Schon wieder ist ein Jahr vorbei, und ich kann zurückblicken auf meine Veröffentlichungen in diesem Zeitraum. Die Anzahl war durchwachsen, sprich: es hätten mehr sein können. Daß es auf jeden Fall mehr Arbeit war, liegt daran, daß ein Teil der Projekte schon für 2013 gedacht war. Da kommt also noch was, woran die Arbeit bereits abgeschlossen ist. In 2012 publizierte ich insgesamt 10 Romane, von denen vier als Gemeinschaftsproduktionen entstanden.
Bei jenen vier Werken handelt es sich um die Bücher 34, 35, 37 und 39 in der Reihe REN DHARK - WEG INS WELTALL. Sie erschienen unter den Titeln Stützpunkt in der Hölle, Gigantenfall, Rückkehr ins Ungewisse und Schreckensvisionen. Daneben gab es von mir gleich zwei REN DHARK-SONDERBÄNDE in der Unitall Reihe, nämlich die Ausgaben 19, Der Atomkrieg findet statt, und 20, Feind ohne Gnade. Von letztem kann ich für 2013 übrigens eine Fortsetzung ankündigen. Hinzu kamen die ersten drei Romanadaptionen von Hansrudi Wäschers Comicserie TIBOR, namentlich die Titel Der Sohn des Dschungels, Ein Drittel fehlt sowie Die Urungi. Abgerundet wurden die letztjährigen Veröffentlichungen durch Catomens Gesetze, das 14. Romanheft in der Reihe PERRY RHODAN EXTRA.
Die Arbeiten für das just angebrochene neue Jahr laufen derzeit auf Hochtouren. Es liegen bereits fertige Romanmanuskripte vor, andere sind im Enstehungsprozeß begriffen und weitere fest eingeplant. Eins steht jedoch jetzt schon fest: Es werden in 2013 sowohl mehr Romane werden als auch Serien, in denen sie erscheinen. Da ist die Vorfreude natürlich groß.
Mein Leben spielt sich ab zwischen Dom und Rhein. Zwischen Schreibtisch, Fußballplatz, Konzerthalle und Kneipe. Auf der Straße. Virtuell und in der Wirklichkeit. Und sogar in den Köpfen mancher Leute. Ein bißchen von alledem findet hier seinen Niederschlag.
Mittwoch, 2. Januar 2013
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Dreißig Jahre danach, das Abi-Treffen
Ulrich Soénius, wie ich 1982 in der Abi-Jahrgangsstufe des Humboldt-Gymnasiums, ist heute bei der IHK Köln tätig. Da er auch sonst recht rührig ist, machte er bereits im Frühjahr und Sommer mobil für eine Veranstaltung der besonderen Art. Dreißig Jahre sind vergangen, seit wir das Humboldt verließen und uns in alle Winde verstreuten, da war ein Jahrgangsstufentreffen eine naheliegende Veranstaltung. Zu der kam es zwei Tage vor Weihnachten.
Was mich erwarten würde, wußte ich im Vorhinein überhaupt nicht. Ich konnte mich nur an wenige Namen erinnern, an Gesichter meiner damaligen Mitschüler gar kaum noch. So begab ich mich mit der Erwartung zu dem Treffen im Bürgerhaus Stollwerck, vermutlich kaum jemanden zu erkennen. Die Episode des Kölner Tatorts kam mir in Erinnerung, in der Klaus Behrend alias Hauptkommissar Max Ballauf zu einem Klassentreffen fährt, mit gemischten Gefühlen und sich selbst verrückt machend. So schlimm war es bei mir nicht im geringsten. Im Gegenteil, ich war richtig neugierig, daher ließ ich mich auch von einer heftigen Erkältung nicht um die Teilnahme bringen.
Und siehe da, alles entwickelte sich ganz anders als erwartet. Bei den Vorstellungen tauchten die meisten Namen aus den Tiefen meiner grauen Zellen wieder auf, und mit ihnen die Gesichter. Manche der Leute haben sich äußerlich ziemlich verändert - 30 Jahre sind eine lange Zeit -, andere überhaupt nicht. Zumindest war ich der Meinung, sie genau so in Erinnerung zu haben. Bei einigen fiel mir sogar auf Anhieb wieder ein, welche Kurse wir damals zusammen belegt hatten. Ja, ich gebe es zu, am meisten trifft das auf Fußball zu, das ich in Kombination mit der Einzelsportart Tischtennis als drittes (oder viertes?) Abiturfach neben Englisch, Erdkunde und Physik belegt hatte.
Gut 40 ehemalige Mitstreiter kamen insgesamt zusammen, nicht nur aus Köln, sondern auch aus Hamburg und Berlin. Eine Mitschülerin war sogar extra aus Australien angereist, ein anderer aus Portugal. Zu meinem Erstaunen wurde auch ich von den meisten erkannt. Schlechte Nachrichten gab es leider auch. Es sind tatsächlich schon Angehörige unserer Jahrgangsstufe verstorben, zuletzt im vergangenen Oktober ein ehemaliger Kumpel, mit dem zusammen ich damals sehr viel Fußball gespielt habe.
Von Anfang an herrschte eine lockere, entspannte Atmophäre. Je mehr Unterhaltungen ich führte und je länger sie andauerten, desto mehr tauchte ich in die Vergangenheit ein. "Weißt du noch ...?", "Dieser Lehrer und jener Kurs ...", "Bei unserer Abschlußfahrt nach Frankreich ...". Und so weiter. Und natürlich tauchte immer wieder die Frage auf, was man denn heute so mache. Der Abend war wirklich wie eine kleine Zeitreise, bei der ständig neue Einzelheiten an die Oberfläche spülten. Sogar die Namen einiger Lehrer, die ich längst vergessen hatte. Ja, es hat Spaß gemacht. Nein, ich bereue nicht im geringsten, mich aufgerafft zu haben.
Als das Bürgerhaus mitten in der Nacht schloß, war immer noch ein harter Kern aus einem Dutzend Leuten versammelt. Irgendwie war es wie früher, denn man wollte partout noch nicht nach Hause gehen. Also wanderten wir durch den strömenden Regen ins Lotta in der Südstadt. Dort wurden die Kölsch-Runden dann gleich in Kränzen gereicht.
Was mich erwarten würde, wußte ich im Vorhinein überhaupt nicht. Ich konnte mich nur an wenige Namen erinnern, an Gesichter meiner damaligen Mitschüler gar kaum noch. So begab ich mich mit der Erwartung zu dem Treffen im Bürgerhaus Stollwerck, vermutlich kaum jemanden zu erkennen. Die Episode des Kölner Tatorts kam mir in Erinnerung, in der Klaus Behrend alias Hauptkommissar Max Ballauf zu einem Klassentreffen fährt, mit gemischten Gefühlen und sich selbst verrückt machend. So schlimm war es bei mir nicht im geringsten. Im Gegenteil, ich war richtig neugierig, daher ließ ich mich auch von einer heftigen Erkältung nicht um die Teilnahme bringen.
Und siehe da, alles entwickelte sich ganz anders als erwartet. Bei den Vorstellungen tauchten die meisten Namen aus den Tiefen meiner grauen Zellen wieder auf, und mit ihnen die Gesichter. Manche der Leute haben sich äußerlich ziemlich verändert - 30 Jahre sind eine lange Zeit -, andere überhaupt nicht. Zumindest war ich der Meinung, sie genau so in Erinnerung zu haben. Bei einigen fiel mir sogar auf Anhieb wieder ein, welche Kurse wir damals zusammen belegt hatten. Ja, ich gebe es zu, am meisten trifft das auf Fußball zu, das ich in Kombination mit der Einzelsportart Tischtennis als drittes (oder viertes?) Abiturfach neben Englisch, Erdkunde und Physik belegt hatte.
Gut 40 ehemalige Mitstreiter kamen insgesamt zusammen, nicht nur aus Köln, sondern auch aus Hamburg und Berlin. Eine Mitschülerin war sogar extra aus Australien angereist, ein anderer aus Portugal. Zu meinem Erstaunen wurde auch ich von den meisten erkannt. Schlechte Nachrichten gab es leider auch. Es sind tatsächlich schon Angehörige unserer Jahrgangsstufe verstorben, zuletzt im vergangenen Oktober ein ehemaliger Kumpel, mit dem zusammen ich damals sehr viel Fußball gespielt habe.
Von Anfang an herrschte eine lockere, entspannte Atmophäre. Je mehr Unterhaltungen ich führte und je länger sie andauerten, desto mehr tauchte ich in die Vergangenheit ein. "Weißt du noch ...?", "Dieser Lehrer und jener Kurs ...", "Bei unserer Abschlußfahrt nach Frankreich ...". Und so weiter. Und natürlich tauchte immer wieder die Frage auf, was man denn heute so mache. Der Abend war wirklich wie eine kleine Zeitreise, bei der ständig neue Einzelheiten an die Oberfläche spülten. Sogar die Namen einiger Lehrer, die ich längst vergessen hatte. Ja, es hat Spaß gemacht. Nein, ich bereue nicht im geringsten, mich aufgerafft zu haben.
