Act des Jahres küren, kann ja nur richtig sein. Auf der Bühne spielt Springsteen sämtliche Mitbewerber in Grund und Boden. Ich freue mich auf das Konzert im Juli, selbst wenn ich dafür ins Gladbacher Stadion fahren muß.

Montag, 7. Januar 2013

Science Fiction Notizen

Vor vielen Jahren las ich gelegentlich die Science Fiction Notizen, das Blatt eines in Bremen und der Science Fiction-Szene beheimateten Aktivisten. Herrn Kurt S. kam es bei den SFN stets weniger auf die Aufmachung an als auf den Inhalt. Er plauderte über SF, die Szene, persönliche Dinge und alle möglichen anderen Themen, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und zuweilen mit äußerst spitzer Zunge. Unter anderem bezeichnete man solche Druckerzeugnisse als Ego-Zine, wenn ich mich recht erinnere. Irgendwann habe ich die SF Notizen dann völlig aus den Augen verloren.

Kürzlich fiel mir nach langer Zeit wieder eine Ausgabe in die Hände, erschienen am 13. Dezember. Ja, tatsächlich, die Science Fiction Notizen gibt es also noch, stellte ich ganz erstaunt fest, und das im 38. Jahrgang. Die vorliegende Ausgabe trägt sage und schreibe die Nummer 724. Ich rechnete kurz zurück und kam zu dem Ergebnis, daß Herr Kurt S. im Jahr 1974 mit den SFN begonnen haben muß. 1974, das war das Jahr, in dem Helmut Schmidt Bundeskanzler und Walter Scheel Bundespräsident wurde. In den USA trat Richard Nixon aufgrund der Watergate-Affäre zurück. Ich war ein kleiner Junge, der bei Rot Weiß Zollstock Fußball spielte, Perry Rhodan las und die Zack-Comics sammelte. In New York gründeten sich die Ramones, Fortuna Köln stieg nach nur einem Jahr Zugehörigkeit in der obersten deutschen Spielklasse wieder aus der Fußball-Bundesliga ab, und Deutschland wurde Weltmeister.

Diese Rückbesinnung macht mir deutlich, wie lange und mit welcher Leidenschaft der fleißige Herr Kurt S. die Science Fiction Notizen schon am Leben hält. Mehr noch, ich nehme an, sie sind zu einem Bestandteil seines Lebens geworden. Ich finde das klasse und habe höchsten Respekt vor dieser Leistung. Ich bin gespannt, welche Nummer mich erwartet, wenn mir irgendwann wieder einmal eine Ausgabe der SFN in die Finger fällt.

Sonntag, 6. Januar 2013

Atlan macht Pause

Seit 2006 erschienen die Abenteuer des beliebten Arkoniden Atlan als Lizenzausgaben in Taschenbuch-Form bei Fantasy Productions, zumeist als Trilogien. Es gab aber auch einen Einzelroman und den Monolith-Sechsteiler. Nachdem Werner Fuchs bei FanPro nicht weitermachte, wechselten die Bücher bei gleichbleibender Aufmachung zu Ulisses. Dort erschien im vergangenen Jahr die von Expose-Autor Götz Roderer konzeptionell erstellte Polychora-Trilogie.

Nicht ganz von Anfang an, aber doch seit der zweiten Trilogie bei FanPro, Rudyn betitelt, gehörte ich zu den Mitarbeitern. Insgesamt schrieb ich sechs Romane für die Reihe, zuletzt Die geträumte Welt für Ulisses. Die Arbeit an Atlan hat immer großen Spaß gemacht, doch damit ist es nun erst einmal vorbei.

Wie Klaus N. Frick im Blog der Perry Rhodan-Redaktion berichtet, legen die Abenteuer des Arkoniden eine Pause ein. Zumindest 2013 werden keine neuen Romane erscheinen. Was danach kommt, steht derzeit in den Sternen. Um ein endgültiges Aus soll es sich aber nicht handeln. Das fände ich auch sehr schade, als Atlan-Autor und als Atlan-Leser gleichermaßen. Ich hoffe daher, daß Atlan in der Spur bleibt und es auf absehbare Zeit neue Geschichten geben wird.

