Freitag, 20. Juli 2018

Die Sprechblase 238

Auch die 238. Ausgabe des Comicmagazins, das inzwischen im 43. Jahr erscheint, wartet wieder mit einer Materialfülle auf, die ihresgleichen sucht. Diesmal kommen nicht nur Comicfans auf ihre Kosten, sondern auch die Liebhaber von Romanheften, was mich freut. Doch der Reihe nach.
 
Ein Motiv des Tunga-Zeichners Edouard Aidans schmückt das Titelbild. Tunga kenne ich ebenso wie Tony Stark noch aus der Zack-Zeit der Achtziger Jahre. Dass Aidans über diese beiden Serien hinaus noch viel mehr gemacht hat, beleuchtet der erste von zwei Teilen der von Bernd Weckwert geschriebenen Biografie.
 
Der gleiche Autor befasst sich danach mit einem zeitlosen Klassiker der Comic-Kunst. QRN ruft Brezelburg ist politisch wie kein zweiter Spirou und nicht allein von daher für mich ein besonders bemerkenswertes Spirou-Abenteuer. Nicht von ungefähr besitzt das 1966 erschienene Album einen beinahe legendären Ruf. Weckwerts Artikel beleuchtet spannend die widrigen Umstände, unter denen dieses Kleinod entstand. Wusste ich gar nicht. Sehr Lesenswert!
 
Nicht weniger interessant ist Gerhard Försters elfseitiges Interview mit Helga Wäscher. Frau Wäscher erinnert sich nicht nur an ihr Leben mit Sigurd-Zeichner Hansrudi, sondern auch an die eigene Karriere, die durchaus auch in den Comicbereich hineinreichte. Neben zahlreichen Erinnerungen und Anekdoten gibt es eine Menge Bilder. Der Beitrag hätte meinetwegen noch länger sein dürfen.
 
Abermals Gerhard Förster befasst sich unter Mitarbeit von Stefan Meduna mit Heftromanheld Billy Jenkins, der derzeit bei Bastei neu aufgelegt wird. Und weiter geht es mit Heftromanen. Ein ausführliches Interview mit Florian Beck alias Jonny Pegg folgt, in dem der Westernautor über sein umfangreiches Werk seit den Sechziger Jahren Rede und Antwort steht.

Thematisch passend und mit zahlreichen Abbildungen werden gleich zwei Covermaler vorgestellt, die Titelbilder zu Pegg-Romanen lieferten. Dies ist zum einen der mir bis dato unbekannte Günther König und zum anderen der famose Rudolf Sieber-Lonati, dessen Science Fiction-Bilder auch schon einige meiner Werke schmückten. Tatsächlich ist an dieser Stelle das Titelbild eines meiner Promet-Romane zu sehen. Schick.

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