Als das Bürgerhaus mitten in der Nacht schloß, war immer noch ein harter Kern aus einem Dutzend Leuten versammelt. Irgendwie war es wie früher, denn man wollte partout noch nicht nach Hause gehen. Also wanderten wir durch den strömenden Regen ins Lotta in der Südstadt. Dort wurden die Kölsch-Runden dann gleich in Kränzen gereicht.
Montag, 24. Dezember 2012
Frohes Fest und einen guten Rutsch
Es ist wieder soweit, Heiligabend ist angebrochen, Weihnachten steht vor der Tür - oder sogar schon im Türrahmen. Vorhin habe ich Kirchenglocken gehört, was für mich durchaus etwas Weihnachtliches hat. Viel weniger weihnachtlich ist die bei manchen Leuten nun ausbrechende Hektik. Ich habe eben einen kleinen Spaziergang unternommen. Der Supermarkt am Barbarossaplatz ist rappelvoll. Hurtig müssen die Leute sich noch einmal eindecken, als befänden wir uns am Vorabend eines Krieges. Selbst von draußen konnte ich sehen, wie gereizt sie teilweise sind, weil sie sich das auf den letzten Drücker antun.
Genug davon. Ich wünsche allen ein frohes Fest, besinnlich, in Ruhe und im Kreis von Menschen, die euch etwas bedeuten. Schaltet ab von der Normalität und gewinnt ein wenig Abstand vom Alltag.
Genug davon. Ich wünsche allen ein frohes Fest, besinnlich, in Ruhe und im Kreis von Menschen, die euch etwas bedeuten. Schaltet ab von der Normalität und gewinnt ein wenig Abstand vom Alltag.
Samstag, 22. Dezember 2012
Hannibal Lecter in Serie
Die "100 besten Soul-Alben" sind der Aufmacher der Dezember-Ausgabe des Rolling Stone Magazins. Ich stehe ja auf solche Listen und Rankings in Musikzeitschriften. Mit Soul allerdings konnte ich noch nie besonders viel anfangen. Dabei sind mir viele der aufgeführten Musiker vom Namen her durchaus geläufig. Einige der Künstler kenne ich sogar. Michael Jackson, na klar, oder Prince, Aretha Franklin und James Brown. Sade Adu habe ich Anfang der Achtziger Jahre sogar live in der Kölner Sporthalle gesehen. Das Album Diamond Life hatte was. Ich hab's rauf- und runtergehört damals, zwischen AC/DC und Iron Maiden.
Ungleich interessanter fand ich Textauszüge aus zwei Büchern von und über Pete Townshend und Rod Stewart. Heute, also viele Jahre später, ist es kaum zu glauben, aber die beiden habe ich tatsächlich auch mal live gesehen. Ansonsten hat mich dieser Rolling Stone, was die Musikbeiträge angeht, ziemlich kalt gelassen.
Ein mehrseitiger Bericht beschäftigt sich mit "Zehn Serien, die man jetzt sehen muß". Aha. Muß man? Ich bin ja ein Serienjunkie. Daher las ich mich mit Neugier durch den Artikel - und wurde enttäuscht. Inhaltlich kann ich mich für keine dieser hochgelobten Serien erwärmen und werde sie mir folglich ersparen. Was natürlich Geschmackssache ist. Ein kurzer Ausblick auf "10 Serien, auf die wir uns freuen" verheißt Verlockenderes. Den Neuaufguß von Dallas brauche ich so wenig, wie ich die damalige Soap Opera brauchte. Aber J. J. Abrams' neue postapokalyptische Serie Revolution, in der die Menschen ohne Technik auskommen müssen, klingt vielversprechend. Was auch für 666 Park Avenue gilt, eine Mysterie-Serie um ein Apartmenthaus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Was ich von Hannibal in Serie halten soll, weiß ich nicht. Mads Mikkelsen gibt darin Dr. Hannibal Lecter, der mit einem FBI-Profiler Katz und Maus spielt. Ob Mikkelsen den kannibalistischen Serienmörder und Gourmet ebenso brilliant rüberbringt wie Anthony Hopkins, oder bekommen wir einen Ausverkauf serviert? Ich bin auf den Nachschlag gespannt.
Ungleich interessanter fand ich Textauszüge aus zwei Büchern von und über Pete Townshend und Rod Stewart. Heute, also viele Jahre später, ist es kaum zu glauben, aber die beiden habe ich tatsächlich auch mal live gesehen. Ansonsten hat mich dieser Rolling Stone, was die Musikbeiträge angeht, ziemlich kalt gelassen.
Ein mehrseitiger Bericht beschäftigt sich mit "Zehn Serien, die man jetzt sehen muß". Aha. Muß man? Ich bin ja ein Serienjunkie. Daher las ich mich mit Neugier durch den Artikel - und wurde enttäuscht. Inhaltlich kann ich mich für keine dieser hochgelobten Serien erwärmen und werde sie mir folglich ersparen. Was natürlich Geschmackssache ist. Ein kurzer Ausblick auf "10 Serien, auf die wir uns freuen" verheißt Verlockenderes. Den Neuaufguß von Dallas brauche ich so wenig, wie ich die damalige Soap Opera brauchte. Aber J. J. Abrams' neue postapokalyptische Serie Revolution, in der die Menschen ohne Technik auskommen müssen, klingt vielversprechend. Was auch für 666 Park Avenue gilt, eine Mysterie-Serie um ein Apartmenthaus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Was ich von Hannibal in Serie halten soll, weiß ich nicht. Mads Mikkelsen gibt darin Dr. Hannibal Lecter, der mit einem FBI-Profiler Katz und Maus spielt. Ob Mikkelsen den kannibalistischen Serienmörder und Gourmet ebenso brilliant rüberbringt wie Anthony Hopkins, oder bekommen wir einen Ausverkauf serviert? Ich bin auf den Nachschlag gespannt.
Freitag, 21. Dezember 2012
Der ACD bricht auf ins Jahr 2013
Während allenthalben das völlig totgerittene Thema Mayas und Weltuntergang immer noch für einen müden Spätzünder-Gag gut ist, schaut der Atlan Club Deutschland frohen Mutes in die Zukunft. Die Damen und Herren Clubmitglieder wissen halt, was sich für einen Science Fiction-Club gehört. Mit der aktuellen Clublieferung brechen sie gleich in doppelter Hinsicht ins Jahr 2013 auf.
Zum einen gibt es einen A4-formatigen Jahreskalender für die Wand. Die dreizehn Zeichnungen, Bilder und Collagen vereinen diesmal die Themen Science Fiction und Erotik. Bei den Künstlern sind Profis wie Amateure aus der Fan-Szene vertreten. Das Titelblatt präsentiert ein schönes Werk von Norbert Reichinger. Obwohl bei mir schon der Jahreskalender des Rolling Stone Magazins an der Wand hängt, habe ich noch ein schönes Plätzchen für das Werk der Atlan-Enthusiasten gefunden. Zum anderen liefern Rüdiger Schäfer und Gero Grübler, die 2013 den ACD-Con ausrichten, den Progess Report 1 ab. Augenzwinkernd nennen die beiden Schelme die clubinterne Veranstaltung ACD-Weltcon. Stattfinden wird sie im Anne-Frank-Haus in Oldau-Hambühren, irgendwo weit nördlich von Köln also. Mal sehen, ob ich es nach Jahren wieder einmal schaffe, einen ACD-Con zu besuchen. Bis August ist es ja noch lange hin.
Das Herzstück jeder Lieferung ist und bleibt aber das clubinterne Zine INTRAVENÖS, das mit der 215. Ausgabe vorliegt. Atlan mit Weihnachtsmannmütze in einer Schneelandschaft, eingerahmt von drei jungen weihnachtlichen Schönheiten, ziert das farbige Titelbild. Inhaltlich stechen zwei Dinge hervor. Es finden sich nur vier Leserbriefe, ungewöhnlich wenig für die aktive Truppe, und mit der 22. Folge beendet Rüdiger Schäfer seine Deutschstunde, die ich immer mit Vergnügen gelesen habe. Aber Aktivposten Rüdiger wäre nicht Rüdiger, würde er im folgenden Satz nicht gleich eine neue Serie ankündigen, und zwar aus dem Bereich der Naturwissenschaften, in dem er ebenso bewandert ist wie auf dem Gebiet der deutschen Sprache.
Zum einen gibt es einen A4-formatigen Jahreskalender für die Wand. Die dreizehn Zeichnungen, Bilder und Collagen vereinen diesmal die Themen Science Fiction und Erotik. Bei den Künstlern sind Profis wie Amateure aus der Fan-Szene vertreten. Das Titelblatt präsentiert ein schönes Werk von Norbert Reichinger. Obwohl bei mir schon der Jahreskalender des Rolling Stone Magazins an der Wand hängt, habe ich noch ein schönes Plätzchen für das Werk der Atlan-Enthusiasten gefunden. Zum anderen liefern Rüdiger Schäfer und Gero Grübler, die 2013 den ACD-Con ausrichten, den Progess Report 1 ab. Augenzwinkernd nennen die beiden Schelme die clubinterne Veranstaltung ACD-Weltcon. Stattfinden wird sie im Anne-Frank-Haus in Oldau-Hambühren, irgendwo weit nördlich von Köln also. Mal sehen, ob ich es nach Jahren wieder einmal schaffe, einen ACD-Con zu besuchen. Bis August ist es ja noch lange hin.
