Sonntag, 19. September 2010

Klebebilder und Autogramme


Am Samstag wurde ich, ganz untypisch, vor dem Schellen des Weckers wach. Das Frühstück war gut und ausgiebig, nach drei Tassen Kaffee, Orangensaft, belegten Brötchen und Toast mit Ei war ich wach und bereit für den Tag. Weitere Besucher aus Köln und Umgebung waren eingetroffen, und gemeinsam begaben wir uns zum Conlokal.
Der Contag begann mit der offiziellen Begrüßung. Dazu gehörte ein Animations-Video von Raimund Peters, das man gesehen haben muß. Die Helden der Perry Rhodan-Serie landen vor dem Rathaus und schreiten winkend durch ein Spalier aus Robotern, um den Con zu besuchen. Klasse gemacht!
Der Sammelspaß ging schnell in die nächste Runde. Überall sah man mit Sammelalben bewaffnete Conbesucher, die fleißig Klebebilder tauschten und sich die eingeklebten Pickerl von den Gästen signieren ließen.
Programmpunkt folgte auf Programmpunkt. Einige sah ich mir an, andere verpaßte ich, weil ich draußen an der Theke in Gespräche verwickelt war. Der eine oder andere Ehrengast hatte kurzfristig noch abgesagt, trotzdem waren die SF-Schaffenden reichlich vertreten und allesamt auf verschiedene Weise ins vielfältige Programm eingebunden.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir "Ein Germanist im Weltall", der launige Vortrag von Perry Rhodan-Teamautor Wim Vandemaan, der gestand, als Kind und Jugendlicher Perry Rhodan parallel zu Kafka gelesen zu haben. Seine Heftromane und amerikanischen Comics hat er stets an seiner Mutter vorbei ins Haus geschmuggelt. Seine heutigen Gymnasialkollegen wissen ebenso wenig wie seine Schüler, daß er Rhodan schreibt.
Nachmittags wurden die Bundesliga-Ergebnisse eingeholt. Natürlich feierten Helmut Freisinger, Norbert Mertens und ich als Anhänger des 1. FC Köln das 0:0 der Geißböcke in München wie einen Sieg. Bei Uwe Anton als bekennendem Bayern-Anhänger sorgte das Resultat hingegen für hängende Mundwinkel.
Bei "Tauchgang mit Atlan und Perry" nahm ich dann auf der Bühne wieder aktiv am Programm teil. Gemeinsam mit Marc Herren und Götz Roderer plauderte ich über unsere Arbeit an den Atlan-Taschenbüchern. Erst nachher fiel mir auf, daß wir uns ausschließlich mit dem alten Arkoniden beschäftigt hatten und mit keinem Wort auf Perry eingegangen waren.
Wolfgang Zenker sagte einige Beiträge an, und Roman Schleifer führte als Moderator souverän durch die meisten Programmpunkte, während Martin Steiner, so wie man ihn von Cons her kennt, kaum einmal einen Augenblick den Finger vom Auslöser seiner Kamera nahm.
Am frühen Abend schaute Arnold Weissensteiner vorbei, der Betreiber des Ren Dhark-Forums (http://www.rendhark-universe.net/). Arnold lebt und arbeitet in Wien, hatte es also nicht weit, und wir hatten uns im Forum lange vor dem Con auf ein Bier verabredet.
Kurz vor zehn bestritt Pepi Hopf den letzten Programmpunkt des Tages und brachte das Publikum zum Gröhlen. Der Wiener Kabarettist präsentierte Ausschnitte aus seinem Programm, wobei er spontan einige Marotten der versammelten Science Fiction-Fans aufgriff. Ich war begeistert, und manch einer kam aus dem Lachen nicht heraus.
Wie schon am Vorabend endete auch der Samstag mit gemütlichem Beisammensein an der Bar. Es war abermals halb zwei, als ich mich mit reichlich Bettschwere ins Hotel begab.

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