Die Mitteilung des Perry Rhodan-Redakteurs findet ihr hier:
http://perry-rhodan.blogspot.de/2013/01/atlan-im-jahr-2013.html

Mittwoch, 2. Januar 2013

Meine Veröffentlichungen im vergangenen Jahr

Schon wieder ist ein Jahr vorbei, und ich kann zurückblicken auf meine Veröffentlichungen in diesem Zeitraum. Die Anzahl war durchwachsen, sprich: es hätten mehr sein können. Daß es auf jeden Fall mehr Arbeit war, liegt daran, daß ein Teil der Projekte schon für 2013 gedacht war. Da kommt also noch was, woran die Arbeit bereits abgeschlossen ist. In 2012 publizierte ich insgesamt 10 Romane, von denen vier als Gemeinschaftsproduktionen entstanden.

Bei jenen vier Werken handelt es sich um die Bücher 34, 35, 37 und 39 in der Reihe REN DHARK - WEG INS WELTALL. Sie erschienen unter den Titeln Stützpunkt in der Hölle, Gigantenfall, Rückkehr ins Ungewisse und Schreckensvisionen. Daneben gab es von mir gleich zwei REN DHARK-SONDERBÄNDE  in der Unitall Reihe, nämlich die Ausgaben 19, Der Atomkrieg findet statt, und 20, Feind ohne Gnade. Von letztem kann ich für 2013 übrigens eine Fortsetzung ankündigen. Hinzu kamen die ersten drei Romanadaptionen von Hansrudi Wäschers Comicserie TIBOR, namentlich die Titel Der Sohn des Dschungels, Ein Drittel fehlt sowie Die Urungi. Abgerundet wurden die letztjährigen Veröffentlichungen durch Catomens Gesetze, das 14. Romanheft in der Reihe PERRY RHODAN EXTRA.

Die Arbeiten für das just angebrochene neue Jahr laufen derzeit auf Hochtouren. Es liegen bereits fertige Romanmanuskripte vor, andere sind im Enstehungsprozeß begriffen und weitere fest eingeplant. Eins steht jedoch jetzt schon fest: Es werden in 2013 sowohl mehr Romane werden als auch Serien, in denen sie erscheinen. Da ist die Vorfreude natürlich groß.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Dreißig Jahre danach, das Abi-Treffen

Ulrich Soénius, wie ich 1982 in der Abi-Jahrgangsstufe des Humboldt-Gymnasiums, ist heute bei der IHK Köln tätig. Da er auch sonst recht rührig ist, machte er bereits im Frühjahr und Sommer mobil für eine Veranstaltung der besonderen Art. Dreißig Jahre sind vergangen, seit wir das Humboldt verließen und uns in alle Winde verstreuten, da war ein Jahrgangsstufentreffen eine naheliegende Veranstaltung. Zu der kam es zwei Tage vor Weihnachten.

Was mich erwarten würde, wußte ich im Vorhinein überhaupt nicht. Ich konnte mich nur an wenige Namen erinnern, an Gesichter meiner damaligen Mitschüler gar kaum noch. So begab ich mich mit der Erwartung zu dem Treffen im Bürgerhaus Stollwerck, vermutlich kaum jemanden zu erkennen. Die Episode des Kölner Tatorts kam mir in Erinnerung, in der Klaus Behrend alias Hauptkommissar Max Ballauf zu einem Klassentreffen fährt, mit gemischten Gefühlen und sich selbst verrückt machend. So schlimm war es bei mir nicht im geringsten. Im Gegenteil, ich war richtig neugierig, daher ließ ich mich auch von einer heftigen Erkältung nicht um die Teilnahme bringen.