Das Herzstück jeder Lieferung ist und bleibt aber das clubinterne Zine INTRAVENÖS, das mit der 215. Ausgabe vorliegt. Atlan mit Weihnachtsmannmütze in einer Schneelandschaft, eingerahmt von drei jungen weihnachtlichen Schönheiten, ziert das farbige Titelbild. Inhaltlich stechen zwei Dinge hervor. Es finden sich nur vier Leserbriefe, ungewöhnlich wenig für die aktive Truppe, und mit der 22. Folge beendet Rüdiger Schäfer seine Deutschstunde, die ich immer mit Vergnügen gelesen habe. Aber Aktivposten Rüdiger wäre nicht Rüdiger, würde er im folgenden Satz nicht gleich eine neue Serie ankündigen, und zwar aus dem Bereich der Naturwissenschaften, in dem er ebenso bewandert ist wie auf dem Gebiet der deutschen Sprache.
Dienstag, 11. Dezember 2012
Schreckensvisionen
Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn der Postbote ein Belegexemplar ins Haus bringt. Ich könnte ihn dann knuddeln. Jetzt erhielt ich Schreckensvisionen, den 39. Band von REN DHARK- WEG INS WELTALL. Ich bin jedesmal aufs Neue begeistert von den schmucken schwarzen Hardcover-Ausgaben, in denen der irdische Raumfahrer Ren Dhark und sein Ringraumer Point of ihre Abenteuer bestehen. Das vorliegende Buch habe ich gemeinsam mit Uwe Helmut Grave und Jan Gardemann geschrieben. Das Titelbild zeigt einen schönen Anachronismus, eine klassische Dampflokomotive, über der ein hochmoderner Ellipsenraumer schwebt, wie immer gekonnt in Szene gesetzt von Ralph Voltz. Erwähnte ich schon einmal, daß ich ein großer Fan von Ralph bin? Ja, ich glaube schon.
Im neuen Abenteuer der Endlos-Saga empfängt die Point of einen geheimnisvollen Hyperraumimpuls, und Ren Dhark läßt den Ausgangsort anfliegen. Er findet eine in Vergessenheit geratene Kolonie der Menschheit, auf der eigenartige Sitten herrschen. Der freundliche Empfang, den die terranischen Raumfahrer erleben, verkehrt sich schnell ins Gegenteil, denn sie sind in eine Falle ungeahnten Ausmaßes geraten. Der zur Künstlichen Intelligenz gewordene Roboter Artus spielt eine wichtige Rolle in den dramatischen Ereignissen. Besonderen Spaß gemacht hat mir die Schilderung einer Gruppe verrückter Wissenschaftler, die ich zunächst für etwas überzogen hielt, die aber auch beim Redakteur Hajo F. Breuer bestens ankam.
Mit Schreckensvisionen liegt die letzte Ausgabe von Ren Dhark vor, natürlich nur in diesem Jahr. Denn 2013 geht es wie gewohnt in zweimonatlichem Erscheinungsturnus weiter. Die nächste Fortsetzung trägt dann den Titel Spiegel des Todes.
Im neuen Abenteuer der Endlos-Saga empfängt die Point of einen geheimnisvollen Hyperraumimpuls, und Ren Dhark läßt den Ausgangsort anfliegen. Er findet eine in Vergessenheit geratene Kolonie der Menschheit, auf der eigenartige Sitten herrschen. Der freundliche Empfang, den die terranischen Raumfahrer erleben, verkehrt sich schnell ins Gegenteil, denn sie sind in eine Falle ungeahnten Ausmaßes geraten. Der zur Künstlichen Intelligenz gewordene Roboter Artus spielt eine wichtige Rolle in den dramatischen Ereignissen. Besonderen Spaß gemacht hat mir die Schilderung einer Gruppe verrückter Wissenschaftler, die ich zunächst für etwas überzogen hielt, die aber auch beim Redakteur Hajo F. Breuer bestens ankam.
Mit Schreckensvisionen liegt die letzte Ausgabe von Ren Dhark vor, natürlich nur in diesem Jahr. Denn 2013 geht es wie gewohnt in zweimonatlichem Erscheinungsturnus weiter. Die nächste Fortsetzung trägt dann den Titel Spiegel des Todes.
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Veröffentlichung
Montag, 10. Dezember 2012
Titelbild für Nick 2
NICK 2 ist zwar noch Zukunftsmusik. Der Roman erscheint irgendwann im kommenden Jahr. Überhaupt muß er ja erst noch geschrieben werden. Aber das Titelbild habe ich heute schon erhalten. Ich finde es klasse. Da ist richtig Dynamik drin.
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Sonntag, 9. Dezember 2012
Der sich im Ledermantel irrt
Einmal im Monat trifft sich der Phantastik-Stammtisch Köln in der Südstadt in der Gaststätte Refugium. Im Dezember tarnt sich das Treffen immer als kleine Weihnachtsfeier. So wie am gestrigen Abend auch in diesem Jahr. Es gab Frikadellen, Würstchen und Brötchen mit Käse. Der Senf war extra scharf, das lobe ich mir. Das muß bei Halvem Hahn einfach so sein.
Unter unseren regelmäßigen Besuchern waren diesmal auch wieder einige Autoren aus dem Kölner Raum. Horst Hoffmann und Bernd Robker gaben sich ein Stelldichein, Michael Breuer und Aki Noffz. Selbst aus München und Nürnberg waen SF-Freunde angereist, dazu die übliche Kölner Clique. Entsprechend gut war die Stimmung. Es wurde viel geschwelgt, gealbert und geblödelt. Auf einem Tisch wurde ein Perry Rhodan-Stander aufgestellt. Er diente aber vorwiegend als Befestigung für einen Wimpel von Fortuna Köln. Die Südtstadt-Truppe und Good Old Perry, das ist doch eine nette Kombination.
Die Themen der ernsthafteren Gespräche unterschieden sich nur wenig von denen des Old Man Treffens vom Vorabend. Doch es wurden auch Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. So habe ich eine neue Science Fiction- und Abenteuer-Serie angedacht, über die ich noch nicht mehr verraten kann, weil sie gedanklich erst in den Kinderschuhen steckt.
Für Erheiterung sorgte ein veritabler SF-Autor, der sich in der falschen, weil nicht seiner eigenen Kluft davonmachte. Verwechslungen sind vorprogrammiert, wenn zwei Besucher ihre fast identischen schwarzen Ledermäntel nebeneinander an zwei Garderobenhaken aufhängen. Wenn dann noch sämtliche Schlüssel in den Taschen stecken, ist das doppelt ärgerlich. So kam es, wie es kommen mußte. Als besagter Autor nach einer Stunde zurückkam, um den falschen Mantel gegen den richtigen zu tauschen, war das Hallo groß und der Applaus noch größer. Und ehe wir uns versahen, waren wir vom frühen Abend schon wieder am frühen Morgen angelangt.
Unter unseren regelmäßigen Besuchern waren diesmal auch wieder einige Autoren aus dem Kölner Raum. Horst Hoffmann und Bernd Robker gaben sich ein Stelldichein, Michael Breuer und Aki Noffz. Selbst aus München und Nürnberg waen SF-Freunde angereist, dazu die übliche Kölner Clique. Entsprechend gut war die Stimmung. Es wurde viel geschwelgt, gealbert und geblödelt. Auf einem Tisch wurde ein Perry Rhodan-Stander aufgestellt. Er diente aber vorwiegend als Befestigung für einen Wimpel von Fortuna Köln. Die Südtstadt-Truppe und Good Old Perry, das ist doch eine nette Kombination.
Die Themen der ernsthafteren Gespräche unterschieden sich nur wenig von denen des Old Man Treffens vom Vorabend. Doch es wurden auch Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. So habe ich eine neue Science Fiction- und Abenteuer-Serie angedacht, über die ich noch nicht mehr verraten kann, weil sie gedanklich erst in den Kinderschuhen steckt.
Für Erheiterung sorgte ein veritabler SF-Autor, der sich in der falschen, weil nicht seiner eigenen Kluft davonmachte. Verwechslungen sind vorprogrammiert, wenn zwei Besucher ihre fast identischen schwarzen Ledermäntel nebeneinander an zwei Garderobenhaken aufhängen. Wenn dann noch sämtliche Schlüssel in den Taschen stecken, ist das doppelt ärgerlich. So kam es, wie es kommen mußte. Als besagter Autor nach einer Stunde zurückkam, um den falschen Mantel gegen den richtigen zu tauschen, war das Hallo groß und der Applaus noch größer. Und ehe wir uns versahen, waren wir vom frühen Abend schon wieder am frühen Morgen angelangt.
Samstag, 8. Dezember 2012
Alle Jahre wieder, alte Männer unterwegs
Nach diversen Zusammenkünften in Rastatt in den vergangenen Jahren und 2011 in Leverkusen fand das diesjährliche Old Men Treffen erstmals in Köln statt. Die Einladungen gingen wie immer an Aktivisten, die in der professionellen Science Fiction-Szene oder in ihrem fannischen Umfeld tätig sind. Leider setzte gestern im Laufe des Tages das Schneechaos in Deutschland ein, was einige Leute davon abhielt, den Weg nach Köln zu finden.
