Montag, 11. Juni 2012

Spaß bei der Deepejasser Kirmes

Am Wochenende fand die Deepejasser Kirmes im Griechenviertel zum 50. Mal statt. Ein halbes Jahrhundert ist wirklich eine beeindrucke Zeitspanne für eine solche Veranstaltung. Bierstände und die bunten Kirmesbüdchen waren auf dem Platz gleich an der Mauritiuskirche errichtet. Nachdem es am Vortag noch kräftig geregnet hatte, spielte das Wetter mit, und die Besucher kamen in Scharen. So war es richtig schön voll.

Musikalisch wurde ein vielschichtiges Programm geboten. Zunächst trat eine vielköpfige Jazz-Band auf, danach der aus dem Veedel stammende Ralf Keller. Blom und Blömcher legten einen abwechslunsgreichen Auftritt hin. Neben ihren eigenen Stücken imitierte der Sänger mal Wolfgang Niedecken, mal Marius Müller-Westernhagen. Danach überraschten mich Cat Ballou, eine junge vierköpfige Band, von der ich zuvor noch nie gehört hatte. Schon beim Betreten der Bühne erregte das auf Rockklänge hindeutende Line-Up meine Aufmerksamkeit. E-Gitarre, Baß, Schlagzeug und Keyboards. Die vier Jungs mit ihren witzigen, frechen Texten auf Kölsch kassierten eine Menge Applaus. Das galt ebenso für die neunköpfige Truppe Kuhl und die Gäng. Eine Bläsersektion mit Saxophon und zwei Posaunen kommt immer gut zu den klassischen Instrumenten, wie sie auch Cat Ballou verwenden. Gute Musik, starker Auftritt, ich war positiv angetan.

Zudem habe ich zahlreiche Bekannte aus unserem Veedel getroffen, mit dem einen oder anderen ein Bier getrunken und eine Menge Unsinn erzählt. Wie das bei solchen Veranstaltungen nun mal der Fall ist.

Wichtig bei der Deepejasser Kirmes ist neben dem Vergnügen der Besucher die soziale Komponente. Die besteht in der Zusammenarbeit mit himmel & ääd, das sich um Kindersielcher en Nut kümmert, um Kinderseelen in Not. Denn jedes dritte Kind in Köln lebt mittlerweile unter der Armutsgrenze. Zudem werden mit den Kirmeserlösen die Altenpflege und die Brauchtumspflege im Griechenviertel unterstützt. Eine gute Sache.

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