Und siehe da, alles entwickelte sich ganz anders als erwartet. Bei den Vorstellungen tauchten die meisten Namen aus den Tiefen meiner grauen Zellen wieder auf, und mit ihnen die Gesichter. Manche der Leute haben sich äußerlich ziemlich verändert - 30 Jahre sind eine lange Zeit -, andere überhaupt nicht. Zumindest war ich der Meinung, sie genau so in Erinnerung zu haben. Bei einigen fiel mir sogar auf Anhieb wieder ein, welche Kurse wir damals zusammen belegt hatten. Ja, ich gebe es zu, am meisten trifft das auf Fußball zu, das ich in Kombination mit der Einzelsportart Tischtennis als drittes (oder viertes?) Abiturfach neben Englisch, Erdkunde und Physik belegt hatte.

Gut 40 ehemalige Mitstreiter kamen insgesamt zusammen, nicht nur aus Köln, sondern auch aus Hamburg und Berlin. Eine Mitschülerin war sogar extra aus Australien angereist, ein anderer aus Portugal. Zu meinem Erstaunen wurde auch ich von den meisten erkannt. Schlechte Nachrichten gab es leider auch. Es sind tatsächlich schon Angehörige unserer Jahrgangsstufe verstorben, zuletzt im vergangenen Oktober ein ehemaliger Kumpel, mit dem zusammen ich damals sehr viel Fußball gespielt habe.

Von Anfang an herrschte eine lockere, entspannte Atmophäre. Je mehr Unterhaltungen ich führte und je länger sie andauerten, desto mehr tauchte ich in die Vergangenheit ein. "Weißt du noch ...?", "Dieser Lehrer und jener Kurs ...", "Bei unserer Abschlußfahrt nach Frankreich ...". Und so weiter. Und natürlich tauchte immer wieder die Frage auf, was man denn heute so mache. Der Abend war wirklich wie eine kleine Zeitreise, bei der ständig neue Einzelheiten an die Oberfläche spülten. Sogar die Namen einiger Lehrer, die ich längst vergessen hatte. Ja, es hat Spaß gemacht. Nein, ich bereue nicht im geringsten, mich aufgerafft zu haben.

Als das Bürgerhaus mitten in der Nacht schloß, war immer noch ein harter Kern aus einem Dutzend Leuten versammelt. Irgendwie war es wie früher, denn man wollte partout noch nicht nach Hause gehen. Also wanderten wir durch den strömenden Regen ins Lotta in der Südstadt. Dort wurden die Kölsch-Runden dann gleich in Kränzen gereicht.

Montag, 24. Dezember 2012

Frohes Fest und einen guten Rutsch

Es ist wieder soweit, Heiligabend ist angebrochen, Weihnachten steht vor der Tür - oder sogar schon im Türrahmen. Vorhin habe ich Kirchenglocken gehört, was für mich durchaus etwas Weihnachtliches hat. Viel weniger weihnachtlich ist die bei manchen Leuten nun ausbrechende Hektik. Ich habe eben einen kleinen Spaziergang unternommen. Der Supermarkt am Barbarossaplatz ist rappelvoll. Hurtig müssen die Leute sich noch einmal eindecken, als befänden wir uns am Vorabend eines Krieges. Selbst von draußen konnte ich sehen, wie gereizt sie teilweise sind, weil sie sich das auf den letzten Drücker antun.

Genug davon. Ich wünsche allen ein frohes Fest, besinnlich, in Ruhe und im Kreis von Menschen, die euch etwas bedeuten. Schaltet ab von der Normalität und gewinnt ein wenig Abstand vom Alltag.