Ich hatte das historische Wein- und Bierlokal "Zum Wilddieb" im Griechenviertel als Treffpunkt auserkoren. Die Wahl erwies sich als Treffer, wie die Reaktionen der Besucher zeigten. Die ruhige, gemütliche Atmosphäre kam ebenso gut an wie das leckere Essen, das kalte Früh-Kölsch sowieso. Der freundliche und zuvorkommende Wirt Guido, bei dem ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte, tat mit seiner lockeren Art ein Übriges, um die Gäste zufrieden zu stellen. Daher wundert es nicht, daß die letzten Nasen erst nach zwei Uhr nachts aufbrachen.
Inhaltlich drehten sich die Gespräche um die bei solchen Veranstaltungen typischen Themen. Um die Phantastik an sich, die Szene und um im kommenden Jahr bevorstehende Cons, um Filme und um neue literarische Serien, aber auch um Musik und persönliche Dinge. Völlig ausgespart blieb der Fußball, was mich im Nachhinein ein wenig erstaunt, weil zumeist doch irgendwer irgendwann dieses Thema mit Sicherheit anschneidet.
Der gestrige Abend hat allen Teilnehmern gefallen. Das Beisammensein im kleinen Kreis war gelungen und hat Spaß gemacht. Es wurde sogar angeregt, die jährlich stattfindende Veranstaltung 2013 wieder an gleicher Stelle auszurichten. Ich habe nichts dagegen, der Wirt auch nicht. Andererseits ist das Old Men Treffen eine Wanderveranstaltung und Klaus Bollhöfeners Kind. Mal sehen, was der Marketingchef von Pabel Moewig zu der Idee sagt.
Ich hatte das historische Wein- und Bierlokal "Zum Wilddieb" im Griechenviertel als Treffpunkt auserkoren. Die Wahl erwies sich als Treffer, wie die Reaktionen der Besucher zeigten. Die ruhige, gemütliche Atmosphäre kam ebenso gut an wie das leckere Essen, das kalte Früh-Kölsch sowieso. Der freundliche und zuvorkommende Wirt Guido, bei dem ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte, tat mit seiner lockeren Art ein Übriges, um die Gäste zufrieden zu stellen. Daher wundert es nicht, daß die letzten Nasen erst nach zwei Uhr nachts aufbrachen.
Inhaltlich drehten sich die Gespräche um die bei solchen Veranstaltungen typischen Themen. Um die Phantastik an sich, die Szene und um im kommenden Jahr bevorstehende Cons, um Filme und um neue literarische Serien, aber auch um Musik und persönliche Dinge. Völlig ausgespart blieb der Fußball, was mich im Nachhinein ein wenig erstaunt, weil zumeist doch irgendwer irgendwann dieses Thema mit Sicherheit anschneidet.
Der gestrige Abend hat allen Teilnehmern gefallen. Das Beisammensein im kleinen Kreis war gelungen und hat Spaß gemacht. Es wurde sogar angeregt, die jährlich stattfindende Veranstaltung 2013 wieder an gleicher Stelle auszurichten. Ich habe nichts dagegen, der Wirt auch nicht. Andererseits ist das Old Men Treffen eine Wanderveranstaltung und Klaus Bollhöfeners Kind. Mal sehen, was der Marketingchef von Pabel Moewig zu der Idee sagt.
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Eine Besprechung zu Tibor 3
Eine schöne Besprechung zu TIBOR 3 mit Titel »Die Urungi« habe ich entdeckt. Carsten Kuhr rezensiert den Roman bei www.phantastiknews.de, und er bespricht ihn ausgesprochen positiv. Das freut mich natürlich, besonders weil ich die dritte Romanumsetzung von Hansrudi Wäschers Dschungelgeschichte mit viel Herzblut geschrieben habe.
Was ebenso für die ersten beiden im Verlag Peter Hopf erschienenen Bände gilt. Auch »Der Sohn des Dschungels« und »Ein Drittel fehlt« hat Carsten Kuhr übrigens bei phantastiknews besprochen. Dann kann das nächste Buch »Eine harte Schule« ja kommen. Geplant ist die Veröffentlichung für die Intercomic im kommenden Mai.
Was ebenso für die ersten beiden im Verlag Peter Hopf erschienenen Bände gilt. Auch »Der Sohn des Dschungels« und »Ein Drittel fehlt« hat Carsten Kuhr übrigens bei phantastiknews besprochen. Dann kann das nächste Buch »Eine harte Schule« ja kommen. Geplant ist die Veröffentlichung für die Intercomic im kommenden Mai.
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Mittwoch, 5. Dezember 2012
Classic Rock 16
Die November- und Dezember-Ausgabe des Musikmagazins Classic Rock hat es wieder in sich. Artikel, Plattenbesprechungen, Konzertberichte, Musikbücher. Und wie immer liegt die CD Kronjuwelen bei, die 16. Ausgabe bereits. Die bietet zwar keinen herausragenden, aber mit Ian Hunter, Richie Sambora und acht weiteren Bands wieder einen schönen Querschnitt durch die Gefilde des Classic Rocks.
Die Titelgeschichte dreht sich um Aerosmith, eine Band, die ich erst irgendwann in den frühen Neunziger Jahren entdeckt und seitdem ein paar Mal live gesehen habe. Das Verhältnis zwischen Sänger Steven Tyler und Gitarrist Joe Perry ist mit dem Begriff Zickenkrieg bestens getroffen. Ziemlich infantil und haarsträubend, kann ich da nur sagen.
Richtig entsetzt war ich beim Artikel zu Kiss und ihrem neuen Album. Da zieht Gene Simmons vom Leder und plappert, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Drogensüchtige würde er in Arbeitslager stecken und Pädophile zum Tode verurteilen. Ja, ist klar, Mister Simmons. Und Ladendieben am besten die Hände abhacken. Da ist es dann mit Haarsträuben nicht mehr getan. Ich war nie besonders Kiss-affin, aber nach diesen Parolen werde ich es mit Sicherheit auch nicht mehr werden.
Interessanter ist da schon die Beichte von Richie Sambora zu seinen jahrelangen Suchtproblemen, offen und ehrlich. Steve Harris, Gründer von Iron Maiden, ist mit eigener Band zum ersten Mal auf Solopfaden unterwegs. Led Zeppelin werden ebenso gewürdigt wie ZZ Top. Am meisten interessierte mich der Artikel über Black Country Communion, die gerade ihr drittes Studioalbum veröffentlich haben. Die Supergroup, bestehend aus Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Jason Bonham und Derek Sherinian, ist für mich so etwas wie die Band der letzten zwei Jahre. Von denen bin ich wirklich begeistert. Daher hoffe ich sehr, daß es mit BCC weitergeht. Verschiedene Ausführungen von Hughes lassen daran aber Zweifel aufkommen. Wäre sehr schade.
Die Titelgeschichte dreht sich um Aerosmith, eine Band, die ich erst irgendwann in den frühen Neunziger Jahren entdeckt und seitdem ein paar Mal live gesehen habe. Das Verhältnis zwischen Sänger Steven Tyler und Gitarrist Joe Perry ist mit dem Begriff Zickenkrieg bestens getroffen. Ziemlich infantil und haarsträubend, kann ich da nur sagen.
Richtig entsetzt war ich beim Artikel zu Kiss und ihrem neuen Album. Da zieht Gene Simmons vom Leder und plappert, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Drogensüchtige würde er in Arbeitslager stecken und Pädophile zum Tode verurteilen. Ja, ist klar, Mister Simmons. Und Ladendieben am besten die Hände abhacken. Da ist es dann mit Haarsträuben nicht mehr getan. Ich war nie besonders Kiss-affin, aber nach diesen Parolen werde ich es mit Sicherheit auch nicht mehr werden.
Interessanter ist da schon die Beichte von Richie Sambora zu seinen jahrelangen Suchtproblemen, offen und ehrlich. Steve Harris, Gründer von Iron Maiden, ist mit eigener Band zum ersten Mal auf Solopfaden unterwegs. Led Zeppelin werden ebenso gewürdigt wie ZZ Top. Am meisten interessierte mich der Artikel über Black Country Communion, die gerade ihr drittes Studioalbum veröffentlich haben. Die Supergroup, bestehend aus Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Jason Bonham und Derek Sherinian, ist für mich so etwas wie die Band der letzten zwei Jahre. Von denen bin ich wirklich begeistert. Daher hoffe ich sehr, daß es mit BCC weitergeht. Verschiedene Ausführungen von Hughes lassen daran aber Zweifel aufkommen. Wäre sehr schade.
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Sonntag, 2. Dezember 2012
Kölsche Engelcher
Alle Jahre wieder bringt das Puppenspieltheater Hänneschen ein neues Weihnachtsstück auf die Bühne. Nachdem ich das Hänneschen seit meiner Kindheit für lange Zeit aus den Augen verloren hatte, bin ich seit ein paar Jahren wieder dabei, sowohl Weihnachten als auch Karneval.
