Samstag, 7. Oktober 2017

Neue Literatur von Uwe Helmut Grave

Vor rund zweieinhalb Jahren stieg Uwe Helmut Grave wegen schwerer gesundheitlicher Probleme als Teamautor bei Ren Dhark aus. Er war von Beginn der Fortschreibung an dabei und zu diesem Zeitpunkt der Dienstälteste. Nach einem dramatischen Zwischenfall strengte es ihn zu sehr an, am Tag ein paar Zeilen oder Absätze in den Rechner zu bringen, und es war sogar zu befürchten, dass er nie wieder werde etwas schreiben können. Dies erwies sich als zum Glück nicht ganz zutreffend.

Uwe Helmut hat nun über einen längeren Zeitraum und in Muße doch noch einmal einen Roman geschrieben - sicherlich seinen persönlichsten. Er verarbeitet darin seine Krankheit und eine damit einhergehende Nahtoderfahrung und verknüpft beides mit und zu einer phantastischen Geschichte.

Mein alter Freund, Weggefährte und Kollege betont ausdrücklich, dass Mister Fitzgerald - Ist da wer? das definitiv letzte Werk aus seiner Feder sein wird. Nach den zahlreichen Ren Dhark-Büchern, die wir zusammen geschrieben, und all den Autorenkonferenzen, bei denen wir zusammengehockt haben, kommt Wehmut auf bei der Vorstellung, dass seine Laufbahn als Schriftsteller an diesem Punkt endet.

Doch hier ist uns Uwe noch einmal. Sein Roman ist just im Berliner Aavaa-Verlag erschienen und gestern bei mir eingetroffen. Sobald ich das Buch gelesen habe, was aber noch ein wenig dauern kann, werde ich es natürlich an dieser Stelle besprechen.

Interessenten darf ich folgenden Auszug aus einer Werbemail nahelegen:


Stell dir vor, du warst tot und hast es nicht einmal gemerkt.
 
So erging es mir am 27. Januar 2015 nachmittags im Städtischen Klinikum meiner Heimatstadt. Einige Zeit später erwachte ich wieder zum Leben und begriff gar nicht so richtig, was eigentlich passiert war – auch sonst hatte wohl niemand meinen zeitweiligen Aufenthalt „drüben“ bemerkt, mein Zimmernachbar dachte vermutlich, ich würde schlafen.
 
Nachdem ich mich später nach und nach an einige nebulöse Details erinnert und dieses seltsame Erlebnis seelisch verarbeitet hatte, begann ich daheim, alles ausführlich niederzuschreiben – unter dem vorläufigen Arbeitstitel: „Die auf der anderen Seite.“ Doch schon bald wurde mir klar:
Das glaubt mir kein Mensch!
 
Nicht, weil es sich so unwahrscheinlich anhört – Nahtoderlebnisse aller Art sind heutzutage nichts Außergewöhnliches mehr –, sondern weil ich bis zu meiner zwangsläufigen Frührente 33 Jahre lang als freiberuflicher Unterhaltungsautor tätig gewesen bin, unter anderem in den Bereichen Gespenstergeschichten und Science Fiction. Ich bin also in mystischer Hinsicht recht phantasiebegabt, weshalb niemand meinen wahren Erlebnisbericht wirklich ernst genommen hätte.
 
Daher erfand ich stattdessen eine schier unglaubliche Geschichte, die nur noch zu 50% der Wahrheit entspricht (wie ich bereits im Vorwort betone), ansonsten habe ich meiner Phantasie freien Lauf gelassen … einen seriösen Verlag gesucht und gefunden.
 
Der spirituelle Aspekt des Buchinhalts wirkt auf die Allgemeinheit sicherlich am Unglaubwürdigsten – doch gerade in jenen Textpassagen verbirgt sich die meiste Wahrheit; obwohl ich nie herausgefunden habe, wer „Mister Fitzgerald“ wirklich war, weiß ich seit meiner überaus seltsamen Nahtoderfahrung zumindest, dass die körperliche Weiterexistenz nach dem Tod real ist, was viele Menschen nicht wahrhaben oder worüber sie zumindest nicht ernsthaft reden wollen. Aus Furcht, ihnen könnten sich neue, ungewohnte Perspektiven öffnen?
usw.
 
Auslöschung kennt die Natur nicht – nur Verwandlung. Alles, was die Wissenschaft mich gelehrt hat, stärkt meinen Glauben an die Kontinuität unserer spirituellen Existenz nach dem Tode. Wernher von Braun 
 

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