Samstag, 22. Dezember 2012

Hannibal Lecter in Serie

Die "100 besten Soul-Alben" sind der Aufmacher der Dezember-Ausgabe des Rolling Stone Magazins. Ich stehe ja auf solche Listen und Rankings in Musikzeitschriften. Mit Soul allerdings konnte ich noch nie besonders viel anfangen. Dabei sind mir viele der aufgeführten Musiker vom Namen her durchaus geläufig. Einige der Künstler kenne ich sogar. Michael Jackson, na klar, oder Prince, Aretha Franklin und James Brown. Sade Adu habe ich Anfang der Achtziger Jahre sogar live in der Kölner Sporthalle gesehen. Das Album Diamond Life hatte was. Ich hab's rauf- und runtergehört damals, zwischen AC/DC und Iron Maiden.

Ungleich interessanter fand ich Textauszüge aus zwei Büchern von und über Pete Townshend und Rod Stewart. Heute, also viele Jahre später, ist es kaum zu glauben, aber die beiden habe ich tatsächlich auch mal live gesehen. Ansonsten hat mich dieser Rolling Stone, was die Musikbeiträge angeht, ziemlich kalt gelassen.

Ein mehrseitiger Bericht beschäftigt sich mit "Zehn Serien, die man jetzt sehen muß". Aha. Muß man? Ich bin ja ein Serienjunkie. Daher las ich mich mit Neugier durch den Artikel - und wurde enttäuscht. Inhaltlich kann ich mich für keine dieser hochgelobten Serien erwärmen und werde sie mir folglich ersparen. Was natürlich Geschmackssache ist. Ein kurzer Ausblick auf "10 Serien, auf die wir uns freuen" verheißt Verlockenderes. Den Neuaufguß von Dallas brauche ich so wenig, wie ich die damalige Soap Opera brauchte. Aber J. J. Abrams' neue postapokalyptische Serie Revolution, in der die Menschen ohne Technik auskommen müssen, klingt vielversprechend. Was auch für 666 Park Avenue gilt, eine Mysterie-Serie um ein Apartmenthaus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Was ich von Hannibal in Serie halten soll, weiß ich nicht. Mads Mikkelsen gibt darin Dr. Hannibal Lecter, der mit einem FBI-Profiler Katz und Maus spielt. Ob Mikkelsen den kannibalistischen Serienmörder und Gourmet ebenso brilliant rüberbringt wie Anthony Hopkins, oder bekommen wir einen Ausverkauf serviert? Ich bin auf den Nachschlag gespannt.

Freitag, 21. Dezember 2012

Der ACD bricht auf ins Jahr 2013

Während allenthalben das völlig totgerittene Thema Mayas und Weltuntergang immer noch für einen müden Spätzünder-Gag gut ist, schaut der Atlan Club Deutschland frohen Mutes in die Zukunft. Die Damen und Herren Clubmitglieder wissen halt, was sich für einen Science Fiction-Club gehört. Mit der aktuellen Clublieferung brechen sie gleich in doppelter Hinsicht ins Jahr 2013 auf.

Zum einen gibt es einen A4-formatigen Jahreskalender für die Wand. Die dreizehn Zeichnungen, Bilder und Collagen vereinen diesmal die Themen Science Fiction und Erotik. Bei den Künstlern sind Profis wie Amateure aus der Fan-Szene vertreten. Das Titelblatt präsentiert ein schönes Werk von Norbert Reichinger. Obwohl bei mir schon der Jahreskalender des Rolling Stone Magazins an der Wand hängt, habe ich noch ein schönes Plätzchen für das Werk der Atlan-Enthusiasten gefunden. Zum anderen liefern Rüdiger Schäfer und Gero Grübler, die 2013 den ACD-Con ausrichten, den Progess Report 1 ab. Augenzwinkernd nennen die beiden Schelme die clubinterne Veranstaltung ACD-Weltcon. Stattfinden wird sie im Anne-Frank-Haus in Oldau-Hambühren, irgendwo weit nördlich von Köln also. Mal sehen, ob ich es nach Jahren wieder einmal schaffe, einen ACD-Con zu besuchen. Bis August ist es ja noch lange hin.