Die diesjährige Aufführung trägt den Titel "Kölsche Engelcher", und der ist leicht erklärt. In Knollendorf, dem Heimatort der munteren Puppenschar, herrschen vor Weihnachten Zank und Streit. Wirt Mählwurm zofft sich mit dem Dorfpolizisten Schnäuzerkowski, der Speimanes und seine Verlobte liegen sich in den Haaren, und auch die übrigen Knollendorfer sind sich nicht grün. Zu allem Überfluß verklappen Tünnes und Schäl Sondermüll im See und gefährden die Tiere des Waldes. Kein schöner Zustand also am Morgen von Heiligabend.
Hänneschen und Bärbelchen wollen den Frieden wiederherstellen. Um das zu schaffen, müssen sie zu Engeln werden. Nur so kann ihr Plan funktionieren. Der Nikolaus und das Christkind sind einverstanden und machen die beiden Knollendorfer Pänz für einen Tag zu Engeln.
Diesmal gibt es vier Bühnenbilder. Der erste Aufzug spielt in Knollendorf, der nächste im Himmel auf einer Wolke, wo sich die kleinen Engel tummeln. Weiter geht es im Wald am See, mit dem aus den Vorjahren bekannten Bär und anderen Tieren und mit Tünnes und Schäl, die auf einem Lastwagen Giftmüllfässer herankarren, um sie im See zu versenken. Was sie aber dank des Eingreifens der beiden Kinder nicht machen. Das Finale findet bei Hänneschen und Bärbelchen zu Hause statt, wo sich alle treffen und wieder lieb haben. Denn selbstverständlich ist es den beiden gelungen, Frieden zu stiften, und in Knollendorf herrschen wieder Eintracht und Harmonie.
Die Bühnenbilder sind jedes Mal schön anzuschauen. Die Geschichte ist nett gemacht, die Puppen, die wie immer kölsch sprechen, sind toll. Was mir auffiel war die Altersstruktur des Publikums. Obwohl es sich um eine Kinderveranstaltung handelt, waren nur sehr wenige Kinder im Publikum. Die hatten dafür aber richtig Spaß an der Aufführung.
Die diesjährige Aufführung trägt den Titel "Kölsche Engelcher", und der ist leicht erklärt. In Knollendorf, dem Heimatort der munteren Puppenschar, herrschen vor Weihnachten Zank und Streit. Wirt Mählwurm zofft sich mit dem Dorfpolizisten Schnäuzerkowski, der Speimanes und seine Verlobte liegen sich in den Haaren, und auch die übrigen Knollendorfer sind sich nicht grün. Zu allem Überfluß verklappen Tünnes und Schäl Sondermüll im See und gefährden die Tiere des Waldes. Kein schöner Zustand also am Morgen von Heiligabend.
Hänneschen und Bärbelchen wollen den Frieden wiederherstellen. Um das zu schaffen, müssen sie zu Engeln werden. Nur so kann ihr Plan funktionieren. Der Nikolaus und das Christkind sind einverstanden und machen die beiden Knollendorfer Pänz für einen Tag zu Engeln.
Diesmal gibt es vier Bühnenbilder. Der erste Aufzug spielt in Knollendorf, der nächste im Himmel auf einer Wolke, wo sich die kleinen Engel tummeln. Weiter geht es im Wald am See, mit dem aus den Vorjahren bekannten Bär und anderen Tieren und mit Tünnes und Schäl, die auf einem Lastwagen Giftmüllfässer herankarren, um sie im See zu versenken. Was sie aber dank des Eingreifens der beiden Kinder nicht machen. Das Finale findet bei Hänneschen und Bärbelchen zu Hause statt, wo sich alle treffen und wieder lieb haben. Denn selbstverständlich ist es den beiden gelungen, Frieden zu stiften, und in Knollendorf herrschen wieder Eintracht und Harmonie.
Die Bühnenbilder sind jedes Mal schön anzuschauen. Die Geschichte ist nett gemacht, die Puppen, die wie immer kölsch sprechen, sind toll. Was mir auffiel war die Altersstruktur des Publikums. Obwohl es sich um eine Kinderveranstaltung handelt, waren nur sehr wenige Kinder im Publikum. Die hatten dafür aber richtig Spaß an der Aufführung.
Samstag, 24. November 2012
Fortuna Köln siegt im Stadtderby
Vor dem heutigen Tag war ich lange nicht mehr im Sportpark in Köln-Höhenberg. Dort trägt Viktoria Köln seine Heimspiele in der Regionalliga West aus, in der auch der SC Fortuna Köln spielt. Neben Traditionsclubs wie Rot Weiß Essen und dem Wuppertaler SV tummeln sich in jenen Niederungen auch diverse Zweitvertretungen, beispielsweise von Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen und des 1. FC Köln.
Vor dem Spieltag waren die Fronten klar. Viktoria ging mit 36 Punkten als Tabellenführer und leichter Favorit ins Rennen gegen die mit 35 Punkten dichtauf folgenden Südstädter. Der Sportpark im Rechtsrheinischen war mit 6.214 Zuschauern ausverkauft - wohlgemerkt, es handelt sich um die 4.Liga. Die Tribüne war gefüllt mit Fans von Viktoria, die Gegengerade fest in der Hand der Fortuna-Anhänger. Die Stimmung - ich muß sagen, da habe ich mehr erwartet - seitens der Viktorianer war recht mau.
Spielerisch gewann Fortuna schon in der 1. Halbzeit ein Übergewicht und hatte auch mehr Torchancen. Dennoch stand es zur Pause 0:0. Nach dem Seitenwechsel legte die Fortuna aber noch eine Schippe drauf. Nach einem Doppelschlag zur 2:0-Führung kam Viktoria mit dem Anschlußtreffer zwar noch einmal heran, mußte sich wenig später nach dem dritten Tor der Südtstädter aber endgültig geschlagen geben.
Der Sieg war nicht nur verdient, Fortuna übernahm damit auch die Tabellenführung. Das hat richtig Spaß gemacht. Entsprechend gut war die Stimmung unter den Fortuna-Anhängern, wohingegen die rechtsrheinischen Fans ihr Stadion fluchtartig verließen.
Vor dem Spieltag waren die Fronten klar. Viktoria ging mit 36 Punkten als Tabellenführer und leichter Favorit ins Rennen gegen die mit 35 Punkten dichtauf folgenden Südstädter. Der Sportpark im Rechtsrheinischen war mit 6.214 Zuschauern ausverkauft - wohlgemerkt, es handelt sich um die 4.Liga. Die Tribüne war gefüllt mit Fans von Viktoria, die Gegengerade fest in der Hand der Fortuna-Anhänger. Die Stimmung - ich muß sagen, da habe ich mehr erwartet - seitens der Viktorianer war recht mau.
Spielerisch gewann Fortuna schon in der 1. Halbzeit ein Übergewicht und hatte auch mehr Torchancen. Dennoch stand es zur Pause 0:0. Nach dem Seitenwechsel legte die Fortuna aber noch eine Schippe drauf. Nach einem Doppelschlag zur 2:0-Führung kam Viktoria mit dem Anschlußtreffer zwar noch einmal heran, mußte sich wenig später nach dem dritten Tor der Südtstädter aber endgültig geschlagen geben.
Der Sieg war nicht nur verdient, Fortuna übernahm damit auch die Tabellenführung. Das hat richtig Spaß gemacht. Entsprechend gut war die Stimmung unter den Fortuna-Anhängern, wohingegen die rechtsrheinischen Fans ihr Stadion fluchtartig verließen.
Donnerstag, 22. November 2012
Mehr als nur Musik - Rolling Stone 217
Die Musikzeitschrift Rolling Stone erscheint monatlich, und ich brauche stets so an die drei bis vier Wochen, bis ich sie durchhabe. Reiner Zufall, oder wissen die Herausgeber das? Ist vielleicht sogar die Zeitfalte eines Parallelkontinuums dafür verantwortlich, welche die Erscheinungsfrequenz des Magazins und mein Leseverhalten in Einklang bringt? Jedenfalls habe ich die Novemberausgabe durch und kann sie guten Gewissens empfehlen.
Immer wieder hervorzuheben ist der Blick über den Tellerrand hinaus. Sprich, der Rolling Stone widmet sich nicht ausschließlich Musik betreffenden Themen. Die Autoren finden den Mut, sich auch mit ganz anderen Inhalten zu beschäftigen. Manche interessieren mich, andere nicht, so wie ich ohnehin nicht das komplette Heft durchlese.
In der aktuellen Ausgabe finden sich gleich zwei lesenwerte Artikel. Der eine beschätigt sich mit dem derzeit omnipräsenten Agenten James Bond, zum einen weil mit Skyfall just der neue Film im Kino angelaufen ist, zum anderen weil der Unkaputtbare seinen 50. Geburtstag feiert. Besonders hervorzuheben ist jedoch ein mehrseitiger Bericht über neue Nazis, die Dortmund als ihre heimliche Hauptstadt auserkoren haben. Was die Musik angeht, so habe ich mich besonders über einen Beitrag über Neil Young gefreut - halb Bericht und halb Interview -, dessen neues Album Psychedelic Pill auch gleich noch besprochen wird.
Immer wieder hervorzuheben ist der Blick über den Tellerrand hinaus. Sprich, der Rolling Stone widmet sich nicht ausschließlich Musik betreffenden Themen. Die Autoren finden den Mut, sich auch mit ganz anderen Inhalten zu beschäftigen. Manche interessieren mich, andere nicht, so wie ich ohnehin nicht das komplette Heft durchlese.
