Samstag, 26. Juni 2010

Nach der Vorrunde

Mich ärgerten die ganzen Stammtischstrategen, die vor der Weltmeisterschaft alles, was mit der deutschen Mannschaft zu tun hat, schlechtredeten. Klose ist ein Versager, Löw hat keine Ahnung von Fußball und stellt generell nur nach Sympathie und Antipathie auf und nicht nach Leistung und fußballerischem Können, und Podolski hätte man gar nicht erst mitnehmen dürfen. Derlei Berufsquerulanten sind, wenn es dann gut läuft, immer die, die am lautesten jubeln und feiern und mit diesem unsäglichen Schland-Gebrülle nerven.
Und gut gelaufen ist es für Deutschland in der Vorrunde.
Ich gabe zu, ich hatte einen Durchmarsch ohne Punktverlust erwartet. Soviel Zutrauen habe ich zur deutschen Mannschaft und den nominierten Spielern. Das kam nicht ganz hin, doch selbst zwei gewonnene Spiele haben bei einer Niederlage zum Gruppensieg gereicht. Ich bin schon sehr gespannt, was die Jungs in den K.O.-Runden zeigen.
Ich hatte befürchtet, daß es für die Afrikaner so sein wird wie meistens. Nämlich daß sämtliche afrikanischen Vertreter nach der Vorrunde raus sind, was bei der ersten WM dort sehr schade gewesen wäre. Es ist nicht ganz so schlimm gekommen, auch wenn das Austragungsland Südafrika die Segel streichen mußte. Immerhin ist Ghana ins Achtelfinale eingezogen.
Enttäuschend und eine einzige Katastrophe waren hingegen Italiener und Franzosen. Beide standen sich 2006 noch als Kontrahenten im Endspiel gegenüber. Hätte mir vor der WM jemand gesagt, daß beide als Gruppenletzte in ihren jeweiligen Gruppen abschneiden und nach der Vorrunde nach Hause fahren, hätte ich das kaum ernst genommen.
Und doch ist es - und aufgrund der gebotenen Leistungen völlig zu recht - so gekommen. Die Außendarstellungen beider Mannschaften, besonders der französischen, waren dabei noch peinlicher als die sportlichen Auftritte.

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