Das Herzstück jeder Lieferung ist und bleibt aber das clubinterne Zine INTRAVENÖS, das mit der 215. Ausgabe vorliegt. Atlan mit Weihnachtsmannmütze in einer Schneelandschaft, eingerahmt von drei jungen weihnachtlichen Schönheiten, ziert das farbige Titelbild. Inhaltlich stechen zwei Dinge hervor. Es finden sich nur vier Leserbriefe, ungewöhnlich wenig für die aktive Truppe, und mit der 22. Folge beendet Rüdiger Schäfer seine Deutschstunde, die ich immer mit Vergnügen gelesen habe. Aber Aktivposten Rüdiger wäre nicht Rüdiger, würde er im folgenden Satz nicht gleich eine neue Serie ankündigen, und zwar aus dem Bereich der Naturwissenschaften, in dem er ebenso bewandert ist wie auf dem Gebiet der deutschen Sprache.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Schreckensvisionen

Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn der Postbote ein Belegexemplar ins Haus bringt. Ich könnte ihn dann knuddeln. Jetzt erhielt ich Schreckensvisionen, den 39. Band von REN DHARK- WEG INS WELTALL. Ich bin jedesmal aufs Neue begeistert von den schmucken schwarzen Hardcover-Ausgaben, in denen der irdische Raumfahrer Ren Dhark und sein Ringraumer Point of ihre Abenteuer bestehen. Das vorliegende Buch habe ich gemeinsam mit Uwe Helmut Grave und Jan Gardemann geschrieben. Das Titelbild zeigt einen schönen Anachronismus, eine klassische Dampflokomotive, über der ein hochmoderner Ellipsenraumer schwebt, wie immer gekonnt in Szene gesetzt von Ralph Voltz. Erwähnte ich schon einmal, daß ich ein großer Fan von Ralph bin? Ja, ich glaube schon.

Im neuen Abenteuer der Endlos-Saga empfängt die Point of einen geheimnisvollen Hyperraumimpuls, und Ren Dhark läßt den Ausgangsort anfliegen. Er findet eine in Vergessenheit geratene Kolonie der Menschheit, auf der eigenartige Sitten herrschen. Der freundliche Empfang, den die terranischen Raumfahrer erleben, verkehrt sich schnell ins Gegenteil, denn sie sind in eine Falle ungeahnten Ausmaßes geraten. Der zur Künstlichen Intelligenz gewordene Roboter Artus spielt eine wichtige Rolle in den dramatischen Ereignissen. Besonderen Spaß gemacht hat mir die Schilderung einer Gruppe verrückter Wissenschaftler, die ich zunächst für etwas überzogen hielt, die aber auch beim Redakteur Hajo F. Breuer bestens ankam.

Mit Schreckensvisionen liegt die letzte Ausgabe von Ren Dhark vor, natürlich nur in diesem Jahr. Denn 2013 geht es wie gewohnt in zweimonatlichem Erscheinungsturnus weiter. Die nächste Fortsetzung trägt dann den Titel Spiegel des Todes.

Montag, 10. Dezember 2012

Titelbild für Nick 2

NICK 2 ist zwar noch Zukunftsmusik. Der Roman erscheint irgendwann im kommenden Jahr. Überhaupt muß er ja erst noch geschrieben werden. Aber das Titelbild habe ich heute schon erhalten. Ich finde es klasse. Da ist richtig Dynamik drin.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Der sich im Ledermantel irrt

Einmal im Monat trifft sich der Phantastik-Stammtisch Köln in der Südstadt in der Gaststätte Refugium. Im Dezember tarnt sich das Treffen immer als kleine Weihnachtsfeier. So wie am gestrigen Abend auch in diesem Jahr. Es gab Frikadellen, Würstchen und Brötchen mit Käse. Der Senf war extra scharf, das lobe ich mir. Das muß bei Halvem Hahn einfach so sein.