In der aktuellen Ausgabe finden sich gleich zwei lesenwerte Artikel. Der eine beschätigt sich mit dem derzeit omnipräsenten Agenten James Bond, zum einen weil mit Skyfall just der neue Film im Kino angelaufen ist, zum anderen weil der Unkaputtbare seinen 50. Geburtstag feiert. Besonders hervorzuheben ist jedoch ein mehrseitiger Bericht über neue Nazis, die Dortmund als ihre heimliche Hauptstadt auserkoren haben. Was die Musik angeht, so habe ich mich besonders über einen Beitrag über Neil Young gefreut - halb Bericht und halb Interview -, dessen neues Album Psychedelic Pill auch gleich noch besprochen wird.
Mittwoch, 21. November 2012
Kölle jeiht uns unger de Hugg
Die Geschichte vom bedauernswerten Moorflitschje, das einsam im Moor sitzt, sich nach einem Freund sehnt und doch nur mit der gesamten männlichen Hälfte des Dorfes verkehrt, war nicht mehr allein Musik, sondern Kabarett. In bester Kleinkunst-Manier zelebrierte De Familich das Zugabestück zunächst auf der Bühne und dann fingerschnippend quer durchs Publikum. Da hatten die fünf Musiker bereits einen zweistündigen Auftritt hinter sich.
Im Reissdorf-Brauhaus auf der Severinstraße (Zum alten Brauhaus) gastierte die Mundartgruppe diesmal. Neben den beiden akustischen Gitarren und der Geige gab es Unterstützung durch die Quetsch und gar ein Trömmelchen. Das ist eine sehr schöne Kombination von Instrumenten für die Musik der Familich, die ich gern als Kölsch-Folk bezeichne. Das Konzert war ausverkauft, die Stimmung bestens, und dank der Texthefte wurde auch wieder kräftig mitgesungen.
Mittlerweile kann sich De Familich dank der zahlreichen Lieder von Wolfgang Anton auf ein beachtliches eigenes Repertoire stützen, dennoch werden die alten Ikonen nicht vergessen. Es gab gleich mehrere Stücke von den Bläck Fööss, aber auch kölsche Klassiker wie En d'r Kaygass von Wilhelm Herkenrath und Hermann Kläser oder Mer schenken der Ahl e paar Blömcher vom 2011 verstorbenen Kölner Liedermacher Hans Knipp.
Musikalisch sind irische Einflüsse zu vernehmen und gar slawische in Kölsche Jung. Der Herkunft der Musiker wurde in Ich wonn en d'r Südstadt gedacht, Fäänwih ist eine kongeniale kölsche Umsetzung von Spingsteens The American Land. Ein wenig Karneval gab es mit Op de Trumm jeklopp und Aldermaat, zwei Stücken, die auch langfristig zu Gasenhauern werden können. Loss mer singe ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben und für mich neben Kölsche Jung und dem diesmal nicht gespielten 12 Sekunde Jlöck der Höhepunkt eines jeden Familich-Konzerts.
Natürlich war es wieder ein mitreißendes Konzert, und natürlich war es ein gelungener Abend. Über die zwölf Euro Eintritt für ein Zweistundenkonzert, für das man bei manchen Bands im Müngersdorfer Stadion schnell mal einen Hunderter hinlegen kann, kann sich wirklich niemand beklagen. Deshalb ist nach einem Familich-Konzert auch gleich wieder vor einem Familich-Konzert. Denn wie es in Loss mer singe so treffend heißt: »Et es doch immer widder schön, wenn mer all zosamme sin. Un mer singe all die Leeder, die mer vun Kindheit aan schon kennt.« Dem ist nichts hinzuzufügen.
Im Reissdorf-Brauhaus auf der Severinstraße (Zum alten Brauhaus) gastierte die Mundartgruppe diesmal. Neben den beiden akustischen Gitarren und der Geige gab es Unterstützung durch die Quetsch und gar ein Trömmelchen. Das ist eine sehr schöne Kombination von Instrumenten für die Musik der Familich, die ich gern als Kölsch-Folk bezeichne. Das Konzert war ausverkauft, die Stimmung bestens, und dank der Texthefte wurde auch wieder kräftig mitgesungen.
Mittlerweile kann sich De Familich dank der zahlreichen Lieder von Wolfgang Anton auf ein beachtliches eigenes Repertoire stützen, dennoch werden die alten Ikonen nicht vergessen. Es gab gleich mehrere Stücke von den Bläck Fööss, aber auch kölsche Klassiker wie En d'r Kaygass von Wilhelm Herkenrath und Hermann Kläser oder Mer schenken der Ahl e paar Blömcher vom 2011 verstorbenen Kölner Liedermacher Hans Knipp.
Musikalisch sind irische Einflüsse zu vernehmen und gar slawische in Kölsche Jung. Der Herkunft der Musiker wurde in Ich wonn en d'r Südstadt gedacht, Fäänwih ist eine kongeniale kölsche Umsetzung von Spingsteens The American Land. Ein wenig Karneval gab es mit Op de Trumm jeklopp und Aldermaat, zwei Stücken, die auch langfristig zu Gasenhauern werden können. Loss mer singe ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben und für mich neben Kölsche Jung und dem diesmal nicht gespielten 12 Sekunde Jlöck der Höhepunkt eines jeden Familich-Konzerts.
Natürlich war es wieder ein mitreißendes Konzert, und natürlich war es ein gelungener Abend. Über die zwölf Euro Eintritt für ein Zweistundenkonzert, für das man bei manchen Bands im Müngersdorfer Stadion schnell mal einen Hunderter hinlegen kann, kann sich wirklich niemand beklagen. Deshalb ist nach einem Familich-Konzert auch gleich wieder vor einem Familich-Konzert. Denn wie es in Loss mer singe so treffend heißt: »Et es doch immer widder schön, wenn mer all zosamme sin. Un mer singe all die Leeder, die mer vun Kindheit aan schon kennt.« Dem ist nichts hinzuzufügen.
Sonntag, 18. November 2012
Rockpalast-Fete 2012 - Nette Leute, gute Musik
Wie jedes Jahr organisierten ein paar unermüdlich Verwegene die Rockpalast-Fete in Köln, jetzt schon zum 24. Mal, wenn ich mich nicht täusche. Wieder fand sie im Gewölbesaal des Friedensparks in der Südstadt statt. Ich mag die schlichten Räumlichkeiten der Anlage. Sie sind wie gemacht für gute alte handegemachte Musik. Und um die geht es, ganz in der Tradition des Rockpalasts. Hier läuft kein geclonter Mist irgendwelcher Casting-Acts aus den Charts, sondern Rockmusik mit Herz.
»Wir wollen Schweinerock«, wie mir gestern einer der Veranstalter augenzwinkernd sagte. Richtig so, dem stimme ich uneingeschränkt zu. Es ist schön zu sehen, wie gut Hells Bells und Smoke on the Water oder Born to be Wild, Whole Lotta Love und Sympathy for the Devil auch heute noch funktionieren. Natürlich gab es auch neuere Musik, denn der Rockpalast präsentiert bei Konzerten ja auch immer Bands der heutigen Zeit.
Ich traf viele alte Bekannte, die seit einem Vierteljahrhundert mit den Rockpalast-Feten älter geworden sind und die ich auch nur zu diesem Anlaß sehe. Da gibt es dann immer wieder das große Hallo. Trotz aller Veränderungen ist eins bei ihnen gleich geblieben, nämlich die Leidenschaft für gute, ehrliche Musik. So ist's prächtig.
Das obligatorische Rockpalast-Feten-Kölschglas wurde diesmal geziert von einem Deep Purple-Motiv. Ein weiteres schönes Erinnerungsstück für die Sammlung. Und daß sämtliche Überschüsse der Veranstaltung wie immer für einen guten Zweck aufgewendet werden, ist ebenso schön. Mögen uns die Rockpalast-Feten noch viele Jahre erhalten bleiben.
Sonntag, 11. November 2012
Zwanzig Jahre lang den Arsch huh
Am 9. November 1992 machte die Kölner Musikszene mobil. Grund waren die mehrere Tage andauernden ausländerfeindlichen Ausschreitungen gegen Asylbewerber in Rostock-Lichtenhagen, gefolgt von ähnlichen Schanden in anderen Städten. Genauso schlimm wie die Gewalt der randalierenden Faschos fand ich die Applausbekundungen der sogenannten Normalbürger und das zurückhaltende, völlig inkompetente Auftreten der Polizei. Unter dem Motto Arsch huh, Zäng ussenander wollten Kölner Musiker damals ein Zeichen gegen Rassismus und Neonazis setzen. Mit dem enormen Zuspruch einer Teilnehmerzahl von 100.000 Menschen am Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt hatte man nicht annähernd gerechnet. Köln machte tatsächlich mobil. Der Termin war nicht zufällig gewählt, sondern gedachte der Reichspogromnacht von 1938.
