Mittwoch, 9. Mai 2018

Intercomic 83

(c) Detlef Köster
Am Samstag fand die 83. Intercomic statt, die Internationale Comic- und Romanmesse, wie immer in der Köln-Mülheimer Stadthalle. Diesmal traf ich etwas später ein als gewöhnlich, doch immer noch vor dem Publikumseinlass. Da hatte sich vor der Halle bereits eine lange Schlange gebildet. Ich huschte daran vorbei und begrüßte zunächst meine Verleger Jörg Kaegelmann und Peter Hopf, deren Stände wie üblich in bester Lage gleich rechts hinter dem Eingang lagen.
 
Eine erste Runde durch die Räumlichkeiten folgte, bevor der Besucherandrang einsetzte. Die Händler und Aussteller bauten auf, und ich sah bereits das eine oder andere bekannte Gesicht. Ich begrüßte Verleger Heinz Mohlberg, Sprechblase-Mastermind Gerhard Förster, Sammlerherz-Herausgeber Hans Simon, Romantruhe-Chef Joachim Otto, Wäscher-Nachlassverwalter Hartmut Becker, den gesundheitlich stark angeschlagenen Gerhart Renner und die Mannschaft am Stand des Hansrudi Wäscher Fanclubs.
 
Nach meinem Hineinschnuppern in die Atmosphäre begann sich die Stadthalle zu füllen. Der Einlass hatte geöffnet, und die Besucher strömten in Scharen herein. Bald führte ich erste Gespräche, als sich zunächst Szene-Urgestein Werner Fuchs hinzugesellte und später der unter Pseudonym tätige Autor Kurt Smid sowie Hajo F. Breuers Witwe Heike Breuer eintrafen. Schließlich trudelten auch der Kölner Autor Robert Corvus und die Leverkusener Frohnatur Rüdiger Schäfer ein. Keine Frage, ich fühlte mich wohl, und schon jetzt verging die Zeit wie im Flug.
 
Dann ging es auch schon los mit den Pflichtterminen. Das Blitzlichtgewitter des von Gerhart Renner anberaumten obligatorischen Fototermins überfiel die dazu Geladenen: die oben genannten Robert Corvus und Rüdiger Schäfer, den Künstler Toni Rohmen, den grandiosen türkischen Maler und Zeichner Ertugrul Edirne sowie meine Wenigkeit. Wie immer ging das Shooting in lockerer Atmosphäre über die Bühne; es wurde gescherzt und gelacht. Trotzdem komme ich mir da immer ein wenig deplatziert vor.
 
Für eine Pause danach blieb mir keine Zeit, denn es ging unmittelbar weiter mit Preisverleihungen, speziell mit der Verleihung des DARK STAR. In diesem Jahr gab es ihn gleich in doppelter Ausführung. Nachdem die Vergabe des DARK STAR 2017 aus organisatorischen Gründen verschoben werden musste, ging er diesmal an zwei Preisträger. Die Ehrung für 2017 wurde dem ehemaligen Ren Dhark-Herausgeber Hajo F. Breuer postum zuteil, und für 2018 erhielt ihn Rüdiger Schäfer. Ich hatte die Ehre, beide Laudationen zu schreiben und nun bei der durch Gerhart Renner organisierten Vergabe auch zu halten. Seit 2009 wird der DARK STAR an Personen, die sich um das Genre Roman verdient gemacht haben, vom Hansrudi Wäscher Fanclub in enger Kooperation mit den Verlagen Heinz Mohlberg und Romantruhe sowie der Astro-Firma Sternpate.de vergeben.

Ich war ganz schön nervös. Ich glaube, mir zitterten sogar ein wenig die Hände. Trotzdem brachte ich die Ansprache zur allgemeinen Zufriedenheit über die Bühne. Heike Breuer nahm den DARK STAR stellvertretend für ihren verstorbenen Mann in Empfang, Rüdiger Schäfer den seinen mit sichtlichem Stolz. Beide sind auf dem Foto oben zu sehen, und meine Laudationen werde ich in den kommenden Tagen an dieser Stelle veröffentlichen. Die Preisverleihung wurde schließlich mit Urkundenvergabe, Sterntaufe und Sektempfang besiegelt.
 
Noch einmal spazierte ich durch die Räumlichkeiten, um mich mit Lesestoff einzudecken. Ein Stapel mir fehlender Perry Rhodan-Taschenbücher wanderte in meine Tasche, zwei Jeremiah-Comics und einer von Marshall Blueberry, dazu neue Magazine: die Sprechblase, das Sammlerherz und das Hansrudi Wäscher Magazin.
 
Das war's dann auch schon wieder, der Tag war geradezu an mir vorbeigeflogen. Die 83. Intercomic ist Geschichte, ich freue mich auf die 84. am 3. November, bei der ich selbstverständlich wieder zugegen sein werde.

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