Dienstag, 19. Juni 2012

Fanzine-Kurier 152

Unermüdlich produziert Armin Möhle seinen Fanzine-Kurier, in dem er kompetent und routiniert nichtprofessionelle Veröffentlichungen aus der Phantastik-Szene rezensiert. Unterstützt wird er dabei von seinen Mitstreitern Holger Marks, Clemens Nissen s.ps., Irene Salzmann und Christel Scheja. In der vorliegenden Ausgabe wird zum ersten Mal ein Fanzine besprochen, das ausschließlich in elektronischer Form erscheint. In seinem Vorwort schließt Armin eine andere künftige Erscheinungsform als die Print-Ausgabe des Fanzine-Kuriers nicht aus. Als Papierfetischist hoffe ich aber, daß uns der Kurier in gedruckter Form erhalten bleibt.

Nicht alle besprochenen Hefte sind brandaktuell. So der Atlan-Kalender des ACD für 2012, der bereits Ende 2011 erschienen ist. Neu hingegen ist die erste Ausgabe des von Lutz Buchholz herausgegebenen Fantastic Artzine. Lutz und der Schriftsteller und Künstler Michael Marrak kehren nostalgisch in die Achtziger Jahre zurück, als es in der Szene noch liebevoll gemachte Fanzines zuhauf gab. Daß sie auf Erzählungen und sekundärliterarische Artikel verzichten und stattdessen ihr Augenmerk auf graphisches Material legen, liegt auf der Hand. Schließlich sind beide hervorragende Künstler, und das seit Jahrzehnten. Ich erinnere mich gut daran, in den Achtzigern einiges Material von ihnen in meinem eigenen damaligen Zine Denebola gebracht zu haben. Wobei mir einfällt, daß ich das Fantastic Artzine 1 noch nicht bestellt habe. Das werde ich nachholen.

Weitere Rezensionen beschäftigen sich mit Arcana 15, das sich im Untertitel als Magazin für klassische und moderne Phantastik bezeichnet, und mit XUN 27, einer ebenfalls altgedienten Publikation. Der Golem wird gelobt als Spielwiese für neue Autorinnen und Autoren. Der Paladin wartet mit der 175. Ausgabe auf, der rührige Kurt S. Denkena legt gar die 613. Nummer seiner SF-Notizen vor. Bei Dorgon 6 handelt es sich um einen fannischen Serienroman, der sich mit Perry Rhodan beschäftigt. Die reloadete Neuausgabe von Exodus 26 klingt interessant. Als einziges der besprochenen Fanzines/Magazine präsentiert Exodus Material von Profis aus der deutschen SF-Szene.

Den Fanzine-Kurier lese ich immer wieder gern. Er hält mich in lockerem Tonfall auf dem laufenden über die Nischen-Neuerscheinungen, die man auf dem großen Markt nicht findet. Man kann den Kurier auch im Internet unter http://www.fanzine-kurier.de/ besuchen.

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