Nun, auf den Tag genau zwanzig Jahre später, wurde die Veranstaltung neu aufgelegt. Neben dem ursprünglichen Anliegen ging es diesmal generell um Ausgrenzung und die soziale Schieflage in diesem unserem Land, und wieder traten sämtliche Künstler selbstverständlich kostenlos auf. Ich unterstütze die Anliegen der AG Arsch huh, gerade in einer weltoffenen, toleranten Stadt wie Köln - beziehe das aber ausdrücklich nicht auf jugendliche Schlagetots in U-Bahnhöfen, Salafisten und andere radikalislamistische Gruppierungen oder Intensivtäter mit Migrationshintergrund. Die aber, nie vergessen, sind eine Minderheit, die weder Vorurteile noch Pauschalverurteilungen rechtfertigt, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt schon gar nicht. Eine Party für alle sollte die Veranstaltung sein, wurde betont, aber nicht nur das, sondern auch politische Veranstaltung und Kundgebung.
Die Veranstaltung fand heuer auf dem Gelände der Deutzer Werft statt, gleich am Rhein gelegen. Es füllte sich rasch, und schließlich kamen sage und schreibe 80.000 Menschen zusammen, junge und alte, um die Veranstaltung und die Ziele der Veranstalter zu unterstützen. Fast alle damaligen Musiker waren wieder dabei, dazu eine Menge anderer. Auch Kabarettisten und hochrangige Redner äußerten sich unmißverständlich. Unter ihnen waren Mariele Millowitsch und Elke Heidenreich, die einen Text von Karl Valentin über Fremde vortrugen, der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, der Tatort-Kommissar Dietmar Bär, der besonders vor einem neu aufkommenden Rassismus in Fußballstadien warnte, der Schriftsteller Frank Schätzing und der Kabarettist Wilfried Schmickler mit seiner wohltuend kompromißlosen Art.
Sämtliche teilnehmden Musiker aufzuführen, würde zu weit führen, daher seien nur ein paar genannt. Als jüngste Band war Kasalla dabei, mit ihrem Hit Pirate die Shooting Stars der vergangenen Karnevalssession. Sie zeigten, daß sie auch richtig rocken können. Gerd Köster und Frank Hocker warteten wie viele ihrer Kollegen mit einem neuen Stück auf, das speziell für diese Veranstaltung geschrieben worden war. Zeltinger und Brings waren vertreten, Tommy Engel sang mit seinen Söhnen Du bess Kölle. Die Höhner, seit jeher engagiert in sozialen Projekten wie der Obdachlosenhilfe, spielten ihr Anti-Nazi-Lied Wann jeiht der Himmel wieder op und ihre Interpretation des Bürgerlieds von 1845. Die Bläck Fööss, ebenfalls viel karitativ tätig, spielten ihr Lied von der Schäl Sick, wo das Ganze stattfand, und In unserem Veedel. In unseren Veedeln (also unseren Kölner Stadtvierteln) wird, wie Erry von den Fööss treffend feststellte, seit jeher integrative Arbeit durch nachbarschaftliche Beziehungen geleistet.
Gemeinsam spielten die Fööss mit Wolfgang Niedecken, Peter Brings und Klaus dem Geiger das neue Stück Dreckelige ahl Stadt, dann sagte Peter Rüchel BAP an, mit denen ihn ein langer Weg verbindet. BAP brachten die ganze Veranstaltung mit Kristallnaach auf den Punkt, und vor Amerika bedankte Wolfgang Niedecken sich bei all jenen, die 1945 »diese Stadt vom Faschismus befreit haben«. Danach kam das große Finale, als sämtliche Musiker die Bühne betraten. Unter ihnen auch der kölsche Grieche Nick Nikitatis, der 1992 zusammen mit Niedecken das Mottolied Arsch huh, Zäng ussenander geschrieben hatte. Das spielten sie nun alle zusammen, und danach noch Unsere Stammbaum von den Bläck Fööss, so etwas wie eine inoffizielle Kölner Hymne, die davon handelt, daß wir alle, die wie heute in dieser Stadt leben, auf fremden Wurzeln beruhen.
Vorbei waren fünf Stunden Programm in pfeifendem Wind, und sie waren schnell vorbeigegangen. Ich war nie stolz auf dieses Land - warum auch? -, obwohl ich keinen anderen Paß haben möchte, aber an diesem Abend war ich endlich mal wieder stolz auf meine Vaterstadt.
Nun, auf den Tag genau zwanzig Jahre später, wurde die Veranstaltung neu aufgelegt. Neben dem ursprünglichen Anliegen ging es diesmal generell um Ausgrenzung und die soziale Schieflage in diesem unserem Land, und wieder traten sämtliche Künstler selbstverständlich kostenlos auf. Ich unterstütze die Anliegen der AG Arsch huh, gerade in einer weltoffenen, toleranten Stadt wie Köln - beziehe das aber ausdrücklich nicht auf jugendliche Schlagetots in U-Bahnhöfen, Salafisten und andere radikalislamistische Gruppierungen oder Intensivtäter mit Migrationshintergrund. Die aber, nie vergessen, sind eine Minderheit, die weder Vorurteile noch Pauschalverurteilungen rechtfertigt, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt schon gar nicht. Eine Party für alle sollte die Veranstaltung sein, wurde betont, aber nicht nur das, sondern auch politische Veranstaltung und Kundgebung.
Die Veranstaltung fand heuer auf dem Gelände der Deutzer Werft statt, gleich am Rhein gelegen. Es füllte sich rasch, und schließlich kamen sage und schreibe 80.000 Menschen zusammen, junge und alte, um die Veranstaltung und die Ziele der Veranstalter zu unterstützen. Fast alle damaligen Musiker waren wieder dabei, dazu eine Menge anderer. Auch Kabarettisten und hochrangige Redner äußerten sich unmißverständlich. Unter ihnen waren Mariele Millowitsch und Elke Heidenreich, die einen Text von Karl Valentin über Fremde vortrugen, der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, der Tatort-Kommissar Dietmar Bär, der besonders vor einem neu aufkommenden Rassismus in Fußballstadien warnte, der Schriftsteller Frank Schätzing und der Kabarettist Wilfried Schmickler mit seiner wohltuend kompromißlosen Art.
Sämtliche teilnehmden Musiker aufzuführen, würde zu weit führen, daher seien nur ein paar genannt. Als jüngste Band war Kasalla dabei, mit ihrem Hit Pirate die Shooting Stars der vergangenen Karnevalssession. Sie zeigten, daß sie auch richtig rocken können. Gerd Köster und Frank Hocker warteten wie viele ihrer Kollegen mit einem neuen Stück auf, das speziell für diese Veranstaltung geschrieben worden war. Zeltinger und Brings waren vertreten, Tommy Engel sang mit seinen Söhnen Du bess Kölle. Die Höhner, seit jeher engagiert in sozialen Projekten wie der Obdachlosenhilfe, spielten ihr Anti-Nazi-Lied Wann jeiht der Himmel wieder op und ihre Interpretation des Bürgerlieds von 1845. Die Bläck Fööss, ebenfalls viel karitativ tätig, spielten ihr Lied von der Schäl Sick, wo das Ganze stattfand, und In unserem Veedel. In unseren Veedeln (also unseren Kölner Stadtvierteln) wird, wie Erry von den Fööss treffend feststellte, seit jeher integrative Arbeit durch nachbarschaftliche Beziehungen geleistet.
Gemeinsam spielten die Fööss mit Wolfgang Niedecken, Peter Brings und Klaus dem Geiger das neue Stück Dreckelige ahl Stadt, dann sagte Peter Rüchel BAP an, mit denen ihn ein langer Weg verbindet. BAP brachten die ganze Veranstaltung mit Kristallnaach auf den Punkt, und vor Amerika bedankte Wolfgang Niedecken sich bei all jenen, die 1945 »diese Stadt vom Faschismus befreit haben«. Danach kam das große Finale, als sämtliche Musiker die Bühne betraten. Unter ihnen auch der kölsche Grieche Nick Nikitatis, der 1992 zusammen mit Niedecken das Mottolied Arsch huh, Zäng ussenander geschrieben hatte. Das spielten sie nun alle zusammen, und danach noch Unsere Stammbaum von den Bläck Fööss, so etwas wie eine inoffizielle Kölner Hymne, die davon handelt, daß wir alle, die wie heute in dieser Stadt leben, auf fremden Wurzeln beruhen.
Vorbei waren fünf Stunden Programm in pfeifendem Wind, und sie waren schnell vorbeigegangen. Ich war nie stolz auf dieses Land - warum auch? -, obwohl ich keinen anderen Paß haben möchte, aber an diesem Abend war ich endlich mal wieder stolz auf meine Vaterstadt.
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Mittwoch, 7. November 2012
Intravenös 214
Sehr rezensionslastig ist sie, die neue Ausgabe von Intravenös, dem clubinternen Zine des Atlan Club Deutschland. Auf sage und schreibe 26 Seiten gibt es Buchbesprechungen satt. Die Werke nahmhafter Autoren wie Iain Banks werden ebenso berücksichtigt wie Neuerscheinungen in Kleinverlagen. In der Menge war mir das zu viel, zu kompakt, so daß ich die Besprechungen letzendlich nur überflogen habe.
Daneben gibt es die obligatorischen Sparten, die sich mal mehr, mal weniger oder zuweilen auch gar nicht mit dem Club-Patron Atlan beschäftigen. Perry Rhodan-Chefredakteur Klaus N. Frick schildert seine täglichen Eindrücke der Frankfurter Buchmesse. Sie wären interessant gewesen, wenn ich sie nicht schon an anderer Stelle gelesen hätte.