Unter unseren regelmäßigen Besuchern waren diesmal auch wieder einige Autoren aus dem Kölner Raum. Horst Hoffmann und Bernd Robker gaben sich ein Stelldichein, Michael Breuer und Aki Noffz. Selbst aus München und Nürnberg waen SF-Freunde angereist, dazu die übliche Kölner Clique. Entsprechend gut war die Stimmung. Es wurde viel geschwelgt, gealbert und geblödelt. Auf einem Tisch wurde ein Perry Rhodan-Stander aufgestellt. Er diente aber vorwiegend als Befestigung für einen Wimpel von Fortuna Köln. Die Südtstadt-Truppe und Good Old Perry, das ist doch eine nette Kombination.

Die Themen der ernsthafteren Gespräche unterschieden sich nur wenig von denen des Old Man Treffens vom Vorabend. Doch es wurden auch Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. So habe ich eine neue Science Fiction- und Abenteuer-Serie angedacht, über die ich noch nicht mehr verraten kann, weil sie gedanklich erst in den Kinderschuhen steckt.

Für Erheiterung sorgte ein veritabler SF-Autor, der sich in der falschen, weil nicht seiner eigenen Kluft davonmachte. Verwechslungen sind vorprogrammiert, wenn zwei Besucher ihre fast identischen schwarzen Ledermäntel nebeneinander an zwei Garderobenhaken aufhängen. Wenn dann noch sämtliche Schlüssel in den Taschen stecken, ist das doppelt ärgerlich. So kam es, wie es kommen mußte. Als besagter Autor nach einer Stunde zurückkam, um den falschen Mantel gegen den richtigen zu tauschen, war das Hallo groß und der Applaus noch größer. Und ehe wir uns versahen, waren wir vom frühen Abend schon wieder am frühen Morgen angelangt.

Samstag, 8. Dezember 2012

Alle Jahre wieder, alte Männer unterwegs

Nach diversen Zusammenkünften in Rastatt in den vergangenen Jahren und 2011 in Leverkusen fand das diesjährliche Old Men Treffen erstmals in Köln statt. Die Einladungen gingen wie immer an Aktivisten, die in der professionellen Science Fiction-Szene oder in ihrem fannischen Umfeld tätig sind. Leider setzte gestern im Laufe des Tages das Schneechaos in Deutschland ein, was einige Leute davon abhielt, den Weg nach Köln zu finden.

Ich hatte das historische Wein- und Bierlokal "Zum Wilddieb" im Griechenviertel als Treffpunkt auserkoren. Die Wahl erwies sich als Treffer, wie die Reaktionen der Besucher zeigten. Die ruhige, gemütliche Atmosphäre kam ebenso gut an wie das leckere Essen, das kalte Früh-Kölsch sowieso. Der freundliche und zuvorkommende Wirt Guido, bei dem ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte, tat mit seiner lockeren Art ein Übriges, um die Gäste zufrieden zu stellen. Daher wundert es nicht, daß die letzten Nasen erst nach zwei Uhr nachts aufbrachen.

Inhaltlich drehten sich die Gespräche um die bei solchen Veranstaltungen typischen Themen. Um die Phantastik an sich, die Szene und um im kommenden Jahr bevorstehende Cons, um Filme und um neue literarische Serien, aber auch um Musik und persönliche Dinge. Völlig ausgespart blieb der Fußball, was mich im Nachhinein ein wenig erstaunt, weil zumeist doch irgendwer irgendwann dieses Thema mit Sicherheit anschneidet.

Der gestrige Abend hat allen Teilnehmern gefallen. Das Beisammensein im kleinen Kreis war gelungen und hat Spaß gemacht. Es wurde sogar angeregt, die jährlich stattfindende Veranstaltung 2013 wieder an gleicher Stelle auszurichten. Ich habe nichts dagegen, der Wirt auch nicht. Andererseits ist das Old Men Treffen eine Wanderveranstaltung und Klaus Bollhöfeners Kind. Mal sehen, was der Marketingchef von Pabel Moewig zu der Idee sagt.