Ich gebe zu, das Intra läßt mich diesmal ein wenig kalt. Die Leserbriefe kommen in der vorliegenden Ausgabe ziemlich kurz. Da muß ich mich auch einmal mehr an die eigene Nase fassen. Wie lange nehme ich mir eigentlich schon vor, mal wieder ein paar Zeilen beizusteuern? Schmalbrüstig kommt das Heft dennoch nicht daher. 72 Seiten sind eine respektable Angelegenheit.
Daneben gibt es die obligatorischen Sparten, die sich mal mehr, mal weniger oder zuweilen auch gar nicht mit dem Club-Patron Atlan beschäftigen. Perry Rhodan-Chefredakteur Klaus N. Frick schildert seine täglichen Eindrücke der Frankfurter Buchmesse. Sie wären interessant gewesen, wenn ich sie nicht schon an anderer Stelle gelesen hätte.
Ich gebe zu, das Intra läßt mich diesmal ein wenig kalt. Die Leserbriefe kommen in der vorliegenden Ausgabe ziemlich kurz. Da muß ich mich auch einmal mehr an die eigene Nase fassen. Wie lange nehme ich mir eigentlich schon vor, mal wieder ein paar Zeilen beizusteuern? Schmalbrüstig kommt das Heft dennoch nicht daher. 72 Seiten sind eine respektable Angelegenheit.
Montag, 5. November 2012
Die Intercomic 72 gestaltete sich positiv für mich
Die 72. Intercomic war wieder gut besucht, trotz der morgendlichen Regenfälle. Sonst wären vielleicht noch einige Leute mehr gekommen. Doch auch so waren die Ausstellungshalle und die umliegenden Gänge stark frequentiert. Sobald ein Zeichner oder ein Autor an einem der zahlreichen Stände zugegen ist, staut sich der Passantenstrom zwangsläufig. Was aber niemanden stört, irgendwie gehört das nämlich auch zum Charme der Intercomic dazu.
Gleich am Eingang erwarteten mich die Stände des Blitz-Verlages und des Verlags Peter Hopf. Ich unterhielt mich eine Weile mit den beiden Verlegern, für die ich tätig bin, und hielt endlich TIBOR 3 - Die Urungi in Händen. Meine dritte Romanadaption der Comicabenteuer des Dschungelhelden war gerade frisch erschienen und wurde auf der Messe präsentiert. Die erste NICK-Ausgabe ist leider nicht fertig geworden, erscheint aber auf jeden Fall noch 2012.
Anschließend besuchte ich den Mohlberg-Verlag, die Romantruhe und den Hansrudi Wäscher-Fanclub. Dabei begegneten mir Horst Hoffmann und Walter Appel alias Earl Warren. Ein netter Plausch mit den Kollegen folgte, zumal sich einige Angehörige des Kölner Science Fiction-Stammtisch dazugesellten. Heinz Mohlberg mußte ich allerdings leider eine Absage erteilen. Die Serie, für die er mich bat, etwas zu schreiben, habe ich seinerzeit nicht gelesen. Inhaltlich bin ich bei ihr zu unbedarft, um mich ohne Vorwissen darin einzuarbeiten. Es ist eine Frage der Zeit, und die kann ich dafür nicht aufbringen.
Um die Mittagsstunde wurde der Dark Star 2012 verliehen. Der Preis besteht aus einer Urkunde inklusive Sterntaufe und geht an Personen, die sich in irgendeiner Art und Weise um Comics und/oder Romane verdient gemacht haben. Bisher waren das die Schriftsteller Jason Dark, Earl Warren und Christian Montillon. In diesem Jahr hatte ich die Ehre, den Preis in Empfang nehmen zu dürfen. Der rührige Gerhart Renner hielt die Laudation, der ein kleiner Sektempfang folgte. Witzig ist, daß nun ein Stern nach mir benannt ist. Der Stern 28201 im Sternbild Perseus, der, wie ich erfuhr, während des ganzen Jahres am Himmel sichtbar ist, trägt nun den Namen Mehnerts Stern. Aus der Nähe sehen werde ich ihn wohl nicht, aber ich werde mal versuchen, ihn am Nachthimmel zu entdecken.
Später trafen Peter Hopf und ich uns mit Herrn Becker, dem Rechteverwerter Hansrudi Wäschers. Nach TIBOR und NICK möchte Peter in seinem Verlag als nächstes Romanfassungen von Hansrudi Wäschers Ritterserie FALK herausbringen. Er fragte mich, ob ich dafür zur Verfügung stehe. Na sicher, und auch Herr Becker war von der Idee angetan. Die Vertragsunterschriften stehen war noch aus, doch dürften sie nur Formsache sein. Ich freue mich darauf, zukünftig gleich zu drei Comic-Klassikern Wäschers die Romandaptionen schreiben zu dürfen.
Gleich am Eingang erwarteten mich die Stände des Blitz-Verlages und des Verlags Peter Hopf. Ich unterhielt mich eine Weile mit den beiden Verlegern, für die ich tätig bin, und hielt endlich TIBOR 3 - Die Urungi in Händen. Meine dritte Romanadaption der Comicabenteuer des Dschungelhelden war gerade frisch erschienen und wurde auf der Messe präsentiert. Die erste NICK-Ausgabe ist leider nicht fertig geworden, erscheint aber auf jeden Fall noch 2012.
Anschließend besuchte ich den Mohlberg-Verlag, die Romantruhe und den Hansrudi Wäscher-Fanclub. Dabei begegneten mir Horst Hoffmann und Walter Appel alias Earl Warren. Ein netter Plausch mit den Kollegen folgte, zumal sich einige Angehörige des Kölner Science Fiction-Stammtisch dazugesellten. Heinz Mohlberg mußte ich allerdings leider eine Absage erteilen. Die Serie, für die er mich bat, etwas zu schreiben, habe ich seinerzeit nicht gelesen. Inhaltlich bin ich bei ihr zu unbedarft, um mich ohne Vorwissen darin einzuarbeiten. Es ist eine Frage der Zeit, und die kann ich dafür nicht aufbringen.
Um die Mittagsstunde wurde der Dark Star 2012 verliehen. Der Preis besteht aus einer Urkunde inklusive Sterntaufe und geht an Personen, die sich in irgendeiner Art und Weise um Comics und/oder Romane verdient gemacht haben. Bisher waren das die Schriftsteller Jason Dark, Earl Warren und Christian Montillon. In diesem Jahr hatte ich die Ehre, den Preis in Empfang nehmen zu dürfen. Der rührige Gerhart Renner hielt die Laudation, der ein kleiner Sektempfang folgte. Witzig ist, daß nun ein Stern nach mir benannt ist. Der Stern 28201 im Sternbild Perseus, der, wie ich erfuhr, während des ganzen Jahres am Himmel sichtbar ist, trägt nun den Namen Mehnerts Stern. Aus der Nähe sehen werde ich ihn wohl nicht, aber ich werde mal versuchen, ihn am Nachthimmel zu entdecken.
Später trafen Peter Hopf und ich uns mit Herrn Becker, dem Rechteverwerter Hansrudi Wäschers. Nach TIBOR und NICK möchte Peter in seinem Verlag als nächstes Romanfassungen von Hansrudi Wäschers Ritterserie FALK herausbringen. Er fragte mich, ob ich dafür zur Verfügung stehe. Na sicher, und auch Herr Becker war von der Idee angetan. Die Vertragsunterschriften stehen war noch aus, doch dürften sie nur Formsache sein. Ich freue mich darauf, zukünftig gleich zu drei Comic-Klassikern Wäschers die Romandaptionen schreiben zu dürfen.
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Peter Hopf
Freitag, 2. November 2012
Intercomic 72
Morgen ist es wieder soweit. Zum 72. Mal öffnet die Internationale Comic- und Romanmesse ihre Pforten. Austragungsort ist wie immer die Stadthalle Köln-Mülheim, Einlaß ist um 10 Uhr. Ich stelle mich wie immer auf eine volle Halle ein. Daß es heute schon den ganzen Tag regnet und morgen voraussichtlich nicht besser wird, hält die Comic- und Romanfreunde zum Glück nicht vom Besuch der Messe ab. Von den Ausstellern und ihren Besuchern lebt sie schließlich.
Ich habe morgen eine Reihe von Terminen. Die Anlaufstellen sind gedanklich notiert, verschiedene Verlage, Aussteller und persönliche Bekannte. Einige von ihnen sehe ich tatsächlich nur jedes halbe Jahr auf der Intercomic. Diesmal wartet zu den obligatorischen Besuchen eine besondere Veranstaltung auf mich. Auf dem Messeplakat bin ich auch wieder als Gast aufgeführt, schön.
Ich habe morgen eine Reihe von Terminen. Die Anlaufstellen sind gedanklich notiert, verschiedene Verlage, Aussteller und persönliche Bekannte. Einige von ihnen sehe ich tatsächlich nur jedes halbe Jahr auf der Intercomic. Diesmal wartet zu den obligatorischen Besuchen eine besondere Veranstaltung auf mich. Auf dem Messeplakat bin ich auch wieder als Gast aufgeführt, schön.
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